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Dienstag, 19. Juli 2022

Weißer Flieder [Abgebrochen]

 Autorin: Cecilia Sahlström
Erschienen am 26.05.2022
Im Saga Egmont Verlag
ISBN: 9783869749563
Rezensionsexemplar: Ja

Quelle: Verlag

Klappentext:
"Der Sommer naht in der südschwedischen Universitätsstadt Lund, und für die vielen Studenten stehen die Semesterferien vor der Tür. Doch während die skandinavischen Abende endlich wieder länger werden, legt sich ein Schatten über Lund. Im Stadtpark wird ein Mädchen schwerverletzt aufgefunden. Nicht weit von dort wird ein junger Mann bewusstlos geschlagen. Beide Opfer halten weißen Flieder in den Händen. Polizeikommissarin Sara Vallén wird mit dem Fall beauftragt und gleich wieder abkommandiert, als sich herausstellt, dass ihr eigener Sohn der Hauptverdächtige ist. Um ihn zu retten, beginnt Sara ihre eigenen Ermittlungen."
Quelle: Verlag

Meine Meinung:
Was mich an diesem Buch vor allem interessiert hat, war die Tatsache, dass der Sohn der Kommissarin zum Hauptverdächtigen wird. Ich hätte da mit handfesten Beweisen gegen ihn gerechnet und mit richtig viel Emotionen. Wenn eines meiner Familienmitglieder plötzlich des Mordes verdächtigt wird, würde ich wohl auch alles tun, um das Gegenteil zu beweisen. Und gleichzeitig würde ich wohl langsam aber sich dem Wahnsinn verfallen, weil ich nicht wüsste, wie ich damit umgehen soll, falls sich der Verdacht gegen mein Familienmitglied erhärtet und er oder sie tatsächlich einen Mord begangen hat. Und ich war sehr gespannt darauf, zu lesen, wie dieser innere Konflikt, der ja bei jemandem von der Polizei enorm sein muss, dargestellt wird. Kleiner Spoiler: Leider so gut wie gar nicht. Dass die Verhaftung eine Fehlentscheidung und der Verdacht falsch ist, war mir als Leserin von Seite eins klar. Und Hauptfigur Sara auch, wenn ich bedenke, wie wenig Emotion wir von ihrer Seite mitbekommen. Klar, der ein oder andere emotionale Zusammenbruch wird beschrieben. Aber die restliche Zeit hatte ich nicht wirklich das Gefühl als würde sie die Tatsache, dass ihr Sohn gerade im Gefängnis sitzt, irgendwie belasten. Das fand ich schade. Ich wollte das Buch doch genau wegen diesen Gefühlen lesen! Genau diese Ausgangslage fand ich spannend. Schade, dass das dann so schnell und fast schon lieblos abgehandelt wurde.

Ein Problem hatte ich auch mit der Truppe, die uns da als Ermittlungsteam vorgestellt wird. Tut mir leid, aber die sind doch alle inkompetent. Vor allem gegenüber einer der Figuren bekam ich irgendwann Aggressionen. Wenn die Autorin versucht hat, hier eine Hassfigur zu schaffen, dass ist ihr das gelungen. Aber leider auch nicht ganz, da ich sie gleichzeitig für jede Sekunde verflucht habe, die ich mit diesem Typen konfrontiert war. Ich wünschte, ich könnte an dieser Stelle schreiben, dass es irgendeine Figur im Team gab, die für mich ausgleichend wirkte und vielleicht sogar sympathisch. Leider war dem nicht so. Ich halte sie für inkompetent, teilweise auch für dumm. Und ein Krimi mit unfähigen Ermittler:innen kann Spaß machen, wenn das gut umgesetzt wird. Hier machte es mir aber keinen Spaß. Die ständigen Ermittlungsfehler, die hier passierten, waren auch einer der Gründe, warum ich dieses Buch abgebrochen habe.

