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Montag, 9. März 2020

Die Julibraut - Mein Beitrag zum Fotowettbewerb

Hi ihr Lieben!

Heute gibts den krönenden Abschluss zur Bloggeraktion zur "Julibraut" von Monika Feth. Ich hab ja schon einen eigenen Beitrag über den Antagonisten Georg Taban geschrieben und die Rezension hochgeladen, doch jetzt kommt noch der Teil dieser Aktion, den ich persönlich am coolsten finde. Der große Fotowettbewerb!

Ich hab mir wirklich lange Gedanken gemacht, wie ich das Buch denn am Besten in Szene setzen kann. Mit den Bergen im Hintergrund? Mit einer Schüssel Erdbeeren? Vor einer Waldhütte? In einem Feld? Alles sehr spannende Ideen fand ich, doch irgendwie hat mir nichts davon wirklich gepasst. Doch jetzt kann ich euch endlich mein Bild präsentieren. Hier ist es also:

Quelle: Ich

Ein sehr großes Dankeschön an meine wunderschöne Katze, die sich als Model zur Verfügung gestellt hat. Es sind ein paar wunderschöne Bilder mit ihr entstanden (und teilweise auch mit meinen Wollhandschuhen, die neben ihr liegen und von ihr gerade unauffällig ins Bild gezogen werden!).
Die Erbeere für den Hintergrund hat mir dankenswerterweise der Verlag zukommen lassen. Ich bin immer noch total überrascht, dass der Rahmen die Reise zu mir überlebt hat, so zerfledert wie das Paket bei mir ankam.

Jetzt aber zu der Frage, die sich wahrscheinlich alle stellen: Warum mache ich für dieses Buch ein Fotoshooting mit meiner Katze? Nun, ganz einfach: Das ist meine größte Gemeinsamkeit mit Jette, der Protagonistin. Wir beide sind stolze Katzenmamis und, wenn ich richtig gezählt habe und mir die Anzahl richtig gemerkt habe, wir haben gleich viele Katzen! Katzen sind absolut großartige Tiere (wobei die meinen nochmal eine Stufe toller sind, wie man auf diesem Foto unschwer erkennen kann). Und deswegen war für mich klar, dass da eine meiner Katzen mit aufs Bild muss.

Das ist also mein Beitrag für den Fotowettbewerb und der letzte Beitrag zur "Julibraut", den ich derzeit geplant habe. Mir hat die Aktion total viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass man das auch beim Lesen meiner Beiträge gemerkt hat. Auf jeden Fall: Vielen, vielen Dank an den Verlag, dass ihr euch diese coole Aktion überlegt habt! Das muss enorm viel Arbeit für euch gewesen sein! Ich hoffe, dass es sich für euch gelohnt hat und, dass es euch die Aktion genau so viel Freude gemacht hat, wie mir.

Alles Liebe und bis bald!
Eure Mira

Samstag, 7. März 2020

Die Julibraut

Autorin: Monika Feth
Erschienen am 9.3.2020
Im cbt Verlag
ISBN: 9783570309582
Rezensionsexemplar: Ja

Quelle: Verlag

Zur Autorin:
"Vielseitige Autorin mit Tiefgang: Monika Feth wurde 1951 in eine Arbeiterfamilie in Hagen geboren. Mit deutlichem Widerwillen besuchte sie eine katholische Klosterschule und entschied sich nach dem Abitur für ein Germanistik- und Anglistikstudium in Bonn. Endlich kam sie in den Genuss eines für das damalige Arbeitermilieu nicht selbstverständlichen Privilegs: Sie verbrachte ihre Zeit mit Lesen. Monika Feth wurde Journalistin und arbeitete für Zeitungen und den Rundfunk. Ihre Karriere als Autorin begann mit einem einschneidenden Erlebnis am Ende der Studienzeit: Ein Kommilitone Feths hielt dem Leistungsdruck nicht stand und nahm sich aus Angst vor den bevorstehenden Abschlussprüfungen das Leben. Als Reaktion darauf schrieb Feth ihren ersten Roman „Examen“, in dem sie dieses Erlebnis verarbeitete. Monika Feth ist eine vielseitige Autorin, ihre Themen sind zeitlos und ergreifend. Neben Kinder-, Jugend- und Erwachsenenromanen verfasst sie Bilder- und Vorlesebücher und seit Beginn des neuen Jahrtausends auch Krimis. Viele ihrer Geschichten sind als Hörbuch erhältlich und ihre Texte wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Verfilmungen gibt es von verschiedenen Werken der Autorin, so zum Beispiel von „Die blauen und die grauen Tage“ und von „Feindliche Übernahme“. Die beliebte und bekannte Fernsehsendung für Kinder, die „Sendung mit der Maus“, adaptierte mehrere von Feths Bilderbüchern, darunter „Der Maler, die Stadt und das Meer“ sowie „Der Gedankensammler“."
Quelle: lovelybooks.de

