![]() |
| Quelle: Verlag |
Willkommen in meiner Ecke des Internets. Bleib doch ein bisschen! Koch dir eine Tasse Tee und lass uns über Bücher quatschen.
Mittwoch, 3. Juli 2024
Das Mädchen mit dem Porzellangesicht
Montag, 25. März 2024
Adelsspross. Die erste Tochter
![]() |
| Quelle: Lovelybooks |
Samstag, 15. April 2023
Do not eat. Wie ein T-Shirt mich vor Aliens bewahrte [Kurzrezension]
![]() |
| Quelle: Verlag |
Dieses Buch hab ich mir für meinen Osterurlaub in Italien ausgeliehen, weil ich trotz meiner Ferien an meinem Exposé für meine Masterarbeit schreiben musste und daneben auf gar keinen Fall Lust auf eine zu ernste Lektüre hatte. Sowohl das Cover als auch der Titel und der Klappentext versprachen mir Klamauk, viele Lacher und einen satirischen Ausflug in eines meiner Lieblingsfilmgenres. Hab ich nichts dagegen einzuwenden - immerhin war es während meiner Schulzeit, als noch nicht feststand, ob ich Autorin oder Astrophysikerin werden will, eines meiner Lieblingshobbys, mich über die fehlerhafte Physik in verschiedenen Science-Fiction-Filmen lustig zu machen. Am liebsten gemeinsam mit meinem Vater, mit dem ich eh bald wieder mal einen Filmeabend machen muss.
Und dieser Roman beginnt sehr vielversprechend: Clint und Derek begegnen während einer Wanderung zwei kleinen Mädchen, die unbeaufsichtigt durch den Wald spazieren. Dass mit diesen zwei etwas nicht stimmt, wird ihnen klar, als sich eines der Mädchen auf Derek stürzt und ihn verschlingt. Clint ist aber Physiker, deswegen darf er am Leben bleiben und wird von den Aliens entführt. Gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern soll er verschiedene Berechnungen anstellen - doch allen der Anwesenden ist klar, dass sie ihr "Do Not Eat"-T-Shirt und damit auch ihre scheinbare Sicherheit an Board verlieren werden, sobald die Berechnungen abgeschlossen sind. Also müssen sie kämpfen.
Den Beginn der Geschichte fand ich stark. Viele Stellen brachten mich zum Schmunzeln, zum Beispiel wenn die Aliens eine Sondenuntersuchung durchführen, da sie Clints "Erwartungen an eine Alienentführung" nicht enttäuschen möchten. Doch kurz danach endete meiner Meinung nach bereits die humoristische Umsetzung. Der Rest des Buches war für mich nicht irgendwie besonders lustig oder unterhaltsam. Nicht lustiger als ein ganz normaler, nicht satirisch gemeinter Sci-Fi-Film. Irgendwann ist der einzige Unterschied die Menge der Kleidung, die die Hauptfiguren tragen, denn außer der Nacktheit der Figuren und der Form des Raumschiffs, die dem männlichen Geschlechtsorgan auffallend zu ähneln scheint, kann ich irgendwann einfach nichts mehr erkennen, das eventuell humoristisch gemeint sein könnte. Das fand ich vor allem deswegen schade, da ich eben ein Buch mit viel Witz und Humor erwartet hätte - vor allem mit Humor, der über Penisse und Nacktheit hinausgeht. Ich wollte lachen und vielleicht sogar während dem Lachen zum Nachdenken gebracht werden, während ich mir gemütlich den ersten Sonnenbrand des Jahres hole, nicht eine ganz normale Sci-Fi-Story mit viel zu viel Gewalt lesen, wie ich sie schon zur Genüge kenne.
Mein Fazit? Leider gar nicht das, was ich erwartet habe. Schade, denn der Beginn des Romans war sehr stark.
Sonntag, 13. März 2022
Goddess in the Machine [Kurzrezension]
| Quelle: Verlag |
Wenn ihr die Möglichkeit hättet, auf einen neuen Planeten zu reisen, würdet ihr das tun? Könntet ihr die Erde zurücklassen? Wärt ihr bereit dazu, euch für ein paar Hundert Jahre einfrieren zu lassen? Also ich würde zumindest mal darüber nachdenken, zumindest, wenn meine Familie auch mitkommt. Nur der Teil mit dem Einfrieren wäre für mich eine große Überwindung. Ist doch eine sehr gruselige Vorstellung... Noch gruseliger machen sie Bücher wie dieses hier. In "Goddess in the Machine" von Lora Beth Johnson geht es um ein Raumschiff, das auf einen anderen Planeten fliegt. Die Besatzung und alle Passagiere werden in der Zwischenzeit eingefroren. Nach ihrer Landung sollen sie wieder aufgeweckt werden. Auch Andra und ihre Familie befinden sich auf diesem Schiff. Doch als Andra aufwacht, ist sie allein und ihr Raumschiff ist nirgendwo zu sehen. Stattdessen befindet sie sich in einer dunklen Höhle auf einem zerstörten Planeten, der nicht mal im Ansatz so aussieht wie der Planet, auf dem sie sein sollte. Was vielleicht auch damit zusammenhängt, dass sie erst tausend Jahre zu spät aufgeweckt wurde. Jeder, den sie je kannte, ist damit also tot. Ach ja, und die Menschen hier scheinen sie für eine Göttin zu halten. Und wenn Andra überleben will, muss sie diese Rolle gut spielen... zumindest bis sie herausfindet, wie sie wieder zurück auf die Erde kommt...
