Freitag, 31. Mai 2019

Dry

Autor: Neal und Jarrod Shusterman
Erschienen am 22.5.2019
Im Fischer Verlag
ISBN: 9783737356381
Rezensionsexemplar: Ja

Quelle: Verlag


Zu den Autoren:
"Neal Shusterman, geboren 1962 in Brooklyn, USA, studierte in Kalifornien Psychologie und Theaterwissenschaften. Seine Serien »Vollendet« und »Scythe« sind vielfach ausgezeichnet worden und sind internationale Bestseller. »Dry« schrieb er gemeinsam mit seinem Sohn Jarrod."
Quelle: Buch

Klappentext:
"Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr.
Niemand glaubte, dass es so weit kommen würde. Doch als Alyssa an einem heißen Junitag den Wasserhahn aufdreht, passiert nichts. Es kommt nicht ein Tropfen. Auch nicht bei den Nachbarn. In den Nachrichten heißt es nur, die Bewohner Kaliforniens sollen sich gedulden. Aber als das Problem nicht nur mehrere Stunden, sondern Tage bestehen bleibt, geduldet sich niemand mehr. Die Supermärkte und Tankstellen sind auf der Jagd nach Wasser längst leer gekauft, selbst die letzten Eisvorräte sind aufgebraucht. Jetzt geht es ums Überleben."
Quelle: Verlag

Meine Meinung:
In den Osterferien habe ich die "Vollendet"-Serie von Neal Shusterman gelesen. Als ich kurz darauf Werbung für dieses neue Buch von ihm sah, wusste ich: Das muss ich haben. Und so sollte es dann auch sein: Ich durfte es nicht nur haben, nein, ich bekam sogar ein Rezensionsexemplar! Könnt ihr euch vorstellen, wie sehr mich das gefreut hat?
Ich ging, wie ihr euch vorstellen könnt, mit gigantischen Vorstellungen an dieses Buch ran. Wenn jemand so was tolles wie die "Vollendet"-Reihe schreibt, dann müssen alle anderen Bücher von ihm genauso toll sein!

Also zuallererst gleich die wichtigsten Fragen:
Haben sich meine Erwartungen erfüllt? Nein, nicht wirklich.
War das Buch schlecht? Nein, das auch nicht.
Wie kann ich das am Besten erklären? Ich habe keine Ahnung!

Ich möchte dieses Buch hier auf gar keinen Fall ständig mit der "Vollendet-Serie" vergleichen. Das wäre einfach nicht fair. Natürlich gibt es für mich diesen Vergleich (wie ihr an den letzten Absätzen unschwer erkennen könnt), aber hier wird dieses Buch nicht mehr erwähnt werden! Ich versprechs euch, in dieser Rezension kommt nicht mal mehr der Titel vor!

Beginnen wir doch mit den Figuren. Da gibt es Alyssa, ihren kleinen Bruder Garrett, ihren Nachbar Kelton, dessen Familie sich in ihrer Freizeit auf den Weltuntergang vorbereitet, Henry, der aus einer reichen Familie kommt und jede Situation so nutzen möchte, dass er den größten Gewinn daraus zieht, und Jaqui, die von zu Hause weggelaufen ist. Der Fokus dabei lag auf jeden Fall auf Alyssa.
Das war gut, denn sie ist einfach das nette Mädchen von nebenan. Manchmal fast zu nett, denn sie bringt regelmäßig ihr Leben dadurch in Gefahr. Kelton dagegen ist der Freak von nebenan, vor dem einen die Eltern immer gewarnt haben. Er hatte neben Alyssa die zweithäufigste Aufmerksamkeit. Trotzdem wurde ich aus ihm nie wirklich schlau. Auf der einen Seite hat er Mitleid, bemüht sich um andere, will, dass möglichst viele überleben. Auf der anderen Seite ist er stolzer Besitzer einer Waffe, rühmt sich damit, schießen zu können und hat einen beunruhigenden Wissensschatz an Kampftechniken.
Jaqui fand ich sehr spannend. Schade, dass sie nicht so viel Aufmerksamkeit bekam!
Henry ging mit auf die Nerven. Wahrscheinlich ist das gut, denn der war ganz sicher nicht als Sympathiefigur gedacht. Trotzdem wäre ich sehr gerne kurz ins Buch gesprungen, um ihm ordentlich den Kopf zu waschen.
Garrett ist die Figur, die die wenigste Aufmerksamkeit bekam. Das fand ich sehr schade! Ich wüsste so gerne, was in seinem Kopf vorgegangen ist. Immerhin hat er von den Figuren die größte Veränderung erfahren und ist erst zehn Jahre alt!

Der Schreibstil war gut. Nicht immer perfekt, aber gut genug, um sich in der Geschichte verlieren zu können. Außerdem war meines ein Vorabexemplar, da darf man nie so streng sein. Immerhin wird da meistens noch was ausgebessert.

Wie sieht es mit der Geschichte an sich aus? Nun, sagen wir es mal so: Ich habe Durst. Allein das Schreiben dieser Rezension sorgt dafür, dass mein Mund austrocknet. Ich habe in den letzten Tagen so viel Wasser getrunken, wie nie zuvor! Und ich habe Albträume davon, dass uns das Wasser ausgeht, auch wenn das, zumindest im Moment, nicht wirklich realistisch für meinen Heimatsort wäre. Immerhin hat es die letzten zwei Wochen fast durchgehend geregnet! Aber trotzdem: Gerade für Kalifornien, wo die Geschichte spielt, halte ich diese Geschichte für durchaus realistisch. Da gibt es ja schon jetzt strenge Regeln gegen Wasserverschwendung!

Mein Fazit: Ich halte dieses Buch für gut und spannend. Besonders gefallen könnte dieses Buch jungen Lesern, die Interesse am Klimaschutz haben. Oder jungen Lesern, die den Klimawandel immer noch für einen Scherz halten. Denn diese Geschichte könnte in Zukunft zur Realität werden. In sehr vielen Teilen der Welt. In so einer Zukunft möchte ich nicht leben, also bitte: Können wir nicht endlich alle zusammenarbeiten und den Klimawandel bekämpfen? Ich habe Angst!