Klappentext:
"Er ist der Mörder ihrer Freundin. Seit drei Jahren sinnt er auf Rache. Seine Zeit ist fast gekommen.

Vor drei Jahren verliebte sich Jette in den Erdbeerpflücker Georg Taban. Fast hätte er sie damals umgebracht, wie ihre Freundin Caro. Stattdessen sitzt Georg im Gefängnis – für immer aus ihrem Leben verbannt, meint Jette. Doch Georg hat noch nicht abgeschlossen mit ihr. Als Jette sonderbare Botschaften erhält und ihre besten Freunde Merle und Mike in Unfälle verwickelt werden, begreift sie, dass ihre Geschichte mit Georg noch lange nicht vorbei ist. Als sie sich an die Polizei wendet, nimmt der neue Kommissar ihre Befürchtungen nicht ernst. Doch Jette weiß, die Bedrohung ist real …"
Quelle: Verlag

Meine Meinung:
So, kommen wir jetzt also zum nächsten Höhepunkt der Bloggeraktion zum letzten Band des "Erdbeerpflückers". Vor kurzem hab ich ja schon über die spezielle Aktion zum Antagonisten Georg Taban geschrieben (hier!), heute kommt jetzt endlich die Rezension. Und dann nächste Woche kommt abschließend noch mein Beitrag zum Fotowettbewerb, der auch noch Teil der Aktion ist. Aber jetzt zu meiner Meinung zum Buch.

Das Buch wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Der alte Kommissar erzählt, Georg Taban und natürlich Jette. Besonders wichtig sind meiner Meinung nach die letzten beiden. Jette ist unsere Heldin: Sie ist eine Studentin, die wahrscheinlich so Mitte 20 ist und schon in Teil 1 mit Georg Taban zu kämpfen hatte. Damals war sie schwer in ihn verliebt und [Spoiler für Teil 1!] entkam ihm nur knapp. In diesem Teil sitzt er jetzt im Gefängnis und Jette ist über ihn hinweg. Ihr Leben verläuft wieder in normale Bahnen: Sie lebt in einer total coolen WG, hat einen total lieben Freund und muss sich eigentlich nur um ihre nächsten Prüfungen an der Uni sorgen. Doch plötzlich scheint sie ihre Vergangenheit einzuholen. Jette lässt sich davon aber nicht unterkriegen und wehrt sich. Blöd nur, dass ihr die Polizei nicht glaubt, dass das mit ihrem Exfreund zu tun haben könnte. Also bleibt ihr nur eines übrig: Selbst ermitteln. Dabei war sie meist sehr sympathisch und authentisch. Manchmal wirkte sie fast zu abgebrüht, aber ich hab ja keine Ahnung, was in den anderen Bändern so passiert ist. Ist ja schon Teil 8 und das hier ist bisher das einzige Buch, das ich gelesen habe.
Georg hat mich fasziniert und das von der ersten Seite weg. Wir bekommen in diesem Band einen tiefen Einblick in seine Psyche und seine Gedankenwelt. Ich wahrscheinlich noch tiefer als ihr, da ich ja neben der Lektüre auch noch Whatsapp-Nachrichten von ihm bekam. Mir war schon ziemlich bald klar: Das ist ein totaler Irrer! Seine Perspektive fand ich persönlich spannender und irgendwie auch authentischer, als die von Jette. Klar, die war schon auch ganz interessant, aber spannender fand ich die Welt hinter Gittern und wie verdammt verdreht Georg seine Umwelt wahrnimmt.

