Willkommen in meiner Ecke des Internets. Bleib doch ein bisschen! Koch dir eine Tasse Tee und lass uns über Bücher quatschen.
Montag, 5. August 2024
Tod im Chiemgau
Freitag, 14. Oktober 2022
Meine Schwester die Serienmörderin [Hörbuch/Kurzrezension]
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| Quelle: Verlag |
Wie ich schon ein paarmal erwähnt habe, habe ich zwei jüngere Geschwister. Gerade bei meiner jüngeren Schwester, dem Nesthäkchen der Familie, habe ich im Laufe der Zeit auch einen starken Beschützerinstinkt entwickelt. Doch wie weit würde ich gehen, um meine Geschwister zu beschützen? Diese Frage hat sich beim Anhören dieses Hörbuchs immer wieder in den Vordergrund meiner Gedanken gedrängt. Würde ich meinen Geschwistern dabei helfen, ein Verbrechen zu verstecken? Vielleicht sogar einen Mord? Würde ich die Polizei anlügen, um meine Geschwister vor dem Gefängnis zu bewahren? Ihnen ein falsches Alibi geben? Oder vielleicht sogar dabei helfen, die Leiche zu entsorgen? Die Antwort darauf ist für mich ein ganz klares: Ich hab keine Ahnung. Ich kann es euch nicht sagen. Was ich aber sagen kann: Ich konnte gerade zu Beginn des Buchs total mit Korede mitfühlen und ihre Gedankengänge gut nachvollziehen.
Korede ist die ältere Schwester und erzählt dieses Buch. Ayoola ist die jüngere und war immer der Liebling ihrer Eltern. Sie ist unglaublich schön, flirtet gerne und wird von ihrer Umwelt quasi als perfekt wahrgenommen. Und auch Korede liebt ihre Schwester. Doch eine Angewohnheit Ayoolas ist eher unangenehm: Ayoola hat die nervige Angewohnheit, Männer umzubringen, die mit ihr eine Beziehung eingehen. Als dieses Buch beginnt, musste gerade Mann Nummer drei sein Leben lassen. Damit ist Ayoola eine Serienmörderin - und Korede ihre Komplizin, die ihr dabei hilft, alle Beweise zu vernichten. Bei ihrem ersten Mord war Korede sich noch sicher, dass ihre Schwester sich nur verteidigt hat. Doch jetzt, bei Mann drei, glaubt sie das nicht mehr so ganz. Aber was soll sie tun? Ihre Schwester ausliefern - und so gleichzeitig ihre eigene Zukunft ruinieren? Doch dann beginnt Tade, ein Arzt, Interesse an Ayoola zu zeigen und sie auch an ihm. Und damit wird Koredes Überzeugung, ihre Schwester schützen zu wollen, auf eine harte Probe gestellt. Sie selbst ist nämlich schon seit Jahren in Tade verliebt. Und sie weiß: Wenn sie Ayoola einfach gewähren lässt, ist auch Tade bald tot.
Dieses Buch war ernster, als ich es von Klappentext und der Werbung zum Buch erwartet hätte. Klar gab es trotzdem einige lustige Szenen, die waren aber seltener als erwartet. Das hat mich persönlich nicht gestört, aber ich kann die Menschen verstehen, die enttäuscht sind, dass dieser Roman doch eher Thriller als ernst ist.
Wie ihr schon im Titel sehen könnt, habe ich das Hörbuch gehört. Die Sprecherin hat hier einen fantastischen Job gemacht. Sie als Korede war einfach glaubwürdig und es hat Spaß gemacht, ihr zuzuhören. Ich habe dieses Hörbuch unglaublich schnell durchgehört und mich dafür verflucht, dass ich mir nicht mehr Zeit lasse. Und dann hab ich das Hörbuch auch noch auf die doppelte Geschwindigkeit geschalten, da ich unbedingt wissen musste, wie das alles ausgeht und was hinter Ayoolas Verhalten steckt.
Ein zusätzlich Pluspunkt ist, dass wir dieses Buch im Buchclub diskutiert haben. Das hat mir wie immer viel Spaß gemacht. Und wie immer war ich überrascht, wie unterschiedlich unsere Meinungen zu diesem Buch waren. Ich hab damals dem Buch vier bis fünf Sterne vergeben, jetzt tendiere ich doch eher zu fünf, aber es waren auch Leute dabei, die mit diesem Roman weniger anfangen konnten.
