Mittwoch, 8. Februar 2023

Meine liebsten Buchzitate #109

 1. "Dead Poets Society" von N. H. Kleinbaum, Seite 20

"Okay, Gentleman", the gym master shouted, "we're going to make something of these bodies yet. Start running around the gym, stop after each round and check your pulse. See me if you don't have a pulse." 

2. "Untouchable" von Talia Hibbert, Seite 47 (Kindle Edition)

If she held an emotional tea party, self-doubt would eat all the scones and call Hannah fat if she complained.

3. "The Secret Book Club. Kein Weihnachten ohne Liebesroman" von Lyssa Kay Adams, Seite 201 (Skoobe Edition)

Steig ein, Loser. Du wirst meine dysfunktionale Familie kennenlernen.

4. "Merry Inkmas" von Talia Hibbert, Seite 78 (Kindle Edition)

Her voice didn't shake. He hadn't expected it to. One thing he'd realised by now: this princess was hard as fucking nails. But diamonds were tough, too. And still precious.

5. "Untouchable" von Talia Hibbert, Seite 65 (Kindle Edition)

When you're fatter than complete strangers with boundary issues prefer, those complete strangers with boundary issues make sure to tell you so. In explicit detail. They do this because they hate happiness.

Sonntag, 5. Februar 2023

How to stand up to a dictator [Abgebrochen]

 Autorin: Maria Ressa
Erschienen am 21.11.2022
Im Quadriga Verlag
ISBN: 9783869951218
Rezensionsexemplar: Ja

Quelle: Verlag

Klappentext:
"Meinungsfreiheit und freier Journalismus sind die schärfsten Waffen zur Verteidigung von Demokratien. Maria Ressa steht wie keine andere für den Kampf um die Wahrheit und gegen Hass und Gewalt. In ihrem Buch beschreibt sie, wie Demokratien durch Autokraten und Diktatoren ausgehöhlt werden - mittels sozialer Medien. Denn Facebook und Google dulden aus Profitgier Propaganda und Fake News. Ressa legt ein Netzwerk der Desinformation offen, das den ganzen Globus umspannt: von Dutertes Drogenkrieg bis zur Stürmung des Kapitols in Washington, vom Brexit bis zu Cyber-Kriegsführung durch Russland und China. Maria Ressas Recherche ist verstörend - und dringend notwendig."
Quelle: Verlag

Meine Meinung:
Ich habe lang mit mir gehadert, ob ich dieses Buch abbrechen soll oder lieber doch nicht. Dieses Buch ist ja nicht unbedingt wie ein typischer Abbruchskandidat für mich. Es ist nicht schlecht geschrieben, hat in der Theorie eigentlich einen interessanten Inhalt und die Autorin ist eine unglaublich interessante Persönlichkeit. Maria Ressi hat nämlich den Friedensnobelpreis erhalten. Aber trotzdem habe ich jetzt nach etwa der Hälfte des Buches beschlossen, dass ich dieses Buch nicht beenden möchte. Ich habe vor etwa zwei Wochen eine Lesepause eingelegt und ich kann mich beim besten Willen einfach nicht dazu motivieren, weiterzulesen. Und schon davor war die Lektüre für mich eigentlich eher Pflicht als Freude. Und so soll das nicht sein, finde ich. Dafür habe ich einfach einen viel zu hohen Stapel ungelesener Bücher bei mir herumliegen.

Ich glaube, ein großer Teil meiner Enttäuschung stammt vor allem daher, dass ich etwas ganz anderes von diesem Buch erwartet habe. Das Buch wird auf Seiten wie Lovelybooks als "Sachbuch" gelistet, der Titel ist schön catchy und im Inhalt werden super interessante Recherchen erwähnt. Ich habe hier einen politischen Essay oder ein klassisches Sachbuch zum Thema Diktatur und Tyrannentum erwartet. Gelesen habe ich dann aber eine Autobiographie, in die manchmal politisches Fachwissen eingesprenkelt wurde. Dieses Buch hat also durchaus seine Daseinsberechtigung und ich bin mir auch sicher, dass viele Menschen Interesse daran haben, wie sich eine Friedensnobelpreisträgerin zu der Person entwickelt hat, die sie nun eben ist. Aber dadurch, dass ich etwas anderes erwartet habe, war das für mich enttäuschend und Kapitel über die High-School-Zeit der Autorin konnten mich deswegen auch nicht wirklich fesseln.

Kann ich mir vorstellen, irgendwann diesem Buch nochmal eine zweite Chance zu geben? Ja, auf jeden Fall. Wie gesagt, das Buch ist interessant geschrieben und Maria Ressi ist sicher eine spannende Person. Nur aktuell habe ich einfach keine Lust auf eine reine Biographie und ich hätte wahrscheinlich gar nicht nach diesem Buch gegriffen, wenn mir bewusst gewesen wäre, dass das hier kein Sachbuch und kein Essay ist, sondern eben ein autobiographischer Text.

