Samstag, 16. November 2019

Rapunzel mein

Autor: Lars-Erik Schütz
Erschienen am 27.9.2019
Im Ullstein Taschenbuch Verlag
ISBN: 9783548291758
Rezensionsexemplar: Ja

Quelle: Verlag

Zum Autoren:
"Zwischen Werbeslogans und Thrillern: Der 1992 in Duisburg geborene Lars Schütz schreibt bereits seit er elf Jahre alt ist. Schon im Alter von 17 Jahren veröffentlicht er seinen ersten Roman als Hörbuch. Nach einem Studienabbruch macht er eine Ausbildung zum Werbetexter in Düsseldorf und schließt sie als Jahrgansbester ab. Neben seiner Arbeit in diesem Beruf schreibt er weiterhin Geschichten, von denen manche jedoch als Fingerübungen in der Schublade verschwinden. 2018 erscheint sein erster Thriller, „Der Alphabetmörder“, in einem großen deutschen Publikumsverlag. Das Buch, das den ersten Band einer Reihe bildet, handelt von den beiden LKA-Profilern Jan Grall und Rabea Wyler. Die Beiden bekommen es mit einem Mörder zu tun, der seinen Opfern die Buchstaben des Alphabets tätowiert. Als Grall selbst ins Visier des Killers gerät, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Lars Schütz lebt und arbeitet heute in Düsseldorf."
Quelle: Verlag

Klappentext:
"Er quält. Er mordet. Wer wird sein nächstes Opfer sein?

Profilerin Rabea Wyler steht unter Schock: In der Nähe eines stillgelegten Märchenparks wurde ein totes Mädchen ohne Hände gefunden. Erdrosselt mit den eigenen langen blonden Haaren. Wyler ahnt, dass die Vergangenheit sie eingeholt hat. Denn eine Hand war das Einzige, was vor zwanzig Jahren von ihrer vermissten Schwester gefunden wurde. Jan Grall, ihr suspendierter Partner, will davon nichts wissen. Wyler kann den Mörder auch ohne seine Hilfe überführen. Doch schnell wird klar, dass der Täter nur eine Marionette in einem perfiden Spiel ist. Und das hat gerade erst begonnen ..."
Quelle: Verlag

Meine Meinung:
Dieses Buch war im letzten Post über meine Neuerscheinungen eines von den Büchern, auf die ich mich am meisten freute. Ich fand das Cover total cool und der Klappentext klang vielversprechend. Leider konnte mich dieses Buch aber nicht komplett überzeugen.

Die Hauptfigur dieses Buchs ist Rabea. Sie ist Profilerin und hat eine tragische Vergangenheit: Ihre Schwester wurde entführt als sie beide noch Kinder waren. Von ihr wurde nur eine abgehackte Hand gefunden. Kein Wunder, dass sie bei dem Leichenfund sofort an ihre Schwester denken muss! Wie sie allerdings von der Leiche erfährt, halte ich für eher unrealistisch: Sie hält eine Vorlesung, ein Student meldet sich und liest ihr den Zeitungsartikel vor. Ich kann mir keinen Studenten vorstellen, der freiwillig vor seinem Professor und einer Gastprofessorin zugeben würde, dass er nicht aufgepasst hat und lieber die Nachrichten liest. Nicht mal, wenn es um so einen Leichenfund geht.  Rabea macht sich dann halt ohne Erlaubnis und ohne irgendjemand anderen zu informieren auf den Weg zur Leiche. Wundert es jemanden, dass sie Ärger bekommt? Also mich nicht! Ganz ehrlich, wahrscheinlich hätte man ihr sogar Verständnis entgegen gebracht, wenn sie ehrlich gewesen wäre und einfach darum gebeten hätte, die Leiche des Mädchens sehen zu dürfen. Aber so gab es natürlich Ärger. Verständlich, meiner Meinung nach. Und weiter gehts mit ihrem Solotrip! Sie will alles selber machen und dass sie damit die eigentlichen Ermittler, die für den Fall zuständig wären, behindert, ist ihr egal. Sie zieht ihr eigenes Ding durch, ohne Rücksicht auf Verluste, und macht damit eigentlich mehr kaputt, als dass sie hilft. Gerade zu Beginn ging mir das total auf die Nerven. Später wurde sie mir langsam sympathischer, aber auch da blieben ihre Soloaktionen ein großer Teil ihrer Handlungen. Grr! Das gehört für mich zu den absoluten No-Goes! Sonst war sie nicht mal besonders unsympathisch und gerade später im Buch wurde ich mit ihr warm. Trotzdem konnte ich über sie oft nur die Augen verdrehen und das gibt natürlich Minuspunkte. Viele, viele Minuspunkte.