Ich habe von der ersten Seite weg mit Andra mitgefiebert. Oh mein Gott, allein diese Vorstellung, plötzlich so allein zu sein, ist grauenhaft! Ich musste einfach wissen, ob und wie sie diese Situation aushält. Und auch die Idee, dass sie jeder für eine Göttin hält, war für mich unglaublich spannend. Andra ist eigentlich ein ziemlich normales Mädchen - dass sie nicht wirklich weiß, wie zur Hölle sie sich verhalten soll, um die Erwartungen der anderen zu erfüllen, war für mich nachvollziehbar. Dem anderen Protagonisten Zhade gegenüber, blieb ich die ganze Handlung gegenüber zwiegespalten. Aber ich denke, dass das auch von der Autorin so gewollt war. Man weiß die meiste Zeit nicht so wirklich, was er eigentlich will. Dass er außerdem in einer Art Akzent der Zukunft spricht und seine Kapitel auch so geschrieben wurden, trug zu meinem Misstrauen ihm gegenüber bei. Englisch ist nicht meine Muttersprache und die fremde Sprachvariante trug dazu bei, dass ich ihm gegenüber immer ein bisschen Distanz hielt.
Apropos Sprachvariation: Ich finde es eine grandiose Idee von der Autorin, in diesem Buch so mit der Sprache zu spielen. Um ehrlich zu sein, dachte ich in der ersten Sekunde, dass ich gerade Opfer einer mysteriösen Krankheit geworden bin und deswegen die Worte plötzlich alle so komisch aussehen. Hat vielleicht ein paar Minuten gedauert, bis ich verstanden habe, was die Autorin hier macht. Aber dann war ich begeistert. Eigentlich ist es ja auch logisch, dass sich die Sprache weiterentwickelt. Warum sollte die Autorin also nicht auch ein bisschen experimentieren dürfen? Und es war offensichtlich, dass sie nicht einfach irgendwas schreibt. Die Sprache hat zum Beispiel weiter Regeln, an die sich die Autorin selbst auch streng hält und die Wortstämme blieben die gleichen, wie sie es auch in der Gegenwart sind. Ein anderes Experiment, das die Autorin hier wagt, ist ein Kapitel in Binärcode zu schreiben. Jup, richtig gelesen. Binärcode. Das ist die Computersprache mit Einsen und Nullen. Und auch hier hat die Autorin nicht einfach irgendwelche Kombinationen getippt: Ich hab das natürlich mit einem Online-Übersetzer nachgeprüft. Und ich würde euch sehr empfehlen, dass ihr das auch macht.
In diesem Buch wimmelt es nur so von Plottwists und Cliffhangern. Ich hatte hier keine ruhige Minute und hätte alle, die mich unterbrochen haben, am liebsten auf den Mond geschossen. Und gerade dieser eine Plottwist gegen Ende des Buches! Oh. Mein. Gott! Da musste ich das Buch kurz mal zur Seite legen, um das zu verdauen. Und dann noch das Ende an sich! Oh Hilfe! Ich muss mir ganz dringend den zweiten Teil holen und zwar schnell!
Mein Fazit? Wenn ihr eine richtig spannende Lektüre sucht, die sich gleichzeitig durch gelungene Sprachexperimente auszeichnet, dann seid ihr hier an der richtigen Stelle. Lest dieses Buch! Ihr werdet es nicht bereuen!
Sonntag, 13. Februar 2022
Pyramidenspiel. Ein Roman über die gechippte Gesellschaft
| Quelle: Verlag |
Montag, 4. Oktober 2021
Doktor Maxwells wunderliches Zeitversteck
![]() |
| Quelle: Verlag |
Donnerstag, 19. August 2021
The Martian Chronicles [Kurzrezension]
![]() |
| Quelle: Verlag |
Es gibt Bücher, bei denen ich schockiert bin, dass die nicht regelmäßig neu verfilmt werden. Zu diesem Buch konnte ich nur eine Adaption von 1980 finden. Das ist verschwendetes Potential! Dieses Buch könnte die Art von Film werden, die mein Vater und ich uns gemeinsam ansehen würden. Da sind Science-Fiction- und dystopische Elemente, da ist Gesellschaftskritik und Fantasie und Aliens und einige Stellen grenzen fast schon an Horror! Ich habe gelacht und gezittert und an meinen Nägeln gekaut und am Abend "nur noch ein Kapitel" gelesen.
In diesem Buch wird ein Traum wahr, den die Menschheit noch heute verwirklichen möchte: Der Mars wird endlich besiedelt! Doch mit einem haben die Menschen nicht gerechnet: intelligentes Leben. Hochintelligentes Leben. Leben, das dazu bereit ist, um diesen Planeten zu kämpfen. Doch die Marsianer sind nicht einfach bösartig, wie das in vielen aktuellen Filmen und Büchern der Fall wäre. Sie wollen halt einfach in Ruhe gelassen werden.
Besonders spannend waren für mich die vielen unterschiedlichen Perspektiven. Da ist zum Beispiel eine Marsfrau, die die Landung der Erdlinge in einem Traum voraussieht. Da ist die Besatzung der verschiedenen Raumschiffe. Die ersten Siedler. Und so weiter und so weiter. Man lernt viele verschiedene Facetten der Menschheit kennen und das macht diesen Roman so interessant.
Spannend ist auch, dass es in diesem Buch keine klare Unterteilung in Gut und Böse gibt. Es gibt hier nur Grautöne. Klar, natürlich gab es ein paar Figuren, die ich persönlich als "böse" bezeichnen würde und einige, die ich "gut" nennen möchte. Aber da war einfach so viel dazwischen!
