Montag, 4. Juli 2022

Neuzugänge im Juni

 Hey ihr Lieben!

Ein weiterer Monat ist um und irgendwie habe ich auch diese Prüfungswoche überlebt. Wobei dieses Mal gar nicht mal die Prüfungen das schlimmste waren. Eher der große Haufen an Essays, Exposés und Präsentationen, die zeitgleich stattfanden. Und dass ich zeitgleich auch aus meinem Studentenheim ausziehen musste, hat den Stress auch nicht unbedingt verringert. Außerdem habe ich zeitgleich auch noch beschlossen, einen kalten Social-Media-Entzug zu machen. Das war vielleicht erschreckend. Mir ist bewusst, dass die meisten Menschen in meiner Generation von solchen Apps und Netzwerken doch schon eher abhängig sind, aber dass ich Entzugserscheinungen bekam, hat mich dann doch geschockt. Gleichzeitig hatte ich plötzlich viel mehr Zeit. Als Kind war es für mich kein Problem, ein Buch an einem Tag zu lesen. Das konnte ich jetzt plötzlich wieder und zwar ohne Abstriche bei meinen Lernphasen zu machen. Total krank, nicht? Probiert dieses Experiment auf jeden Fall auch mal aus und lasst es mich wissen, wie es für euch gelaufen ist.

Jetzt aber zu den Büchern, die ich jetzt lesen werde, wo ich nicht mehr ganz so viel Zeit vor meinem Smartphone verschwende. Insgesamt durften im letzten Monat fünf neue Bücher bei mir einziehen. Eines davon war für eine Woche kostenlos als eBook erhältlich und vier habe ich gekauft. Und dann musste ich alle Bücher übersiedeln und jetzt habe ich mir ein Buchkaufverbot auferlegt. Die einzige Ausnahme sind Klassiker, die ich für die Universität brauche, aber da jetzt ja meine vorlesungsfreie Zeit beginnt, sollte da nicht zu viel anfallen.

Quelle: Verlag

Dieses Buch war das, das kostenlos erhältlich war. Talia Hibbert hat in ihrem Newsletter darauf hingewiesen und natürlich musste ich es mir dann sofort runterladen. Und ja: Ich habe auch dieses Buch in einem Rutsch und mit einem großen Grinsen im Gesicht gelesen. Und ja, ich muss auch die restlichen Bücher der Reihe irgendwann lesen. Das erste war auf jeden Fall total süß! Rezi folgt!

Quelle: Verlag

Über "A Midsummer Night's Dream" schreibe ich eine Proseminararbeit. Allerdings eigentlich nicht über den Text, sondern über das Stück, das ich im Schauspielhaus Salzburg angesehen habe. Ich untersuche die karnevalistischen Elemente darin und vergleiche das dann mit dem Musical "Cabaret", das ich mir am Landestheater Salzburg angesehen habe. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie das laufen wird!

Quelle: Verlag

Sarah J. Maas gehört zu den ganz großen Namen in der Bücherbubble. Ich habe bisher noch nichts von ihr gelesen. Als ich aber "A Midsummer Night's Dream" aus der Buchhandlung abgeholt habe, sah ich das in der Box für Mängelexemplare, die immer vor der Buchhandlung meines Vertrauens steht und dachte mir: "Warum nicht?" Ich bin gespannt!

Quelle: Verlag

Der erste Teil dieser Reihe war einfach nur göttlich! Daher war für mich klar, dass ich auch Band 2 lesen muss. Der ist jetzt erschienen und natürlich habe ich den sofort gekauft. Ich bin gespannt!

Quelle: Verlag

Auch über dieses Buch muss ich eine Arbeit schreiben. Ich beschäftige mich darin mit Luft und Atmung und wie sich Diskriminierung dadurch ausdrückt. Im Proseminar, für das ich mich damit beschäftige, haben wir uns für ein Semester mit den sogenannten "Breath Studies" beschäftigt. Das war total spannend! Falls ihr mal dazu kommt, euch damit zu beschäftigen: Tut es!

So, das waren also meine Neuzugänge. Kennt ihr eines der Bücher bereits. Lasst es mich gerne wissen. Ich freue mich darauf, mit euch zu plaudern!

Alles Liebe,
Eure Mira


Freitag, 1. Juli 2022

Meine liebsten Buchzitate #95

1. "The Comfort Book" von Matt Haig, Seite 127

You were born with worth, as all babies are, and that worth doesn't disappear simply because you have grown a little older.

2. "Act your Age, Eve Brown" von Talia Hibbert, Seite 202

"I told you before," Jacob said into the silence, "that there are different ways to fail. Imperfection is inevitable. That's life. But it doesn't sound to me like you've failed at all, Eve. It sounds like your dream broke, and you've been picking up shattered pieces and blaming yourself when your hands bleed."

3. "Honey Girl" von Morgan Rogers, Seite 66

Wenn das Universum und ich aus dem gleichen Stoff bestehen, will ich eine faire Chance, auch wirklich ein Teil von ihm zu sein.