Mein Fazit? Mir hat dieses Buch viel Spaß gemacht und ich freue mich darauf, in Zukunft mehr Bücher von der Autorin lesen zu können.
Sonntag, 31. Juli 2022
Monster auf der Couch
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| Quelle: Verlag |
Dieses Buch ist einfach großartig gestaltet. Da gibt es mehr Details zu entdecken, als ich es mir erwartet habe, und ich hatte große Freude mit der Lektüre. Es gibt hier zum Beispiel Skizzen, die die Psychologin von ihren Klient:innen angefertigt hat, Gesprächsprotokolle, die durch handschriftliche Notizen ergänzt wurden (natürlich aufgedruckte und keine tatsächliche Handschrift, aber es schaut trotzdem cool aus!), Briefe und Tagebucheinträge. Dieses Buch zu lesen fühlte sich an, als würde ich selbst Ermittlungen anstellen, was mit der Psychologin denn eigentlich passiert ist.
Das ist die Ausgangssituation dieses Buchs: Eine Psychologin ist spurlos verschwunden und ihre Lebensgefährtin ist außer sich vor Sorge. Deswegen schickt sie alle Notizen ihrer Partnerin an die Polizei, in der Hoffnung, dass die was damit anfangen können. Die Ermittlungsarbeit müssen wir Leser:innen dabei selbst betreiben. Wir müssen selbst rausfinden, was mit der Psychologin passiert ist, indem wir ihre Notizen durchgehen und so tief in ihren Arbeitsalltag eintauchen. Ich fand das spannend, verstehe aber die Leute, die enttäuscht waren, weil sie sich einen klassischen Krimi erwartet hätten. Denn so einen bekommt ihr hier nicht.
Auch der Stil hat mich positiv überrascht. Die Texte waren zu gleichen Teilen witzig und nachdenklich. Viele der literarischen Figuren, die hier "auf der Couch" landen, kannte ich schon vor diesem Roman. Durch diese Lektüre habe ich aber auf jeden Fall einen neuen Blick auf sie erhalten, was für mich spannend war. Und gegen Ende gab es dann sogar noch Elemente, die auf mich fast wie auf einen Psychothriller wirkten. Dort wird dann nämlich etwas enthüllt, was meinen Blick auf alle vorhergehenden Texte veränderte und in mir den Wunsch weckte, das gesamte Buch sofort nochmal zu lesen.
Mein Fazit? Super spannende Mischung aus Krimi und Fantasyroman mit vielen intertextuellen Anspielungen!
Dienstag, 19. Juli 2022
Weißer Flieder [Abgebrochen]
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| Quelle: Verlag |
Dienstag, 17. Mai 2022
Tod im Trödelladen
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| Quelle: Verlag |
Samstag, 19. März 2022
Flucht
| Quelle: Verlag |
Freitag, 21. Mai 2021
Hex Files. Hexen gibt es doch [Hörbuch/Kurzrezension]
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| Quelle: Verlag |
Heute habe ich wieder ein Hörbuch für euch! Und zwar geht es in "Hex Files" um die Hexe Ivy Wilde, die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Seit sie vor einigen Jahren aus dem Orden der Hexer geflogen ist, arbeitet sie als Taxifahrerin, verbringt ihre Freizeit auf der Couch, isst Junkfood und streitet mit ihrem sehr unfreundlichen, sprechenden Kater. Und sie ist glücklich mit diesem Leben! Doch dann kommt es vonseiten des Ordens zu einer Verwechslung, wegen der sie Adeptus Exemptus Raphael Winter am Hals hat. Da haben die sie doch glatt für ihre Nachbarin gehalten! Und nun muss sie mit Winter zusammenarbeiten und ihn in der Ermittlungsbehörde, der Arkanen Abteilung, unterstützen. Und Winter ist, nun ja... Er ist gutaussehend, charmant und der totale Spießer, der sich immer an alle Regeln hält. Also Ivys absoluter Albtraum. Am liebsten würde sie ihn in einen Frosch verwandeln.