Mein Fazit? Ein wirklich toller Science-Fiction-Klassiker.
Sonntag, 1. August 2021
Brave New World [Kurzrezension]
![]() |
| Quelle: Verlag |
"Brave New World" stand ursprünglich auf der Liste für meine Bachelorarbeit, ich musste diesen Text dann aber leider wieder streichen. Mein Professor hatte Zweifel, dass ich es schaffe, so viele Texte in meiner Bachelorarbeit zu behandeln - und wahrscheinlich hatte er Recht, wenn ich bedenke, dass ich am Ende meiner Arbeit noch zehn Seiten streichen musste.
In "Brave New World" geht es um eine Zukunft, in der jeder Mensch zufrieden mit seiner Position ist, egal wie schlecht sie auch aus heutiger Situation wirken mag. Wie die Menschheit das geschafft hat? Genmanipulation, die Erschaffung von Klonen und frühkindliche Prägung. Wenn man eine Firma eröffnet und dafür Fließbandarbeiter braucht, die eintönige Arbeit lieben, dann musst du nur ein bisschen vorausplanen und bekommst eine ganze Armee an Menschen geliefert. Diese Vorstellung, dass Menschen so zur Ware werden, fand ich verdammt gruselig. Und auch, wieweit sich die Gehirnwäsche hier weiterentwickelt hat. Und die betrifft hier nicht nur die unteren Schichten, sondern jeden. Die Geschichte wird nämlich aus der Sicht von Menschen der Oberschicht erzählt und auch die wissen, dass es nicht erwünscht ist, irgendwas zu hinterfragen. Erschreckend fand ich auch, dass in dieser Zukunft alles so sexuell geprägt ist und zwar von Kindesbeinen an. Orgien werden von öffentlicher Hand gefördert und in den Umkleidekabinen von Arbeitsplätzen gibt es...spezielles Spielzeug, das auch fröhlich benutzt wird. Wer nicht regelmäßig neue Partner:innen hat, wird als abnormal und krank angesehen. Ich würde mich nicht als prüde ansehen, aber das hier war ein bisschen viel, vor allem, weil es so unerwartet kam. Ich wusste nicht viel über "Brave New World" bevor ich es selbst gelesen habe.
Die interessanteste Figur war meiner Meinung nach John. Er ist außerhalb dieses Systems aufgewachsen und hat als einer von sehr wenigen Menschen der Welt Eltern, die er noch dazu kennt. Natürlich gezeugte Kinder würde man normalerweise abtreiben lassen. Doch Johns Mutter wurde in einem Reservat vergessen, in dem die Welt noch sehr ähnlich wie Huxleys Gegenwart zu sein scheint. Durch Bernard und Lenina wird er in die "Zivilisation" gebracht und darf die moderne Welt kennenlernen. Natürlich ist er total überwältigt, aber irgendwie auch enttäuscht. Ihn schreckt die Welt ab, sie macht ihn krank. Dazu kommt, dass er nicht als Mensch gesehen wird, sondern als Obskurität, die man wie ein Tier im Zoo bewundern kann.
Mein Fazit? Schnappt euch diesen Klassiker und lest ihn. Er ist erschreckend und unglaublich spannend!
Samstag, 17. April 2021
Das Lied der Kämpferin
![]() |
| Quelle: Verlag |
Schmerz und Gewalt spielen in diesem Text eine große Rolle. Teils fügen sich die Figuren den Schmerz durch kunstvolle Verbrennungen selbst zu, teils werden sie Opfer von Gewalt. Es gibt medizinische Experimente und sexuelle Gewalt, später auch Folter. Das hält sicher nicht jede:r Leser:in aus.
Mein Fazit? Nicht das, was ich erwartet habe. Die Protagonistin konnte mich nicht begeistern. Allerdings ist das Buch für mich aus wissenschaftlicher Perspektive spannend. Da kann man einiges daraus machen und sollte jemand schon eine Arbeit zum Buch gelesen haben, wäre ich dankbar, wenn ihr mir die weiterleiten könntet.
Sonntag, 11. April 2021
Doktor Maxwells skurriles Zeitexperiment
![]() |
| Quelle: Verlag |
Samstag, 6. März 2021
Dave [Abgebrochen]
Samstag, 28. November 2020
Lovestar
![]() |
| Quelle: Verlag |
Samstag, 3. Oktober 2020
Wir Verlorenen
![]() |
| Quelle: Verlag |
Sonntag, 13. September 2020
The Left Hand of Darkness [Kurzrezension]
![]() |
| Quelle: Verlag |
Auch heute habe ich wieder einen Klassiker für euch! Warum auch nicht? Irgendwann müssen die ja auch rezensiert werden.
Bei "The Left Hand of Darkness" handelt es sich um einen Science-Fiction-Roman, der auf einem anderen Planeten spielt. Dort leben ebenfalls Menschen (zumindest erschienen sie mir sehr menschenähnlich), doch im Gegensatz zu uns haben sie kein festes Geschlecht. Die Trennung in Männer und Frauen gibt es her nicht. Alle sind die meiste Zeit des Monats geschlechtlos und entwickeln nur ein paar Tage pro Monat typisch weibliche oder typisch männliche Merkmale. Um es sinngemäß mit den Worten einer der Figuren zu sagen: Eine Person kann die Mutter für zwei Kinder sein und gleichzeitig der Vater für vier andere. Dieses Konzept fand ich total spannend. Die Idee, dass das Geschlecht eines Menschen plötzlich gar keine Rolle mehr spielt, ist meiner Meinung nach großartig. Bei uns ist das ja leider total wichtig. Je nachdem, was du in der Hose hast, wird etwas anderes von dir erwartet. Dieser kleine Unterschied bestimmt irgendwie fast alles: Was du anziehen darfst und was nicht, ob du dich schminken darfst, was man von dir erwartet, was man dir zutraut, welche Regeln du befolgen musst und wie man dich behandelt. Natürlich ist das heute schon viel, viel besser, als das zum Beispiel zur Zeit von Henry James war. Aber von einer Welt wie in "The Left Hand of Darkness" sind wir trotzdem noch weit entfernt.