Die Geschichte selbst war leicht verständlich, selbst, wenn man (so wie ich) die Vorgängeromane nicht gelesen hat. Manchmal bekam man es schon zu spüren, dass das halt nicht der erste Band ist, aber trotzdem gab es bei mir keinerlei Verständnisprobleme. Die Geschichte knüpft nicht an irgendwelche früheren Ereignisse an. Klar, Georg Taban kam auch schon mal in Teil Eins vor und wahrscheinlich eröffnet sich eine ganz neue Leseebene, wenn man die vorherigen Teile schon gelesen hat, aber unbedingt notwendig war das nicht.

Der Schreibstil gefiel mir auch ganz gut. Ich hab das Buch innerhalb weniger Tage fertig gelesen und mich gut dabei amüsiert. Zu Beginn hatte ich ein bisschen Probleme, in das Buch reinzufinden, aber dann hab ich mich ziemlich schnell an den Stil gewöhnt. Ab da hat es dann Spaß gemacht.

Mein Fazit? Hat mir gut gefallen! Besonders beeindrucken konnte mich in diesem Buch mit der Perspektive von Georg Taban.

Mittwoch, 26. Februar 2020

Update: Die Julibraut

Falls es eine Hölle gibt, ist sie sicherlich für jeden eine andere. Für mich ist sie ein großer Raum voller Menschen und ich mittendrin.
Gesendet: 25.2.2020, 15:01 Uhr 


Hi ihr Lieben!

Heute schreib ich mal wieder über "Die Julibraut" von Monika Feth. Vor kurzem hab ich ja schon angekündigt, dass da noch mehr kommt. Und heute ist es endlich so weit! Wir werden uns ein bisschen über Georg Taban unterhalten, den Antagonisten. Von dem bekomme ich im Moment ja regelmäßige Textnachrichten zugeschickt, was minimal gruselig ist.


14. Februar 2020
6:25 Uhr: Jette...
6:26 Uhr: Hilf mir zu vergessen. Zieh den Stachel der verratenen Liebe aus meinem Fleisch. Lass mich dich hassen und Frieden finden.
6:26 Uhr: Dein Gorg

19:55 Uhr: Ich habe nichts als Liebe gewollt und du hast meine Gefühle in den Schmutz getreten.
19:55 Uhr: Das wird mir nie wieder passieren.
19:56 Uhr: Du hast den Tod verdient.


Doch halt! Wer ist Georg Taban oder "Gorg", wie er sich oben genannt hat, überhaupt? Nun, das hab ich mich auch gefragt. Ich konnte nicht sofort nach dem Erhalt mit dem Buch beginnen, deswegen bekam ich schon länger Textnachrichten und konnte Georg zuerst so kennenlernen. Das war...schräg.
 Als ich das Buch begann war das einfach nur eine unglaubliche Leseerfahrung. Ich las das Buch und bekam gleichzeitig Hinweise per Whatsapp. Das hebt die ganze Lektüre einfach auf ein total neues Level! 


17. Februar 2020
17:14 Uhr: Dies ist nicht der Ort, an dem man ungestraft Emotionen zeigt. Weder Wut noch Angst, Trauer oder Schmerz.


 Georg Taban ist schon länger Teil der Reihe zum "Erdbeerpflücker". Schon seit Teil 1. Für mich ist dieser Teil, der letzte in der Reihe, aber der einzige, den ich bisher gelesen habe, deswegen war er für mich eine neue Figur. Georg ist ein total irrer Serienmörder. Er sucht sich eine Frau, die für ihn den perfekten Menschen verkörpert und beginnt eine Beziehung mit ihr. Irgendwann stellt sich dann heraus, dass sie einfach nur ein Mensch ist und halt auch ihre Fehler hat und nicht perfekt ist. Perfektion ist unmöglich - das kann Georg aber nicht sehen. Und daher fühlt er sich von der Frau betrogen und hinters Licht geführt. Und um sich zu rächen, bringt er sie um. Danach sucht er sich die nächste.