4. "Flauschig" von Hanna Bervoets, Seite 210

Du bist der, den die anderen in dir sehen, außer du bist allein, dann musst du selbst entscheiden, ob du ein Junge sein willst oder ein Mann, ein Mädchen oder eine Frau - ist das der Grund, warum du so gern allein bist?

5. "The Handmaid's Tale" von Margaret Atwood, Seite 198

You can't help what you feel, Moira said once, but you can help how you behave.

Dienstag, 28. Juni 2022

Die Krankenschwester

 Autor: Kristian Corfixen
Erschienen am 17.02.2022
Im Saga-Egmont-Verlag
ISBN: 9783869749525
Rezensionsexemplar: Ja

Quelle: Verlag

Klappentext:
"Krankenhaus Nykøbing Falster: Ein Patient stirbt. Da die Todesursache ungeklärt ist, wird die Polizei hinzugerufen. Ein Routineeinsatz – bis eine Krankenschwester den Verdacht äußert, ihre Kollegin aus der Nachtschicht habe den Patienten vorsätzlich getötet. Schnell stellt sich heraus, dass es weitere verdächtige Todesfälle in den letzten Jahren gab – und Christina Aistrup Hansen gerät mehr und mehr in den Fokus der Ermittlungen. Doch wo sind die Beweise für ihre Taten? Und wieso wird die Polizei erst jetzt eingeschaltet? Kristian Corfixen beschreibt die Ereignisse, die zu einer zwölfjährigen Haftstrafe für Christina Aistrup Hansen führten. Es ist die Dokumentation einer außergewöhnlichen Ermittlung, die Parallelen zum Fall Niels Högel aufweist. Alle Beteiligten kommen zu Wort – die Ermittler ebenso wie Christina Aistrup Hansen selbst."
Quelle: Verlag

Meine Meinung:
Ich bin sehr froh, dass bei mir in nächster Zeit kein Krankenhausaufenthalt anstellt. Zumindest kein geplanter. Ob ich morgen von einem E-Scooter-Fahrer niedergemäht werde, kann ich nur schwer beeinflussen. Nach diesem Buch wäre mir bei einem Krankenhausaufenthalt nämlich wahrscheinlich etwas mulmig zumute. Ja, im Buch wird immer wieder erwähnt, wie selten solche Fälle wie dieser passieren, aber es würde mich trotzdem nervös machen.

In diesem Buch wird die Geschichte von Christina Aistrup Hansen erzählt, die leider eine reale Person ist und aktuell im Gefängnis ihre Haft absitzt. Sie war Krankenschwester und dafür bekannt, dass in ihren Schichten immer Katastrophen passierten. Solche Menschen kennt ihr sicher auch, oder? Bei denen irgendwie immer was schiefgeht. Ich habe auch solche Freund:innen, aber ihre "Katastrophe" sind um einiges weniger ernst. Umfallende Teetassen, kleinere Verletzungen, verpasste Busse, plötzliche Regenschauer. Unangenehm, aber nicht tragisch. Bei Hansen sehen Katastrophen ganz anders aus: Patienten, deren Zustand sich plötzlich verschlechterte, Herzstillstände, überraschende Tote. Was für ein Pech, nicht wahr? Wie unangenehm, dass das immer bei der gleichen Pflegerin passiert. Aber wenigstens kennt die sich in der Zwischenzeit echt gut aus, was Wiederbelebungsmaßnahmen angeht. So eine engagierte Kollegin! Bis da mal jemand den Verdacht bekam, dass das nicht nur Pech und Zufall sein könnte, mussten mehrere Jahre vergehen. Und dann nochmal mehrere Jahre, bis jemand die Polizei alarmierte und die Befürchtungen auch wirklich ernst genommen wurden. In diesem Buch erfahren wir die ganze Geschichte der Krankenschwester. Sie wird auf mehreren Ebenen erzählt: Vergangenheit und die Ermittlungsarbeit. Außerdem kommen sehr viele der Beteiligten zu Wort: Hansen selbst, ihre Eltern, ihre Arbeitskolleg:innen und Vorgesetzen, die Polizist:innen, die ermittelt haben, Angehörige der Opfer... Das war für mich sehr interessant.

Bei der Erzählung realer Verbrechen ist es schwierig, diese auf eine Art wiederzugeben, die nicht sensationsgeil wirkt. Nichts finde ich schrecklicher als wenn Leute das Leid anderer als billige Show anzusehen scheinen und Verbrechen so behandeln, als wäre das nur ein Film. Deswegen halte ich mich auch von True-Crime-Podcasts und -Serien fern. Diesem Buch habe ich eine Chance gegeben, weil sich der Klappentext doch recht professionell und unaufgeregt anhört. Und so war es dann auch: Die Vorfälle werden sachlich und mit Fingerspitzengefühl beschrieben.

Das einzige Problem hatte ich mit dem Beginn. Ich kam nicht gleich mit den Zeitebenen zurecht und kam immer wieder durcheinander. Darüber bekam ich aber auch irgendwann den Überblick.

Mein Fazit? Ein gut geschriebenes True Crime-Buch, das interessant ist, aber trotzdem immer sachlich bleibt.