Natürlich ist dort aber nicht alles gut. Wie langweilig wär denn sonst dieses Buch? Die Winter sind zum Beispiel einfach nur extrem und ich will die wirklich nicht miterleben. Da reicht mir unser Winter. Und es gibt hier auch Kriege, Intrigen, Gefangenenlager und Folterknechte. Also wirklich keine perfekte Welt. Aber dafür eine sehr spannende.
Die Hauptfigur, an deren Namen ich mich nicht mehr erinnere und den ich nicht nachschlagen kann, weil ich das Buch schon zur Bücherei zurückgebracht habe, ist ein Ethnologe, der von einem anderen Planeten stammt. Seine Aufgabe ist es den Planeten Winter zu erforschen. Er selbst ist, wie man vielleicht an den verwendeten Pronomen bemerkt, ein Mann und von einem Planeten, an dem es Geschlechter gibt, wie auch bei uns. Für ihn ist das Gesellschaftssystem ganz neu und genauso spannend, wie es auch für mich war.
Dadurch, dass an diesem Planeten alles anders funktioniert als bei uns, fand ich aber gerade den Einstieg relativ schwer. Das Buch wechselte immer wieder die Perspektiven und dazu kam noch, dass dieses Buch eigentlich der vierte Teil einer Reihe ist. Blöd nur, dass auf unserer Leseliste nur dieser Band stand und in unseren Unterlagen auch nicht thematisiert wird, was denn davor passiert ist. Das machte es für mich gerade zu Beginn schwer, die ganzen Zusammenhänge zu verstehen.
Mein Fazit? Sehr spannende außerirdische Welt, gerade der Einstieg ins Buch fiel mir aber sehr schwer.
Samstag, 21. März 2020
Awakening
Erschienen am 23. 9. 2019
Im Arena Verlag
ISBN: 9783401604923
Rezensionsexemplar: Nein
![]() |
| Quelle: Verlag |
Zur Autorin:
"Mit Worten Bilder malen: Jennifer Alice Jager begann ihre schriftstellerische Laufbahn während ihrer Ausbildung zur Mediengestalterin und wurde schnell als Fantasy-Autorin bekannt.
Ihre Devise ist: mit Worten Bilder malen.
Für ihre Werke wurde die Autorin bereits mit zahlreichen Preis wie u.a. dem Skoutz-Award und dem Besten E-Book Preis ausgezeichnet. Darüber hinaus wurde sie mehrfach für den Lovelybooks-Leserpreis, dem Phantastikpreis und dem Saarländischen Buchpreis nominiert."
Quelle: Verlag
Klappentext:
"Umweltverschmutzung, Ausbeutung der Naturressourcen und Klimawandel: Die Tage der Erde waren gezählt. Doch jetzt holt Terra Mater aus zum Gegenschlag und sie kennt keine Gnade…
Nur vier Jugendliche können das Ende der Menschheit und den drohenden Untergang noch verhindern. Der nervenzerfetzende Auftakt der gewaltigen Endzeitreihe über den Kampf von Mensch gegen Natur.
Naturkatastrophen wüten auf der ganzen Welt. In Addys Heimatstadt Orsett zerstören Pflanzen alles und jeden, der ihnen in die Quere kommt. Auf der Suche nach der Ursache trifft Addy einen Jungen, in dessen Nähe die Natur noch viel verrückter zu spielen scheint. Was er ihr offenbart, ist noch schlimmer als das, was die Pflanzen ihrer Heimatstadt angetan haben. Denn dies war erst der Anfang. Terra Mater, die Erde selbst, will dem Tun der Menschen ein Ende setzen und eine bessere Welt erschaffen - ohne sie. Ihr erstes Ziel: die Kraftwerke des Energiekonzerns Elekreen. Dazwischen: Millionen von Menschen, die sie bereit ist zu opfern. Nach einer Vision ahnt Addy: Das Schicksal der Welt liegt in ihren Händen und in denen von drei anderen Jugendlichen, von denen sie ganze Kontinente trennen.
Brisant, hochaktuell, eine Naturgewalt! Der düstere Vierbänder für eine neue Generation von LeserInnen, die von Serienstoffen nicht genug bekommen - alle zwei Monate erscheint ein neuer Band."
Quelle: Verlag
Meine Meinung:
Uff, was soll ich zu diesem Buch groß sagen? Ich habe es vor ein paar Wochen aus meiner Online-Bücherei heruntergeladen, nachdem ich in der Buchhandlung ein gutes Dutzend Mal daran vorbei gegangen bin. Jedes Mal habe ich es kurz in die Hand genommen, mich dann aber doch für ein anderes Buch entschieden, weil dieses hier doch eher dünn ist. Da kauf ich mir lieber ein dickeres Buch, von dem ich länger als einen Tag was habe. Und das ist auch schon mein erster Kritikpunkt für dieses Buch. Es ist einfach super dünn, gerade als eBook! Wenn die Nachfolgebände auch so dünn sind, stellt sich mir da die Frage, warum man die nicht einfach als ein Buch oder in zwei Bänden herausgegeben hat.