Dieses Hörbuch vereint drei Dinge, die ich an Büchern liebe: Humor, Ermittlungsarbeit und Magie. Das ist es auch, was mich ursprünglich dazu gebracht hat, dieses Buch auszuleihen. Und als ich dann mit dem Hören begonnen habe, war es sofort um mich geschehen. Ivy ist eine wirklich tolle Hauptfigur und Erzählerin. Wäre sie ein echter Mensch, würde ich mich hoffentlich auf der Stelle mit ihr anfreunden.
Loben möchte ich außerdem Meisheit, die das Buch gelesen hat. Die hat hier echt tolle Arbeit geleistet und ich kann mir für Ivy gar keine andere Stimme vorstellen. Und wie sie erst den Kater oder die Ordenshexer spricht! Ich dachte, ich lache mich tot! Die anderen Spaziergänger im Wald müssen mich für verrückt gehalten haben, als ich neben ihnen ohne für sie sichtbaren Grund in Gelächter ausgebrochen bin.
Mein Fazit? Ein großartig gemachtes Hörbuch, das vor allem durch die tolle Sprecherin überzeugen konnte, die wie die Faust aufs Auge passt!
Mittwoch, 10. März 2021
Homo Lupus
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| Quelle: Verlag |
Ich habe mich gefreut, Lena hier wiederzusehen. Ich mochte
sie schon in „Die Ameisenfrau“. Seit den Ereignissen von Teil 1 sind hier aber einige
Jahre vergangen. Wie viele genau weiß ich nicht. Klar ist aber, dass dieses
Buch in der nahen Zukunft spielt. Nach dem Ende der Coronapandemie, um genau zu
sein. Alles ist wieder normal und die Pandemie wird nur noch im während Wahlkämpfen
erwähnt. Und die nächste Wahl steht schon in wenigen Tagen an. Der Autor
erzählt in diesem Buch auch aus der Perspektive einer polarisierenden Partei,
deren Hauptthema die Gefahr eines Börsencrash ist und die dem Kanzler gern mehr
Macht verleihen würde. Diese Partei und ihre Mitglieder waren mir sofort unsympathisch.
Gäbe es die in der echten Welt, würde ich auf meinem Blog passiv-aggressive
Seitenhiebe gegen sie verstecken.
Noch etwas hat sich seit Band Eins verändert: Lena ist
Mutter geworden und erforscht keine Ameisen mehr. Ich weiß: Schock! Immerhin
haben wir sie als Ameisenfrau kennengelernt - und nun ist sie eine Wolfsfrau.
Der Fokus ist aber weiter der gleiche: Lena ist und bleibt eine
Verhaltensforscherin. Bei den Ameisen ging es um Staaten, nun um
Familienstrukturen. Und wieder könnten ihre Forschungen aktuelle Ermittlungen
weiterbringen. Denn da gibt es einen Clan, der einen Anschlag kurz vor der Wahl
plant...
Für mich war auch Teil 2 der Reihe rund um Lena Bondroit ein
klares Lesehighlight. Und ich bin gespannt, welche Tiere sie im nächsten Buch
erforscht - falls der Autor ein weiteres Buch plant.
Lobenswert finde ich, dass der Autor am Ende des Buches
darüber aufklärt, was wissenschaftlich belegt ist und was nicht. Da könnten
sich andere AutorInnen eine große Scheibe davon abschneiden.
Mein Fazit? Klare Leseempfehlung!
Mittwoch, 10. Februar 2021
Wie alles begann und wer dabei umkam
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| Quelle: Verlag |
Montag, 8. Februar 2021
Totenfrau [Kurzrezension]
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| Quelle: Verlag |
Seit Jahren wollen meine Mitmenschen, dass ich dieses Buch lese. Meine Eltern, die große Fans des Autoren sind, meine Studienkolleginnen und zuletzt meine Nachbarin. Sie hat mir den ersten Band der Reihe geliehen, den Rest haben meine Eltern selbst im Regal stehen.
Ich weiß noch genau, wie meine Mutter dieses Buch zum ersten Mal gelesen hat. Da war ich fünfzehn, es war ein sehr heißer Sommer, wir verbrachten ein paar Tage bei meiner Großmutter in Oberösterreich und durften uns ausnahmsweise Bücher aus der Dorfbücherei mitnehmen - obwohl wir keinen Ausweis hatten. Meine Mutter holte sich die "Totenfrau" und war schon von den ersten Seiten schockiert! "Die hat ihre Eltern getötet!", erklärte sie mir. Die war total baff! Die nächsten Tage legte sie dieses Buch nicht mehr aus der Hand.