18. Februar 2020
19:20 Uhr: Ich habe meinen Opfern die Haare abgeschnitten. Nur meinem letzten nicht. Sie hatte bereits kurze Haare.


Gott sei Dank hat man Georg aber in einem der Vorgängerromane bereits gestellt! Im Moment sitzt er im Gefängnis. Das hält ihn aber offensichtlich nicht davon ab, der Protagonistin Jette das Leben schwer zu machen. Sie war damals die einzige, die ihm rechtzeitig entkommen konnte. Sie denkt, dass sie ein neues Leben begonnen hat, eines ohne ihn und ohne seinen Einfluss. Tja, so kann man sich täuschen. Denn plötzlich bekommt sie Drohnachrichten und ihren Freunden passieren "Unfälle". Die Polizei nimmt ihre Ängste nicht ernst. Taban sitzt doch im Gefängnis - Wie zur Hölle soll der auch dafür verantwortlich sein?


23. Februar 2020
15:10 Uhr: Jette, ich werde dich zerstören. Und ebenso alle, die du liebst. Mehr liebst, als du mich je geliebt hast.  


Wie ihr euch also denken könnt: Ziemlich unangenehmer Zeitgenosse. So unangenehm, dass er in meinem Telefon mit "Blogtour" hinter seinem Namen eingespeichert ist. Sollte mir in nächster Zeit irgendwas zustoßen, will ich ja nicht, dass irgendwer glaubt, dass diese Nachrichten echt sind. Das wäre aber auch megaschlechtes Timing, wirklich. Aber trotzdem...man weiß ja nie! Sicher ist sicher!

Das Buch hab ich jetzt schon fertig gelesen - Die Rezi kommt Anfang März. Da kommt dann auch mein Beitrag zum Fotowettbewerb und vielleicht erzähl ich euch ja dann noch von ein paar der anderen Nachrichten. Immerhin gibt es noch wirklich, wirklich viel mehr. Und Bilder und Videos und Sprachnachrichten... Wie gesagt: Minimal gruselig, auch wenn man weiß, dass das zur Blogtour gehört und man sich selbst dazu angemeldet hat. 

Also dann, bis März!
Liebe Grüße,
Eure Mira  

Freitag, 14. Februar 2020

Die Julibraut - Die Blogtour

Hi, ihr Lieben!

Ich bin es mal wieder, eure Mira. Für die nächste Zeit hab ich wieder was ganz besonderes für euch. Und zwar bin ich eine der Teilnehmerinnen der Blogtour zu "Die Julibraut" von Monika Feth. Für alle schnell mal der Klappentext, damit ihr auch wisst, worum es geht:

"Er ist der Mörder ihrer Freundin. Seit drei Jahren sinnt er auf Rache. Seine Zeit ist fast gekommen.

Vor drei Jahren verliebte sich Jette in den Erdbeerpflücker Georg Taban. Fast hätte er sie damals umgebracht, wie ihre Freundin Caro. Stattdessen sitzt Georg im Gefängnis – für immer aus ihrem Leben verbannt, meint Jette. Doch Georg hat noch nicht abgeschlossen mit ihr. Als Jette sonderbare Botschaften erhält und ihre besten Freunde Merle und Mike in Unfälle verwickelt werden, begreift sie, dass ihre Geschichte mit Georg noch lange nicht vorbei ist. Als sie sich an die Polizei wendet, nimmt der neue Kommissar ihre Befürchtungen nicht ernst. Doch Jette weiß, die Bedrohung ist real …"

Quelle: lovelybooks.de

Mein Leseexemplar dafür liegt schon auf meinem Schreibtisch und ich habe gestern Abend auch schon mit der Lektüre begonnen. Und, wie ihr euch denken könnt, besteht die Blogtour nicht nur aus dieser Rezension. Dieses Mal hab ich zu fast 100% freie Hand, was die Gestaltung meiner Beiträge angeht. Und es wird mindestens einen weiteren Beitrag dazu geben, vielleicht sogar mehr. Der Verlag hat sich nämlich eine richtig spannende Aktion überlegt: Ich bekomme Whatsapp-Nachrichten von Georg Taban, dem Antagonisten des Buches. Die sollen mir helfen, noch tiefer in die Gedankenwelt dieses Irren abzutauchen (und sind jedes Mal wieder so richtig schön gruselig). Gut, dass ich weiß, dass das nicht real ist, sonst würde ich Angst bekommen! Und auch Sprachnachrichten und Videos sind dabei. Das ist so, so, so gruselig, vor allem, weil das Buch halt doch darauf Bezug nimmt (beziehungsweise die Nachrichten nehmen Bezu auf das Buch)!

