Freitag, 31. Juli 2020

Monatsrückblick Juli

Hi ihr Lieben!

Schon wieder ist ein ganzer Monat rum! Im Juli war ich (trotz Corona) viel unterwegs: Ich hab etwas über 560 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt, bin von Tirol bis in die Südsteiermark gefahren. Es hat total viel Spaß gemacht und ich bin richtig stolz auf mich, dass ich das geschafft habe. Trotzdem ist auch das Lesen nicht zu kurz gekommen. Insgesamt habe ich im Juli 11 Bücher gelesen und rezensiert und zwar waren das folgende:
Natürlich sind auch wieder einige Buchzitate online gegangen. Nummer 24, 25 und 26 waren das. Und da waren Zitate aus folgenden Büchern dabei:
So, aber nun zu euch! Wie war euer Lesemonat so? Welches Buch war euer Liebling? Ich denke meiner war wohl ganz eindeutig "Marianengraben" von Jasmin Schreiber! Aber vielleicht könnt ihr mir noch ein ganz anderes empfehlen? Lasst es mich wissen!

Alles Liebe,
Eure Mira

Mittwoch, 29. Juli 2020

Marianengraben [Kurzrezension]


Quelle: Verlag

Dieses Buch gehört definitiv zu meinen Jahreshighlights. Es ist einfach nur großartig! Bei manchen Büchern stimmt einfach die Chemie zwischen Mensch und Text. Und genau so war das auch hier. Ich hab das Buch begonnen, es hat "Klick" gemacht und nur kurze Zeit später hab ich dieses Buch wieder zur Seite gelegt, da ich einfach fertig damit war. 

Was mich an diesem Buch besonders fasziniert hat, war wie heftig ich darauf reagiert habe. Ich habe zu lesen begonnen und fast sofort sind mir Tränen in die Augen geschossen. Ich hab literweise geweint, gleichzeitig aber auch total viel gelächelt und gelacht. Das Buch hat mir weh getan, gleichzeitig konnte und wollte ich es um keinen Preis der Welt zur Seite legen. Besonders schlimm wurde es, als ich das Buch beendet habe. Ich saß im Wohnzimmer und konnte gar nicht mehr aufhören zu weinen. Ich bin normalerweise eigentlich niemand, der besonders oft weint und schon gar nicht so. Höchstens wenn ich Zwiebeln schneiden muss oder mit meinem kleinen Zeh am Couchtisch hängen bleibe oder wenn jemand stirbt. Bücher bringen mich nur selten zum Weinen und noch viel seltener passiert es, dass ich so heftig weine, wie es hier der Fall war. 

Ich glaube einer der Gründe, warum ich so auf diesen Roman reagiert habe, ist die Tatsache, dass ich selbst zwei jüngere Geschwister habe. Allein der Gedanke daran, dass einer der beiden sterben könnte, reicht, um mich an den Rand einer Panikattacke zu treiben. 

In den Schreibstil hab ich mich von der ersten Seite weg verliebt. Er war intelligent, lustig, berührend, einfach großartig, fast schon poetisch. Die Kapitelüberschriften zählen von einer sehr hohen Zahl herab, was etwas symbolisiert, das ich hier jetzt nicht verraten werde. Das schafft ich euch sicher auch selbst zusammenzureimen. 

Alles in allem? Ich liebe, liebe, liebe es. Ich brauch mehr davon. Dieses Buch werde ich sicher noch dutzende Male lesen und vielleicht finde ich auch noch andere Bücher der Autorin, die mir genauso gut gefallen. 

Montag, 27. Juli 2020

Invisible Man [Kurzrezension]

Quelle: Verlag

Wusstet ihr eigentlich, dass es auch eine Bloggerapp gibt? Nein? Nichts verpasst! Die App ist hässlich, kann fast nichts und hat mir diese Rezension gelöscht, bevor ich sie online stellen konnte. Grrr! Na dann muss ich jetzt wohl ALLES noch mal schreiben. Juhu!

Dieses Buch habe ich gelesen, da es auf meiner Leseliste für Amerikanische Literatur stand. Auch in früheren Vorlesungen haben die ProfessorInnen immer mal wieder von Ralph Ellison geschwärmt, also war ich mir sicher, dass das gut wird. Und was soll ich sagen. Ich kann sehen, warum das ein Klassiker ist. Und dieser Klassiker ist unglaublich aktuell, gerade mit Blick auf die Black-Lives-Matter-Bewegung. Es geht um Rassismus und den Kampf dagegen, es geht um Weiße, die glauben am besten zu wissen, was POC brauchen und wollen. (=People of Colour, dieser Begriff scheint im Moment der zu sein, den man am ehesten verwenden sollte, wenn man über nicht-weiße Menschen schreibt.) Es geht um Bevormundung, um Polizeigewalt, um Vorurteile. Hab ich nicht gesagt, dass dieser Roman super aktuell ist? Keines der Themen wird hier beschönigt, der Frust des Protagonisten war zumindest  für mich total gut nachvollziehbar.

Über den Protagonisten kann ich leider nicht besonders viel sagen, ohne dass ich euch schon die Hälfte des Buches verrate. Ihr dürft zumindest wissen, dass er ein junger Mann in Amerika ist, ein toller Redner, sehr intelligent, der es am liebsten allen Leuten recht machen möchte. Kann er aber nicht, denn er ist ein Afroamerikaner. Und das allein reicht schon aus, dass er in den Augen mancher Menschen einfach nichts wert ist und sowieso alles nur falsch machen kann.

Ich fand dieses Buch total spannend, auch wenn es natürlich keine einfache Lektüre war. Manche Stellen musste ich öfters lesen, um sie zu verstehen, gerade wenn die Handlung mal wieder ins Surreale abgerutscht ist. Aber alles in allem? Total interessant, kann ich euch wirklich empfehlen!