Dienstag, 30. Juni 2020

Monatsrückblick: Juni

Hi ihr Lieben!

Schon wieder ist ein ganzer Monat um. Diesmal gab es leider nicht ganz so viele Rezensionen wie im Mai. Ich weiß, ist super schade, aber die Uni und meine berufliche Zukunft haben nun mal Priorität. Jetzt heißt es nur Daumendrücken, dass es dieses Opfer auch wert war. Dass meine Prüfung also gut gegangen ist und ich bei dieser Bewerbung restlos überzeugen konnte. Aber wird schon passen. Entweder die Dinge klappen so, wie man es sich vorstellt oder es stellt sich heraus, dass es eh besser so ist. Und ich habe es trotzdem geschafft, zumindest ein paar Bücher zu lesen. Insgesamt waren es 11. Im Durchschnitt habe ich bei meinen Rezensionen 3,6 von 5 Sternen vergeben. Ist also etwas besser als im Mai, aber leider nicht viel. Ich habe einige absolut großartige Bücher gelesen, aber leider auch ein paar erwischt, die mich nicht wirklich begeistern konnten. Aber hey, wenn es so weiter geht, dann habe ich im Dezember einen Bewertungsdurchschnitt von 4,2 Sternen und das wär doch mal ein ziemlich cooler Monat.

Außerdem habe ich im letzten Monat wieder einige Buchzitate veröffentlicht. Es handelt sich dabei um Teil 20, 21, 22 und 23 der Reihe, mit Zitaten aus folgenden Büchern:
So, das war also mein letzter Monat. Im Juli werde ich fürs erste bei einem Beitrag alle zwei Tage bleiben. So kann ich mir die Zeit im Moment einfach besser einteilen, was gerade im Zusammenhang mit meiner Urlaubsplanung angenehm ist. Bei einer großen Radtour ist es nämlich einfach nicht möglich, einen Laptop mitzuschleppen. Also werde ich vorausarbeiten und dann alles übers Handy hochladen.

Aber nun zu euch! Wie hat euer Juni so ausgesehen? Wieviele Bücher habt ihr gelesen? Und gab es eines, das euch absolut überzeugen konnte? Wenn ja, dann lasst mir auf jeden Fall den Titel da - ich bin immer auf der Suche nach Empfehlungen!

Alles Liebe,
Mira

Montag, 29. Juni 2020

Meine liebsten Buchzitate #23

1. "Brief an einen jungen Dichter" von Virginia Woolf, Seite 49

So heiße ich die anderen schließlich schweigen und wende mich an den Nörgler: "So, und was willst du eigentlich?" Worauf er, zu meinem Unbehagen, herausplatzt: "Schönheit!"

2. "Die Julibraut" von Monika Feth, Seite 133

"Wenn es in deinem linken Ohr klingelt, dann denkt jemand an dich", hatte seine Großmutter ihm früher erklärt. "Bei einem Klingeln im rechten redet einer schlecht über dich."

3. "Awakening" von Jennifer Alice Jager, Seite 9

Addy hatte das Gefühl, als gäbe es nur noch schlechte Meldungen. Jeden Tag wurden irgendwo Städte und ganze Landstriche überflutet, abgebrannt oder unter Geröll vergraben. Einer Naturkatastrophe folgte die nächste, wie in einer Abwärtsspirale der Zerstörung. Sie wünschte sich, man hätte auf die vielen Jugendlichen gehört, die freitags auf die Straße gegangen waren, um etwas zu bewegen. Sie wünschte sich, sie hätten wirklich etwas verändern können.

4. "Poetik des Raumes" von Gasoon Bachelard, Seite 78

Ich werde ein Bewohner der Welt sein, der Welt zum Trotz.

5. "One True Queen - Von Sternen gekrönt" von Jennifer Benkau, Seite 85

"Man geht nicht bewaffnet in die Gierigen Wälder, wenn man sie überleben will", sagt er, als wäre das allgemein bekannt.
"Warum nicht?"
"An Waffen haftet der Tod."

Samstag, 27. Juni 2020

Gefährten der Hoffnung

Autor: Jörg Krämer
Erschienen am 22.11.2019
Im net-Verlag
ISBN: 9783957202659
Rezensionsexemplar: Ja

Quelle: Verlag
Zum Autoren:
"Jörg Krämer ist 1966 in Witten geboren. Aufgewachsen ist er als Sohn eines selbstständigen Friseurs. Nach Abitur und einer Ausbildung zum Kommunikationselektroniker arbeitet er als Betreuer im offenen Strafvollzug. Nebenbei betätigt er sich als Schriftsteller.
Seine Affinität zu Hunden erklärt sich damit, dass er mit Hunden aufgewachsen ist. Zum Schreiben ist er durch seinen, inzwischen verstorbenen, Germanischen Bärenhund "Odin" gekommen.
Während der Entstehung des Buchs über Germanische Bärenhunde hat er ein dreijähriges Fernstudium im Schreibenlernen absolviert. Er liest gerne und betreibt seit dreißig Jahren Kampfsport.
Die Familiengeschichte und das Kinderbuch sind aus den Aufzeichnungen seiner verstorbenen Großmutter entstanden.
In mehreren Anthologien ist er mit Kurzgeschichten vertreten.
Neben seiner Homepage (www.baerenhund-witten.de) betreibt er seit kurzer Zeit einen Blog (www.gbh-patou.de/)."
Quelle: Lovelybooks

