Sonntag, 22. April 2018

Ich komm dich holen, Schwester [Kurzrezension]

Autorin: Kelly Anne Blount
Erschienen am 11. Oktober 2017
Im Loewe Verlag
Übersetzt aus dem Amerikanischen Englisch von Sandra Knuffinke und Jessika Komina


 Quelle: Loewe Verlag




Meine Meinung - Achtung Spoiler!
Ich muss leider ganz ehrlich sagen, dass ich mich von diesem Buch gelangweilt habe. Dank dem Klappentext hatte ich hohe Erwartungen an dieses Buch. Durch den Aufdruck "Wattpad-Erfolg" wuchs die Spannung immer mehr. Ich treibe mich selbst oft auf Wattpad rum und bin immer wieder begeistert davon, wieviele richtig tolle junge Autoren sich auf dieser Website rumtreiben.
Die Ernüchterung erfolgte nach dem ersten Perspektivenwechsel auf Seite 30. Nicht nur, dass es die Autorin nicht fertig brachte die Zeitangabe "Drei Tage später" in den Text einzubauen (oder ganz wegzulassen, weil es für den Verlauf der Geschichte irrelevant ist), nein, sie brachte es auch fertig jegliche Spannung zunichte zu machen, indem sie dem Leser sofort erklärte, wie Abrianas Schwester Alexa damit zusammenhängt. Diese Taktik - nenne wir es mal so - zog sich durch das ganze Buch durch. Es war also kaum möglich eine spannende Situation zu genießen, weil sie immer sofort aufgeklärt wurde. Eigentlich war sogar schon der Titel ein erster Hinweis auf diese Taktik - ich weiß nicht, was sich der Verlag dabei gedacht hat, den so zu übersetzen. Im Englischen heißt das Buch nämlich einfach "captured" (=Gefangen)

Auch hatte ich bis zum Ende des Buches nie das Gefühl, dass Alexa wirklich ein Motiv hat. Das "Motiv", das hier präsentiert wurde, war Neid. Das wars. Die arme kleine Alexa bekam nicht genügend Beachtung, also musste die große Schwester halt weg. Der typische Psychopath als Täter. Gähn! Kenn ich schon zur genüge. Ist nichts neues!

Im Großen und Ganzen war ich sehr enttäuscht von diesem Buch. Ich hätte mir mehr erwartet, vor allem wenn man bedenkt, dass dieses Buch über 13 Millionen Leser auf Wattpad erreichen konnte.

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