Jetzt aber zum Inhalt des Buches. Das Buch wird aus vier Perspektiven erzählt, auch wenn zwei davon wirklich nur am Rande erwähnt werden. Die Protagonisten befinden sich alle in unterschiedlichen Teilen der Welt: Australien, England, Kanada (oder waren es die USA?) und Japan. Wirklich erzählt wird nur aus der Sicht von Addy aus England und einem Jungen aus Kanada, dessen Name ich schon wieder vergessen habe. Addy ist...naja, keine Ahnung, wie ich sie beschreiben soll. Sie hat psychische Probleme, so viel steht fest. So beschreibt sie zum Beispiel, dass sie Medikamente nehmen sollte und sich in ihrer alten Heimat, London, nicht mehr aus dem Haus getraut hat. Kein Wunder also, dass es sie ziemlich fertig macht, als ihr Zuhause plötzlich von Pflanzen zerstört wird. Da würde wohl wirklich jeder die Krise bekommen. Was mich allerdings wundert ist, wie wenig sie in diesem Band dazu lernt. Klar, an Faktenwissen gewinnt sie viel - aber an Zwischenmenschlichem? Sie weiß beispielsweise, dass ihre Mutter sich Sorgen um sie macht und jedes Mal total panisch wird, wenn Addy unangekündigt nicht mehr da ist. Und trotzdem ist sie jedes Mal wieder überrascht.
Die zweite Figur, der namenlose Junge, dessen Namen ich gerade nicht nachschauen kann, weil ich das Buch schon wieder zurückgegeben habe, fand ich besser gelungen. Er ist eine total spannende Persönlichkeit. Sein Bruder liegt seit einem Jahr im Koma und seit einem Jahr ist seine Mutter tot. Seitdem bleibt in seiner Familie alles an ihm hängen. Der Haushalt, die Erziehung seiner kleinen Schwester und und und. Sein Vater ist Alkoholiker, auf ihn kann er sich nicht verlassen. Umso größer der Schock, als er herausfindet, dass sein Vater seinen Bruder sterben lassen will. Und das, während seine Heimat von Naturkatastrophen gebeutelt wird. Und ja, mehr will ich über seine Situation gar nicht verraten, sonst könnte es passieren, dass ich aus Versehen einen großen Spoiler einbaue. Das wär dann wohl eher nicht so cool.
Die Geschichte selbst fand ich...in Ordnung. Die Thematik ist sicher aktuell, denn die Geschichte spielt kurz nachdem die Friday For Future-Proteste gescheitert sind. Zumindest erwähnt die Protagonistin, dass es diese Proteste gab, sie aber nichts gebracht haben. Die Idee, dass also die Erde zurückschlägt, wirft bei mir einige Fragen auf, die zumindest in diesem Teil nicht beantwortet werden konnten. Hat die Erde also ein Bewusstsein und Gefühle? Warum hat die Erde nicht schon viel früher eingegriffen? Wenn die Erde die Lebewesen auf ihr bis zu einem gewissen Grad steuern kann, warum tut sie das dann nicht einfach auch mit den Menschen? Das und noch viel mehr sind Fragen, die zumindest im ersten Teil nicht geklärt wurden und die sich die Protagonisten auch gar nicht wirklich gestellt haben.
Den Schreibstil fand ich ganz gut. Das Buch las sich ganz flüssig.
Mein Fazit? War schon in Ordnung, aber wirklich nicht mehr. Ob ich Teil zwei auch noch lesen werde, werden wir sehen. Wohl eher nicht.
Donnerstag, 5. März 2020
Beastmode. Es beginnt.
Erschienen am 18.1.2020
Bei Planet! im Thienemann-Esslinger Verlag
ISBN: 9783522506304
Rezensionsexemplar: Ja
Zum Autoren:
"Fantastik für Kinder und Jugendliche: Rainer Wekwerth wurde 1959 in Esslingen geboren. Bereits im Kindesalter schrieb er Kurzgeschichten. Diese Berufung ließ ihn nicht mehr los, und mit 35 Jahren verfasste Wekwerth sein erstes Kinderbuch "Emilys wundersame Reise ins Land der Träume".
Wekwerth schreibt auch unter den Pseudonymen David Kenlock und Jonathan Abendrot."
Quelle: lovelybooks.de
Klappentext:
"Fünf außergewöhnliche Jugendliche auf einer besonderen Mission: der Rettung der Welt! Ein neuer Geniestreich von Spiegel-Bestsellerautor Rainer Wekwerth
Sie sind die letzte Hoffnung der Menschheit: Damon Grey, ein unheimlich gut aussehender, zweihundert Jahre alter Dämon. Amanda Nichols, die von sich behauptet, eine Göttin zu sein. Wilbur Night, der am ganzen Körper tätowiert ist und für fünf Sekunden die Zeit anhalten kann. Malcom Floyd, ein nicht klein zu kriegender Vollnerd, der unverwundbar ist. Und Jenny Doe, halb Mensch, halb Maschine, die keinerlei Erinnerungen an ihre Vergangenheit hat. Sie müssen herausfinden, was es mit dem mysteriösen Energiefeld auf sich hat, das im Pazifischen Ozean entdeckt wurde. Wissenschaftler vermuten, dass es ein gigantisches Portal ist, das in eine andere Dimension führt. Doch bislang ist keiner je zurückgekehrt …"
Quelle: Verlag
Meine Meinung:
So, hier ist nun die Rezension zum neuen Buch von Wekwerth. Auf dieses Buch war ich echt schon mega gespannt. Die Labyrinth-Reihe hab ich ja total genossen (bis auf das abrupte Ende von Teil 3, durch das ich glatt übersehen habe, dass noch ein Teil kommt) und ich war gespannt, ob es mir mit diesem Buch auch so geht.