Die Idee der Geschichte war eigentlich ganz gut. Ab etwa Seite hundert war die Geschichte dann auch echt spannend. Das Ende fand ich dann aber nicht so toll. Das war für mich einfach nicht ganz glaubwürdig. Schön zwar, da glücklich, aber eben einfach nicht wirklich glaubwürdig. Sonst gab es viele tolle Ideen in diesem Buch, die ich sehr spannend fand. Aber leider machten Beginn und Ende ziemlich viel kaputt. Wie gesagt, der Mittelteil war gut. Aber Beginn und Ende nicht und das sind leider die Dinge, die am meisten im Gedächtnis bleiben.

Den Schreibstil fand ich gut. Nicht perfekt, aber eben einfach gut. Nicht so, dass ich mich darin verlieben könnte oder möchte. Aber gut genug, um ein paar Abende in diesem Buch zu lesen, war es immerhin.

Mein Fazit? Einige gute Ansätze und Ideen, insgesamt aber leider nur mittelmäßig.

Mittwoch, 13. November 2019

Gregs Tagebuch 14

Autor: Jeff Kinney
Erschienen am 5.11.2019
Im Baumhaus Verlag
ISBN: 9783833906077
Rezensionsexemplar: Nein

Quelle: Verlag


Zum Autoren:
"Jeff Kinney, mit vollständigem Namen Jeffrey Patrick Kinney, wurde am 19. Februar 1971 in Maryland geboren. Nach dem Abschluss der McNamara High School in Forestville, Maryland, studierte er in den frühen 90er Jahren an der University of Maryland. Für die Campuszeitung kreierte er die erfolgreiche Comicserie "Igdoof", dies war der Auslöser für seinen Wunsch, Comiczeichner zu werden. Zunächst hatte er allerdings keinen Erfolg damit, seine Comicreihe nach dem Studium bekannt zu machen, also begann er 1998 damit, die Idee für "Gregs Tagebuch" auszuarbeiten. Sieben Jahre lang arbeitete er an dem Werk, bevor er es zunächst online veröffentlichte (2004). Die Seite wurde ein so großer Erfolg, dass er 2007 schließlich eine gedruckte Version herausgab. Es eroberte sofort die Spitze der New York Times Bestsellerliste. Es folgten mehrere erfolgreiche Fortsetzungen, inzwischen ist der neunte Band "Böse Falle!" erschienen. Jeff ist heute Onlinespieleentwickler und -designer, unter anderem erfand er "Poptropica". Er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Massachusetts."
Quelle: Verlag

Klappentext:
"Die Heffleys erben überraschend Geld und beschließen kurzerhand, ihr Haus zu renovieren. Aber wie sich herausstellt, ist das Leben auf einer Baustelle alles andere als einfach. Morsche Böden, giftiger Schimmel und fiese Tierchen gehören da noch zu den kleinsten Problemen. Als sich der Staub endlich legt, stehen die Heffleys vor der Frage: Können sie ihr Haus noch retten, oder müssen sie vielleicht sogar die Stadt verlassen?

Eins ist klar: Greg und seinem besten Freund Rupert stehen harte Zeiten bevor ..."
Quelle: Verlag

Meine Meinung:
Uff, langsam bin ich wohl wirklich zu alt für sowas. Als ich jünger war, war ich ein totaler Greg-Fan. Ich meine, wer nicht? Ich habe jeden einzelnen Teil bisher gelesen. Ich fand Greg total lustig. Aber schon in den letzten Teilen bekam ich langsam das Gefühl, dass es einfach nicht mehr das selbe ist. Trotzdem habe ich auch diesen Teil wieder aus dem Zimmer meiner Schwester gestohlen und an einem Abend durchgelesen. Vielleicht schaffe ich es, meine Schwester dazu zu bringen, ein paar Zeilen zu diesem Teil zu schreiben, immerhin ist sie eher noch in der Altersgruppe als ich. Wenn ich es geschafft habe, findet ihr ihre Rezension ganz unten. Wenn nicht, dann endet diese Rezi wie jede andere auch einfach mit dem Fazit. You know the game!

Wie ihr wahrscheinlich wisst: Greg ist die Hauptperson. Und er weiß das auch. Und er lässt es auch jeden spüren. Nicht nur seine Leser, auch seine Familie, seinen einzigen Freund und seine Mitschüler. Das war auch schon in den vorhergehenden Bänden so, doch in diesem hielt ich ihn für noch unausstehlicher und noch selbstverliebter als sonst auch schon. Dabei war er diesmal nicht mal witzig. Normalerweise drücke ich einfach beide Augen zu und kann wenigstens über die Witze lachen, doch die waren dieses mal zumindest für mich nicht vorhanden.