Mittwoch, 29. Mai 2019

Nadelherz

Autorin: Julia Corbin
Erschienen am 1. Mai 2019
Im Diana Verlag
ISBN: 9783453359888
Rezensionsexemplar: Ja

Quelle: Verlag

Zur Autorin:
"Julia Corbin, geboren 1980, studierte Biologie in Heidelberg. Die Arbeit als Biologin inspiriert sie zu ihren Thrillern um das erfolgreiche Ermittlerteam Hall & Hellstern. Ihre Leidenschaft für Nervenkitzel lebt die Autorin nicht nur in ihren Büchern, sondern auch bei Sportarten wie Kite- und Windsurfen oder Extrem-Hindernisläufen aus. Sie wohnt mit ihren Hunden im Landkreis Heilbronn und gibt Kurse in Kreativem Schreiben."
Quelle: Verlag

Klappentext:
"Bei einer Wanderung verschwinden zwei junge Frauen spurlos. Erst ein Jahr später wird Tessa aus den Fängen ihres Entführers befreit, der bei der Rettungsaktion stirbt. Für die Freundin kommt jede Hilfe zu spät. Als Tessa ein mit Nadeln gespicktes menschliches Herz per Post erhält, ahnt sie, dass der Albtraum noch nicht vorbei ist. Hat ihr Peiniger einen Nachfolger bestimmt? Doch sie will kein Opfer mehr sein und bringt sich damit erneut in höchste Gefahr …"
Quelle: Verlag

Meine Meinung:
Was für ein Thriller! Ich habe von der ersten Sekunde an mitgefiebert! Und trotzdem war ich gerade zu Beginn sehr kritisch gegenüber diesem Buch. Ich schätze, dass ich in letzter Zeit einfach zu viele Krimis und Thriller erwischt habe, die meinen Geschmack nicht ganz getroffen haben. Bis zur letzten Seite hatte ich Angst, dass mir auch dieser Thriller wieder zu langweilig wird. Gut, dass das hier nicht der Fall war!

Die Figuren sind unglaublich liebevoll erstellt. Das ist von der ersten Seite weg offensichtlich und zog sich bis zur letzten Seite durch! Jede Figur ist originell und einzigartig, für Klischees gibt es hier keinen Platz! Und auch die Interaktionen zwischen den Protagonisten sind von ihren Besonderheiten geprägt. Da isst dann schon mal der ganze Trupp vegetarisch, der Veganerin zuliebe, oder es kommt zu Streit, wer denn jetzt das umweltfreundlichere Auto fährt. Der ganze Trupp ist mir total ans Herz gewachsen!

In der Handlung selbst gibt es keine Sekunde Ruhe. Ständig ist da Bewegung, ständig passiert etwas: Eine neue Leiche, ein unfähiger Dorfpolizist, eine grausame Rückblende in Tessas Vergangenheit. Ich will gar nicht wissen, wie hoch mein Puls war! Was ich auf jeden Fall bemerkt habe, ist, dass ich nach manchen Kapiteln ganz außer Atem war - obwohl ich selbst keine Verfolgungsjagd machen musste, sondern eingekuschelt in meinem Bett saß!

Auch mit der Auflösung bin ich zufrieden. Ich hätte nie im Leben gedacht, dass DAS der Täter/die Täterin sein könnte! Obwohl er/sie ein großartiges Motiv hat - von dem ich als Leserin aber keine Ahnung hatte und bis zur Auflösung nichts davon ahnte!

Die Vorgängerteile habe ich natürlich nicht gekannt. Irgendwann kam mir der Gedanke, dass es hier eigentlich fast ein Buch davor geben müsste - die ständigen Anspielungen auf ältere Fälle wiesen einfach darauf hin. Wahrscheinlich lese ich die auch noch, früher oder später. Allerdings: Für dieses Buch ist das Wissen über den Inhalt der vorherigen Bände nicht unbedingt notwendig. Ich hatte keinerlei Probleme deswegen.

Alles in allem: Dieses Buch kann ich mit gutem Gewissen weiterempfehlen! Hut ab vor der Autorin für diesen großartigen Thriller!

Donnerstag, 23. Mai 2019

Herrschaften

Autorin: Marina Wislag
Erschienen am 1. 3. 2019
Im Bookspot Verlag
ISBN: 9783956691126
Rezensionsexemplar: Ja

Quelle: Verlag
Zur Autorin:
"Marina Wislag wurde am 02.09.1975 in Hannover geboren. Dort besuchte sie Kindergarten, Grundschule und Orientierungsstufe des Gymnasiums, 1995 machte sie ihr Abitur. 1995 bis 1997 studierte sie Lehramt an Gymnasien. 1997 bis 1998 legte sie eine Studienpause ein, angefüllt mit diversen Nebenjobs und theatralischen Gehversuchen in der Welt der Kleinkunst. 1998 wechselte sie dann zum Studiengang Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen, 2002 Abschluss mit dem ersten Staatsexamen. 2003 bis 2004 Referendarzeit in Goslar und Salzgitter, Abschluss mit dem zweiten Staatsexamen. 2004 bis 2005 Nachhilfelehrerin. 2005 bis 2010 Vertretungslehrkraft und Nachmittagsbetreuung in Vienenburg. 2010 Rückzug nach Hannover. 2010 bis 2012 wechselweise Feuerwehrlehrkraft und Aushilfe in der Sachbearbeitung einer Wohnungsgenossenschaft. 2012 bis 2014 in Vollzeit telefonische Kundenbetreuerin Bankwesen (Inbound). Seit 2014 Servicekraft in der Gastronomie (Kneipe mit kleiner Küche), bei Bedarf Nachhilfelehrerin.
Ihre große Leidenschaft, das Schreiben, verfolgt sie, wann immer sie die Zeit findet. Ihr Werk „Herrschaften“ ist ihre erste Veröffentlichung im Bookspot Verlag."
Quelle: Verlag


Klappentext:
"Zehn Menschen sind tot, und niemanden kümmert es. Nun, fast niemanden. Seit fünfhundert Jahren stirbt exakt alle fünfzig Jahre ein Mitglied des ehrwürdigen Hauses von Karst und Dull eines unnatürlichen Todes. Immer allein, was merkwürdig ist, denn jeder Todesfall ereignete sich zum Zeitpunkt eines Familientreffens. Unfall und Unglück lauten die offiziellen Erklärungen, und es gibt keinerlei Beweise, die auf etwas anderes hindeuten. Lastet ein alter Fluch auf der Familie, so wie es die Vorfahren beschrieben haben?
Zur Rettung eilt Paul Weller, Privatdetektiv aus Leidenschaft, der sich nichts sehnlicher wünscht als einen unlösbaren Fall. Doch ob er sich hier zu viel zugemutet hat? Fest davon überzeugt, dass der Mörder unter den Anwesenden sein muss, gerät er immer tiefer in die Geschichte der Familie und entlarvt Geheimnisse, die nie ans Licht geraten sollten. Doch kann er den Täter stoppen, bevor er seine Tat vollbringt und wieder für fünfzig Jahre verschwindet?"
Quelle: Verlag

Meine Meinung:
Dieses Buch begann sehr ungewöhnlich. Ich denke, das habe ich schon in meinem Beitrag zu den Neuzugängen aus dem Osternest erwähnt, oder? "Kein typischer Krimi, aber nicht schlecht bisher." So oder so ähnlich. Der Stil erinnerte mich zu Beginn stark an Sherlock Holmes und der Protagonist Paul trug zu diesem Gefühl auch noch bei, indem er nämlich ein Detektiv ist, wie er im Buche steht. Zumindest will er das sein und kleidet und verhält sich dementsprechend. Er versucht es zumindest. Ob das so gut klappt, ist eine andere Frage. Aber dazu gleich mehr.

