Mittwoch, 6. Januar 2016

Mich hat Auschwitz nie verlassen - Überlebende des Konzentrationslagers berichten

Autoren: Nicole Abé, Susanne Beyer, Martin Doerry, Markus Feldenkirchen, Johann Grolle, Julia Amalia Heyer, Wolfgang Höbel, Karoline Kuhla, Christoph Scheuermann, Jurek Skrobala
Erschienen am 21. September 2015
In der DVA
ISBN: 9783421047144
Quelle: amazon.de

Zum Inhalt: 
Über eine Millionen Menschen wurden im 2. Weltkrieg von den Nationalsozialisten im Konzentrationslager Auschwitz ermordet. Die Überlebenden wurden am 27. Januar 1945 von sowjetischen Soldaten befreit.
Viele von ihnen konnten oder wollten in den ersten Jahren nach ihrer Befreiung nicht über die Geschehnisse sprechen.
Für dieses Buch haben nun Spiegel-Redakteure und -Mitarbeiter weltweit Überlebende befragt und ihre Geschichten zusammengetragen.

Mein Kommentar:
Diese Rezension wird etwas anders ablaufen als die letzten paar. Habt ihr wahrscheinlich schon bemerkt.
Beginnen wir mal mit den Autoren. Das sind einfach sehr, sehr, sehr viele. Ich werde also nicht jeden einzeln vorstellen.
Auch kann ich bei diesem Thema wohl kaum über die "Protagonisten" oder die "Handlung" schreiben und sie bewerten.

Insgesamt kann ich sagen, dass mich dieses Buch stark berührt hat. Ich empfinde es als sehr wichtig, dass Zeitzeugen ihre Geschichte erzählen, damit sich Schreckliches aus der Vergangenheit niemals wiederholt. Einen Satz aus dem Buch möchte ich hier wiedergeben: "Jeder, der heute einem Zeugen zuhört, wird selbst ein Zeuge werden."

Es gab eine Sache, über die ich lange nachgedacht habe. In ihren Berichten erwähnten die Zeitzeugen immer wieder, dass die Menschen nichts dazugelernt haben.
Ich habe wirklich lange überlegt, ob ich dieser Aussage zustimmen kann und ich bin mir immer noch nicht sicher.
Auf der einen Seite möchte ich sofort sagen, dass die Menschen auf jeden Fall dazu gelernt haben und so etwas nie wieder passieren wird...aber ich bin mir leider nicht sicher. Wenn ich am Morgen die Zeitung lese, bekomme ich manchmal echt Angst.

Erster Satz:
Am 27. Januar 1945 marschierten vermummte Gestalten in langen Mänteln durch den Schnee auf das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau zu.

Die 100-Tag 21

Autorin: Kass Morgan
Erschienen am 19. Oktober 2015
Im Heyne HC Verlag
ISBN: 9783453269507
Übersetzt aus dem Amerikanischen von Michaela Link

Quelle: randomhouse.de

Zur Autorin:
Kass Morgan machte an der Brown University den Bachelor und absolvierte anschließend ein Masterprogramm an der Oxford University. Heute lebt sie als Lektorin und freie Autorin in Brooklyn. Noch vor der Erscheinung ihres Buchs, "Die 100", konnte sie die Rechte an der Serienverfilmung verkaufen. Das Buch schaffte es auf Anhieb auf die Bestsellerlisten.

Zum Inhalt:
100 Jugendliche Straftäter wurden vor 21. Tagen auf die Erde gesendet um sie wieder neu zu besiedeln. Diese wurde vor etwa 300 Jahre völlig entvölkert - Dachten sie!  Nun müssen sie feststellen, dass sie doch nicht so alleine hier sind. Mitten in der Nacht wurde das Camp überfallen wobei Menschen verletzt und sogar getötet wurden. Für die verbliebenen Jugendlichen beginnt ein Kampf auf Leben und Tod...

Mein Kommentar:
Vor erst zwei Tagen habe ich die Rezension zu Teil 1 hochgeladen. Hier kommt schon Teil 2!

So, zum Schreibstil gab es genau das gleiche wie für Teil 1 zu sagen. Das Buch war flüssig zu lesen, und auch dieses hatte ich sehr schnell fertiggelesen. Aber (wie nicht anders zu erwarten) gab es immer noch viel zu viele verschiedene Sichtweisen. Doch dieses Mal war ich vorbereitet. Ich wusste nun wer wer war und wer gerade erzählte.

Ich habe es trotz der spannenden Handlung noch nicht geschafft mit der Serie anzufangen und ich bin mir auch noch nicht sicher, ob ich je mit ihr beginnen werde. Naja, wir werden noch sehen ;-)
Egal, kommen wir zurück mit dem Buch. Es geht genau so spannend weiter wie im letzten Teil. Besonders gut hat mir das Zusammentreffen mit den Erdbewohnern gefallen, auch wenn das nicht immer positiv für die 100 war.

Diesmal kann ich schon mehr über die Protagonisten sagen. Insgesamt konnte ich bemerken, dass sich der Charakter der Jugendlichen weiterentwickelte.

Wells blieb eigentlich mehr oder weniger der gleiche. Er konnte mehr und mehr beweisen, dass er nicht wie sein Vater ist. Wie gewohnt nahm er auch in diesem Teil immer wieder gerne das Steuer in die Hand. Viele seiner Entscheidungen haben mir gut gefallen, weil sie einfach fair waren.

Clarke wurde mir in diesem Buch sympathischer. Sie hatte immer noch mit den Ereignissen des letzten Teils zu kämpfen und vor allem mit ihrer Vergangenheit. Doch trotzdem macht sie weiter. Aber hallo? Sie ist die einzige Ärztin, die da ist, trotzdem werden ihre Entscheidungen angezweifelt!