Der zweite Grund für meinen Abbruch war, dass ich ab Seite 160 selbst Ermittlungsarbeit leisten musste. Auch das kann Spaß machen, nämlich wenn ich so einen "Choose-your-own-Story"-Krimi lese, wie ich sie als Kind gerne mochte. Das hier ist aber kein solcher Krimi. Trotzdem sind hier Seiten durcheinandergeraten. Ich durfte mich auf die Suche nach den nächsten zehn Seiten machen und selbst dafür sorgen, dass ich sie in der richtigen Reihenfolge lese. Ja, Fehler passieren. Aber dass zehn Seiten durcheinander geraten, mit Seitenzahl und allem, das muss vor dem Versenden der Bücher einfach entdeckt werden. Ich habe mich darüber sehr geärgert und hoffe nur, dass dieser Fehler nur in meinem Exemplar passiert ist und alle anderen Leser:innen davon verschont bleiben.

Sehr überrascht hat mich auch die Tatsache, dass ich trotz der detaillierten Beschreibung von Kindesmissbrauch, Vernachlässigung und sexueller Gewalt verschiedenster Art keine Triggerwarnung entdecken konnte. Auch der Klappentext lässt nicht vermuten, dass Leser:innen mit solchen Beschreibungen im Buch rechnen müssen. Das halte ich einfach für verantwortungslos.

Mein Fazit? Schade, aber das war wohl nichts.

Dienstag, 28. Juni 2022

Die Krankenschwester

 Autor: Kristian Corfixen
Erschienen am 17.02.2022
Im Saga-Egmont-Verlag
ISBN: 9783869749525
Rezensionsexemplar: Ja

Quelle: Verlag

Klappentext:
"Krankenhaus Nykøbing Falster: Ein Patient stirbt. Da die Todesursache ungeklärt ist, wird die Polizei hinzugerufen. Ein Routineeinsatz – bis eine Krankenschwester den Verdacht äußert, ihre Kollegin aus der Nachtschicht habe den Patienten vorsätzlich getötet. Schnell stellt sich heraus, dass es weitere verdächtige Todesfälle in den letzten Jahren gab – und Christina Aistrup Hansen gerät mehr und mehr in den Fokus der Ermittlungen. Doch wo sind die Beweise für ihre Taten? Und wieso wird die Polizei erst jetzt eingeschaltet? Kristian Corfixen beschreibt die Ereignisse, die zu einer zwölfjährigen Haftstrafe für Christina Aistrup Hansen führten. Es ist die Dokumentation einer außergewöhnlichen Ermittlung, die Parallelen zum Fall Niels Högel aufweist. Alle Beteiligten kommen zu Wort – die Ermittler ebenso wie Christina Aistrup Hansen selbst."
Quelle: Verlag

Meine Meinung:
Ich bin sehr froh, dass bei mir in nächster Zeit kein Krankenhausaufenthalt anstellt. Zumindest kein geplanter. Ob ich morgen von einem E-Scooter-Fahrer niedergemäht werde, kann ich nur schwer beeinflussen. Nach diesem Buch wäre mir bei einem Krankenhausaufenthalt nämlich wahrscheinlich etwas mulmig zumute. Ja, im Buch wird immer wieder erwähnt, wie selten solche Fälle wie dieser passieren, aber es würde mich trotzdem nervös machen.

In diesem Buch wird die Geschichte von Christina Aistrup Hansen erzählt, die leider eine reale Person ist und aktuell im Gefängnis ihre Haft absitzt. Sie war Krankenschwester und dafür bekannt, dass in ihren Schichten immer Katastrophen passierten. Solche Menschen kennt ihr sicher auch, oder? Bei denen irgendwie immer was schiefgeht. Ich habe auch solche Freund:innen, aber ihre "Katastrophe" sind um einiges weniger ernst. Umfallende Teetassen, kleinere Verletzungen, verpasste Busse, plötzliche Regenschauer. Unangenehm, aber nicht tragisch. Bei Hansen sehen Katastrophen ganz anders aus: Patienten, deren Zustand sich plötzlich verschlechterte, Herzstillstände, überraschende Tote. Was für ein Pech, nicht wahr? Wie unangenehm, dass das immer bei der gleichen Pflegerin passiert. Aber wenigstens kennt die sich in der Zwischenzeit echt gut aus, was Wiederbelebungsmaßnahmen angeht. So eine engagierte Kollegin! Bis da mal jemand den Verdacht bekam, dass das nicht nur Pech und Zufall sein könnte, mussten mehrere Jahre vergehen. Und dann nochmal mehrere Jahre, bis jemand die Polizei alarmierte und die Befürchtungen auch wirklich ernst genommen wurden. In diesem Buch erfahren wir die ganze Geschichte der Krankenschwester. Sie wird auf mehreren Ebenen erzählt: Vergangenheit und die Ermittlungsarbeit. Außerdem kommen sehr viele der Beteiligten zu Wort: Hansen selbst, ihre Eltern, ihre Arbeitskolleg:innen und Vorgesetzen, die Polizist:innen, die ermittelt haben, Angehörige der Opfer... Das war für mich sehr interessant.