Paul ist zu Beginn sehr sympathisch. Ein schräger Detektiv, der hofft, mit diesem Fall endlich seinen Durchbruch zu schaffen. Immerhin ist die Adelsfamilie genau das: Eine Adelsfamilie, die ihm, sollte er erfolgreich sein, natürlich viele Kontakte verschaffen könnte.
Ihm ging es ziemlich ähnlich, wie mir als Leserin: Totale Verwirrung und Frustration. Die werten Herrschaften wehren sich mit Händen und Füßen gegen die Hilfe des Detektivs. Niemand verrät ihm, was eigentlich passiert. Dabei ist klar, dass jeder eingeweiht ist. Jeder. Außer ich als Leserin und Paul als Detektiv. Zu Beginn ist das klar, das muss so sein, sonst ist kein Krimi spannend. Aber nach über dreihundert Seiten von wirren Andeutungen, war ich einfach nur noch frustriert. Keine Hinweise, keine Spuren, nur die wirren Herrschaften, die alle nur in Rätseln sprechen und anscheinend überhaupt kein Interesse daran haben, dass Paul sich einmischt. Dadurch trat Paul einen sehr großen Teil des Buches auf der Stelle und kaute gedanklich die gleichen paar Fakten immer und immer und immer wieder durch.

Die Herrschaften waren...seltsam. Hat wahrscheinlich mit dem ganzen Inzest zu tun, den Herrschaften über Generationen betrieben haben. Dass sie dann nicht mehr klar denken, macht nur Sinn... Trotzdem: Wie oben erwähnt, machen sie die ganze Geschichte um so vieles komplizierter, als sie sein müsste. Am Ende hatte ich richte Aggressionen gegenüber den Herrschaften.

Apropos Ende: Mit dem Ende war ich absolut unzufrieden. Ich werde hier nicht sagen, was am Ende des Buches passiert. Aber so viel sage ich: Paul muss eine totale Gehirnwäsche erhalten haben. Am liebsten hätte ich ihn geschüttelt. Das Ende passt einfach überhaupt nicht zu dem Paul, den ich im Buch kennengelernt habe. Was ist mit Paul passiert? Ernsthaft? Das ist doch nicht derselbe Detektiv!!! Wie gesagt: Am liebsten hätte ich laut geschrien! Konnte ich aber nicht, denn das ist in einem überfüllten Zug nicht akzeptabel...

Alles in allem? Das Buch konnte mich nicht komplett überzeugen. Stellenweise war es ganz gut und spannend, aber mein nächstes Lieblingsbuch wird das ganz sicher nicht.

Freitag, 17. Mai 2019

NetGalley-Minichallenge 1/3: Starte ein Lesetagebuch!

Hey ihr!

Heute gibt es wieder einen Laberbeitrag, statt einer Rezension. Worum geht es heute? Die NetGalley-Lesechallenge, an der ich dieses Jahr teilnehme!

Was ist das?
Die Seite NetGalley.de ist eine Website für professionelle Leser und Verleger. Blogger wie ich können dort Rezensionsexemplare als eBook anfordern und rezensieren. Jedes Jahr veranstaltet NetGalley außerdem die NetGalley-Challenge. Dabei geht es darum, so viele Bücher wie möglich in einem bestimmten Zeitraum zu rezensieren und davon mindestens eines von 21 extra für die Challenge zur Verfügung gestellten Leseexemplare. Dass ich jetzt hunderte Rezensionen veröffentlichen werde, halte ich für eher unwahrscheinlich, aber ich denke schon, dass ich zumindest zwei oder drei schaffen sollte. Nebenher werden auch Aufgaben für Minichallenges gepostet, die die Blogger erfüllen sollen.

Was ist die momentane Aufgabe?
Die Aufgabe lautet und ich zitiere: "Im Rahmen der 1. Mini-Challenge möchten wir Sie deshalb dazu ermutigen, ein neues Leseprojekt zu starten, das sie dabei unterstützen wird, Ihren Lesealltag organisierter zu gestalten: ein eigenes Lesetagebuch." Dieses Lesetagebuch soll während der gesamten Challenge geführt werden. Also werde ich wohl genau das tun.

Mein Masterplan
Die ganz fleißigen Stalker unter euch wissen schon: Ich führe sogar ein Lesetagebuch. Zumindest eine Art. Und zwar kommen täglich Updates zu den Büchern, die ich im Moment lese, auf meinem Profil bei Goodreads. Aber, der Challenge zuliebe, habe ich mein altes Lesetagebuch wieder mal herausgeholt. Beziehungsweise meine alten Lesetagebücher. Plural. Und hier sind sie:


Lesetagebuch 1: Der treue Bücherhund!
Lesetagebuch 2: Das Langweilige mit dem tollen Format!
Lesetagebuch Nummer 3: Bitte ignoriert die alten Rechnungen!


Alle drei sind noch halb leer. Nun, mehr oder weniger.
 Ich werde zuerst mit dem treuen Hund arbeiten. Das ist mein ältestes Lesetagebuch und ich liebe dieses Format! Das Format ist dem Format meines Blogs sehr, sehr ähnlich: Autor, Titel, Verlag, Meinung. Dazwischen noch wer mir das Buch empfohlen hat, wo ich das Buch herhabe, wann ich das Buch gelesen habe, ob ich es fertig gelesen habe, ein Abschnitt mit Lesezitaten und wem ich dieses Buch empfehlen würde. Und die Bewertung wird in Knochen angegeben! Finde ich total cool, auch wenn ich persönlich eher ein Katzenmensch bin. Ganz hinten gibt es eine Liste mit Lieblingsbüchern, ausgeliehenen Büchern, verliehene Bücher, verschenkte Bücher, meinen Lieblingsbuchhandlungen und eine Bücherwunschliste (die ist voll!).

Das zweite Lesetagebuch hat viel weniger Platz für Notizen. Es ist sehr, sehr nüchtern: Titel, Ort und Zeit, wem ich das Buch empfehle oder wer es mir empfohlen hat und woran ich mich erinnern möchte. Ganz hinten gibt es wieder eine Lesewunschliste (hier ist noch Platz frei!) und eine Liste mit Büchern, die ich verliehen habe.

Das dritte Buch bringt den Harry-Potter-Fan in mir dazu, Jubelschreie auszurufen und eine Party zu feiern. Auch, wenn ich eigentlich eine Hufflepuff bin. Es ist kein wirkliches Lesetagebuch, sondern einfach nur ein Notizbuch mit Zeilen. Trotzdem werde ich dieses Notizbuch als Lesetagebuch verwenden, wenn ich mal mehr Platz brauche oder die anderen zwei voll sind.

Was ist jetzt zu tun?
Jetzt muss ich durchhalten und dranbleiben. Und ein Notizbuch mehr überallhin mitnehmen. Wir werden sehen, wie lange und ob ich durchhalte. Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden - spätestens, wenn die Challenge zu Ende ist, bekommt ihr ein Update!