Die Protagonisten sind Damon Grey, Amanda Nichols, Wilbur Night, Malcolm Floyd und Jenny Doe. Dieses Buch wurde aber hauptsächlich aus der Sicht von Wilbur und Malcolm erzählt. Ob ich die Figuren jetzt wirklich alle kenne? Ich glaube eher nicht. Ich denke, da werden noch so einige Überraschungen folgen. Ich finde es aber ziemlich schade, dass ich manche der Figuren nur so oberflächlich kennengelernt habe. Andere Bücher haben keine Nachfolgebände und sind hundert Seiten kürzer und schaffen es, die Figuren mit mehr Tiefe zu porträtieren. Echt schade, aber dieses Problem hatte ich damals beim "Labyrinth" auch schon. Dort kannte ich die Figuren erst ab Band 2 so richtig und eine sogar erst ab Band 3. Was ich allerdings jetzt schon über die Figuren, besonders über Wilbur und Malcolm, sagen kann, ist, dass sie total kreativ und liebevoll gestaltet wurden. Jede Figur hat eine besondere Hintergrundgeschichte und es machte Spaß, zu rätseln, wie die wohl aussieht. Und das wird in den nächsten Teilen sicher auch noch mal spannend.
Die Geschichte erinnerte mich vom Konzept etwas an die "Labyrinth"-Reihe. Eine Gruppe von Jugendlichen, die ohne große Erklärungen in verschiedene Settings geschmissen werden und die dort nach Portalen suchen müssen. Das kenn ich doch schon von irgendwoher. Natürlich sind die Details andere. [Spoiler] Hier geht es zum Beispiel eher ums Thema Zeitreisen als um einen gnadenlosen Überlebenskampf. [Spoiler Ende] Trotzdem ist mir diese Ähnlichkeit total ins Auge gestochen. Ich weiß natürlich auch nicht, inwieweit diese Ähnlichkeit beabsichtigt war und wie sich diese Geschichte noch weiter entwickelt. Wir werden es sehen. Ich fand die Geschichte nämlich, trotz dieser Ähnlichkeit, ziemlich spannend. Ich war von Seite eins weg mitten drin und hab mitgefiebert, wie das wohl weitergehen wird. Den nächsten Band werde ich garantiert auch noch lesen, immerhin will ich ja wissen, wie der Autor die Geschichte weiterspinnt.
Den Schreibstil fand ich sehr gut. Wie gesagt, ich war von Seite eins vom Sog dieser Geschichte gefangen. Das ist immer ein gutes Zeichen.
Mein Fazit? Fand ich sehr gut. Ich freue mich auf den nächsten Teil.
Sonntag, 16. Februar 2020
Transfusion. Sie wollen dich nur heilen
Erschienen am 11.11.2019
Im Heyne Verlag
ISBN: 9783453320086
Rezensionsexemplar: Ja
![]() |
| Quelle: Verlag |
Zum Autoren:
"Journalist und Autor: Jens Lubbadeh, geboren 1973, ist Autor, freier Journalist und Redakteur u.a. für „Die Zeit“, „Greenpeace Magazin“ und „Spiegel Online“. Für seine Arbeit wurde er mit dem Herbert Quandt-Medienpreis ausgezeichnet.
Quelle: lovelybooks.de
Klappentext:
"Ein Konzern, der für das ultimative Heilmittel über Leichen geht …
Ein Menschheitstraum ist wahr geworden. Mithilfe des Wundermittels Bimini, entwickelt vom Hamburger Pharmakonzern Astrada, kann Alzheimer nun endgültig geheilt werden. Iliana Kornblum, Wissenschaftlerin bei Astrada, hat das Medikament mitentwickelt, und ihr Vater gehörte zu den ersten Geheilten. Deshalb ist sie alarmiert, als sie bei ihrem Chef auf geheime Versuchsdaten stößt. Daten, die nur einen Schluss zulassen: Für Heilung und ein längeres Leben nimmt Astrada auch Tote in Kauf. Welche grausame Wahrheit verbirgt sich hinter dem Heilmittel?"
Quelle: Verlag
Meine Meinung:
Heute, wo ich diese Rezension schreibe, ist der 12. Februar und ich habe dieses Monat schon zwölf Bücher gelesen. Ich muss ja voraus arbeiten, damit ich dann, wenn die Uni wieder stressig wird, genug zum Posten habe! Stellt euch doch mal vor, wenn ich plötzlich wochenlang großteils nur noch Buchzitate hochladen könnte. Wer würde sowas schon machen? Also ich ganz sicher nicht, natürlich nicht! Vor allem nicht in der Prüfungsphase des letzten Semesters!
Aber egal, auf zum Buch!