Bei der Erzählung realer Verbrechen ist es schwierig, diese auf eine Art wiederzugeben, die nicht sensationsgeil wirkt. Nichts finde ich schrecklicher als wenn Leute das Leid anderer als billige Show anzusehen scheinen und Verbrechen so behandeln, als wäre das nur ein Film. Deswegen halte ich mich auch von True-Crime-Podcasts und -Serien fern. Diesem Buch habe ich eine Chance gegeben, weil sich der Klappentext doch recht professionell und unaufgeregt anhört. Und so war es dann auch: Die Vorfälle werden sachlich und mit Fingerspitzengefühl beschrieben.

Das einzige Problem hatte ich mit dem Beginn. Ich kam nicht gleich mit den Zeitebenen zurecht und kam immer wieder durcheinander. Darüber bekam ich aber auch irgendwann den Überblick.

Mein Fazit? Ein gut geschriebenes True Crime-Buch, das interessant ist, aber trotzdem immer sachlich bleibt.

Mittwoch, 22. Juni 2022

Der chinesische Zwilling

 Autorin: Sarah Engell
Erschienen am 10.03.2022
Im Saga-Egmont-Verlag
ISBN: 9783869749501
Rezensionsexemplar: Ja

Quelle: Verlag

Klappentext:
"Eine dänische Kleinstadt wird von mysteriösen Vorfällen erschüttert: Auf dem Friedhof wird eine Leiche gestohlen. Ein kleines Mädchen wird aus dem Kindergarten entführt. Und eine alte Frau verschwindet spurlos. An allen Tatorten findet die Polizei chinesische Schriftzeichen. Im Zentrum der grauenvollen Ereignisse steht Eva, die sich nach einem Schicksalsschlag zusammen mit ihrem gelähmten Mann in den Alltag zurückkämpft. Eva macht sich daran, auf eigene Faust herauszufinden, wer diese Taten begeht und warum. Doch dann geschieht ein weiteres Verbrechen, und die Dinge spitzen sich zu."
Quelle: Verlag

Meine Meinung:
Zu Beginn war ich diesem Thriller gegenüber noch eher kritisch eingestellt. Vor allem, weil ich Angst hatte, dass mir auch dieses Buch nicht gefällt. "Tod im Trödelladen" hat mir ja gar nicht zugesagt und ich fühle mich immer sehr unwohl, wenn ich mehrere negative Rezensionen nacheinander einreichen muss. Und der Beginn dieses Buchs war auch wieder nicht stark. Eher in Richtung mittelmäßig. Dann hat sich dieser Thriller aber ordentlich ins Zeug gelegt und die letzten 150 Seiten habe ich in einem Rutsch durchgelesen. Insgesamt brauchte ich für diesen Thriller nur drei Tage, was während der Prüfungsphase dann doch nicht schlecht ist.

Dieses Buch beginnt mit einer Hochzeit zwischen einem kleinen Jungen und einem kleinen Mädchen. Er ist so um die acht Jahre alt, sie ist sechs. Und an dieser Hochzeit ist irgendwas total schräg. Also abgesehen davon, dass es eine Hochzeit zwischen zwei Kindern ist natürlich. Da stimmt noch etwas nicht. Was genau das ist, erfahren wir erst am Ende der Hochzeitsfeierlichkeiten und es ist absolut verstörend.
Doch dann kommt auch schon der Cut und wir befinden uns plötzlich an einem ganz anderen Ort und einer ganz anderen Zeit bei Eva. Eva hatte gerade eine Fehlgeburt und ist deswegen am Boden zerstört. Was alles noch schlimmer macht? Ihr Mann Steen, den dieser Verlust ebenfalls schwer belastet, hat sich nach der Fehlgeburt ins Bett gelegt und ist gelähmt wieder aufgewacht. Und dann steht da plötzlich auch noch die Polizei vor der Tür, weil die Leiche von Steens Vater gestorben wurde. Wie ihr also seht: Totales Desaster. Grauenhafte Ausgangssituation. Einfach nur schrecklich. Und von hier spinnt sich dann die Geschichte weiter und die Situation wird immer noch schlimmer für Eva und ihr Umfeld, bis Eva sich gezwungen sieht, selbst auf Spurensuche zu gehen...