Wie schauts bei euch aus? Habt ihr ein Lesetagebuch? Oder tendiert auch ihr eher zu technischen Hilfen?
Man liest sich!
Eure Mira

Donnerstag, 16. Mai 2019

Die schwarze Frau

Autorin: Simone St. James
Erschienen am 18.2.2019
Im Goldmann Verlag
ISBN: 9783442488223
Rezensionsexemplar: Ja
Quelle: Verlag

Zur Autorin:
"Simone St. James schrieb schon in der Highschool ihre erste Geistergeschichte. Später war sie 20 Jahre in der Filmbranche tätig, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Spannungsromanen widmete. Mit ihrem Mann und ihrer verwöhnten Katze lebt sie in der Nähe von Toronto, Kanada."
Quelle: Verlag

Klappentext:
"Vermont 1950. Idlewild Hall ist ein Ort für Mädchen, die keinen anderen Platz in der Gesellschaft haben. Abends erzählen sich die Schülerinnen Schauergeschichten von der »schwarzen Mary«. Doch als eines Nachts eine von ihnen unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt, wird der Schrecken real. 2014 ist das Internat eine Ruine, aber die Journalistin Fiona Sheridan kann nicht von Idlewild Hall lassen: Hier wurde vor 20 Jahren ihre Schwester ermordet. Als man bei Renovierungsarbeiten eine weitere Mädchenleiche findet, beginnt Fiona zu recherchieren. Dabei rührt sie an dunkle Geheimnisse, die besser für immer verborgen geblieben wären …"
Quelle: Verlag

Meine Meinung:
Oha, das war sehr, sehr gruselig. Vor allem die erste Hälfte! Die konnte ich abends gar nicht lesen - und wenn doch, dann interpretierte ich jede Bewegung meiner Katze im Dunkeln als den Geist der schwarzen Mary.

Die Geschichte wird aus zwei Sichten erzählt. Auf der einen Seite ist Fiona, in der Gegenwart und auf der anderen Seite sind Roberta, CeCe, Kathie und Sonia im Internat um 1950.
Die vier Mädchen des Internats wollte ich eigentlich ständig nur in den Arm nehmen. Sie hatten alle so eine schwere Kindheit und so eine traurige Hintergrundgeschichte. Das haben sie alle nicht verdient. Und ihr Verhalten, das für Jugendliche ganz normal ist und meiner Meinung nach nicht mal besonders rebellisch. Trotzdem werden sie von ihren Lehrern wie Schwerverbrecher behandelt.

Fiona und Jamie sind ein süßes Pärchen. Sie kamen mir wie eine Art moderne Romeo und Julia vor. Er ist Polizist, sie ist Journalistin. Zwei scheinbar verfeindete Berufsgruppen - und das wird auch stark hervorgehoben. Trotzdem sind die zwei einfach total süß und passend und ich schloss sie beide sofort ins Herz. Am Anfang war mir Fiona nicht wirklich sympathisch, aber später wuchs sie mir dann doch noch ans Herz. Sie hat einfach so viel durchgemacht, durch den Mord an ihrer Schwester. Ich begann sie immer besser zu verstehen und ich konnte schon sehr bald sehen, dass sie nicht so hart ist, wie sie tut.

Alles in allem war die Geschichte total spannend. Ich wollte mich gar nicht mehr von der Geschichte losreißen. Die zweite Hälfte habe ich innerhalb der letzten 24 Stunden gelesen. Für die erste Hälfte habe ich länger gebraucht, aber auch nicht ewig. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen!

Donnerstag, 9. Mai 2019

Tiefseeherz

Autorin: Johanna Rau
Erschienen am 28.2.2019
Bei Planet! in der Thienemann-Esslinger GmbH
ISBN: 9783522654258
Rezensionsexemplar: Ja

Quelle: Verlag


Zur Autorin:
"Johanna Rau ist 1995 im Ruhrgebiet geboren, wo sie zusammen mit ihrer Familie lebt. Zurzeit studiert sie Jura an der Ruhr-Universität Bochum. Schon immer hat sie gerne gelesen und sich kleinere Geschichten ausgedacht. Wenn sie nicht gerade Musik macht, rezensiert sie Bücher auf ihrem Blog „Unendliche Geschichte“. „Tiefseeherz“ ist ihr Debütroman und weitere Ideen warten bereits darauf, bald aufgeschrieben zu werden."
Quelle: Verlag

Klappentext:
"Schon der erste Blick in Jacks meeresblaue Augen lässt Lizzies Herz höher schlagen. Doch sie kann die Zeit mit ihm nicht richtig genießen, denn in dem kleinen Küstenort Lavender verschwinden immer wieder Menschen spurlos – und Lizzie wird das Gefühl nicht los, dass Jack etwas damit zu tun hat. Kann sie ihm überhaupt vertrauen? Als ihre beste Freundin Sophie verschwindet, stellt Lizzie Jack zur Rede. Das Geheimnis, das er ihr offenbart, stellt ihr Leben auf den Kopf. Ist ihre Liebe zum Scheitern verurteilt?"
Quelle: Verlag

Meine Meinung:
Der Klappentext vermittelt mir den Eindruck, als würde es sich hier um eine klassische Liebesgeschichte mir Fantasy-Elementen handeln. Am ehesten wie eine Art West-Side-Story. Alle gegeneinander und alle gegen das junge Liebespaar. Dieses Buch ist nicht so.

Jack ist ein typischer, kühler Badboy. Sehr gutaussehend, sehr cool, der Albtraum jeder Mutter und Traum aller Mädchen seiner Schule. Doch schon bald rührt sich etwas unter der kalten Fassade. Er bemüht sich um Lizzie und wird durch sie beziehungsweise bei ihr zu einem komplett anderem Menschen.

Lizzie ist eher das Gegenteil von Jack: Schüchtern, warmherzig und hat selbst so einiges an sich und ihrem Aussehen auszusetzen. Sie ist verträumt und würde, laut eigener Angabe, alles für ihre beste Freundin Sophie tun. Das klappt ja schon in "Normalsituationen" nicht besonders. Lizzie lässt ihre "beste Freundin" regelmäßig links liegen, hört ihr nicht zu, läuft während einem Gespräch davon. Liebe Sophie, Du warst mir die sympathischte Figur des ganzen Buches, deswegen: Schnapp dir den Kerl aus der Literatur-AG auf den du so stehst und such dir eine neue beste Freundin! Lizzie ist für diese Rolle auf jeden Fall nicht geeignet!
Lizzie ist Feministin und das reibt sie dem Leser auch ziemlich unter die Nase. Meines Gefühls nach wurden ihre Mutter und Schwester nur eingebaut, um den Lesern zu zeigen, wie stark und feministisch Lizzie ist. Ihre Mutter und Schwester sind typische Hausfrauen, die sich nur fürs Aussehen interessieren und Männern hinterhersehen. Sehr realistisch. Nicht. Vor allem nicht, wenn Lizzie zu ihrer Mutter geht und ihr beizubringen versucht, dass ihr Date sie gegen ihren Willen geküsst hat und es erst Jack gebraucht hat, um ihn loszuwerden. Und ihre Mutter dann mit Vorwürfen reagiert, dass Jack sich doch nicht in diese Angelegenheit einzumischen braucht! Es sei doch - und ich zitiere! - gerade alles so toll gelaufen. Ich weiß ja echt nicht, wie andere Mütter so sind, ABER wenn ich meiner Mama so etwas erzählen würde, müsste ich mir wohl sehr schnell ein Alibi für sie einfallen lassen. Dieser Typ würde den nächsten Tag nämlich nicht mehr erleben. Also von dem her, denke ich eher nicht, dass irgendeine Mutter so reagieren würde.

