Donnerstag, 27. April 2023

Die Royals, ihr Bodyguard und ich [Hörbuch/Kurzrezension]

 

Quelle: Verlag

Dadurch, dass scheinbar alle Menschen während der Lockdowns vergessen haben, dass auch andere Krankheiten ansteckend sind, habe ich vor zwei Wochen meine vierte oder fünfte Erkältung seit November durchgemacht. Es ist wirklich unglaublich, wie krank manche Menschen noch in den Bus oder in den Zug einsteigen und das ohne sich eine verdammte Maske aufzusetzen. Teils sieht man ja schon an den Augen, dass diese Leute Fieber haben. Und andere (wie ich) dürfen darunter leiden.

Auf jeden Fall brauchte ich während meiner Zeit im Bett ein neues Hörbuch, das mein Hirn voll Watte nicht überfordern würde. Irgendeine leichte Lektüre, die spannend ist, aber nicht zu aufregend. "Die Royals, ihr Bodyguard und ich" hörte sich nach genau dem Niveau an, das zu diesem Zeitpunkt passte. Also hab ich es mir ausgeliehen und es dann innerhalb von zwei Tagen durchgehört.

Es geht hier um die Grundschullehrerin Piper, die auf einer kleinen Insel lebt und arbeitet und dort ihre Mutter pflegt. Und ihr Leben dort ist friedlich, wenn auch manchmal ein bisschen langweilig. Doch damit ist jetzt Schluss, denn plötzlich ziehen die britischen Royals auf dem Nachbargrundstück ein und mit ihnen der immer grantige Bodyguard Harrison Cole, der Piper sofort als potentielle Bedrohung einzustufen scheint. Was Piper ja egal wäre, wenn Harrison nicht gleichzeitig so unglaublich gutaussehend wäre...

Ganz ehrlich: Wäre ich während der Lektüre gesund gewesen, hätte ich dieses Buch wahrscheinlich nicht zu Ende gehört. Der Roman ist voller Klischees. Piper hat eine sonnige Persönlichkeit, ist super chaotisch, aber kümmert sich gleichzeitig liebend gern um all ihre Mitmenschen. Harrison ist immer schlecht drauf und hat eine düstere Vergangenheit, wegen der er es nie zulassen würde, seinen Job nur halbherzig zu erledigen. Jedes Figurenklischee, das ihr euch vorstellen könnt, wird hier erfüllt. Und sobald ich langsam wieder auf dem Weg der Besserung war, wurde mir das auch sehr, sehr schnell bewusst. Aber so lange ich krank war, war diese Lektüre genau das, was ich gebraucht habe. Eine einfach verständliche Handlung mit einfachen Figuren und Figurenkonstellationen, die ich schon oft gesehen habe und über die ich nicht weiter nachdenken musste. Mixe dazu noch ein paar Witze und lustige Sprüche und schon ergibt sich die perfekte Krankenlektüre. Deswegen werde ich hier auch nicht viel kritisieren, denn dieses Buch hat mich zu einem Zeitpunkt gefunden, an dem wir gut zusammengepasst haben. Es wegen Dingen zu kritisieren, die mich zu diesem Zeitpunkt nicht gestört haben, auch wenn sie es normalerweise tun würden, käme mir scheinheilig vor, denn das Buch hat seinen Zweck erfüllt und mich von meiner Erkältung abgelenkt.

Mein Fazit? Leichte Unterhaltung, die mich zu genau dem richtigen Zeitpunkt gefunden hat.

Montag, 24. April 2023

Leipziger Buchmesse 2023

Hallo ihr Lieben!

Ich bin super aufgeregt, denn dieses Wochenende geht es für mich nach Leipzig, zur Buchmesse. Wie ihr wisst, war ich bereits zweimal in Frankfurt, nach Leipzig hab ich es bisher aber noch nie geschafft. Diese Buchmesse ist also Neuland für mich, mir wurde aber bereits gesagt, dass Leipzig familiärer sein soll und fast noch schöner ist als Frankfurt. Also bin ich auf jeden Fall schon jetzt gespannt darauf, was mich so erwartet.

Begleiten darf mich diesmal eine ganze Handvoll Leute: eine Teilgruppe meines berühmt berüchtigten Buchclubs. Insgesamt werden wir zu siebt sein und Ja, es war eine Herkulesaufgabe für uns eine halbwegs leistbare Unterkunft zu finden. Aber wir haben es irgendwie geschafft und hoffen einfach mal, dass das Hostel, das wir gebucht haben, annehmbar ist.

