Samstag, 7. November 2015

Der Schlaf und der Tod

Autor: A.J. Kazinski
Erschienen am 19. August 2015
Im Heyne Verlag
ISBN:  9783453437968
Übersetzt aus dem Dänischen von Günther Frauenlob

Quelle: lovelybooks.de


Zum Autor:
Hinter dem Pseudonym A. J. Kazinski steckt das Autorenduo Anders Rønnow Klarlund und Jacob Weinreich. Ihr Erstlingswerk erschien 2011 mit dem Titel "Die Auserwählten".
Klarlund wurde 1971 geboren und arbeitet als Autor und Regisseur. Für seine Filme erhielt er bereits mehrere Auszeichnungen.
Weinreich erblickte das Licht der Welt 1972 und ist heute als Drehbuch- und Romanautor tätig.

Zum Inhalt: 
Niels Bentzon wird mitten in der Nacht zu einem Einsatz gerufen: Eine junge Frau möchte sich von einer Brücke stürzen. Sie ist nackt und eindeutig unter dem Einfluss von Drogen. Bentzon ist auf solche Fälle spezialisiert-trotzdem springt sie. Alles deutet auf Selbstmord hin, doch da ist sich Niels nicht so ganz sicher.
Denn er glaubt, dass die junge Tänzerin Dicte in den Tod getrieben wurde. Als bei der Obduktion herauskommt, dass sie nur kurz vor ihrem Tod ertrank und wiederbelebt wurde ist sich Bentzon sicher: Das war Mord. Und es wird nicht bei einem Opfer bleiben...


Mein Kommentar:
Uff, das wird hart.
Beginnen wir mit dem Schreibstil. Im großen und ganzen war das Buch flüssig zu lesen. Allerdings sollten einige Stellen nochmal überarbeitet werden, vor allem der Satzbau. Auch war teilweise die Wortwahl nicht ganz passend. Zu diesem Thema habe ich mir einen Haufen Post-it`s in das Buch geklebt.

Machen wir weiter mit dem Inhalt und den Personen.

Die Handlung war ganz interessant, aber leider auch nicht mehr, was vor allem daran lag, dass der Inhalt etwas vorhersehbar war.
Vor allem der Beginn verlief etwas schleppend, erst auf den letzten hundert Seiten nahm die Geschichte an Schwung auf.

Kommen wir nun zu den Protagonisten.
Niels hat mich ganz ehrlich geärgert. Seine Entscheidungen konnte ich zu 95% nicht nachvollziehen. Was macht man, wenn man vermutet, dass der Täter ein Arbeitskollege des Opfers ist? Beim Chef nachfragen, ob jemand in den letzten Tagen krank war oder sich auffällig benommen hat? Aber nein, das ist nur was für Anfänger! Es ist doch viel effizienter, wenn man ein paar Tage im Theater verbringt und dort die Garderobe des Opfers zu durchsuchen!

Der Täter: Tja, was kann ich dazu sagen. Diese Kapitel fand ich am spannendsten. Teilweise wollte ich einfach ein paar Kapitel überspringen und bei ihm weiterlesen.

Hannah: Der Armen ist alles zu viel. Ich habe leider bis zum Ende nicht ganz verstanden, warum so viele Kapitel aus ihrer Sicht geschrieben wurden. Nun gut, ihre Situation ist echt schwer und ihre Schwangerschaft hat auch Einfluss auf die Geschichte. Auch befürchte ich, dass man sie sonst erst am Ende wahrgenommen hätte. Doch ist das ein Grund dafür sie öfter zu Wort kommen zu lassen, als den Täter? Vor allem, weil die Geschichte des Täters spannender war...

Silke: Ein junges Mädchen, das schreckliches durchgemacht hat. Doch ich kann und will mich nicht mit dem Ende anfreunden, in dem sie eine große Rolle spielt.

Gut, fassen wir das alles mal zusammen, am besten in Schulnoten. Dann kann ich mich besser orientieren, wie ich dieses Buch im Endeffekt bewerten muss. Das mit den Noten werde ich ab jetzt übrigens immer machen, ich denke, dass dann die ganze Sache mit dem bewerten einfacher wird.

Benotung:

Hier die Definition der Noten:
1: Perfekt, ich kann mir nichts besseres wünschen!
2: Überdurchschnittlich
3: Normal. Nicht übermäßig gut, aber auch nicht besonders schlecht.
4: Hat mir nicht gepasst.
5: Durchgefallen!

Schreibstil: 3-4
Handlung: 3-4
Protagonisten: 3 (ohne den Mörder wäre es eine glatte 4!)
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Gesamtnote: 3-4

Zusammenfassend kann man also sagen, dass das Buch ein Durchschnittswerk war, aber schon eher im unteren Durchschnitt.
Sollte der Schreibstil noch mal überarbeitet werden, dann hätte das Buch das Potential es auf eine 3 oder vielleicht sogar eine 2 bis 3 zu schaffen.

Erster Satz:
Tot.

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