Dienstag, 26. April 2016

Countdown - Spiel um dein Leben

Autoren: Florian Lafani, Gautier Renault
Erschienen am 16. November 2015
Im Blanvalet Taschenbuch Verlag
ISBN: 9783734102394
Aus dem Französischen von Babette Schröder
 Quelle: randomhouse.de

Zu den Autoren:
Gautier Renault ist 1981 geboren und lebt in Paris. Seit seinem Studium in den USA ist er ein großer Fan amerikanischer Spannungsliteratur. Blinder Einsatz ist sein erster Roman.

Florian Lafani, 1980 geboren, hat 2009 seinen ersten Roman, La Toile, online geschrieben. Countdown. Spiel um dein Leben ist sein zweiter Roman bei Blanvalet.

Zum Inhalt:
Ein Psychopath entführt mitten in London mehrere Menschen. Er zwingt sie Nachrichten über ihre Facebook-Profile zu versenden und ihre Freunde dazu aufzufordern einem Mann Namens Alban M. zu folgen. Auf dem Profil wird ein Video von den Geiseln gepostet. Kurz darauf eines von der Hinrichtung der ersten Geisel. Die Zuschauer werden dazu aufgefordert für das Leben ihres "Lieblings" zu voten. Wird es den Ermittlern gelingen das makabre Spiel rechtzeitig zu beenden?

Mein Kommentar:

Leider wird die Bewertung nicht besonders positiv für das Buch ausfallen, das kann ich jetzt schon sagen. Ich werde mich deswegen eher kurz fassen. Oder es zumindest versuchen.
Insgesamt habe ich mich ein bisschen länger als drei Monate mit diesem Buch beschäftigt-was für mich schon ziemlich lange ist.
Das hängt mit mehreren Aspekten zusammen. Erstens habe ich einfach etwas anderes erwartet, was wahrscheinlich auch eines der größten Probleme war. Ich habe einen super spannenden Thriller erwartet, gut beschriebene Polizeiarbeit mit einer/m Ermittler/in, die/der sich nicht so gerne an Regeln hält und gerade deswegen den Fall auflösen kann. Einfach einen Thriller von der Art, von der ich schon eine Millionen gelesen habe, die mich aber trotzdem jedes Mal aufs neue fesseln.

Fangen wir doch mal mit dem Schreibstil an. Ich merke schon, die Rezension wird doch etwas länger als ich es erwartet habe. Was mich gestört hat waren Sachen wie zum Beispiel: "Andy!!!". Die Verwendung von mehreren Satzzeichen zerstört meiner Meinung nach die Glaubwürdigkeit und Ernsthaftigkeit eines Textes. Das kann man auch ganz einfach in Internetforen beobachten.
Was mich noch gestört hat war, dass ich oft das Szenario in meinem Kopf komplett umändern musste, da Sachen erst im Nachhinein erwähnt wurden. Zum Beispiel arbeitet Clara in einem großen Büro, oder zumindest angrenzend an eines-das wurde mir nicht ganz klar. Ich habe sie einfach in das übliche, etwas unordentliche Zwei-Personen-Büro gesetzt, in dem in meiner Vorstellung schon ganz andere Polizisten sitzen durften.

An der Geschichte störte mich, dass es so viele unterschiedliche Sichtweisen gab, zwischen denen dauernd gewechselt wurde. Teilweise waren die Figuren aber nicht besonders wichtig für den Verlauf der Geschichte, denn die dadurch für den Lesern gewonnen Informationen waren nebensächlich und hätten auch anders ins Spiel gebracht werden können.
Auch war mir die Hauptperson etwas zu passiv. Die meiste Arbeit erledigte nicht sie, sondern ihr Computerexperte.

Zur Protagonistin habe ich schon in den vorherigen Absätzen recht viel gesagt. Ich möchte nochmal erwähnen, dass mir Clara nicht besonders sympathisch war und ich mich kein bisschen mit ihr identifizienen konnte.

Benotung:

Hier die Bedeutung der Noten:
1: Perfekt, ich kann mir nichts besseres wünschen!
2: Überdurchschnittlich
3: Normal. Nicht übermäßig gut, aber auch nicht besonders schlecht.
4: Hat mir nicht gepasst.
5: Durchgefallen!

Schreibstil: 4
Handlung: 4
Protagonisten: 4
Cover: 3
--------------------
Gesamtnote: 3,75

Erster Satz:
Alban lief durch den peitschenden Regen und mied die tiefsten Pfützen, hielt jedoch nicht nach einem Unterstand Ausschau.

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