Mittwoch, 6. November 2019

Die Ameisenfrau

Autor: Thomas Kiehl
Erschienen am 19.9.2019
Im Benevento Verlag
ISBN: 9783710900822
Rezensionsexemplar: Ja

Quelle: Verlag

Zum Autoren:
"Lebenswichtige Entscheidungen: Thomas Kiehl, geboren im Hamburg, ist ein deutscher Schriftsteller. Er wuchs im Allgäu auf und lebt heute in Köln.
Nach seinem Abschluss in Rechtswissenschaft arbeitete er viele Jahre als Jurist und Berater, bis er auf eine Kambodscha Reise ging. Ein Gespräch mit einem asiatischen Mönch über die wichtigen Dinge im Leben, brachte ihn schließlich dazu seine Anstellung aufzugeben, um sich auf sich selbst zu konzentrieren.
In dieser Zeit fing er an Kurzgeschichten und Romane zu verfassen. Schließlich gab er dann sein Debüt als Autor mit seinem Thriller „Die Ameisenfrau“, einem Roman über die Macht der Angst."
Quelle: lovelybooks.de

Klappentext:
"Die Macht der Angst – ein atemberaubender Thriller über Manipulation und Täuschung

Es ist eine unbestimmte Angst, die sich tief in uns einnistet und unser Denken beherrscht: Angst davor, zu versagen oder alles zu verlieren, Angst vor Krankheit, vor anderen Religionen oder vor Menschen mit anderen Hautfarben. Woher kommt diese Angst? Kann sie gezielt hervorgerufen werden?

Der staatskritische Victor Callenberg ist einer Geheimorganisation auf der Spur, die Manipulation im großen Maßstab betreibt: Sie scheint die Bevölkerung bewusst in Angst zu versetzen und so zu steuern. Wirre Verschwörungstheorie oder knallharte Politintrige? So viel ist sicher: Alle, die sich auf die Spuren dieses Geheimdienstes begeben, finden einen plötzlichen Tod.

Als Lena Bondroit, eine angesehene Ameisenforscherin, Zeugin eines kaltblütigen Mordes wird, gerät die Biologin selbst ins Visier dieser undurchsichtigen Organisation. Was haben ihre Forschungsergebnisse über Schwarmintelligenz und selbststeuernde Staaten damit zu tun?"
Quelle: Verlag

Meine Meinung:
Dieses Buch war noch keine zwei Minuten im Haus, als mein Vater begann, mein Buch zu umkreisen. Wie ein Raubtier auf der Suche nach seiner nächsten Beute. Und seine Beute war dieses Buch. Wie das ausgegangen ist? Könnt ihr euch denken. Sagen wirs mal so, er fragt schon die ganze Zeit nach dieser Rezension. Also, Papa, ich weiß, dass du das liest: Willkommen bei meiner Rezension zu "Die Ameisenfrau"! Hier ist sie endlich! Also legen wir doch am Besten gleich los.

Es gibt zwei Hauptfiguren: Viktor und Lena. Lena ist Ameisenforscherin. Sie ist ziemlich cool. Sie vergleicht alles und jeden mit ihren Lieblingstierchen, hat mehrere Terrarien mit Ameisen in ihrem Büro, schließt vom Verhalten der Ameisen auf unsere Gesellschaft. Das fand ich total spannend und sehr schön zum Lesen. Lena rutscht einfach irgendwie in diese Geschichte mit der Geheimorganisation hinein. Eigentlich hat sie sich nur geschmeichelt gefühlt, dass sich jemand für ihre Forschung zu selbststeuernden Ameisenstaaten und Schwarmintelligenz interessiert - und plötzlich wird ihr Gesprächspartner ermordet und dieser komische Viktor lässt sie nicht mehr in Frieden.
Viktor ist Teil der Organisation "Pro Nomadentum" und ziemlich zwielichtig. Bis zum Ende konnte er mich immer wieder überraschen. Gerade, als ich dachte, dass ich ihn endlich durchschaut habe, tut er dann etwas total Unerwartetes. Was das ist, werde ich nicht sagen, aber ich kann euch sagen, dass es euch überraschen wird.

Die Geschichte fand ich glaubwürdig und total spannend. Irgendwie erinnerte mich die Beschreibung der Organisation an eine Art von Mafia. Das wirklich Erschreckende war ja, dass sich das ganze so realistisch anfühlte. Die ganze Angst, die gibt es ja wirklich. Gerade vor ein paar Tagen habe ich erst wieder einen Artikel gelesen, wie ängstlich meine Generation doch ist, gerade wenn es um die Zukunft ist. Und das ist ja nicht nur bei meiner Generation so, das sehe ich auch bei älteren Leuten: Angst vor der Zukunft, vor Migranten, vor allem, das irgendwie anders ist. Da half es auch nicht, dass der Autor Nachwort behauptete, dass die Organisation natürlich nur erfunden ist. Wäre das nicht etwas, das jemand sagen würde, der genau weiß, dass es die Organisation nur gibt? Weil, zugeben kann er es ja nicht wirklich. Also muss er es abstreiten! Nein, nein, keine Angst, ich bin (noch) nicht unter die Verschwörungstheoretiker gegangen. Aber trotzdem: Der Gedanke, dass es sowas geben könnte, bereitet mir Gänsehaut.
 Besonders gut fand ich, dass der Autor am Ende noch genau aufklärte, was er sich ausgedacht hat und was nicht. Das war um einiges ausführlicher als ich es gewohnt bin und das fand ich lobenswert.

Den Schreibstil fand ich fantastisch. Der konnte mich wirklich restlos überzeugen. Genau die richtige Mischung aus Spannung und Entspannung, aus Angst, Action, privaten Problemen und Herzschmerz. Richtig, richtig cool!

Mein Fazit? Konnte mich restlos überzeugen! Dieses Buch bekommt von mir den Approved-Stempel verliehen!

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