Die Protagonistin ist Iliana. Sie ist alleinerziehende Mutter eines kleinen Mädchens und Wissenschaftlerin mit Leib und Seele. Ihr größter Stolz ist Bimini: Ein Mittel, mit dem sie ihren Vater von Alzheimer heilen konnte. Jeder, der Demenz und Alzheimer schon mal miterlebt hat und sei es auch nur in schwachen Formen oder in der Anfangsphase weiß: Diese Krankheit ist unglaublich grausam. Und auch allen anderen wird das während der Lektüre dieses Buches sehr schnell klar, wenn Iliana sich so erinnert, wie das früher mit ihrem Vater so war, als er noch krank war. Und später im Buch wird das noch sichtbarer, aber was da passiert, werde ich euch nicht verraten. Auf jeden Fall steckt der Konzern, für den sie arbeitet, gerade bis zum Hals in Schwierigkeiten. In einem Container wurden tote Mädchen gefunden, alle mit so einem Kanülending am Arm, durch das Blut abgenommen wird und einem Kuscheltier der Firma in der Hand. Für die Öffentlichkeit ist klar, was das bedeutet: Astrada hat an diesen Kindern Experimente durchgeführt! Iliana kann und will das nicht glauben. Dieser Konzern, für den sie seit Ewigkeiten arbeitet, soll so etwas tun? Auf gar keinen Fall! Doch dann stößt sie auf geheime Daten, die ihr gesamtes Weltbild durcheinander bringen. Ist der Konzern wirklich so unschuldig, wie er sich nach außen hin gibt?
Pharmakonzerne sind ja auch im echten Leben oft Thema. Allerdings eines das ich, wenn ich ehrlich bin, immer nur so am Rande mitbekommen habe. Ich brauche ja Gott sei Dank keine besonderen Medikamenten und ich hoffe einfach mal, dass das zumindest in nächster Zeit so bleibt. Gleiches gilt für meine Familie. Allerdings weiß auch ich, dass viele Pharmakonzerne so einigen Dreck am Stecken haben. Sei es durch den Verkauf der Medikamente für unmenschlich hohe Preise, unethische Versuche an Menschen oder grausame Tierversuche. Wenn man da mal googelt, findet man überhaupt nicht mehr raus aus diesem Dschungel an Skandalen. Ich werde dank diesem Buch wohl zumindest in nächster Zeit um einiges aufmerksamer sein, wenn wieder mal so ein Skandal in der Zeitung kommt.
Die Geschichte fand ich, wie ihr vielleicht schon erraten habt, einfach nur total spannend. Ich hab dieses Buch durchgesuchtet. Verdammt, dieses Buch hat mich dazu gebracht, zu vergessen, dass ich mir eine Tasse Schwarztee gemacht habe, die ich eigentlich trinken wollte. Das passiert nicht wirklich oft. Ich liebe meinen Schwarztee und kalt ist der ekelhaft...
Auch den Schreibstil fand ich echt gut. Nicht immer hatte ich ein Bild vor Augen, die meiste Zeit aber schon.
Mein Fazit? Total spannende Lektüre! Mir hat es gefallen!
Dienstag, 4. Februar 2020
Dark World. EinThriller aus der nahen Zukunft
Erschienen am 9.12.2019
Im Heyne Verlag
ISBN: 9783453317208
Rezensionsexemplar: Ja
![]() |
| Quelle: Verlag |
Zur Autorin:
"Laura Lam wuchs in der Nähe von San Francisco auf und lebt heute in Schottland. Sie ist Autorin vieler Kurzgeschichten, Essays und Romane, darunter der preisgekrönten »Micah Grey«-Trilogie. Neben dem Schreiben unterrichtet sie Creative Writing an der Edinburgh Napier University."
Quelle: Verlag
Klappentext:
"Taema und Tila sind siamesische Zwillinge. Sie wachsen in einer Sekte auf, die jede medizinische Behandlung ablehnt. Als ihnen mit sechzehn die Flucht gelingt, können sie sich endlich voneinander trennen lassen – seither schlägt in der Brust einer jeden von ihnen ein mechanisches Herz. Doch die beiden Schwestern bleiben einander innig verbunden. Zehn Jahre später kommt Tila eines Abends blutüberströmt nach Hause und wird kurz darauf wegen Mordes verhaftet. Taema ist schockiert – und von Tilas Unschuld überzeugt. Als die Polizei ihr einen Deal anbietet, schlüpft Taema in die Rolle ihrer Schwester und taucht ab in die düstere Welt von San Franciscos Drogensyndikaten ..."
Quelle: Verlag
Meine Meinung:
Das erste Buch, das mich in den Ferien begleiten durfte. Und gleich ein absolutes Highlight für mich, das ich nur so verschlungen habe. Zwischendurch versank ich so tief in dem Buch, dass ich nicht mehr reagierte, wenn ich angesprochen wurde und total desorientiert war, wenn ich kurz mal eine Lesepause einlegte. Das spricht für sich, nicht wahr? Weil ich aber weiß, dass das als Rezension doch noch zu kurz ist, schreib ich wohl doch noch ein bisschen mehr.