Ich fand die "Totenfrau" ebenfalls spannend. Es geht um die Bestatterin Brünhilde Blum (sehr schöne Alliteration!). Ihr Mann starb bei einem Unfall mit Fahrerflucht. Doch war das wirklich nur Pech? Mit dieser Erklärung kann und will Blum sich nicht zufriedengeben. Deswegen beginnt sie nachzuforschen - und aufzuräumen. Blum wirkte auf mich kalt, berechnend und distanziert. Das war zu Beginn gewöhnungsbedürftig, später fand ich das aber passend.
Auch mit dem Schreibstil musste ich erst warm werden. Der ist recht abgehackt. Die meisten Sätze sind sehr kurz, was auf mich rastlos wirkte und gut zu Blum passt. Nicht gewöhnen konnte ich mich an die Dialoge. Das wirkte auf mich wie in ein Theaterskript ohne Regieanweisungen und ohne Angabe des Sprechers. Oft war das kein Problem, manchmal kam ich aber doch ins Straucheln.
Sehr cool fand ich, dass diese Geschichte in Tirol spielt. Es hat mir gefallen, dass ich die Orte der Handlung kannte. Ich wohne selbst in Tirol und gerade in Innsbruck habe ich in den letzten Jahren viel Zeit verbracht. Sobald der Autor einen Ort nannte, hatte ich sofort ein Bild im Kopf.
Mein Fazit? Ich habe gebraucht, um in das Buch hineinzufinden - danach fand ich es spannend.
Donnerstag, 21. Januar 2021
Der Mädchenwald
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| Quelle: Verlag |
Mittwoch, 2. Dezember 2020
Rote Tränen
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| Quelle: Verlag |
Montag, 24. August 2020
Die verlassenen Kinder
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| Quelle: Verlag |
»Bleibt im Auto. Ich bin gleich wieder da.« Das sind die letzten Worte, die der elfjährige Jack von seiner Mutter hört. Bis sie zurückkommt, soll er auf seine beiden kleinen Schwestern aufpassen. Doch sie kommt nicht zurück, sondern wird bald darauf ermordet aufgefunden. Jahre später ist der Täter noch immer nicht gefasst, und Jack trägt noch immer die Verantwortung für Joy und Merry. Mit Einbrüchen hält er sich und seine Schwestern über Wasser. Als er endlich auf die entscheidende Spur stößt, ist er fest entschlossen, den Mord an seiner Mutter zu rächen …"
Dienstag, 21. Juli 2020
Die Schlange
Erschienen am 20.5.2020
Im Benevento Verlag
ISBN: 9783710900693
Rezensionsexemplar: Ja
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| Quelle: Verlag |
Zum Autoren:
"Martin Wehrle wird 1970 in Löfflingen, im Schwarzwarld geboren und ist ein deutscher Karriereberater, Journalist und Autor. Sein 2011 erschienenes Buch "Ich arbeite in einem Irrenhaus" soll "schonungslos und glaubwürdig das aufdecken, was in deutschen Firmen schief läuft". Das Buch wurde in der KW 11/2011 als zweithöchster Neueinsteiger in die Spiegel Bestsellerliste aufgenommen."
Quelle: Lovelybooks
Klappentext:
"Im Visier der Immobilienhaie: Wenn die Gier nach Macht und Geld keine Grenzen kennt
In seinem zweiten Krimi lässt der Bestseller-Autor Martin Wehrle seine sympathische Antiheldin Susanne Mikula tief in die Abgründe der Immobilienbranche eintauchen. Die Journalistin, die sich im ersten Band der Krimi-Reihe »Die Ratte« mit dem korrupten Klüngel aus dem Kleinstadt-Polit-Milieu anlegt, erhält in »Die Schlange« einen dubiosen Rechercheauftrag: Sie soll den schmutzigen Machenschaften einer Hamburger Immobilienfirma nachgehen und einen Mietskandal aufdecken.
Offenbar werden alte Mieter aus den Wohnungen gemobbt, um durch Luxussanierungen und Neubauten abzukassieren. Susanne Mikula lässt sich bei der Hamburger StaGeBau einschleusen. Doch ihre Ermittlungen stoßen auf eine Wand des Schweigens. Steckt ein viel größeres Komplott dahinter?"