Die Beziehung zwischen Jack und Lizzie entwickelte sich selbst für ein Jugendbuch sehr schnell. An einem Tag sieht Jack Lizzie noch gar nicht an und am nächsten sind sie schon wie ein altes Ehepaar, das sich neckt, ständig rumschmust und vollstes Vertrauen ineinander hat. Das war mir fast zu schnell. Die ganze Phase des Kennenlernens wurde einfach übersprungen. Es brauchte noch nicht mal ein richtiges Date, um die zwei zu einander zu bringen!

Die Geschichte selbst war in Ordnung. Stellenweise hielt ich sie für etwas langweilig, doch gerade in Richtung Schluss nahm die Geschichte endlich an Tempo auf. Die richtig großen Probleme zum Schluss des Schlusses (um nicht zu spoilern) lösen sich meiner Meinung nach aber etwas zu schnell und zu einfach auf. Ich fand diese Art der Lösung einfach nicht realistisch. Wäre es so einfach gewesen das Böse zu bekämpfen, dann hätte es die ganze Geschichte um Lizzie und Jack ja gar nicht erst gebraucht, oder liege ich da falsch? Dann hätte sich das ganze Problem schon aufgelöst, bevor die zwei überhaupt eine Chance gehabt hätten, sich kennenzulernen.

Mittwoch, 8. Mai 2019

Neuzugänge im Mai

Hallo ihr Lieben!

Ja, ich weiß, ich habe noch nicht alle Bücher von Ostern fertig gelesen. Ich weiß, ich sollte mich schämen! Aber es es sind schon wieder ein paar neue Bücher bei mir Zuhause/auf dem eReader eingetrudelt und die will ich euch wie immer kurz vorstellen.

Quelle: Verlag
 Diesen Krimi habe ich als Rezensionsexemplar angefordert... und bekommen! Ist euch schon dieses großartige Cover aufgefallen? Es ist doch einfach wunderschön! Ähm...tut mir leid, ich habe mich ablenken lassen. Ich habe davor noch nie etwas von diesem Buch oder der Autorin gehört und bin deswegen besonders gespannt darauf, wie es mir gefällt!

Quelle: Verlag
Ebenfalls ein Rezensionsexemplar! Vielen Dank an den Verlag für diesen Krimi!


Quelle: Verlag
Für mich war es fast unmöglich, an diesem Buch vorbei zu kommen! So gut wie jeder Blog auf meiner Leseliste hat dieses Buch rezensiert! Also hab ich den Verlag ganz lieb um ein Rezensionsexemplar gefragt - und habe es gestern nach Hause geliefert bekommen.

Quelle: Verlag
 Wundert es eigentlich irgendwen, dass ich mir ein Rezensionsexemplar dieses Buches geholt habe? Der Titel hat eindeutig seine Aufmerksamkeit auf mich gezogen und als ich dann noch den Klappentext gelesen habe, wars um mich geschehen! Jetzt warte ich nur noch darauf, dass mir die Post dieses Buch liefert...

Quelle: Verlag
Dieses Buch war ein Spontankauf. Ich bin auch nur ein Mensch, okay? Eigentlich hab ich mir ja vorgenommen, keine neuen Bücher mehr zu kaufen, bis ich alles abgearbeitet habe. Hat ja super geklappt!

Das sind also die Bücher, von denen ihr hier bald eine Rezension lesen könnt! Lasst es mich auf jeden Fall wissen, solltet ihr eines der Bücher schon kennen!

Bis bald!
Eure Mira

Montag, 6. Mai 2019

H.O.M.E. - Die Mission

Autorin: Eva Siegmund
Erschienen am 11.3.2019
Im cbt Verlag
ISBN: 9783570312315
Rezensionsexemplar: Nein

Quelle: Verlag


Zur Autorin:
"Eva Siegmund, geboren 1983 im Taunus, stellte ihr schriftstellerisches Talent bereits in der 6. Klasse bei einem Kurzgeschichtenwettbewerb unter Beweis. Nach dem Abitur entschied sie sich zunächst für eine Ausbildung zur Kirchenmalerin und studierte dann Jura an der FU Berlin. Nachdem sie im Lektorat eines Berliner Hörverlags gearbeitet hat, lebt sie heute als Autorin an immer anderen Orten, um Stoff für ihre Geschichten zu sammeln."
Quelle: Verlag

Klappentext:
"Es ist so weit. Die Akademie hat Zoë und ihre Crew auf die Mission geschickt, auf die sie so lange und akribisch vorbereitet wurden. Doch die Vorzeichen könnten schlechter nicht sein: Zoë weiß inzwischen, welche finsteren Motive ihre Ausbilder antreiben und wie sehr sie getäuscht wurde. Auch das lange ersehnte Wiedersehen mit Jonah wird von der Anwesenheit seines Rivalen Kip überschattet und als die Crew am Ziel ihrer Mission ankommt, scheint ihr Scheitern vorprogrammiert."
Quelle: Verlag

Meine Meinung:
Uff, dieses Buch macht mich fertig. Ehrlich - seit fast einem Monat schiebe ich diese Rezension vor mir her, weil ich einfach wirklich nicht weiß, was ich dazu sagen soll.

Zoe ist dieses Mal nicht mehr so verwirrt, wie das letzte Mal. Im Gegenteil: Sie und Kip sind diesmal diejenigen, die wissen, was zur Hölle hier passiert. Jetzt sind die anderen damit an der Reihe, sich überhaupt nicht auszukennen. Vor allem Jonah hat stark mit dieser Situation zu kämpfen. Wobei der fremde Planet noch das geringste Problem für ihn ist: Neben Kip benimmt er sich wie ein totaler Volldepp. Er ist total eifersüchtig, erkennt Zoe nicht als die wieder, die sie mal war, und nützt jede Möglichkeit, einen Revierstreit anzuzetteln. Wie meine Katze, als uns eine Babykatze zulief! Das war meine erste Assoziation und ich finde, dass die sein Verhalten ganz gut beschreibt.

