Freitag, 14. Dezember 2018

Girl in a Strange Land [Kurzrezension]

Autor: Karl Olsberg
Erschienen am 9. Oktober 2018
Im Loewe Verlag

Quelle: Loewe Verlag


Meine Meinung:
 [enthält Spoiler]
Uff, diese Rezension wird schwer zu schreiben. Beginnen wir damit: Dieses Buch ist eine nette Lektüre für Zwischendurch. Aber mehr? Nun, teils, teils!
Der erste Teil war großartig und ungeheuer spannend zu lesen. Sophias Leben im Tal der Sekte fand ich berührend beschrieben und man konnte Sophias Entwicklung richtig gut nachvollziehen. Wie sie vom gläubigen und braven Mädchen zur Rebellin wird, war nachvollziehbar, spannend, einfach großartig. Doch dann verließ sie das Tal.
Joa, sagen wirs mal so: Wer zur Hölle möchte in dieser Welt leben? Da bleibt man doch lieber in der Sekte, als in dieser Horrorversion der Zukunft! Computer sind an der Macht und manipulieren jeden, Menschen sind in Computerspielen gefangen, die Umwelt ist kaputt. Sophia nimmt das zwar war - aber plötzlich ist sie wieder das brave, stille, naive Mädchen, das sie zu Beginn des Buches war. Natürlich: Sie ist verwirrt und komplett überfordert von der neuen Welt, die sie gerade entdeckt hat, aber so eine Verwandlung? Das war dann doch etwas übertrieben.
Schade, aus dieser Geschichte hätte man viel mehr machen können!

Amphitruo

Autor: T. Maccius Plautus
Übersetzt aus dem Lateinischen von Jürgen Blänsdorf
Geschrieben um ??? - laut aktueller Forschungen im 2. Jahrhundert nach Christus
Meine Version wurde vom Reclam Verlag herausgegeben



Meine Meinung:
Es ist wirklich überraschend, wie unterhaltsam ein Stück sein kann, das im 2. Jahrhundert nach Christus geschrieben wurde. Ich hatte lateinische Texte als sehr trocken, langweilig und vor allem unglaublich kompliziert in Erinnerung - so wurden sie mir zumindest im Lateinunterricht vermittelt. Deswegen war ich auch anfangs nicht wirklich begeistert davon für mein Studium ein Buch lesen zu müssen, das nur als Lateinisch-Deutsche-Version zu bekommen war. Auf der rechten Seite ist also immer der deutsche Text, auf der linken das lateinische Original. Und so geht das 100 Seiten lang - je 50 Seiten Latein, 50 Seiten Deutsch. Aber tja, das sind wohl Opfer, die man bei für sein Studium bringen muss.
Ich ging also mit keiner besonders großen Motivation an dieses Buch ran - und dann begann ich zu lesen. Allein schon der Startmonolog von Mercur (so geschrieben) brachte mich zum Schmunzeln. Ich fand dieses Buch unglaublich unterhaltsam und war überrascht, wie wenig sich der Humor bis in die Gegenwart verändert hat. Würde man dieses Stück heute auf die Bühne bringen, würde sich das Publikum wohl immer noch amüsieren, wie damals im alten Rom.
Was lernen wir (ich) also daraus? Beurteile ein Buch nicht nach seinem Ersterscheinungsjahr! Sonst geht die ein oder andere großartige Lektüre einfach verloren.

The future is female - Was Frauen über Feminismus denken (Kurzrezension)

Herausgeberin: Scarlett Curtis
Erschienen am 8. Oktober 2018
Im Goldmann Verlag
Übersetzt von Antje Althans, Katrin Harlaß, Elke Link, Kristin Lohmann, Johanna Ott, Sophie Zeitz

Quelle: lovelybooks.de

Meine Meinung:
Prinzipiell muss ich sagen, dass ich mit sehr hohen Erwartungen an dieses Buch gegangen bin. Ich halte mich selbst für eine Feministin, deswegen war ich sehr gespannt, wie dieses Buch aufgebaut sein würde. Nun, jetzt kann ich es euch verraten: Es handelt es sich hierbei um eine Ansammlung von kleineren  (und ein, zwei größere) Aufsätze von verschiedenen Autorinnen, die präsentieren, was Feminismus für sie bedeutet und was sie gerne (vor allem jungen) Leserinnen wissen lassen möchten. Das deckt eine ziemlich breite Bandbreite ab: Von einem Kapitel aus der Sicht von Bridget Jones, über eine kurze Geschichte des Feminismus bis hin zu Leselisten, Playlists und "Zehn Arten, die Frauen in deinem Leben zu unterstützen" ist alles dabei. Alles von unterschiedlichen Autorinnen geschrieben. Das bedeutet natürlich auch, dass sich die Qualität der Texte unterscheidet. Es gab Texte, die ich mit großer Freude verschlang - aber leider auch Texte, die es leider überhaupt nicht schafften, sich von der Masse abzuheben oder die mir sogar negativ auffielen. Viele der Texte konnte ich nicht auseinander halten, da sie einfach nichts besonderes waren.
Was ist also mein Fazit zu diesem Buch? Ist schon in Ordnung, mein nächstes Lieblingsbuch wird es aber nicht.