Mir gefiel an diesem Thriller genau das, was in einigen Rezensionen von anderen Leser:innen kritisiert wurde: Die psychologischen Aspekte und die Tatsache, dass einige Abschnitte des Buches fast schon ins Horror-Genre passen könnten. Ich wusste lange nicht, wem ich trauen soll und ob ich irgendjemanden als Verdächtigen ausschließen kann und habe auch der Protagonistin Eva nicht wirklich getraut. Ihre Sicht der Dinge wirkte auf mich nicht immer zuverlässig, unter anderem auch weil sie sich manchmal selbst nicht sicher zu sein scheint, was sie tut und warum sie es tut. Das hat mich fasziniert und hat die Ermittlerin in mir geweckt. Wenn mir die Protagonistin nicht sagt, was passiert, muss ich es eben selbst herausfinden!

Mein Fazit: Der Beginn ist noch eher mittelmäßig, aber im Verlauf des Thrillers wurde das Buch immer stärker und spannender!

Dienstag, 17. Mai 2022

Tod im Trödelladen

 Autorin: Anna Grue
Erschienen am 7.4.2022
Im Saga Egmont Verlag
ISBN: 9783869749518
Rezensionsexemplar: Ja

Quelle: Verlag

Klappentext:
"Die dänische Provinz – freundliche Menschen, tiefblaues Meer und jede Menge Hygge. Oder ist da doch was faul im Staate Dänemark? Zumindest in der kleinen Provinzstadt Odsherred scheint so einiges im Argen zu liegen. Im örtlichen Second-Hand-Laden gibt es eine Reihe mysteriöser Todesfälle. Die Polizei geht von natürlichen Ursachen aus, aber das will die resolute Rentnerin Anne-Maj Mortensen beim besten Willen nicht glauben. Hartnäckig macht sie sich daran, den Fall selbst aufzuklären. Dabei arbeitet die selbsternannte Detektivin unter erschwerten Bedingungen: Ihr Alltag ist mit Gartenarbeit, Hundeerziehung und immer neuen Diätversuchen schon stressig genug. Aber mit Nachdruck und dem richtigen Riecher findet sie schließlich eine heiße Spur…"
Quelle: Verlag

Meine Meinung:
Das ist das erste Buch, das ich im Zuge der Kooperation mit dem Saga Egmont Verlag lesen durfte. Und ich habe mir gewünscht, dass das hier ein absolutes Jahreshighlight wird, das ich abfeiern kann, damit die Kooperation positiv beginnen kann. Schade, aber das läuft dann jetzt doch leider ein bisschen anders ab. Mich konnte dieser Krimi leider nicht ganz überzeugen.

In dieser Rezension herrscht Spoilergefahr. Ich gebe mir Mühe, nicht zu viel zu verraten, aber das ist leider nicht einfach.

Beginnen wir mit der Idee, die ich eigentlich für vielversprechend halte: Die Seniorin Anne-Maj arbeitet ehrenamtlich in einem Trödelladen, kocht viel und hat eigentlich ein ganz gemütliches Leben. Bis sich eine Reihe von Todesfällen im Zusammenhang mit dem Trödelladen ereignet. Und weil die Polizei die Fälle nicht ernst nimmt, beginnt sie selbst zu ermitteln... 
Die Umsetzung halte ich aber für nicht ganz so gut gelungen. Allein schon mit den Morden hatte ich meine Probleme. Die wirken auf den ersten, zweiten und dritten Blick natürlich. Ist halt blöd gelaufen, dass so viele Mitarbeiter:innen des Trödelladens gleichzeitig sterben, aber da dieser von Senior:innen am Laufen gehalten wird, jetzt auch nicht so unwahrscheinlich. Dass sich Anne-Maj so an ihrem Verdacht festklammerte, dass diese Menschen ermordet wurden, war für mich nicht nachvollziehbar. Hier hätte ich mir klare Indizien gewünscht, die über ein Bauchgefühl hinausgehen. Denn da schlage ich mich klar auf die Seite der Polizisten: Wenn es keine Beweise für einen Mord gibt, braucht es keine Mordermittlung. Anne-Maj sieht das anders, betreibt Telefonterror, ignoriert alle Anweisungen von den Polizisten, verhält sich leichtsinnig und begibt sich offensichtlich in Gefahr.