Quelle: Lovelybooks
Meine Meinung:
Auf dieses Buch war ich vor allem deswegen gespannt, weil ich gerade erst vor kurzem in einer Zeitung über "Mietermobbing" gelesen habe. Allerdings war das dort viel weniger extrem als hier in diesem Fall.
"Die Schlange" wird vor allem aus zwei Perspektiven erzählt. Die erste Sicht ist die der ehemaligen Journalistin Susanne Mikula. Nach schlimmen Ereignissen, die in Teil 1 passiert sind (den ich nicht gelesen habe, daher auch die eher schwammige Wortwahl), leidet sie an Depressionen und einer Posttraumatischen Belastungsstörung. Das sorgt bei ihr vor allem für Antriebslosigkeit und Panikattacken. Ich fand die Beschreibung ziemlich gelungen, auch wenn ich bisher Gott sei Dank von beiden Krankheiten verschont geblieben bin und das vielleicht deswegen nicht wirklich beurteilen kann. Auf jeden Fall befindet sich Susanne, gerade wegen ihren psychischen Krankheiten, in einer ziemlich blöden Situation: Sie ist arbeitslos und versinkt immer tiefer in einem Meer an Schulden. Wenn das so weiter geht, wird sie alles verlieren, das sie noch hat. Eigentlich hat sie also gar keine andere Wahl, als auf das dubiose Angebot dieses Millionärs einzulassen, der möchte, dass sie über Mietermobbing bei der StaGeBau recherchiert. Obwohl sie gar kein gutes Gefühl bei der Sache hat...
Ich persönlich finde die Protagonistin gut gelungen. Sie wirkte auf mich authentisch und ich finde sie eine sehr spannende Person. Schade fand ich, dass sie sich gerade am Ende oft mehr durch Glück und weniger durch ihren Verstand und ihre Fähigkeiten auszeichnete. Das hätte ich andersherum besser gefunden.
Die zweite Perspektive war mein absolutes Highlight des Buchs! Hier wird aus der Sicht eines Auftragkillers erzählt. Total gruselig, vor allem, da das kein Psychopath zu sein scheint. Also, verrückt ist er schon irgendwie, aber nicht so, dass es klischeehaft wirkt oder damit psychisch kranke Menschen diskriminiert werden würden. Und das passiert ja oft genug, gerade bei Krimis und Thrillern. Das ist hier also super gut gelungen! Beide Daumen hoch!
Das Thema der Geschichte finde ich sehr spannend. Bei Mietermobbing versucht ein Vermieter die Bewohner seines Hauses dazu zu bringen, den Vertrag zu kündigen. Warum er das tun sollte? Weil er dann nämlich das Gebäude neu und luxuriöser bauen kann und so mehr Geld verdient. Und natürlich zieht niemand freiwillig aus seiner Wohnung aus, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt und eh fast alles passt. Also muss man nachhelfen. Zum Beispiel indem man das Mietshaus plötzlich in eine laute Baustelle verwandelt und aus Versehen irgendwelche stinkenden Chemikalien verschüttet...
Mein Fazit? Gut gelungener Kriminalroman. Mit dem Ende war ich nicht ganz zufrieden, der Rest war aber gut!
Freitag, 17. Juli 2020
Running Girl
Erschienen am 12. März 2019
Im Rowolth Verlag
ISBN: 9783499218309
Rezensionsexemplar: Nein
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| Quelle: Verlag |
"Simon Mason, geboren am 5. Februar 1962 in Sheffield, England, ist ein englischer Autor von Jugend- und Erwachsenenliteratur. Er studierte Englisch an der Lady Margaret Hall in Oxford. Zurzeit ist er neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit teilweise als Herausgeber bei David Fickling Books, einer Tochter von Random House UK, tätig. Seit 1990 wurden Masons Werke in England veröffentlicht. Seit 2000 sind seine Werke nun auch international zu kaufen. Der Autor gewann bereits den Betty Trask Award für das beste Debüt und den Preis Kinderbuch des Monats. Außerdem stand er schon auf der Shortlist für den Branford Boase Award und der Shortlist für den Guardian Children´s Fiction Award."
