Dienstag, 29. März 2016

Wir waren hier

Autorin: Nana Rademacher
Erschienen am 18. Januar 2016
Im Ravensburger Verlag
ISBN: 9783473401390

Quelle: buchhandel.de

Zur Autorin:
Nana Rademacher wurde 1966 geboren und studierte Sozialpädagogik in Bielefeld. Danach arbeitete sie beim NDR in Hamburg als Regieassistentin und als Lektorin. 2001 begann sie für den Südwestrundfunk in den Redaktionen Hörspiel, Feuilleton und Musik zu arbeiten. Momentan lebt sie als freie Autorin in Stuttgart.

 Zum Inhalt:
Die Geschichte spielt 2039 in Berlin - oder das, was mal Berlin war. Die Stadt ist komplett zerstört! Die wenigen Überlebenden müssen jeden Tag ums Überleben kämpfen. Eine von ihnen ist die 15 Jahre alte Anna. Auch sie und ihre Familie sind von dem Hunger und der Kälte betroffen.
Um ihr Leben zu dokumentieren bloggt Anna, auch wenn sie damit ihr Leben riskiert. Doch sie macht weiter, denn sie möchte ihr Leben für die Nachwelt dokumentieren.
Über ihren Blog lernt sie Ben kennen. Sie schreiben sich eine Weile über die Kommentarfunktion der Seite, bis Ben ankündigt nach Berlin zu kommen...

Mein Kommentar:

Beginnen wir mal wieder mit dem Schreibstil. Am Schreibtstil selbst habe ich nichts auszusetzen. Ich fand ihn sogar ziemlich gut. Was mich gestört hat war allerdings die Formatierung. Um mich etwas genauer auszudrücken, das Anzeigen eines Zitats. Immer wenn Anna einen ihrer Mitmenschen zitierte, wurde plötzlich Jeder Anfangsbuchstabe Groß Geschrieben. So, Wie Ich Das Gerade Mache. Ich fand das einfach unglaublich störend. Mein Lesefluss wurde dadurch immer und immer wieder unterbrochen.

Die Handlung fand ich erschreckend real. Ich fand die Geschichte sehr spannend und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Jetzt kommt das große ABER: Das Ende war nicht besonders klar. Der Anfang vom Ende schon, aber die letzte Seite hat alles zerstört. Es ist unglaublich, dass mich vier Zeilen so fertig machen können. Ich hatte das dringende Bedürfnis zu schreien, das Buch aus dem Fenster zu werfen und zu weinen und das alles gleichzeitig. Ich habe mich dann doch damit begnügt zu meiner Mutter zu rennen, ihr das Buch hin zu knallen und ihr mit Tränen in den Augen von dem Ende zu berichten.
Das Schlimmste an diesem Ende ist meiner Meinung nach, dass ich nicht weiß, was passieren wird. Ich will wissen, wie es weiter geht.
Sehr geehrte Autorin, wenn sie diesen Post lesen, könnten sie dann bitte, bitte verraten, was dieses Ende zu bedeuten hat? Bitte schreiben sie mir eine Mail oder tippen sie schnell einen Kommentar!

Anna wurde meiner Meinung nach ziemlich gut dargestellt. Ich bin selbst nur wenig älter als sie und konnte mich sehr gut mit ihr identifizieren.

Ben gegenüber war ich bis zum Ende hin sehr kritisch. Ich hatte immer das Gefühl, dass er nicht ganz ehrlich ist und Anna etwas wichtiges verschweigt. Ich möchte hier nicht verraten, ob ich mit meinem Gefühl richtig lag, denn dann würde ich das Ende verraten und das wäre böse. Spoiler sind böse!

Benotung:

Hier die Bedeutung der Noten:
1: Perfekt, ich kann mir nichts besseres wünschen!
2: Überdurchschnittlich
3: Normal. Nicht übermäßig gut, aber auch nicht besonders schlecht.
4: Hat mir nicht gepasst.
5: Durchgefallen!

Schreibstil: 2
Handlung: 1-2
Protagonisten: 1-2
Cover: 3
--------------------
Gesamtnote: 2

Erster Satz:
Seit ein paar Tagen funktioniert mein NetBoard wieder.

Neuzugänge #16 und das Regal der Schande

In den letzten zwei Wochen hat es bei mir wieder Mal Bücher geregnet. Einige davon waren sogar als "eilige Novitäten" gekennzeichnet. Hier das Beweisbild:



Nun kommen wir aber endlich zur Sache: Welche Bücher sind neu bei mir eingezogen und mit welchen habe ich schon begonnen? Und was zur Hölle ist ein Regal der Schande?



1. Todesflehen
von Alex Kava
Gesponsert vom Verlag

2. Steel Heart
von Brandon Sanderson
Gesponsert vom Verlag

3. Dark Day
von Tom Wood
Gesponsert vom Verlag

4. Amber und ihr Esel
von Julian und Tracy Austwick
Gesponsert vom Verlag

5. Wir waren hier
von Nana Rademacher
Selbst gekauft

In die Bücher "Todesflehen" und "Wir waren hier" habe ich schon hineingelesen, mit letzterem bin ich schon bald fertig. Es fehlen nur noch in etwa 100 Seiten bis zum Ende.