Mein Fazit? Leider hatte ich an dieses Buch falsche Erwartungen und werde es deswegen wohl vorerst nicht beenden.

Donnerstag, 2. Februar 2023

Die Waldläuferin

 Autorin: Janis Nebel
Erschienen am 3.12.2022
Im Selbstverlag
ISBN: B0BMBF9MKP
Rezensionsexemplar: Ja

Quelle: Lovelybooks.de

Klappentext:
"Ein Mörder. Eine Gestaltwandlerin. Ein Schicksal, das sie verbindet.

Nach sieben Jahren Strafarbeit in den Asrenerz-Minen des Nordens erlangt Mitja die Freiheit zurück. Jetzt will er nur eins: Die Vergangenheit hinter sich lassen. Aber das ist leichter gesagt als getan, denn noch immer hält man ihn für einen Mörder. Als er auf seine Freunde von damals trifft, geraten seine guten Vorsätze ins Wanken. Und dann ist da noch eine geheimnisvolle Waldläuferin, deren Augen Mitja nicht vergessen kann. Warum will der Fürst die junge Frau um jeden Preis in seine Gewalt bekommen? Mitjas Vergangenheit droht ihn einzuholen. Er muss sich entscheiden, wem seine Treue gilt und wie weit er gehen wird, um seine neu gewonnene Freiheit zu bewahren.

„Sie dürfen dich nicht sehen! Niemals!“ Diese Warnung ihrer Mutter hat Neri nie vergessen. Viele Jahre nach der grausamen Ermordung ihrer Eltern lebt sie versteckt in den Wäldern und wagt sich nicht in die Welt der Menschen. Nur einer alten Frau hilft sie bisweilen heimlich. Doch Neris verborgenes Leben ändert sich, als ein Fremder bei dieser Frau einzieht. Plötzlich ist er überall: in ihrem Wald, in ihrem Tal und in ihren Gedanken. Aber kann sie einem Menschenmann vertrauen? Und was würde geschehen, wenn er erführe, wer sie wirklich ist?

Eine berührende Geschichte um einen zu Unrecht verurteilten jungen Mann und eine verfolgte Gestaltwandlerin, deren Schicksale miteinander verbunden sind, ohne dass sie es ahnen."
Quelle: Verlag

Meine Meinung:
So, nachdem ich mal wieder eine Prüfungsphase überlebt habe, kann ich mir nun endlich wieder die Zeit nehmen, Rezensionen zu schreiben. Und die erste, die ihr jetzt zu lesen bekommt, handelt von Janis Nebels neuestem Buch. Die Autorin kannte ich bereits von ihrer Reihe um den Roten König, die ich 2020 lesen durfte. Mit "Die Waldläuferin" hat Janis Nebel nun aber eine neue Reihe eröffnet und durfte mich mit diesem Buch durch die letzten Wochen begleiten.

Das erste, was mich an diesem Buch überrascht hat, war wohl der Stil, den ich im ersten Moment fast nicht wiedererkannt hätte. In den letzten Jahren scheint das Schreiben der Autorin gereift zu sein, wenn ich das so ausdrücken kann. Der Text fließt schön, traf das richtige Tempo an so gut wie jeder Stelle, konnte mich in seinen Bann ziehen und sorgte für jede Menge interessante und klare Bilder in meinem Kopf. Die letzten hundert Seiten habe ich gestern in einem Rutsch durchgelesen, weil ich das Buch, nachdem der Stress der letzten Prüfung von mir abgefallen war, einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Hier geht es um Neri und Mitja, die sich über weite Teile des Buches gar nicht begegnen. Trotzdem sind sie durch ihre Vergangenheit miteinander verknüpft. Neri ist eine Gestaltwandlerin, die durch ein grausames Verbrechen zur Waise geworden ist und sich in den letzten Jahren selbst durchschlagen musste. Mitja hat die letzten Jahre unschuldig in einem Straflager verbracht und ist komplett überwältigt, als er bei seinem Heimkommen feststellt, wieviel sich während seiner Abwesenheit verändert hat. Beides waren für mich keine Sympathiefiguren, eher moralisch grau. Sympathie ist für mich aber auch nicht unbedingt wichtig. Sie werden nachvollziehbar charakterisiert und wirken authentisch, das ist mir persönlich wichtiger - und bei moralisch grauen Figuren ist das auch nicht unbedingt einfach. Ich habe beide Perspektiven genossen und mit den Protagonisten mitgefiebert. Und deswegen bin ich auch etwas schockiert, dass die Autorin dieses Buch mit so einem fiesen Cliffhanger beendet. Wie soll ich denn jetzt bis zum Erscheinen des zweiten Bandes irgendwelche anderen Bücher lesen? Ich muss einfach wissen, wie es weitergeht!

Mein Fazit? Ein gut gelungener Reihenauftakt. Ich habe definitiv Lust auf mehr und kann euch diesen ersten Teil mit gutem Gewissen weiterempfehlen.