Die Handlung war selbst für ein Buch wie Gregs Tagebuch sehr flach. Normalerweise gibt es auch bei Greg noch ein, zwei Subplots. Denkt zum Beispiel an Teil 1: Der Käsefinger, die Schulaufführung und Wrestling, der Streit mit Rupert und Gregs Versuch einen neuen Freund zu finden und die Tatsache, dass Greg bis über alle Ohren verliebt ist. Und gleichzeitig mussten erst noch alle Figuren eingeflochten werden. Hier hat es sich der Autor von der Handlung her sehr easy gemacht. Es gibt nur drei Elemente der Geschichte: Das Erbe, der Umbau und der eventuelle Umzug, von dem ich euch nicht sagen werde, ob er stattfindet. Und die drei Teile werden aneinandergefädelt - aber sonst passiert im Buch eigentlich nicht viel. Lustig finde ich, dass sich Greg in diesem Teil über diese pädagogisch wertvollen Bücher lustig machen, die Kleinkindern dabei helfen sollen, mit fremden Situationen zurecht zu kommen. Lustig deswegen, weil dieses Buch als genau so ein Buch gelten könnte, wenn man ganz streng ist.

Hier nun die Rezension meiner Schwester. Beziehungsweise die Meinung meiner Schwester, die sie mir diktiert hat und die ich jetzt ausformulieren darf:
Zuerst mal: Meine Schwester hat noch nicht zu Ende gelesen. Allerdings hat sie die Angewohnheit, die letzten paar Seiten zuerst zu lesen. Deswegen kann sie jetzt schon sagen, dass sie vom Ende ziemlich enttäuscht war. Sonst fand sie die Handlung eigentlich ganz gut, vor allem den Mittelteil. Besonders gut fand sie, dass Greg sich bei der Abschiedsparty endlich auch mal wie ein normaler Mensch mit Gefühlen verhält. Sie ist also zufrieden: Sie wollte nach dem Schulstress etwas Hirnloses lesen und hat auch genau das bekommen.

Wie ihr also seht, scheiden sich unsere Meinungen ganz schön. Sieht also echt so aus, als wäre ich Greg jetzt endgültig entwachsen. Schade, aber so ist das Leben.

Dienstag, 12. November 2019

Der Lovelybooks-Leserpreis

Hi ihr Lieben!

Es ist mal wieder so weit! Die Nominierungsphase des Lovelybooks-Leserpreises ist wieder in vollem Gange und diesmal habe ich beschlossen, wieder einen Post darüber zu schreiben.

Aber jetzt mal langsam: Was ist das überhaupt?
Für alle, die sich noch nicht so lange in der Welt der Bücher herumtreiben hier eine kurze Erklärung. Der Leserpreis ist eine Aktion der Seite lovelybooks.de. Im Zuge dieser Aktion können die Mitglieder der Seite darüber abstimmen, welche Bücher dieses Jahr ihre Favoriten waren. Der Preis ist eine Art kleines Dankeschön von den Lesern an ihre Lieblingsautoren. Es gibt verschiedene Kategorien und verschiedene Bewertungsphasen. In der ersten Phase, die am 4. November um 10 Uhr begonnen hat, geht es einfach mal um die Nominierungen. Und hier sind jetzt die meinen! Leider habe ich für jede Kategorie nur drei Stimmen - ich wünschte es wären mehr! Ich habe dieses Jahr einfach so viele gute Bücher gelesen. So viele hätte ich gerne nominiert - aber nein, leider musste ich mich wirklich stark einschränken.

Aber nun auf zu meinen Nominierungen in den verschiedenen Kategorien!


Krimi und Thriller:
Quelle: Verlag
 "Der Kinderflüsterer" habe ich im September gelesen und rezensiert. Die Rezension dazu findet ihr hier! Dieses Buch ist mir einfach in Erinnerung geblieben und verschafft mir jetzt noch Gänsehaut!

Quelle: Verlag
 Dieses Buch behandelt ein total wichtiges Thema: Mobbing. Und das ohne die üblichen Phrasen, ohne den typischen, erhobenen Zeigefinger und dafür mit Mord und Totschlag und jeder Menge Ermittlungsarbeit. Beide, das Buch und dieses Thema, bekommen meiner Meinung nach viel zu wenig Aufmerksamkeit. Und deswegen wurde "R.I.P." von mir nominiert! Meine Rezension davon findet ihr hier!