Auch mit Anne-Maj konnte ich mich nicht anfreunden. Klar, Protagonist:innen müssen nicht immer sympathisch sein. Aber Anne-Maj nervte mich irgendwann einfach nur noch. Ich nahm sie als sehr eingebildet wahr. Sie hielt sich einfach so offensichtlich für etwas Besseres, dass es mir wehtat. Ich glaube, dass Anne-Majs Einstellung auf uns Leser:innen witzig wirken soll. Bei mir ist das aber leider nicht angekommen.

Positiv hervorheben möchte ich die liebevolle Beschreibung der Nebenfiguren und der Umgebung. Gerade Anne-Majs Familie habe ich ins Herz geschlossen und ihre Enkeltochter hat mich dazu gebracht, weiterzulesen. Anne-Majs Hund ist goldig beschrieben und im Trödelladen würde ich gerne auch ein bisschen stöbern. Vor allem in der Buchabteilung natürlich.

Mein Fazit? Schade, da hatte ich mehr erwartet. Es gibt einige ganz nett beschriebene Stellen, aber mit der Protagonistin wurde ich nicht warm.

Dienstag, 15. März 2022

Digitales Bloggerevent des Saga Egmont Verlags

 Hey ihr Lieben!

Letzten Mittwoch hatte ich die Ehre, an einem richtig coolen Event teilnehmen zu dürfen. Und zwar ging es um das neue Taschenbuchprogramm des Saga Egmont Verlags. Wie ich vor Kurzem schon hier erklärt habe, darf ich 2022 Botschafterin für den Verlag sein und wie könnte man so eine Kooperation besser beginnen als mit einem Online-Event? Also hab ich mir bequeme Kleidung angezogen, alle Fachartikel und Lernunterlagen mal zur Seite gelegt, mir eine große Kanne Tee gekocht und mich einen Abend lang vor den Computer gesetzt, um mir in entspannter Atmosphäre anzuhören, was der Verlag so an Taschenbüchern zu bieten hat. Tja, meiner Wunschliste hat dieses Event definitiv nicht gut getan. Ein paar der Bücher werde ich als Rezensionsexemplare lesen dürfen, bei zwei habe ich beschlossen, dass es besser ist, wenn ich sie mir selbst kaufe.

Und es waren sogar zwei Autorinnen anwesend. Die erste war Tess Tjagvad, Autorin des New Adult-Romans "Ich kann dich fühlen". Normalerweise eigentlich nicht mein Genre, durch den direkten Kontakt mit der Autorin hörte sich das Buch dann aber doch ganz interessant an. Tess hat ihre Schreibkarriere auf Wattpad begonnen und quatschte mit uns über Inspiration, über die Musik, die bei ihr während dem Schreiben im Hintergrund läuft und darüber, ob Routine wichtig für ihr Schreiben ist. Gewürzt wurde das ganze unter anderem auch durch Ergänzungen der Lektorin.

Die zweite Autorin, die am Mittwoch anwesend war, war Alex Zöbli. Ich habe von ihr ehrlich gesagt noch nichts gehört, aber auch sie hat mich sehr neugierig auf ihre Bücher gemacht. Ihr neuestes Taschenbuch "Scones zum Frühstück" werde ich aber nicht lesen. Die Autorin hat erwähnt, dass es in diesem Buch um Essstörungen geht und mit Büchern zu diesem Thema fühle ich mich nicht wohl. Allerdings hat Zöbli ja nicht erst ein Buch veröffentlicht, da finde ich also sicher auch anderen Lesestoff. Alex Zöbli hat uns zum Beispiel verraten, warum Urlaub für ihren Schreibprozess so wichtig ist. Besonders gefeiert habe ich ihre Aussage, dass sie während ihrem Schottlandurlaub so begeistert von den ganzen Ruinen war, dass sie "einfach heimgehen und schreiben" musste. Kann ich nachvollziehen, Schottland hat bei mir stundenlange Tagträumereien ausgelöst.