Quelle: Verlag
Klappentext:
"Geh chillen, Sherlock – hier kommt Garvie Smith
Garvie Smith ist 16, sieht hammer aus, hat ein fotografisches Gedächtnis und den höchsten IQ, den es je an der Schule gegeben hat - plus die miesesten Noten. Wozu auch der Stress? Das Leben nervt total. Nie passiert irgendwas Spannendes … Bis eines Tages die Leiche von Garvies Ex-Freundin Chloe aus dem Teich gefischt wird. Und der junge Kommissar Singh sich bei seinen Ermittlungen einfach zu dämlich anstellt. Jetzt muss Garvie wohl oder übel eingreifen. Langeweile? Endlich mal keine. Schule? Muss halt warten."
Quelle: Verlag
Meine Meinung:
Dieses Buch musste fast eineinhalb Jahre auf meinem Stapel der Schande liegen, bevor ich es endlich von seinem Leiden befreite. Warum ich so lange gewartet habe? Gute Frage. Keine Ahnung. Ich hab mir dieses Buch wohl zu einer Zeit gekauft, in der ich gerade Prüfungen hatte oder viele Rezensionsexemplare oder was weiß ich. Eineinhalb Jahre später kann man sich das nur noch schwer erklären. Aber nun bin ich ja endlich dazu gekommen, auch dieses Buch mal zu lesen.
Hier geht es um Garvie Smith. Ein Junge mit viel zu großem Selbstbewusstsein, niedriger Impulskontrolle, der sich um einiges erwachsener fühlt, als er es ist. Er ist sehr intelligent, liebt Mathe und hat ein fotografisches Gedächtnis. Trotzdem hat er so schlechte Noten, dass er seine Mutter damit regelmäßig zur Verzweiflung bringt. Doch endlich, endlich passiert mal was Spannendes in seinem Leben: Seine Ex-Freundin wurde ermordet! Juhu? Garvie fühlt sich auf jeden Fall so, als wär jetzt seine Zeit gekommen. Endlich kann er der ganzen Welt zeigen, was er so drauf hat (und wie dumm jeder andere ist). Im Großen und Ganzen habe ich es genossen, ihn auf seinem Weg zu begleiten. Nur stellenweise hätte ich mir von ihm etwas mehr Ernst gewünscht, denn leider wirkte er manchmal fast so, als sei das alles nur ein Spiel für ihn. Ich hatte ganz ehrlich Mitleid mit so ziemlich jedem Menschen in seiner Umgebung, vor allem mit dem Kommissar Singh und Garvies Mutter. Vor allem Garvies Mutter. Die arme Frau, die ist ja total überfordert mit ihm! Verstehe ich, wäre ich wohl auch.
Die Handlung war ziemlich spannend. Wir Leser werden auf nicht nur eine falsche Fährte gelockt, können gut miträtseln und zumindest ich hab genauso fleißig Beweise für und gegen verschiedene Verdächtige gesammelt, wie Garvie selbst. Stellenweise vielleicht sogar noch fleißiger, wenn er irgendjemanden als "nicht verdächtig" abgestempelt hat, den ich aber doch näher im Auge behalten würde.
Mein Fazit? Ein unterhaltsamer Jugendkrimi, der mich zum Lachen bringen konnte.
Freitag, 22. November 2019
Alles schläft
Erschienen am 4.11.2019
Im Piper Verlag
ISBN: 9783492502689
Rezensionsexemplar: Ja
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| Quelle: Verlag |
Zur Autorin:
"Lisbeth Jarosch, geboren 1988 in Nürnberg, studierte Geowissenschaften in Erlangen und arbeitete anschließend in der Entwicklungsabteilung einer Baufirma. Seit dem Umzug nach Cincinnati im Jahr 2016 widmet sie sich neben der Familie hauptsächlich dem Schreiben. Seit Ende 2018 lebt sie wieder in Franken."
Quelle: Verlag
Klappentext:
"»Alles schläft« ist die ideale Lektüre für lange, dunkle Winterabende: psychologisch raffiniert und hintergründig spannend.