 Dieses Buch hat bei mir definitiv den Hunger auf mehr geweckt. Leider bin ich immer noch nicht dazu gekommen, Teil 1 zu lesen, aber der steht auf meiner Wunschliste. Ich hoffe, dass ich möglichst bald dazu komme. Teil 2 konnte mich auf jeden Fall überzeugen und ist deswegen auf meiner Nominierungsliste für den Leserpreis! Die Rezension findet ihr hier!


Jugendbuch - Belletristik

Quelle: Verlag
 Die Rezension dazu findet ihr hier! Dieses Buch hat als Musical begonnen und ich war überrascht, dass man den Stoff in Buchform verpackt. Die Geschichte hat mich, wie im Original auch, tief berührt.

Quelle: Verlag
 Eine supersüße Geschichte, an die ich immer noch sehr gerne denke. Es geht um Poetry Slams, Depressionen und darüber, wie man in einer schwierigen Zeit stark bleiben kann. Dieses Buch ist so schön, dass ich es nur sehr schwer in Worten fassen kann. Und deswegen auch die Nominierung! Die Rezension dazu findet ihr hier!

Quelle: Verlag
Natürlich, natürlich, natürlich kommt dieses Buch auf meine Nominierungsliste. Ich denke, ich muss gar nicht erst erklären, warum. Wusstet ihr übrigens, dass ich vor knapp zwei Wochen auf einer Lesung der Autorin war? Die Lesung war total cool! Sehr viele sehr junge Kinder waren anwesend (was mich echt gewundert hat, da ich Erebos in diesem Alter wohl sehr gruselig gefunden hätte!) und die Autorin ist auf so viele Fragen wie möglich eingegangen und war wirklich total freundlich! Allein schon deshalb kommt dieses Buch auf die Liste. Die Rezension findet ihr hier!


Jugendbuch - Fantasy
Quelle: Verlag
 Dieses Buch war einfach so richtig schön gruselig! Leider ist Teil 1 schon letztes Jahr erschienen und zu früh, um es hier zu nominieren - aber was hindert mich daran, Teil 2 auf die Liste zu setzen? Exakt: Gar nichts! Die Rezension zu beiden Teilen findet ihr hier!

Quelle: Verlag
 Dieses Buch, war wohl die Neuerscheinung 2019, die mich am meisten überrascht hat. Einfach nur spannend mit allem, was ein gutes Buch so braucht! Eine große Verschwörung, tolle Hauptfiguren und eine ziemlich süße Liebesgeschichte. Die Rezension dazu findet ihr hier!

Quelle: Verlag
Die Rezension zu diesem Buch ist erst vor kurzem online gegangen. Über meine dritte Nominierung habe ich sehr lange nachgedacht. Ich habe so unglaublich viele Bücher gelesen, die diesen Preis mehr als nur verdient haben. Am Ende habe ich mich dann für dieses Buch entschieden. Die meisten der anderen Bücher, die für mich in Frage kamen, hatten schon haufenweise Rezensionen und eine große Fanbase. Dieses hier (noch) nicht. Und deswegen habe ich "Stranded" den Vorzug gegeben. Die Rezension dazu findet ihr hier!


Sachbuch und Ratgeber

Quelle: Verlag
 Dieses Buch handelt von einem wichtigen Thema. In meiner Rezension habe ich kritisiert, dass mir die Satire nicht deutlich genug als Satire erkennbar war. Trotzdem habe ich dieses Buch für den Preis nominiert, denn es ist gut geschrieben und bringt seine Leser echt zum Nachdenken.


Deutschsprachiges Debüt

Quelle: Verlag
 Die Rezension findet ihr hier!
Quelle: Verlag
 Die Rezension dazu findet ihr hier!
Quelle: Verlag
Richtig cooles Jugendbuch, das Lust auf mehr macht! Die Rezension dazu findet ihr hier!


Bester Buchtitel:
Quelle: Verlag
 Die Rezension dazu findet ihr hier!
Quelle: Verlag
Die Rezension findet ihr hier!


Bestes Buchcover:
Quelle: Verlag
 Die Rezi findet ihr hier!
Quelle: Verlag
Zu diesem Buch habe ich leider noch keine Rezension geschrieben. Ich habe es noch nicht mal gelesen. Aber dieses Buchcover! Einfach unglaublich!


Wie schauts bei euch aus? Welche Bücher nominiert ihr für den Leserpreis? Lasst es mich auf jeden Fall wissen!

Bis zum nächsten Mal!
Mira