Tom, Zoes Bruder, war in diesem Band sehr unsichtbar. Das fand ich schade, denn er war im letzten Band einer meiner Lieblingscharaktere. Kip war da schon eher präsent. Er war gleich großartig wie im letzten Band. Darf ich den behalten? Bitte?

[Achtung, Spoiler ab hier!]
Total überrascht war ich von der Besetzung der ersten Mission, die auf dem Planeten zurückgelassen wurde. Ich war begeistert davon! Vor allem, dass die drei Überlebenden wirklich durch das Zurückbleiben beeinflusst werden. Alle sind psychisch angeknackst - oder komplett durchgedreht. Total großartig, Applaus an die Autorin dafür! Viel zu oft wird vergessen, wie sich so eine Situation auf einen Menschen auswirken kann (auch wenn andere Figuren meistens nicht auf einem anderen Planeten festsitzen).

Die Nachtaffen (ich glaube, so wurden sie genannt) fand ich irgendwie süß, aber leider etwas vorhersehbar. Für mich kam es nicht wirklich überraschend, dass sie intelligente Lebensformen sind und sich als gut entpuppen. Ich war froh darüber, denn zwischendurch bekam ich so meine Zweifel ob mein Gefühl wirklich richtig ist, aber wirklich überraschend war das nicht. Trotzdem: nette Idee.

Mit dem Ende war ich absolut unzufrieden. Am liebsten hätte ich das Buch aus dem fahrenden Zug geworfen, ganz ehrlich! Alles wäre super gewesen! Das verdammte Buch hätte sogar den verdammten Approved-Stempel bekommen, wenn nur die letzten drei Seiten gefehlt hätten. Ganz ehrlich: Was zur Hölle hat sich die Autorin dabei gedacht? Alles wäre so toll gewesen! Das Ende wäre perfekt gewesen!

Sonntag, 5. Mai 2019

Weltlachtag

Heute, am 5.5.2019, ist es wieder so weit: Es ist Weltlachtag!
HAHAHAHAHAHAHA!

...
Bitte verzeiht mir diesen Ausrutscher. Kommt nicht wieder vor. Oder etwa doch?
Auf jeden Fall, dachte ich mir, ich nutze die Gelegenheit und erstelle eine Liste der Bücher, die mich bisher zum Lachen brachten. Geordnet vom den neuesten Rezensionen, hin zu den Ältesten. Ich schätze, danach seid ihr mal versorgt. Wenn ihr Tipps für mich habt, dann lasst sie gerne da!
Aber jetzt: Los gehts!

1. "Nur drei Worte" von Becky Albertalli
Und schon beim ersten Buch bin ich mir nicht sicher, ob es hierher passt. Ich weiß noch, dass ich die ganze Zeit nur am Lächeln war - und manchmal auch laut gelacht habe. Von dem her....keine Ahnung. Der Fokus des Buchs liegt woanders, aber trotzdem: Ich habe gelächelt und gelacht!

2. "Tinderella" von Rosy Edwards
Eine wundervolle Geschichte über Dating in der modernen Welt. Einfach großartig! Ich habe mich vor Lachen gebogen und konnte gar nicht mehr aufhören!

3. "Süße Sünden" von Kira Licht
Wieder eine Liebesgeschichte. Schon ewig her, dass ich dieses Buch gelesen habe... Auf jeden Fall: Extrem lustig. Und - zumindest für mich - sehr nachvollziehbar. Die Protagonistin stolpert von einem Flirt-Fettnäpfchen ins nächste. Und die "Akademie" erst! Ich dachte, ich bekomme keine Luft mehr!

4. "How to be really bad" von Hortense Ullrich
Ein Jugendbuch über die Tochter des Teufels, die sich in der echten Welt als Austauschschülerin durchschlägt. Muss ich noch mehr dazu sagen? Oder glaubt ihr mir jetzt schon, wie lustig dieses Buch war?

5. "Allein unter Supermamis" von Olaf Nett
Ein junger Vater, der in seiner Familie die Rolle des Hausmanns übernommen hat, versucht in einer Welt voll Helikopter-Mütter zu überleben. Egal ob im Kindergarten, auf dem Spielplatz oder in der Bank - Arndt hat das Talent ständig herauszustechen. Denn bei ihm ist es "männersauber" oder er überfällt aus Versehen eine Bank...

6. "Total durchgeknallt, die Jungs!" von Tina Zang
Eines der Bücher, die ich immer und immer und immer wieder lese! Und jedes Mal aufs Neue rutsche ich von Lachkrampf zu Lachkrampf!

7. "Einmal Erde und zurück" von Charles Lewinsky
Eines der wichtigsten Bücher meiner Kindheit. Das Buch stellt einfach alles infrage, was "die Erwachsenen" mit "das ist halt so" begründen. Sprichwörter, Politik...alles wird auf den Kopf gestellt und auseinandergenommen. Denn das alte Kind kommt ja nicht von der Erde! An alle Eltern, die meinen Blog lesen: Perfektes Buch für Kinder ab ca. 10 Jahren!

8. "Den Mond aus den Angeln heben" von Gregory Hughes
Natürlich ist dieses Buch auch auf dieser Liste. Natürlich! Dieses Buch war 2012 mein Lieblingsbuch und das ist es immer noch. Jedes Mal lache und weine ich gleichzeitig, auch wenn ich schon ganz genau weiß, was passieren wird. Der Einband meiner Ausgabe ist schon total zerfledert und die Innenseiten sind voll mit kleinen Herzen bei meinen liebsten Zitaten. Ich liebe, liebe, liebe es!

Monsters of Verity

Teil 1: Dieses wilde, wilde Lied
Teil 2: Unser düsteres Duett
Erschienen am 17.9.2018 und am 11.3.2019
im Loewe Verlag
ISBN 1: 9783785588635
ISBN 2: 9783785589229
Rezensionsexemplare: Nein und Nein

Quelle: Loewe Verlag
Quelle: Loewe Verlag




















Zur Autorin:
"Victoria Schwab lebt in Nashville, Tennessee, und arbeitete nach dem Studium in den verschiedensten Jobs, ehe sie ihre Leidenschaft zum Beruf machte. Mit ihren Büchern, die sich regelmäßig auf der New York Times-Bestsellerlist platzieren, hat sie sich in den USA bereits eine große Fangemeinde erschrieben. Sie veröffentlicht auch als V.E. Schwab."
Quelle: Loewe Verlag

Klappentext des ersten Buches:
"In der geteilten Metropole Verity City herrscht ein erbitterter Kampf ums Überleben. Denn jede neue Gewalttat der Menschen bringt leibhaftige Monster hervor, welche nachts den Bewohnern der Stadt auflauern ... 

In dieser düsteren Welt treffen die Kinder der beiden verfeindeten Herrscher aufeinander: Kate, die den Drang hat, sich endlich gegenüber ihrem Vater zu beweisen. Und August, der jeden Tag damit ringt, seine wahre Identität zu verbergen – denn August ist ein Sunai, eine extrem seltene und sehr gefährliche Art von Monster. Als Kate eines Tages in einen Hinterhalt gerät, müssen die beiden gemeinsam fliehen. Doch wem kannst du noch trauen, wenn die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwinden?"