Klappentext:
"In einer zerstörten Welt, bewohnt von Mutanten und erwachten Wesen, findet Erik seine große Liebe: Irinskat.
Alles scheint perfekt. Doch dann schlägt das Schicksal zu. Irinskat und ihre Tochter Nanuk werden von Plünderern entführt.
Kann Eriks vierbeiniger Gefährte Odin, ein riesiger Bärenhund, helfen, Irinskat zu retten?
Und welche Rolle spielt Giada, die italienische Kriegerin, der sie unterwegs begegnen?
Während der Suche tritt immer häufiger Eriks Geheimnis zutage. Wird das seine Familie retten oder seine Gefährten in den Untergang reißen?

Zach, der Waldkauz, ist Nanuks Freund. Er unterstützt die Gefährten als Kundschafter und erzählt ihre Geschichte auf seine ganz eigene Art und Weise."
Quelle: Lovelybooks

Meine Meinung:
Im Moment habe ich wohl einfach kein besonderes Glück mit Büchern. Anders kann ich es mir leider nicht erklären, dass mich auch dieses Buch nicht überzeugen konnte. Schade, denn ich hatte große Hoffnungen für diese Lektüre. Allein schon die Idee mit dem Waldkauz als Erzähler... Aber leider ging hier zumindest meiner Meinung nach sehr viel Potential verloren.

Beginnen wir wie immer mit der Hauptfigur. Hier geht es um Erik. Er hat früher beim Militär gearbeitet und ist dann desertiert - aus durchaus nachvollziehbaren Gründen, die ich hier nicht weiter erklären werde. Er ist stark, sportlich und ein fantastischer Kämpfer. Er weiß, wie man mit Schwertern umgeht und hat keine Scheu, dieses Wissen einzusetzen. Und...er hat ein dunkles Geheimnis. Denn immer wieder schleicht sich ein gelbes Leuchten in seine Augen und dann verfällt er in eine Art Blutrausch, der sich gewaschen hat. Was es damit auf sich hat, erfahrt ihr im Laufe der Handlung - auch wenn meiner Meinung nach nicht ganz klar wurde, warum genau Erik davon betroffen ist.

Die Handlung hätte viel Potential. Die Welt ist nach einer schweren Masernepidemie, gegen die jede Impfung machtlos ist, am Ende. Die letzten Menschen kämpfen ums Überleben und müssen sich gegen Plünderer wehren und gegen sogenannte Roks, das ist eine Art von Mutant. Und in dieser Welt wird Eriks Familie entführt und er muss sie zusammen mit seinem Hund und einem Waldkauz retten. Leider wurde dieses Potential zumindest meiner Meinung nach nicht ganz ausgenutzt. Denn mir wurde bis zum Ende nicht ganz klar, wie diese Welt denn eigentlich funktioniert. Ich denke, es ist kein Spoiler, wenn ich sage, dass die Hauptfiguren im Laufe der Handlung einer Art von Magie begegnen. Was es damit aber wirklich auf sich hat, kommt für mich nicht klar heraus. Wer kann die Magie nutzen? Was kann die Magie alles - oder ist sie wirklich nur auf so ein schmales Feld beschränkt? Und gab es diese Magie schon immer oder erst seit dem Zusammenbruch der Zivilisation?
Ein weiteres Thema, dass ich hier noch ansprechen muss, ist die Kommunikation zwischen Waldkauz, Hund und Mensch. Der Hund, Odin, beherrscht die Kunst der Telepathie (kein Spoiler, das wird schon früh geklärt). Aber wie funktioniert das? Können das alle Tiere in dieser Welt? Wenn man bedenkt, wie überrascht die meisten Leute sind, wenn Erik das erklärt, gehe ich nicht davon aus. Warum also gerade Odin? Was macht diesen Hund so besonders?

Auch mit dem Schreibstil wurde ich leider bis ganz zum Ende nicht warm. Das hatte verschiedene Gründe. Zum einen wirkte der Erzählstil distanziert. Emotionen waren so zumindest für mich oft einfach nicht nachvollziehbar. So ging dann leider auch viel Spannung verloren.
Die Dialoge bestanden oft nur aus Small-Talk, was ich schade fand. Es gibt fast nichts Besseres, als einen gut geschriebenen Dialog! Hier wirkten sie aber leider oft einfach nebensächlich und austauschbar.
Ein Problem hatte ich auch damit, dass sich manche Szenen zu wiederholen schienen, die meiner Meinung nach nicht wirklich wichtig für die Handlung sind. Ich spreche zum Beispiel von der Jagd des Waldkauzes. Klar kann man das einmal beschreiben, vielleicht sogar zweimal. Aber hier wurde das wirklich oft thematisiert, dann allerdings immer nur in zwei oder drei Sätzen abgehandelt. Dadurch wirkte die Jagd schon wieder nebensächlich.

Mein Fazit? Konnte mich leider nicht ganz überzeugen. Sehr schade, denn ich hatte große Erwartungen!