Im Zusammenhang mit Zöblis Buch haben wir mit der Lektorin und mit Tobias Saga auch darüber gesprochen, wie eigentlich ein Cover entsteht. Darüber habe ich mir bisher ehrlich gesagt nur dann Gedanken gemacht, wenn irgendein Cover gar nicht zum Buch gepasst hat. Für "Scones zum Frühstück" wurde zusammen mit der Autorin eine Art Moodboard gestaltet, auf dem schottische Landschaften und romantische Frühstückstische im Grünen genauso vorkamen wie Tassen oder Stühle. Auf so einem Cover ist nichts einfach nur Zufall. Allein schon wegen diesem Gespräch bin ich froh, dabei gewesen zu sein. In Zukunft werde ich definitiv einen anderen Blick auf Buchcover haben.

Welche Bücher ich denn jetzt für meine Zeit als Botschafterin angefragt habe? "Tod im Trödelladen" von Anna Grue, "Die Krankenschwester" von Kristian Corfixen, "Der chinesische Zwilling" von Sarah Engell und "Weißer Flieder" von Cecilia Sohlström. Meine Kooperation wird also, wie angekündigt, sehr Krimilastig. Unsicher bin ich noch bei Lara Feuersängers "Gleichung mit zwei Unbekannten" und "Expeditionary Force" von Craig Alanson. Bei diesen Büchern werde ich erst noch eine Leseprobe anfragen und mich erst dann entscheiden.

Zum Schluss möchte ich mich auf jeden Fall beim Team von Literaturtest und des Saga Egmont Verlags für diesen spannenden Abend bedanken. Ich bin jetzt noch neugieriger, was in den nächsten Wochen und Monaten so auf mich zukommt.

Und euch Leser:innen kann ich nur eines sagen: Schaut euch das Verlagsprogramm mal ein bisschen genauer an. Da sind so einige Bücher mit dabei, die vielleicht auch für euch interessant sein könnten.

Bis bald und alles Liebe!

Eure Mira

Mittwoch, 23. Februar 2022

Saga-Egmont-Botschafterin 2022

 Hey ihr Lieben!

Heute habe ich ganz besonders spannende Neuigkeiten: Ich gehöre zu den Saga-Egmont-Botschafter:innen 2022! Vor etwa einem Monat wurde ich dazu eingeladen und natürlich musste ich zusagen. Diese Kooperation ist einfach zu spannend, um sie vorbeiziehen zu lassen! 

Quelle: Verlag

Den Saga-Egmont-Verlag kenne ich bisher vor allem wegen ihrer Hörbücher. Allerdings haben sie jetzt auch ein neues Programm für Taschenbücher: Es gibt die Kategorien "Nervenkitzel", "Humorvoll und romantisch" und "Expedition ins Weltall". Für mich besonders interessant ist natürlich die Kategorie "Nervenkitzel", in der skandinavische Krimis und Thriller erscheinen werden.

Aber was heißt das jetzt konkret, dass ich Botschafterin sein darf? Und was bedeutet diese Neuigkeit für euch? Nun, in den nächsten Monaten werdet ihr hier die ein oder andere Rezension zu Büchern aus dem neuen Taschenbuchprogramm finden. Meine Meinung wird dadurch natürlich nicht beeinflusst. Außerdem werde ich eventuell das ein oder andere Buch an euch verlosen dürfen. Vielleicht geht sich sogar das ein oder andere Interview aus oder ich bekomme einen Blick hinter die Kulissen. Vieles befindet sich aktuell noch in der Planungsphase, aber eines weiß ich genau: Diese Kooperation wird unglaublich spannend.

Ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten. Sobald ich Neuigkeiten habe, werdet ihr davon hören. Das erste Highlight findet schon nächste Woche statt: Am 9. März veranstaltet der Verlag ein Event, bei dem er die neuen Titel vorstellen wird. Dabei sein werden unter anderem auch die New-Adult-Autorin Tess Tjagvad und die Romanautorin Alexandra Zöbeli. Ich bin natürlich schon angemeldet und freue mich schon sehr. Und natürlich werde ich euch danach erzählen, wie das so war.

Erzählt mir gerne, ob ihr spezielle Wünsche an mich und diese Kooperation hättet. Ich kann nicht versprechen, dass alles davon machbar ist, aber ich kann mich dann zumindest für die Dinge einsetzen, die euch interessieren.

Alles Liebe,

Eure Mira