Quelle: Loewe Verlag

Meine Meinung:
Einfach zwei großartige, großartige Bücher! Durchgehend spannend. Wirklich, ich hatte keine ruhige Minute! Ständig passiert etwas: Monster fallen über jemanden her, Menschen fallen übereinander her, Monster und Menschen fallen sich gegenseitig an... Action pur!

Ich bin ein Schwaab-Neuling. Erst jetzt, vor nicht mal fünf Minuten, fand ich heraus, dass sie auch schon andere Bücher geschrieben hat. Wirklich, wirklich viele andere Bücher. Tja, wieder was Neues gelernt. Das bedeutet, jetzt wohl, dass ich jetzt so einiges zum Nachholen habe. Die Frau hat einen hammermäßigen Schreibstil, den ich so erst sehr selten gesehen habe!

[Achtung, enthält Spoiler!]
Kate ist kalt wie ein Eisblock.  Zumindest zu Beginn. Sie ist mächtig und sie weiß das. Und sie lässt es jeden spüren, der ihr in den Weg kommt. Das kostet ihr den Platz an was-weiß-ich-wievielen Schulen, denn so bekommt sie, was sie will. Und was will sie? Sie will, dass ihr Vater stolz auf sie ist. Und dafür muss sie halt raus aus den Internaten, rein nach Verity, auch wenn die Stadt wirklich verdammt gefährlich ist. Auch wenn sie zu Beginn so kalt und unfreundlich ist, wurde sie mir doch bereits nach wenigen Kapiteln sympathisch. Ich begann sie zu verstehen, und zum Ende des ersten Bandes war sie mir bereits richtig ans Herz gewachsen.

August ist das Gegenteil von Kate. Er ist warmherzig und freundlich und sensibel. Und...er ist ein Monster, das sich von den Seelen der "Sünder" ernährt. Die Sünder sind alle die, die einem anderen Menschen das Leben genommen haben. Er wurde von Henry, einem der zwei Herrscher, adoptiert. Für ihn schleicht er sich auf einer edlen Privatschule ein und trifft dort auf - drei Mal dürft ihr raten - Kate. Mit ihm war es von Anfang an leicht. Ja, er ist ein Monster, ABER er ist total lieb - deswegen mochte ich ihn von der ersten Sekunde an. Er entwickelte sich am stärksten, viel stärker als Kate - auch wenn sie sich ebenfalls sichtbar weiterentwickelt. August möchte zuerst ein Mensch sein. Dann ist ihm das egal und er will nur mit Kate zusammen sein und auf keinen Fall "dunkel" werden. Dann ist ihm alles egal, er blendet seine Wünsche komplett aus und wird zum eiskalten Krieger. Und dann, zum Schluss, wird er doch wieder ein bisschen menschlich.

Das einzige, das ich zu bemängeln habe, ist, dass die Buchhandlung meines Vertrauens dieses Buch unter "ab 12" eingeordnet hat. Ich schätze, dass das ein Fehler war. Es muss ein Fehler gewesen sein. Mein zwölfjähriges Ich hätte von diesem Buch nämlich definitiv Albträume bekommen. Und, wir erinnern uns, blutige Thriller waren für mich echt kein Problem. Dabei war das Buch gar nicht sooo blutrünstig, wirklich nicht. Aber die Monster sind echt nichts für schwache Nerven, denn die werden wirklich gut beschrieben. Mich persönlich hat das nicht gestört (ganz im Gegenteil), aber gerade jüngeren Lesern könnte das, meiner Meinung nach, ziemlich Angst machen.




Freitag, 3. Mai 2019

Erebos 2 kommt!

Hallo ihr Lieben!

Ich hab sowas schon lange nicht mehr gemacht, aber ich dachte mir, heute schreibe ich wieder mal ein bisschen was über eine Neuerscheinung, auf die ich mich schon total freue. Und zwar erscheint am 14. August 2019 der zweite Band von "Erebos" von Ursula Poznanski!

Quelle: Autorenwebsite
Aber warum geh ich euch jetzt damit auf die Nerven? Immerhin gibt es ja jedes Jahr hunderte Neuerscheinungen, denen ich entgegen fiebere. Meine Wunschliste müsstet ihr sehen!

Und zwar hat dieses Buch etwas damit zu tun, wie es mit dem Blog hier angefangen hat. Am 6. August 2012 erschien meine allererste Rezension online. Sie war sehr kurz, das Bild wurde irgendwann irgendwie gelöscht und nie wieder online gestellt. Die Beistrichsetzung war katastrophal, der Ausdruck war sehr kindlich. (Ist ja nicht so, als wäre ich damals erst 12 Jahre alt gewesen, Neiiiin!).
Meine allererste Rezension schrieb ich über Erebos von Ursula Poznanski. Diese Rezension war das erste, was meine allerersten Leser von dieser Seite zu sehen bekamen.

Mein abschließender Kommentar dazu war und ich zitiere: "Eigentlich gibt es keine schlechten Kritikpunkte, aber mich hätte es auch nicht gestört, wenn es etwas länger wäre, oder es wenigstens einen zweiten Teil gäbe."
Tja, sieht so aus, als hätte sich mein Wunsch erfüllt. Amen und Halleluja!

Zum Abschluss für diese heutige und eher kurze Sondermeldung möchte ich nur eines sagen und zwar ist das eine Nachricht an die Autorin: Bitte, bitte versauen Sie es nicht! Riesen Fan hier, Ihre Bücher sind großartig. Nachricht Ende. Ich hoffe, dass ich nicht mit zu großen Erwartungen an "Erebos 2" rangehe - ich weiß ja, wie schnell man sonst enttäuscht wird!

Schreibt mir mal in die Kommentare, ob ihr den ersten Band gelesen habt und, wenn ja, ob ihr auch den zweiten lesen werdet? Oder seid ihr dem gegenüber eher kritisch eingestellt?

