Freitag, 3. Dezember 2021

Meine liebsten Buchzitate #70

 1. "Bücherliebe" von Annie Austen, Seite 15

Ihre Bücherregale sind nicht nur der Ort, wo Sie Ihre Bücher aufbewahren. Sie sind die physische Verkörperung Ihres inneren Selbst. Ihre Bibliothek ist zugleich Ihre Autobiographie.

2. "the mermaid's voice returns in this one" von Amanda Lovelace, Seite 132

in one world, romeo doesn't drink the poison. juliet doesn't pierce herself. instead, the decide to drink wine until they fall asleep messily in each other's arms. the next morning, they wake up hungover, nursing killer headaches as they take on the world as well as their families. everything turns out just fine.

- i believe in endless worlds.

3. "Female Choice" von Meike Stoverock, Seite 64

Rape Culture bedeutet, dass der Täter in der Gesellschaft auf mehr Verständnis hoffen kann als das Opfer, weil Vergewaltigung nicht als "richtiges" Gewaltverbrechen angesehen wird. In der Folge wird vergewaltigten Frauen oft eine (Mit-) Schuld an der Tat zugesprochen. Sie sei betrunken gewesen, habe den Täter provoziert, sich nicht genügend gewehrt, es am Ende sogar selbst gewollt.

4. "shine your icy crown" von Amanda Lovelace, Seite 17

break the rules whenever you find the chance. live a life so fierce, bold, & carefree that people often accuse you of being a witch. you see, society fears nothing more than a woman who's not only aware of her power but also not afraid to use it in any she sees fit. what could be more fun than constantly keeping them on their toes?

5.  "Dearly" von Margaret Atwood, Seite 37
So many sisters lost
So many lost sisters

Over the years, thousands of years
So many sent away

Too soon into the night
By men who thought they had the right

Mittwoch, 1. Dezember 2021

Neuzugänge im November

 Hey ihr Lieben!

Bei uns wird es jetzt schon richtig kalt. Am Wochenende hatten wir sogar schon ordentlich Schnee. Da kommt bei mir gleich Weihnachtsstimmung auf. Aber ganz sind wir ja noch nicht da: 24 Tage fehlen noch. Dieses Jahr freue ich mich noch mehr auf Weihnachten als normalerweise schon. 2021 war für mich nicht einfach, allein schon wegen diesem nervigen Virus, der uns immer noch das Leben schwer macht. Ich habe in der Zwischenzeit die dritte Impfung bekommen und absolut kein Verständnis mehr für Leute, die sich ohne echten medizinischen Grund nicht impfen lassen. Tief durchatmen, Mira! Ein.... und aus... So, jetzt bin ich wieder entspannter. Ich sehe die Pandemie also als meinen persönlichen Grund an, dieses Jahr so viel Baileys und Kakao zu trinken und so viele Vanillekipferl zu essen, bis ich platze. Und so viele Bücher zu lesen, bis meine Augen bluten. Nun also zum eigentlichen Grund für diesen Post: Ich habe natürlich auch im letzten Monat wieder neue Bücher gekauft und Rezensionsexemplare bekommen. Gleichzeitig habe ich meine Mitgliedskarten bei den verschiedenen Büchereien, die nutze, zum Glühen gebracht. Das (und der aktuelle Lockdown) hat mich davon abgehalten, übertrieben viele Bücher zu kaufen. Insgesamt durften im letzten Monat fünf neue Bücher bei mir einziehen. Davon waren zwei Rezensionsexemplare.

Quelle: Verlag

Dieses Buch habe ich für den Buchclub meiner Uni gekauft (auf Instagram findet ihr uns unter @buchclub.plus) und ungefähr bis zur Hälfte gelesen. Ich weiß noch nicht, ob ich es irgendwann beenden werde, aktuell aber eher nicht. 

Quelle: Verlag

Vielleicht hat es ja jemand noch nicht mitbekommen: Ich liebe Dystopien. Ich liebe Dystopien so sehr, dass ich sogar meine Bachelorarbeit darüber geschrieben habe und meiner Familie regelmäßig Vorträge zu diesem Thema halte. Von dieser Autorin habe ich viel Gutes gehört, hab aber bisher noch nichts von ihr gelesen. Ich freue mich also sehr darauf, in diese Welt eintauchen zu dürfen. Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Quelle: Verlag

Genauso, wie mich Dystopien faszinieren, liebe ich auch magische Welten. Hier geht es um geopferte Seelen, den Teufel und dunkle Magie. Und um eine Liebesgeschichte, die hoffentlich glaubwürdig in die Handlung eingewoben wird. Ich bin auf jeden Fall gespannt. Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Quelle: Verlag

Dieses Buch war ein Spontankauf. Allein schon der Text auf dem Cover verspricht Spannung bis zum Umfallen. Und auch der Klappentext hat mich einfach überzeugt. 