Glass Geschichte ging genauso tragisch weiter, wie sie angefangen hat. Aber in diesem Teil entwickelte sie sich Gott sei Dank weiter. Sie wuchs über sich hinaus. Das fand ich gut.

Bellamy war der gleiche wie immer. Teils war er nett, teils total aggressiv. Der Typ machte mir irgendwie Angst. Ich würde im echten Leben lieber nichts mit ihm zu tun haben.

Benotung:

Hier die Definition der Noten:
1: Perfekt, ich kann mir nichts besseres wünschen!
2: Überdurchschnittlich
3: Normal. Nicht übermäßig gut, aber auch nicht besonders schlecht.
4: Hat mir nicht gepasst.
5: Durchgefallen!

Schreibstil: 1-2
Handlung: 1
Protagonisten: 2-3
Cover: 2
--------------------
Gesamtnote:1-2

Erster Satz:
Keiner wollte direkt am Grab stehen.

Sonntag, 3. Januar 2016

Die 100

Autorin: Kass Morgan
Erschienen am 27. Juli 2015
Im Heyne Verlag
ISBN: 9783453269491
Übersetzt von Michael Pfingstl
Quelle: amazon.de

Zur Autorin:
Kass Morgan machte an der Brown University den Bachelor und absolvierte anschließend ein Masterprogramm an der Oxford University. Heute lebt sie als Lektorin und freie Autorin in Brooklyn. Noch vor der Erscheinung ihres Buchs, "Die 100", konnte sie die Rechte an der Serienverfilmung verkaufen. Das Buch schaffte es auf Anhieb auf die Bestsellerlisten.

Zum Inhalt:
Die Erde ist nach einem Atomkrieg unbewohnbar. Wenige Menschen haben es rechtzeitig auf eine Raumstation geschafft. Doch nun, 300 Jahre später, wird langsam die Luft knapp. Und so sollen 100 jugendliche Straftäter das Unmögliche wagen: Sie sollen zurück zur Erde geschickt werden. Doch ist es dort so sicher wie es auf den ersten Blick scheint? Oder werden sie alle an der hinterbliebenen Strahlung oder an zu Monstern mutierten Tieren sterben?

Mein Kommentar:
Dieses Buch habe ich beim Katzensitting (ja, sowas gibts!) gelesen. Ich war richtig froh, als die Besitzer dann doch erst etwas später nach Hause kamen, denn mir fehlten noch ein paar Seiten bis zum Ende. Gleich am nächsten Tag habe ich den zweiten Band als Rezensionsexemplar angefordert.

So, beginnen wir mit dem Schreibstil. Am Schreibstil habe ich fast gar nichts auszusetzen. Und das was ich auszusetzen habe, hat nicht nur mit dem Schreibstil zu tun.
Ich fand das Buch sehr flüssig und spannend zum Lesen. Ich wollte es nicht weglegen und es sorgte dafür, dass das Katzensitting wie im Flug verging.
Kommen wir nun zu der Sache die mich gestört hat: Die Sichtweise des Erzählers. Es gibt einfach verdammt viele Protagonisten: Clarke, Bellamy, ... Ich verlor immer und immer wieder den Überblick.

Die Geschichte selbst fand ich super spannend. Wer weiß, vielleicht fang ich ja auch irgendwann die Serie an.

Bei den Protagonisten gab es wie oben erwähnt das Problem, dass ich ziemlich lange brauchte um sie auseinanderzuhalten und ich immer wieder den Überblick verlor. Aber natürlich habe ich eine Meinung zu den verschiedenen Persönlichkeiten.

Wells ist der Sohn des Anführers. Er ist es gewohnt das sagen zu haben. Gleichzeitig möchte er allen beweisen, dass er nicht so ist wie sein Vater. Er gehört unter den 100 zu den unbeliebtesten Charakteren, nur wegen seiner Abstammung. Einige halten ihn sogar für einen Spitzel. Mir persönlich war er sympathisch.

Clarke ist die Ärztin im Trupp. Sagen wir es mal so: Ohne sie wären alle 100 verloren. Über sie kann ich nicht besonders viel sagen. Auch wenn sie eine wichtige Person ist, nahm ich sie immer eher als Nebencharakter wahr (Sorry Clarke!).

Glass war mir nicht sympathisch. Natürlich, ihre Geschichte ist tragisch. Und alles, was sie möchte, ist ihre große Liebe wiederzusehehn, mit der sie das letze Mal vor etwa einem Jahr geredet hat. Dafür begibt sie sich gerne in Lebensgefahr. Sie gibt das neue Leben, das ihr geboten wird einfach auf!

Bei Bellamy fragte ich mich ob er eine gespaltenen Persönlichkeit ist. Einerseits geht er für die gesamte Kolonie jagen, andererseits reagiert er sehr aggresiv auf alles, was seine Schwester irgendwie negativ dastehen lässt. Genauso gespalten wie seine Persönlichkeit ist auch meine Meinung dazu. Teils mochte ich ihn sehr gerne, aber wenn er in der nächsten Sekunde super aggresiv wurde, konnte ich nur den Kopf schütteln.

Benotung:

Hier die Definition der Noten:
1: Perfekt, ich kann mir nichts besseres wünschen!
2: Überdurchschnittlich
3: Normal. Nicht übermäßig gut, aber auch nicht besonders schlecht.
4: Hat mir nicht gepasst.
5: Durchgefallen!

Schreibstil: 1-2
Handlung: 1
Protagonisten: 2
Cover: 3
--------------------
Gesamtnote: 2

Erster Satz:
Die Tür glitt zur Seite und Clarke wusste, dass es Zeit war zu sterben.