Alles Liebe und bis bald!
Eure Mira

Mittwoch, 1. Mai 2019

Du bringst mein Leben so schön durcheinander

Autorin: Claire Christian
Erschienen am 11.2.2019
Bei Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlags GmbH
ISBN: 9783522202572
Rezensionsexemplar: Ja

Quelle: Verlag

Zur Autorin:
Die Geschichtenerzählerin: Claire Christian, geboren in Australien, schafft es, nicht nur mit ihren Romanen ihr Publikum zu begeistern, sie ist auch mit Theaterstücken und Gedichten erfolgreich. Beispielsweise war ihr Stück „Bloom“ auf der Shortlist für den Griffin Award 2009 und die Autorin war eine der 125 führenden Frauen der YWCA Queensland im Jahr 2013. Für ihr Jugendbuchdebüt „Du bringst mein Leben so schön durcheinander“ erhielt sie 2016 den angesehenen Text Prize for Young Adult & Children’s Writing. Das Buch erschien 2019 als erstes von Christians Werken auch in deutscher Übersetzung. Claire Christian lebt und arbeitet derzeit in Brisbane.
Quelle: lovelybooks.de

Klappentext:
Eine poetische Liebesgeschichte für alle Fans von „Eleanor & Park"

„Weißt du, was die Japaner mit zerbrochenen Dingen machen? Sie setzen sie wieder zusammen. Aber die Lücken füllen sie mit Gold. Sie gehen davon aus, dass diese Risse eine Sache nur noch schöner und wertvoller machen, weil sie ein Teil ihrer Geschichte sind.“

Als Ava und Gideon sich beim Nebenjob im Schnellrestaurant kennenlernen, vermutet keiner von beiden, dass diese Begegnung alles verändert. Das beliebte Mädchen und der schüchterne Poetry-Slammer könnten nicht unterschiedlicher sein. Gemeinsam haben sie nur, dass Schicksalschläge etwas in ihnen haben zerbrechen lassen. Schnell entsteht zwischen ihnen eine tiefe Freundschaft, in der sie sich gegenseitig Halt geben. Immer intensiver werden die Gefühle, aus der Freundschaft wird mehr. Doch so viel Nähe sind beide nicht gewöhnt, ob ihre Liebe das aushalten wird?
Quelle: Verlag

Meine Meinung:
An einer Erkältung gibt es nur ein Ding, das positiv ist: Man kann massenhaft Bücher lesen, denn was anderes kann man sowieso nicht machen. Also, beginnen wir mit der ersten Rezension in der Reihe "Mira-ist-verkühlt-und-wenn-sie-nicht-gerade-rumjammert-veranstaltet-sie-einen-Lesemarathon". Ach, im Titelfinden bin ich einfach großartig!

Also, beginnen wir: Der Klappentext wird der Geschichte nicht gerecht, wirklich nicht. Das hört sich so an, als wäre das eine 0815-Liebesgeschichte, zwischen dem beliebten Mädchen und dem Nerd, deren Umfeld sich enorm gegen diese Liebe wehrt. Denn cool und uncool, beliebt und unbeliebt passt halt einfach nicht zusammen!
Dabei ist diese Geschichte überhaupt nicht so, wirklich nicht. Beide Protagonisten sind liebevoll gestaltet, ohne Klischees und dafür mit ganz vielen originellen Ideen.
Ava trauert um ihre beste Freundin Kelly, die sich vor einem halben Jahr das Leben genommen hat. Seitdem findet sie sich in ihrem eigenen Leben nicht mehr zurecht. Sie wird der Schule verwiesen, fängt ständig Streitereien an und hat keine Lust auf gar nichts. Im Großen und Ganzen wirkt sie stellenweise wie ein kleines Kind, das wie wild um sich schlägt, damit jeder auf Abstand bleibt. Gleichzeitig muss sie versuchen stark zu bleiben und sich erwachsen zu verhalten. Diese zwei gegensätzlichen Reaktionen Avas knallen ständig aufeinander und machen es ihrem Umfeld und auch ihr selbst wirklich sehr, sehr schwer.
Gideon kämpft seit seiner Kindheit mit Depressionen. Momentan hat er sie unter Kontrolle, doch er hat trotzdem Angst. Ständige Angst. Vor Vorstellungsgesprächen, vor gut aussehenden Mädchen, vor fremden Menschen, vor neuen Situationen. Kurz: vor dem Leben.

Trotzdem ist dieses Buch nicht traurig. Gut, es ist traurig. Aber nur ein bisschen. Die Traurigkeit ist immer da, aber fast nie dominierend. Ganz im Gegenteil: Während dem Lesen habe ich regelmäßig laut gelacht und hatte insgesamt ein richtig breites Grinsen im Gesicht. [Danke an den älteren Herren, der mir im Zug gegenüber gesessen ist, und mich gefragt hat, mit wem ich denn da gerade Nachrichten schreibe, dass ich so glücklich bin! Du warst eines meiner Highlights der bisherigen Woche, vor allem deine Reaktion darauf, dass man "auf diesem flachen Ding Bücher lesen kann"!]
Das Buch ist also wirklich alles andere als traurig. Es ist ungemein positiv und unterhaltsam, ist lustig und macht Hoffnung. Und gleichzeitig werden die (auch negativen) Emotionen der Figuren manchmal so stark, dass es sich wie ein heftiger Schlag ins Gesicht anfühlt.

Die Liebe zwischen Gideon und Ava ist von Anfang an ungewöhnlich und das nicht, weil sie beide psychische Probleme haben. Das finde ich lobenswert. Warum ist diese Liebe so ungewöhnlich, wenn nicht, weil sie beide psychisch labil sind? Nun, gut, dass ihr gefragt habt. Machen wir es im Stil von Gideon und schreiben eine Liste:
  1. Gideon hat kein Handy und keinen Computer. Also, er hat beides, aber er weigert sich bis zum Ende beides einzuschalten. Stattdessen schreiben sich Gideon und Ava Briefe. Diese Briefe sind nicht besonders tiefgründig und nicht so kitschig, dass sie zum erbrechen wären. Ganz im Gegenteil: Beide wissen eigentlich gar nicht so wirklich, wie man Briefe schreibt und schreiben einfach irgendwas, was ihnen gerade einfällt.
  2. Sie schreiben sich gegenseitig Gedichte. Ja, auch Liebesgedichte, aber nicht so nervig romantische!
  3. Es kommt zu einem totalen Rollentausch. Ihr kennt das sicher aus einer Milliarde Liebesgeschichten: Die Frau ist die schüchterne, der Mann ist mutig und laut. Nun, hier nicht. Die Frau ist "besonders", der Mann hält sich zumindest dafür. Nun, hier nicht. Hier sind beide einfach wirklich besondere Menschen, ohne Anführungszeichen. Die Frau ist total unerfahren, der Mann ist seeeehr erfahren. Wie gesagt: Totaler Rollentausch.
  4.  Die beiden fassen einander mit Samthandschuhen an und das ist total süß! Ich weiß nicht, ob das in vielen anderen Liebesgeschichten auch so ist - normalerweise kommt es mir eher so vor, als hätten Protagonisten Spaß dabei, sich gegenseitig zu verletzen.
  5. Beide behalten ihre Probleme. Gerade junge Autoren auf Seiten wie zum Beispiel wattpad.de scheinen Liebe oft als eine Art Allheilmittel zu betrachten. Hier ist die Liebe das nicht. Sie ist schön und gibt beiden etwas, an dem sie sich festhalten können, aber beide behalten ihre Probleme und ihre Fehler.
Alles in allem also ein richtig süßes Buch.  Auf jeden Fall eine der besten und schönsten und am wenigsten klischeehaltige Liebesgeschichten, die ich in den letzten Jahren gelesen habe! Und deswegen, hat dieses Buch den Approved-Stempel mehr als nur verdient!