Quelle: Verlag

Durch Corona verbringe ich im Moment recht viel Zeit alleine. Die Uni hat zu, Cafés und Restaurants ebenfalls, die Stadtbücherei wurde zu einem Contact Tracing Center umgewandelt und die meisten Leute, die ich in meiner bisherigen Zeit in der neuen Stadt kennengelernt habe, sind nach Hause gefahren. Und wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, lese ich manchmal ganz gern Bücher über Situationen, in denen ich gerade stecke. Dieses Buch hat mich vor allem wegen seiner positiven Sicht aufs Alleinsein angezogen. Ich möchte in meiner aktuellen Situation kein Buch lesen, das voll mit Selbstmitleid ist - das würde sich sonst auf mich übertragen und ich finde, Selbstmitleid steht mir nicht. "What a Time to be Alone" ist voll mit Farbe und Bildern und badass Sprüchen von der Mutter der Autorin. Und ich denke, dass mir dieses Buch ganz gut tun könnte.

So, das waren auch schon meine Neuzugänge aus dem letzten Monat. Wie ist das bei euch so? Welche Bücher durften in eure Regale einziehen? Und kennt ihr vielleicht schon eines meiner neuen Bücher? Lasst es mich gerne wissen.

Alles Liebe,
eure Mira

Montag, 29. November 2021

Am Ende sterben wir sowieso [Kurzrezension]

 

Quelle: Verlag

"Was haben denn die ganzen Blogger:innen schon wieder? Sind schon wieder so dramatisch... So traurig kann dieses Buch doch gar nicht sein." So oder so ähnlich waren meine Gedanken als ich mir dieses Buch gekauft habe. Tja... Manchmal täusche ich mich auch, okay? Manchmal sollte ich auch mal auf Leute hören, die mich vor sowas warnen. Auch wenn's schwer ist!

Ach ja, bevor ich's vergesse: Wie ihr am vorhergehenden Absatz vielleicht schon sehen könnt, werde ich auch spätere Teile und vielleicht sogar das Ende dieses Buchs ansprechen. Wenn ihr nichts darüber wissen wollt, dann wäre jetzt der richtige Zeitpunkt, um zu einer anderen Rezension zu wechseln.

In diesem Buch geht es um Mateo und Rufus, die im Laufe des Tages sterben werden. Denn in ihrer Welt bekommt man an seinem Todestag per Anruf mitgeteilt, dass man bald den Löffel abgibt. Du erfährst nicht, wann oder woran du sterben wirst, aber es wird bis Mitternacht passieren. Und wie ihr euch vorstellen könnt, hat diese Änderung an der Welt verdammt große Auswirkungen. Die Leute erleben ihr Begräbnis mit, können sich aktiv bei ihren Lieben verabschieden und wichtige Dinge erledigen, die sie bisher aufgeschoben haben. Es gibt eigene Reisecenter für Todgeweihte, in denen du durch VR-Brillen ohne jegliche Gefahr die Welt bereisen kannst oder auch mal Bungee-Jumping oder Fallschirmspringen ausprobieren kannst. Und es gibt Apps für letzte Freund:innen (oder Liebhaber:innen). Und über erstere App lernen sich Mateo und Rufus kennen - denn beide haben niemanden, mit dem sie diesen Tag sonst verbringen könnten.

Mich konnte diese Geschichte sofort fesseln. Ich war unglaublich schnell fertig mit diesem Buch und habe am Ende in jeder freien Sekunde gelesen. Beendet habe ich es bei einer Tasse Kaffee in einem Einkaufszentrum. Ein Fehler. Ich bin nicht nahe am Wasser gebaut. Ja, immer wieder mal bringen mich Bücher oder Filme (oder Menschen) zum weinen, aber das passiert nicht oft. Tja, hier ist es passiert. Gott sei Dank hatte ich einen Platz, der vom Rest des Cafés eher abgeschirmt war. Trotzdem: Wisst ihr, wie unangenehm mir das war? Sehr. Und auch wenn der Titel ja irgendwie schon ein ziemlich großer Spoiler ist, erwischte mich das Ende trotzdem kalt. Ich hatte bis zum Ende die Hoffnung, dass vielleicht doch noch alles gut wird. Dass ich doch noch mein Happy End bekomme und dieses Buch mit einem dämlichen und verdammt breiten Grinsen weglege. Aber das ist nicht passiert und ich war den restlichen Tag dann wirklich fertig. 

In der Zwischenzeit habe ich mich mit dem Ende abgefunden und das Buch meiner Mutter empfohlen, mit der Warnung, dass mir dieses Buch das Herz aus der Brust gerissen habe und dann darauf herumgetrampelt sei. Jetzt liest sie es und ich bin gespannt, was sie dazu zu sagen hat.

Meine Meinung? Ein Buch, das so eine starke emotionale Reaktion bei mir hervorruft, ist etwas ganz Besonderes. Dieser Roman ist unglaublich traurig und gleichzeitig wunderschön. Definitiv ein Jahreshighlight.