Nun kommt aber auch schon das, auf das wir alle gewartet haben. Das, das ihr alle schon immer wissen wolltet. Passt gut auf, denn hier ist ein Bild meiner eineinhalb Regale der Schande.


Einige von euch wissen schon was das ist. Andere können es erahnen. Manche können diese Schande vielleicht sogar nachvollziehen. Das hier ist der Stapel an Büchern, die ich immer noch nicht gelesen habe. Es ist unglaublich! Könnten bitte alle Verläge mal eine Pause einlegen, dass ich diesen Stapel mal abarbeiten kann?
Ich hoffe echt, dass ich das ganze Zeug irgendwann mal lesen kann. Vielleicht in den Sommerferien? Wer weiß?

Schreibt mir doch in die Kommentare, was ihr so denkt. Kennt ihr eines der Bücher, die neu bei mir sind? Wie sieht euer Stapel der Schande aus - Oder ist es auch bei euch schon eher ein Regal?

Frohe Ostern,
Mira

Donnerstag, 17. März 2016

Der Papierjunge

Autorin: Kristina Ohlsson
Erschienen am 29. Februar 2016
Im Limes Verlag
Übersetzt von Susanne Dahmann
ISBN: 9783809026402
Quelle: blogger.randomhouse.de

Zur Autorin:
Kristina Ohlsson kommt 1979 im schwedischen Kristianstad in Skåne (Schonen) zur Welt. Heute lebt und schreibt die Schriftstellerin jedoch in Stockholm. Kristina Ohlsson absolviert im Anschluss an ihren Schuabschluss an mehreren Hochschulen Schwedens ein Studium der Staatswissenschaft. Nach ihrem Abschluss arbeitet sie im Außenministerium sowie an der militärischen Hochschule, ehe sie für die schwedische Sicherheitspolizei SÄPO tätig ist, für die sie sicherheitspolitische Analysen erarbeitet. Im Jahre 2009 veröffentlichte sie mit "Askungar" , der bisher in 12 Sprachen übersetzt wurde. Ihr Erstlingswerk "Askungar" wurde mit dem mit 25.000 Kronen dotierten Stabilopreis ausgezeichnet.
Quelle: lovelybooks

Zum Inhalt:
An einem eiskalten Nachmittag wird eine Erzieherin in der Stockholmer Innenstadt erschossen. Kurz darauf verschwinden zwei Kinder spurlos. Am nächsten Tag werden ihre Leichen entdeckt: Ohne Schuhe und mit bemalten Papiertüten auf dem Kopf. In ihren Ermittlungen stoßen die Ermittler Alex Recht und Frederika Bergmann auf die Legende des Papierjungen. Eigentlich glaubt keiner an das alte Märchen, doch die Ermittler müssen sich fragen, ob die jüdische Geschichte nicht doch etwas mit diesem Fall zu tun haben könnte. Alle Spuren scheinen nach Israel zu führen...
In der Zwischenzeit führt Eden Lundell ihre eigenen Ermittlungen: Ein alter Bekannter, Efraim Kiel, ist in Schweden aufgetaucht und um ihre Familie zu schützen muss sie herausfinden, was er vorhat.

Mein Kommentar:
Dieses Buch hat mich beeindruckt. Vom Schreibstil war ich echt begeistert, weil er mich einfach mitreißen konnte. Was mir gut gefallen hat war, dass mir bei den einzelnen Szenen genügend Freiräume gelassen wurden um meine Fantasie zu nutzen. Viele Autoren scheinen das Gefühl zu haben jedes Detail beschreiben zu müssen. Ohlsson machte das nicht und das fand ich gut.

Die Handlung fand ich spannend. Ich habe jeden morgen schon zum Frühstück ein paar Seiten gelesen und kaum war ich wieder von der Schule daheim, habe ich weitergelesen. Der einzige Grund, warum der Handlung keine glatte eins gegeben habe, war das Ende. Heute morgen saß ich da und dachte mir: "Was? Im Ernst jetzt? Das wars?" Ich war einfach nicht ganz zufrieden, was auch daran liegen könnte, dass ich schon genaue Vorstellungen vom Ende hatte. Und diese wurden halt einfach nicht ganz erfüllt.

Frederika war ganz eindeutig meine Lieblingsfigur. Sie war mir sympathisch und ich konnte mich mit ihr identifizieren. Auf ihre Kapitel habe ich mich immer am meisten gefreut.

Benotung:

Hier die Bedeutung der Noten:
1: Perfekt, ich kann mir nichts besseres wünschen!
2: Überdurchschnittlich
3: Normal. Nicht übermäßig gut, aber auch nicht besonders schlecht.
4: Hat mir nicht gepasst.
5: Durchgefallen!

Schreibstil: 1
Handlung: 1-2
Protagonisten: 1
Cover:1-2
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Gesamtnote: 1,25

Erster Satz:
Die Angst kam mit der Dunkelheit.