Natürlich habe ich auch schon erste Pläne gemacht, was ich alles sehen möchte. Ihr werdet mich auf jeden Fall bei den Lesungen von Meike Werkmeister und Maren Vivien Haase treffen und ich habe auch die Chance, die beiden persönlich kennen zu lernen - was super aufregend ist! Außerhalb dieser Termine werde ich mich wahrscheinlich einfach treiben lassen und versuchen, nicht all meine Ersparnisse für Bücher auszugeben. Wie erfolgreich ich sein werde, weiß ich nicht. Immerhin gehören meine Buchclubmenschen nicht unbedingt zu der Art von Menschen, die mich davon abhalten würden, Bücher zu kaufen.

Wie sieht es denn bei euch aus? Werdet ihr die Leipziger Buchmesse besuchen? Wenn ja: Welche Events wollt ihr auf keinen Fall verpassen? 

Lasst es mich gerne wissen. Ich bin gespannt, ob ich den ein oder anderen von euch vor Ort sehen werde!

Alles Liebe,

Mira

Freitag, 21. April 2023

Was man von hier aus sehen kann [Kurzrezension]

 

Quelle: Verlag

Vor ein paar Monaten habe ich den Filmtrailer zu "Was man von hier aus sehen kann" im Fernsehen gesehen und mir war sofort klar, dass ich diesen Film früher oder später ansehen möchte. Dann erfuhr ich aber, dass es ein Buch dazu gibt und naja. Wenn ich das weiß, kann ich nicht einfach ins Kino gehen. Dann muss ich das Buch davor lesen, damit mein Kopf die Chance bekommt, sich selbst Bilder auszudenken. Der einzige Nachteil daran? Jetzt weiß ich nicht, ob ich mir diesen Film überhaupt ansehen kann oder ob ich für so viele Tränen einfach nicht bereit bin.

Wisst ihr, ich war wirklich überrascht, wie traurig dieses Buch an vielen Stellen war. Im Trailer des Films wirkte die Geschichte eher wie Klamauk, wenn auch mit recht düsterem Humor. An vielen Stellen hatte ich Tränen in den Augen. Ein ganz bestimmtes Kapitel hat mich so aufgewühlt, dass ich es mir viermal anhören musste, um wirklich zu verstehen, was da gerade passiert ist. Wenn ihr also nur eine leichte Lektüre sucht, dann ist dieses Buch nicht das richtige für euch. Wenn ihr euch nicht mit dem Tod beschäftigen möchtet, dann haltet euch von diesem Buch fern. Wenn euch das nichts ausmacht: Go for it! Werft davor unbedingt einen Blick auf die Triggerwarnungen, aber lest es, denn es ist wirklich gut.

Dieses Buch wird aus der Perspektive von Luise erzählt, die zu Beginn des Buches ein kleines Mädchen ist und am Ende der Geschichte 30 Jahre alt. Ihre Großmutter, Selma, kann den Tod vorhersehen. Wann auch immer sie von einem Okapi träumt, stirbt im Laufe des nächsten Tages jemand im Dorf. Der erste Teil des Buches handelt von einem solchen Tag. Der zweite Teil erzählt von den Konsequenzen, die dieser Tag für Luise auch über ein Jahrzehnt später noch hat.

Dieses Hörbuch hat mich so sehr gefesselt, dass ich es an einem Tag durchgehört habe. Es lief dauernd. Im Bus, während ich gekocht habe, während ich aufgeräumt habe, in der Waschküche des Studentenheims und während ich meine Einkäufe erledigt habe. Eine Pause habe ich nicht wirklich gemacht, außer ich war dazu gezwungen, zum Beispiel weil ich an diesem Tag auch eine Zwischenprüfung schreiben musste und eine Bekannte im Bus traf. Wisst ihr, wie selten das passiert, dass mich ein Buch so fesselt, dass ich meine Kopfhörer einfach gar nicht mehr absetzen kann? Nur sehr selten, so viel steht fest! Ich habe es verschlungen.

Mein Fazit? Ich habe dieses Buch geliebt und freue mich darauf, in den nächsten Wochen diesen Roman allen Menschen um mich herum zu jedem Anlass zu empfehlen.