Außerdem veranstaltet der Verlag für alle Teilnehmer an der Blogtour einen Fotowettbewerb. Ich bekomme das fertige Taschenbuch mit einer kleinen Überraschung und soll dann ab dem 2. März versuchen, das Buch in Szene zu setzen. Natürlich wird all das hier gepostet, ihr bleibt also auf jeden Fall auf dem Laufenden, wenn ihr regelmäßig hier rein schaut.

Also, was auf jeden Fall im Zuge der Bloggeraktion hier gepostet werden wird:
  • Die Rezension zu "Die Julibraut"
  • Mein Beitrag zum Fotowettbewerb
  • Zumindest ein Beitrag über Georg Taban und was er mir so schreibt
Ihr könnt euch also auf so richtig viel Spannung freuen!

Liebe Grüße und bis bald!
Eure Mira

Sonntag, 10. November 2019

Blogtour: "Der Regisseur" und die #Metoo-Bewegung [Mit Gewinnspiel!]



 Hi ihr Lieben!

Am Montag ging die Rezension zu "Der Regisseur" auf meinem Blog online! Schon da hab ich angekündigt, dass es heute noch einen Post dazu geben wird. Ich wurde nämlich gefragt, ob ich nicht einen Themenpost im Zuge der Blogtour schreiben möchte. Und ich habe zugestimmt, also gibt es heute einen Post darüber, was es denn eigentlich mit der MeToo-Bewegung so auf sich hat und wie das mit dem "Regisseur" zu tun hat.

Also: Was ist das denn eigentlich?
Alles begann mit einem Hashtag: #metoo! (auf Deutsch: Ich auch) Ab Mitte Oktober 2017 war der plötzlich überall in allen sozialen Netzwerken. Da wurde nämlich der Weinstein-Skandal publik. Der Typ ist Filmproduzent. Wie der Regisseur im Buch hat auch er mehrere Frauen sexuell belästigt, genötigt oder sogar vergewaltigt. Die Reaktion darauf war enorm. Alyssa Milano, eines seiner Opfer, rief online dazu auf, auf das Problem der sexuellen Gewalt aufmerksam zu machen. Sie schrieb: "Wenn du sexuell belästigt oder angegriffen wurdest, schreibe „Me too“ als Antwort auf diesen Tweet." Am 15. Oktober, also am selben Tag des Posts, wurde der Hashtag mehr als 200.000 mal verwendet. Am nächsten Tag dann über eine halbe Millionen mal. Der Hashtag trendete in 85 Ländern. Auch einige Männer haben auf diese Postings reagiert. Manche haben ihre eigenen Erfahrungen geteilt, andere haben ihr Verhalten bestätigt und mit dem Hashtag #HowIwillchange (auf Deutsch: Wie ich mich ändern werde) geschworen, ihr Verhalten zu ändern. Millionen von Frauen haben online ihre Erfahrungen mit Diskriminierung gegen ihr Geschlecht und ihre Erfahrungen mit sexueller Gewalt geteilt. Viele Berühmtheiten wurden beschuldigt - unter anderem George H.W. Bush, der ehemalige US-Präsident, und Donald Trump, der momentane Präsident der USA.
Natürlich blieb diese Bewegung nicht ohne Folgen. In vielen Unternehmen wurde Interesse an einer Veränderung der Situation gezeigt und es gibt jetzt auch viel mehr Projekte zur Vorbeugung und Meldung von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz. Natürlich gab es auch Kritik zur Bewegung: Dass die betroffenen Frauen in eine passive Rolle gezwungen werden, dass normales Flirten nicht mehr möglich ist und sofort als sexuelle Belästigung aufgefasst wird (wie zur Hölle flirtet ihr bitte!?)  oder auch dass die Bewegung dazu ausgenutzt werden könnte, falsche Anschuldigungen zu verbreiten.