Es ist Weihnachten. Nach zwei Jahren kehrt Conni heim zu ihrer Familie, ohne Geld, ohne Job, ohne Wohnung. Betrogen von ihrem Freund, mit dem sie nach Brüssel gezogen ist, um den Tod ihres Vaters zu verarbeiten. Aber in ihrer Heimatstadt Wetterbach hat sich vieles verändert. Ihre Jugendliebe Hannes ist inzwischen mit der verhassten Schwester zusammen und Connis zahlreiche Jugendsünden holen sie ein. Jemand will, dass sie wieder verschwindet, und droht ihr das gleiche Schicksal an wie Irene, die an Weihnachten vor drei Jahren spurlos verschwunden ist. Feinde hat sich Conni genug gemacht. Als sogar ihre alte Clique anfängt, sich gegen sie zu stellen, kriegt sie es mit der Angst zu tun. Denn der Fall Irene hat deutlich gezeigt: Schöne Mädchen haben es schwer in Wetterbach …"
Quelle: Verlag
Meine Meinung:
Nur noch etwa ein Monat bis Weihnachten! Ein bisschen weniger sogar! Wo sind meine Kekse, wo ist mein Adventskalender, wo ist mein Weihnachtspunsch? Leider noch nicht in meiner Hand. Allerdings habe ich jetzt das erste Weihnachtsbuch des Jahres gelesen. Also, wirklich Weihnachtsstimmung kam beim Lesen nicht auf, aber es spielt zu Weihnachten und das ist doch auch schon was wert, nicht?
Die Hauptfigur ist Conni. Sie ist etwa zwanzig Jahre alt und ist gerade wieder in ihr Heimatdorf zurückgekehrt. Conni ist eine eher unangenehme Zeitgenossin. Sie zickt herum, manipuliert und lässt jeden spüren, dass sie sich eigentlich für was besseres hält. Sie zieht wieder bei ihrer Mutter und ihrer älteren Schwester ein, interessiert sich aber für keinen der beiden so wirklich. Ihre Mutter hatte nachdem sie weggezogen ist, einen Schlaganfall und ist seitdem auf fremde Hilfe angewiesen. Die Pflege hat Connis ältere Schwester übernommen. Aber das ist Conni egal. Helfen und sich nützlich machen? Fehlanzeige! Lieber verkriecht sich Conni in ihrem Zimmer, ignoriert ihre Familie und motzt ihre Schwester an, wenn sie sie darum bittet, einkaufen zu gehen. Klar, warum auch nicht? Wie kann die es bloß wagen, sie um sowas zu bitten! Das, was Conni aber am meisten an ihrer Schwester stört, ist, dass sie nun mit Connis Ex zusammen ist. Mit dem Conni Schluss gemacht hat, vor Jahren. Den sie eigentlich auch während sie zusammen waren immer nur ausgenutzt hat. Aber klar, natürlich ist Conni das Opfer und ihre Schwester ist böse. Wie man vielleicht merkt, ging mir Conni ziemlich auf die Nerven. Ich kann es nicht ausstehen, wenn Leute denken, dass sie immer die Opfer sind, egal was sie tun. Diese Doppelmoral halte ich nicht aus, auch nicht in einem Buch.
Die Geschichte war schon in Ordnung. Conni kommt halt zurück in ihre Heimat, verscherzt es sich gleich mit einem großen Teil der Einwohner, mit denen sie sich schon als Kind nicht verstanden hat, und bekommt plötzlich Drohungen, die ihr befehlen, wieder aus der Stadt zu verschwinden. Denn sonst endet sie wie ihre Freundin, Irene, die vor drei Jahren spurlos verschwand. Hört sich ganz spannend an, nicht? Wäre es eigentlich ja auch gewesen. Wenn nicht Conni so unglaublich unsympathisch gewesen wäre. Leider ging Conni mir aber so auf die Nerven, dass ich mich gar nicht so richtig auf die eigentliche Handlung konzentrieren konnte. Obwohl die ja gar nicht so schlecht gewesen wäre und stellenweise sogar echt spannend. Aber tja, so sieht man wieder mal, wieviel eine unsympathische Hauptfigur zerstören kann.
Der Schreibstil war ganz gut. Ich hatte eigentlich von Anfang an ein Bild vor Augen und konnte mir alles problemlos vorstellen. Das Buch liest sich gut und sehr schnell. Ich brauchte nur einen Abend als Babysitterin, um dieses Buch fertig zu lesen, was sogar für mich sehr schnell ist.
Mein Fazit? Sehr guter Schreibstil, gute Geschichte, aber leider eine unausstehliche Hauptfigur, die sehr viel kaputt macht.