In diesem Buch geht es um die Zwillinge Taema und Tila. Sie wurden als siamesischer Zwillinge geboren, die an der Brust zusammengewachsen sind. Das eigentliche Buch spielt aber zehn Jahre später: Die beiden sind der Sekte entkommen, leben getrennte Leben und finden sich in dieser neuen Welt eigentlich ganz gut zurecht. Bis eines Abends Tila blutüberströmt vor Taemas Haustüre auftaucht und kurz darauf verhaftet wird. Dieser eine Abend stellt Taemas Leben auf den Kopf. Sie ist die Hauptfigur in diesem Buch, auch wenn wir auch Tila durch Tagebucheinträge besser kennen lernen dürfen. Taema ist total verängstigt. Das ist eigentlich die Emotion, die sie das Buch hindurch am meisten beeinflusst. Sie fürchtet sich vor so vielem: Dass sie Tilas Unschuld nicht beweisen kann, dass sie und ihre Schwester sterben müssen und vor allem, dass sie Tila vielleicht falsch eingeschätzt hat und sie vielleicht doch schuldig sein könnte. Diese Angst wirkte dabei aber nie nervig oder übertrieben, sondern einfach nur authentisch. Taema wirkte einfach total menschlich und war für mich eine sehr spannende Protagonistin, die ich sehr gerne noch länger begleitet hätte. Aber naja, ich gehe fix davon aus, dass es noch einen weiteren Teil geben wird. Nicht, weil diese Geschichte nicht abgeschlossen wäre, denn das ist sie, aber weil auf Goodreads hinter dem Titel (Pacifica #1) steht. Ich hab keine Ahnung, was es mit dem Pacifica auf sich hat, immerhin könnte ich mich nicht daran erinnern, dass eine Pacifica im Buch vorgekommen wäre. Aber egal: Das #1 weißt auf jeden Fall darauf hin, dass es auch eine #2 geben wird. Warum denn sonst überhaupt Nummern verteilen, nicht?
Die Geschichte fand ich total spannend, gerade weil sie in einer so nahen Zukunft spielt. 2050, wenn mich nicht alles täuscht und ich das richtig in Erinnerung habe. Das werde ich miterleben, denke ich zumindest. Da wäre ich dann 50 Jahre alt. Deswegen fand ich es sehr interessant zu lesen, wie sich Lam die Zukunft so vorstellt. Und ich muss sagen: Sie scheint wirklich in Ordnung zu sein. Diese Version der Zukunft ist nicht perfekt, wirklich nicht. Es gab sogar einige Elemente, die mich zum Nachdenken brachten, ob das nicht vielleicht eine Dystopie ist. Allerdings gibt es auch vieles, das ich eigentlich ganz gut fand oder zumindest nicht unbedingt nur schlecht. Zum Beispiel, dass animierte Tattoos in dieser Zukunft möglich sind. Oder, dass die Medizin sich um so vieles weiterentwickelt hat. Und am spannendsten fand ich, dass sich diese Zukunftsversion gar nicht so abwegig anfühlte. 2050 ist in 30 Jahren - da kann viel passieren. Oder hätte sich vor 30 Jahren irgendwer vorstellen können, dass wir heutzutage Smartphones, Laptops und Virtual-Reality-Brillen haben? Ich denke nicht. Ehrlich gesagt hab ich aber keine Ahnung, ich bin noch nicht so alt.
Den Schreibstil fand ich auch gut. Er konnte mich wirklich fesseln und ich habe dieses Buch nur so verschlungen und jede Seite davon genossen. Zu Beginn war der Stil etwas gewöhnungsbedürftig. Auch da nicht schlecht und eigentlich sogar gut, aber doch gewöhnungsbedürftig. Aber sobald ich dann wirklich drin war, nahm ich gar nichts mehr um mich herum war.
Mein Fazit? Total spannendes Buch, das ich euch wirklich weiterempfehlen kann. Die Lektüre hat mir total Spaß gemacht und ich bin sehr gespannt, ob es wirklich einen zweiten Teil geben wird.
Dienstag, 14. August 2012
Sternenschimmer
Erschienen 2011
Verlag:planet girl
Zum Inhalt:
Mia ist eine der Betreuerinnen der Flüchtlinge des Planeten Loduun. Unter den Flüchtlingen ist auch Iason. Sie verliebt sich sofort in ihn. Doch er ist nur ein Gast auf der Erde. Mit jedem Tag, den die zwei zusammen verbringen rückt der Abschied näher. Denn jeder Loduuner hat einen Sinn für den er lebt. Danach sterben sie. Aber wieso ist es Iasons Sinn Mia zu beschützen? Und können Loduuner wirklich keine Liebe empfinden?
Mein Kommentar:
Die Autorin ist eine Malerin mit Wörtern. Nur leider hat sie gute und schlechte Zeiten.Manche Stellen sind super beschrieben, aber manche ziehen sich wie Kaugummi. Trotzdem ist die Geschichte gut.
Montag, 6. August 2012
Seelen
Erschienen 2008
Verlag: Carlsen
Diese Geschichte spielt in der Zukunft. Es geht um Ausserirdische, die sich Seelen nennen. Sie nisten sich im menschlichen Körper ein. Auch Wanda ist eine Seele und wird in Melanies Körper verpflanzt. Doch anstatt einfach zu verschwinden, bleibt Melanie in ihrem Körper und kämpft gegen Wanda. Sie versperrt den Zugriff auf Erinnerungen und treibt sie in den Wahnsinn. Denn sie hat ein Ziel: ihre wahre Liebe wiederzufinden.Ihre Gefühle sind so stark, dass Wanda langsam in ihren Bann gerät. Sie macht sich auf die Suche, nach diesem Mann, den sie nicht kennt, aber den sie dennoch zu lieben scheint.
Mein Kommentar:
Meine Freundin hielt nichts von dem Buch, deswegen bin ich mit niedrigen Erwartungen daran gegangen. Ich bin positiv überrascht. Der Schreibstil ist wirklich perfekt. Die Autorin hat so treffende Ausdrücke benutzt, dass man sich fühlt, als wäre man in Wandas bzw. Melanies Körper. Großes Lob an die Autorin!!!

















