Montag, 29. Juli 2019

R. I. P.

Autorin: Yrsa Sigurdardottir
Erschienen am 24. 6. 2019
Im btb Verlag
ISBN: 9783442756650
Rezensionsexemplar: Ja

Quelle: Verlag


Zur Autorin:
"Die Thrillerqueen vom Polarkreis: Vilborg Yrsa Sigurðardóttir wurde am 24. August 1963 in Island geboren. Die Autorin besuchte das Gymnasium und beendete es schließlich 1983 erfolgreich. Diesem Abschluss folgte ein Bauingenieursstudium, welches sie 1988 ebenfalls erfolgreich abgeschlissen hat. 2005 erschien ihr erster Kriminalroman in Deutschland unter dem Namen "Das letzte Ritual". Heute wohnt sie mit Mann und zwei Kindern bei Reykjavík und arbeitet als Ingenieurin."
Quelle: Verlag

Klappentext:
"Er mordet kalt und brutal: Zwei Jugendliche sind seine Opfer. Über Social Media müssen Freunde deren letzte qualvolle Minuten mitansehen. Und dieser Mörder ist noch nicht fertig: Ein weiterer Junge wird vermisst. Was verbindet die Jugendlichen? Wer glaubt, sie verdienten den Tod? Und kann der Junge noch gerettet werden?

Huldar und sein Team ermitteln. Auch Psychologin Freyja wird wieder in die Untersuchungen einbezogen, trotz anfänglichen Widerwillens. Gemeinsam müssen sie den gnadenlosen Mörder finden, bevor er wieder zuschlägt..."

Quelle: Verlag

Meine Meinung:
 Heute vergebe ich den Approved-Stempel mal gleich zu Beginn. Kann ja absolut nicht schaden!

Was? Ihr wollt noch mehr über dieses Buch hören? Nun gut, dann muss ich jetzt wohl noch ein bisschen davon schwärmen! Denn etwas anderes kann ich nicht tun, bei diesem Buch!

Beginn wir mit den Figuren, wie immer.
Huldar ist Protagonist Nummer 1. Er ist ein Polizeibeamter, wahrscheinlich so Mitte 30. Er ist Raucher, ein Frauenheld, hat unter seinen Kollegen mehr Feinde als Freunde, ist aber alles in allem ziemlich cool. Er war mir meistens sympathisch und verhielt sich absolut nachvollziehbar. Und er ist einer der ersten Polizisten, der beim Anblick einer Leiche so reagiert, wie ich da wohl reagieren würde: Er bekommt total die Krise!
Freya ist Psychologin und arbeitet eigentlich in einem Kinderhaus und studiert nebenher BWL. Weil Huldar sie aber sehr gerne mal wieder auf ein Date einladen möchte, wird sie gebeten, bei diesem Fall mitzuarbeiten. Auch sie ist absolut menschlich und ich finde sie einfach großartig!
Die zwei Hauptfiguren hatten (Gott sei Dank) eher einfache Namen, bei manchen der anderen Figuren, hatte ich bis zum Schluss keine Ahnung, wie man das jetzt ausspricht. Aber naja, ich spreche halt einfach kein Isländisch und anderen geht es mit Namen, die für uns normal sind, sicher ganz genau gleich.

Die Geschichte war von vorne bis hinten voll mit Spannung und dabei blieb sie immer nachvollziehbar. Das Motiv war eines der besten, die ich je gelesen habe. Und nebenher schafft es die Autorin auch noch das Thema Mobbing einzuflechten und besser zu behandeln, als so manche Bücher, die sich explizit darauf spezialisieren. Die Behandlung wirkt dabei nie oberlehrerhaft. Gerade deswegen ist die Darstellung so gut! Das Leben wird aus der Sicht der Opfer, der Täter und der Angehörigen beschrieben und man merkt einfach total gut, wieviel Leid durch ein paar Leute, die "nur Spaß machen" geschaffen wird.

Auch der Schreibstil war sehr gut. Ich konnte richtig in diesem Buch versinken und tauchte dann erst nach zwei Tagen wieder auf. So lange brauchte ich nämlich für dieses Buch. Zwei Tage. Zwei Tage, die ich sehr gut genutzt habe, zumindest meiner Meinung nach.

Mein Fazit? Ich werde mir die Vorgängerromane auf jeden Fall auch noch besorgen. Das hier ist nämlich Teil 3 einer Reihe. War aber egal, ich kam trotzdem super mit!

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