Erschienen am 18. 11. 2019
Im Blanvalet Verlag
ISBN: 9783734108051
Rezensionsexemplar: Ja
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Zum Autor:
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Klappentext:
"Du glaubst, niemand erinnert sich an die Wahrheit? Du irrst dich ...
Eine junge Frau steigt in einem kleinen englischen Dorf aus dem Zug. Ihre Tasche wurde gestohlen und mit ihr ihre Identität. Sie kann sich an nichts mehr erinnern. Noch nicht einmal an ihren Namen. Nur eines weiß sie noch: wo sie wohnt. Jetzt steht sie vor Tonys und Lauras Tür. Sie behauptet, dort zu leben. Die beiden behaupten, sie noch nie zuvor gesehen zu haben. Einer von ihnen lügt – und die Wahrheit ist so schockierend, dass sie das Leben der drei für immer zerstören könnte …"
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Meine Meinung:
Das war anders, als ich es erwartet habe. Aber auf gute Art anders. Auf, "verdammt, das sind gute Plottwists, wieso hab ich das nicht kommen sehen"- Art anders.
Die Hauptfigur des Buchs ist eine junge Frau, deren Name zumindest zu Beginn des Buches unsicher ist. Und deswegen werde ich hier auch nicht verraten, wie sie wirklich heißt. Ätsch, müsst ihr schon selber lesen! Auf jeden Fall ist diese junge Frau total verwirrt: Sie ist am Flughafen angekommen, dann wurde ihre Tasche gestohlen und damit auch ihre Identität, wie es scheint. Sie hat keinerlei Erinnerungen mehr, was sie in London wollte, wo sie hergekommen ist oder wer sie überhaupt ist. Nicht mal an ihren Namen kann sie sich mehr erinnern. In ihrer Jackentasche hat sie ein Zugticket, deswegen geht sie davon aus, dass sie dorthin wollte. Sie steigt also in den Zug und fährt dorthin. Eines der Häuser kommt ihr bekannt vor, sie ist sicher: da wohnt sie. Und dann öffnet jemand anders die Tür. Tony und Laura. Sie eine junge Yogalehrerin, er Besitzer eines veganen Cafés und Fotograf von Seepferdchen. Beide behaupten, die junge Frau nicht zu kennen - trotzdem beschließen sie ihr zu helfen. Das Problem dabei? Nun, einer der zwei hat ein düsteres Geheimnis. Ein wirklich unglaubliches Geheimnis, auf das ich von selbst nie gekommen wäre.
Das gesamte Buch handelt von, wie könnte es anders sein, unserem Gedächtnis und seinen Tücken. Woran erinnert die namenlose junge Frau sich, woran nicht? Was ist passiert, was hat ihren Verdächtnisverlust ausgelöst? Doch nicht nur darüber spricht das Buch: Auch über Alzheimer und darüber, wie es den Angehörigen geht, welche Arten des Vergessens es gibt und wie zur Hölle Seepferdchen mit dem Thema Erinnern und Vergessen zusammenhängen. Gerade letztere Frage fand ich total spannend. Und die Erklärung stimmt sogar. Ich habe das online nachgeprüft und brrr, ich weiß, warum ich nie, nie, nie Ärztin werde. Sogar schon solche Bilder sind mir zu viel und ich meine, da war jetzt nicht mal wirklich viel Blut zu sehen.
Die Geschichte fand ich gut. Voll mit einem Haufen von Plottwists. Der Autor führt den Leser ständig hinters Licht. Alle paar Seiten dachte ich, haha, jetzt hab ichs! Jetzt weiß ich was hier los ist und jetzt kenn ich die Geheimnisse der Geschichte. Ich weiß, worum es geht, ich weiß, was passieren wird, jetzt kann ich mich entspannt zurücklehnen und einfach nur abwarten, bis sich meine Vorhersagen erfüllen. Dann blättere ich zweimal um und der Autor belehrt mich eines Besseren. Plötzlich kommt dann alles ganz anders und nichts ist so, wie es zu sein scheint.
Den Schreibstil fand ich sehr angenehm und fesselnd. Ich hatte sofort ein Bild vor Augen und konnte mich gar nicht mehr losreißend. Das ist gut, da das natürlich ein Qualitätsmerkmal ist, das bei weitem nicht alle Bücher erfüllen können. Gleichzeitig ist das aber schlecht für mich, denn ich habe die Ferien damit verbracht, an einer weiteren Proseminararbeit zu schreiben und es kostete mich sehr viel Willenskraft, das Buch auch wieder wegzulegen.
Mein Fazit? Hat mir gefallen, fand ich sehr gut. Dieses Buch kann ich euch empfehlen, mich konnte es begeistern.
