Aber wie zur Hölle hängt diese Bewegung mit dem Buch "Der Regisseur" zusammen?
Wie auch Weinstein ist auch der Protagonist des Buches, Vittorio Angelotti, ein Filmproduzent. Und wie auch Weinstein nutzt auch Vittorio die Macht, die aus dieser Position entsteht, voll aus. Er schikaniert seine Haushälterin und seine Drehbuchautorin, erpresst eine Frau, die eigentlich nur die Freiheit von ihrem Ehemann wollte und bezirzt Laienschauspielerinnen, die sich eine große Karriere beim Film erhoffen. Dass Vittorio im gesamten Buch nicht einmal mit einer Anzeige bedroht wird, ist mir ein Wunder. Gerade, weil für ihn nicht mal das Alter der Protagonisten ein Ausschlusskriterium ist: Auch vor dem jugendlichen und damit minderjährigen Sohn seiner Haushälterin macht er nicht halt.

Meiner Meinung nach, funktioniert der Vergleich zwischen der Bewegung und dem Buch aber nicht ganz, trotz der Parallelen. Dafür habe ich zwei Gründe. Erstens hätte ich mir eine kritischere Sicht auf Vittorio gewünscht. Klar merkt man, dass das nicht richtig ist, was er da macht. Aber trotzdem schienen ihm die meisten seiner Opfer einfach zu verfallen. Nicht einmal kam es zu einer Anzeige, einer Racheaktion oder wenigstens Versuchen der Opfer, ihm zu entgehen. Er schreitet einfach durch sein Leben und macht und nimmt sich, was auch immer er will. Und keinen scheint es zu interessieren. Das ist auch schon der zweite Grund, der meiner Meinung nach einen Vergleich schwer macht: Keinen scheint es zu interessieren. Ich meine, klar, das Buch spielt zu einer Zeit, wo ich wohl entweder noch nicht mal geboren war oder noch in den Windeln steckte. Von #MeToo haben die meisten von Vittorios Opfer wohl noch nie was gehört. Aber trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, dass jeder von ihnen Vittorio einfach machen lässt, was auch immer er will. Und gerade von einem Buch, das sich selbst mit der #MeToo-Bewegung in Verbindung bringt, hätte ich mir erwartet, dass es für jemanden wie Vittorio ernste Konsequenzen gibt. Und wenn schon nicht eine Anzeige dann zumindest irgendwas anderes, irgendeine Art von Gerechtigkeit halt. Ihr wisst, was ich meine.


Nun bin ich aber fertig mit meiner Meinung. Lasst uns also zu der Sache kommen, wegen der ihr  wahrscheinlich überhaupt so weit gelesen habt: Das Gewinnspiel! Es gibt einen absolut hammermäßigen Gewinn und alles, was ihr dafür tun müsst, ist einen Kommentar unter diesen Post zu schreiben! Aber hier der offizielle Text der Blogtour!



XXL-KINOGEWINNSPIEL
#GEWINNSPIEL * #DerRegisseur

Ab sofort ist der neue Thriller „Der Regisseur“ von Olivia Kleinknecht als E-Book zum Einführungspreis von nur 99 Cent bei Amazon erhältlich. Alle Blogger, die an der Thriller-Blogtour von @mainwunder teilnehmen, dürfen jetzt ein riesiges Kinopaket verlosen!
 

Das Paket enthält: 
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  • Premium-Popcornmais 
  • Nachos 
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Und es ist so leicht, in den Lostopf zu hüpfen!  

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Um deine Gewinnchance zu erhöhen, kannst du einfach öfter in den Lostopf hüpfen, indem du
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tust. Jeder hat also die Möglichkeit, 11 Mal in den Lostopf zu hüpfen!

Teilnahmebedingungen 

Das Gewinnspiel endet am Ende der Blogtour, am Donnerstag, 13.11., 23.59 Uhr.
Ihr müsst mindestens 16 Jahre alt sein oder die Erlaubnis eurer Eltern haben, um mitzumachen. Um den Gewinn erhalten zu können, müssen die Gewinner uns ihre Adresse mitteilen. Teilnahme aus Deutschland und Europa möglich. Dieses Gewinnspiel wird nicht von Instagram gesponsert. Instagram ist nicht verantwortlich für dieses Gewinnspiel.


Alles klar? Dann ab in den Lostopf mit euch! Die Gewinnchancen sind wirklich gut und bei diesem Preis würde ich am liebsten selbst teilnehmen! Also: Worauf wartet ihr noch?


Aber jetzt würde mich eure Meinung interessieren! Habt ihr schonmal etwas von dieser Bewegung gehört? Und kennt ihr noch andere Bücher zu diesem Thema? Lasst es mich auf jeden Fall wissen, einen Grund zu kommentieren, habt ihr ja hier auf jeden Fall! ;)

Bis zum nächsten Mal!
Eure Mira

Montag, 4. November 2019

Der Regisseur

Autorin: Olivia Kleinknecht
Erschienen am 1.10.2019
Über epubli
ISBN: 9783750239401
Rezensionsexemplar: Ja

Quelle: Autorin


Zur Autorin:
"Olivia Kleinknecht, 1960 in Stuttgart geboren, studierte Rechtswissenschaft in München und promovierte am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz zum Doktor der Rechte. Weitere Studien an der Kunsthochschule Accademia delle Arti del Disegno in Florenz folgten; die Aquarelle und Ölbilder der Künstlerin wurden bei Ausstellungen in Lausanne, Florenz und Stuttgart gezeigt.Seit 1994 ist sie freie Autorin und verfasst Romane und Sachbücher. Sie publizierte u.a. bei der Frankfurter Verlagsanstalt, S. Fischer und Edition Epoca. 1998 nahm sie am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt teil. Olivia Kleinknecht ist Mitglied des Deutschschweizer PEN-Zentrums, des Verbandes "Autorinnen und Autoren der Schweiz", des Syndikats e. V. und Associate Member der ESSWE. Sie lebt in Ludwigsburg und Zürich."
Quelle: lovelybooks.de

Klappentext:
"Die Filmindustrie ist das ideale Jagdgelände für Macht-Erotiker vom Schlage des Vittorio Angelotti. Frauen wie Männer stillen seinen sexuellen Appetit. Den perfekten Auftritt zu inszenieren, gehört zu den leichtesten Übungen des Regisseurs, der gerade mit dem Film “Der Papst“ die Grenze des guten Geschmacks ausgelotet hat. Aber auch in der Realität will er die Fäden nicht aus der Hand geben. Da ist Giulia, die aus Verbitterung über die Mühseligkeit ihres Alltags ihren tyrannischen Ehemann umbringen will. Oder die Prostituierte, die sich in seltener Souveränität ihrer Klientel bedient, aber den seelenlosen Sex im Kaufrausch kompensiert. Oder Mia, die als Drehbuchautorin zur Sklavin ihres Auftraggebers wird. Alle werden sie von Vittorio manipuliert. Egomanisch mischt er Leiden und Freuden, Genuss und Schmerz. So wundert es nicht, dass dieser diabolische Don Giovanni nach dem letzten Kick der Selbstbefriedigung sucht und ihn in der Auslöschung eines Menschen zu finden hofft.

Der Thriller zeigt eigentlich, wie Fifty Shades of Grey aus dem Ruder laufen kann und ist auch ein Beitrag zu MeToo."
Quelle: lovelybooks.de

Meine Meinung:
Für dieses Buch nehme ich auch an einer Bloggertour teil! Ihr könnt euch also auch noch auf einen supertollen Themenbeitrag mit Gewinnspiel zu diesem Buch freuen! Schaut also auf jeden Fall am 10. nochmal bei mir vorbei, da erscheint der Themenbeitrag. Und glaubt mir, auf die Gewinne bin ich fast schon neidisch!

Dieses Buch ist, wie ihr wisst, ein Rezensionsexemplar. Von der gleichen Autorin habe ich auch schon "Luna Park" gelesen. Das war allerdings ein Kinderbuch, was dieser hier ganz eindeutig nicht ist.

Die zwei Hauptfiguren sind Vittorio und Giulia.  Manchmal erzählen auch die Prostituierte, deren Namen ich nicht mehr weiß und Mia, aber hauptsächlich die zwei anderen. Beide sind nicht wirklich sympathische Figuren und sollen es auch wahrscheinlich gar nicht sein. Vittorio ist ein A***h und ein Narzisst wie er im Buche steht und es war mir richtig unangenehm, seine Sicht der Dinge zu lesen. Er weiß, dass das, was er tut nicht richtig ist - und trotzdem tut er es, denn gerade deswegen macht es ihm Spaß. Und dabei macht er vor nichts halt: Selbst Minderjährige sind vor ihm nicht sicher. Um zu bekommen, was er will, ist ihm nichts zu schade. Er zahlt dafür, erpresst, schmeichelt, verspricht eine große Karriere. Und sobald er mit seinen Opfern fertig ist, lässt er sie fallen, wie eine heiße Kartoffel. Bei ihm dreht sich eigentlich alles nur um drei Dinge: Seine Perfektion, seine Gier nach Sex und seinen Hunger nach immer mehr Ruhm, Adrenalin, und so weiter. Hauptsache mehr.
Auch Giulia war mir nicht wirklich sympathisch. Sie steckt in einer sehr unglücklichen Ehe mit einem totalen Macho, der sie missbraucht und terrorisiert. Sie weiß nicht, wie sie sich aus dieser Situation befreien kann - eine Scheidung kommt für sie nicht in Frage, denn sie hat Angst, dass er sie nicht gehen lässt. Kann ich irgendwie verstehen. Irgendwie aber auch nicht. Naja, ich war auch noch nie in so einer Situation. Gott sei Dank, bleibt hoffentlich so. Aber zurück zum eigentlichen Thema: Giulia findet ihre Lösung in einer Zeitschrift: Ein Auftragskiller wäre praktisch. Also macht sie sich auf die Suche danach. Unwissend, dass sie damit ins Fadenkreuz von Vittorio gerät, der seine eigenen Pläne mit ihr und ihrem Mann hat.

Bei diesem Buch geht es auf jeden Fall um ein Thema, das immer noch hochaktuell ist. So heißt es zumindest laut Autorin, Klappentext und co. Ob dem wirklich so ist, weiß ich nicht. Ich hätte mir da eine kritischere Sicht gewünscht. Beispielsweise hat es mich gewundert, dass ihn jeder einfach machen lässt und die meisten ihm einfach zu verfallen scheinen. Ich hätte es gut gefunden, wenn es da irgendjemanden gegeben hätte, der sich wehrt. Denn so werden zwar die Parallelen klar und es ist auch offensichtlich, dass Vittorio ein ekelhafter Typ ist, aber das Ganze bleibt doch eher unkommentiert. Keine Ahnung, vielleicht hätte ich mir auch eine gegen Vittorio gerichtete Racheaktion gewünscht. Oder prinzipiell Gerechtigkeit. Mit dem Ende konnte ich mich auch jetzt noch nicht anfreunden, auch wenn ich schon über eine Woche mit diesem Buch fertig bin.

Den Schreibstil fand ich ganz gut. Was mich gestört hat, war der ständige Perspektivenwechsel und die fehlende Unterteilung in Kapitel. Ihr habt richtig gehört: Es gibt keine Kapitel! Zumindest nicht offiziell. Zwischen den Perspektiven ist immer so ein Bild von einer Filmklappe, aber keine Zahlen oder Zwischenüberschriften. Da mag ich persönlich es lieber, wenn ich Kapitelzahlen habe, aber das ist, schätze ich, Geschmackssache. Der Perspektivenwechsel hat mich wirklich gestört. Die einzelnen Abschnitte waren gerade zu Beginn sehr, sehr kurz. Schöner hätte ich längere Teile gefunden, wo wirklich am Stück aus einer Sicht durcherzählt wird. So hat mich der Wechsel leider immer wieder aus dem Lesefluss gerissen.

Mein Fazit? War schon in Ordnung. Ein paar Schwächen gibt es, an denen man noch arbeiten könnte, aber im Großen und Ganzen, hat es schon gepasst.