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Mittwoch, 31. Dezember 2025

Das war 2025 - jetzt kommt 2026!

 Hallo ihr lieben treuen Leser:innen, die sich auch durch meinen unregelmäßigen Posting-Plan (oder den nicht-vorhandenen) nicht haben abschrecken lassen!

Hinter mir liegt ein spannendes Jahr. So viel Neues, dass mir teils nur noch der Kopf schwirrte. Neue Wohnung, neue Aufgaben und viel mehr Verantwortung im Job, gesundheitliche Themen, die neu aufgekocht sind und in der Diagnose zweier Autoimmunerkrankungen gegipfelt sind.

Ganz ehrlich: Ich freue mich so sehr auf 2026, denn dieses Jahr hat mir so einiges abverlangt. Es gab so viele tolle, schöne Momente, an die ich gerne zurückdenken werde. Ich habe tolle Reisen gemacht, habe richtig tolle Meilensteine erreicht, mit denen ich so früh nicht gerechnet hätte. Ich bin jetzt nicht nur Wohnungsbesitzerin, nicht nur halb fertig ausgebildete Bibliothekarin, sondern auch noch meine eigene Chefin und das nach nicht nur mal zwei Jahren. So schnell kann es gehen, wenn ihr nicht vorsichtig seid! Plötzlich seid ihr an der Spitze der Karriereleiter angekommen. Richtig cool, nicht? Aber ich habe auch nicht nur einmal Tränen vergossen, ich musste mich immer wieder selbst vom Boden aufrichten, die Scherben einsammeln, tief durchatmen und weitermachen.

Daher auch mein plötzlich sehr unregelmäßiges Rezensionen-schreiben. Gelesen habe ich unglaublich viel, gepostet eher weniger. Das war dieses Jahr einfach nicht drin. Vielleicht ja hoffentlich nächstes Jahr wieder. Wie ich bereits zu Freunden und Familie gesagt habe: Ich hoffe darauf, dass 2026 einfach unglaublich langweilig wird. Ich will ein Jahr, wo absolut nichts Aufregendes passiert. Ein Jahr, bei dem ich mich im Nachhinein frage, was da eigentlich so genau passiert ist und ob das wirklich 2026 oder nicht doch 2025 oder 2027 war. Einfach ... ein durchschnittliches Jahr, ohne viel Wirbel. Bitte, bitte, liebes Universum?


Aber deswegen seid ihr alle nicht hier, sind wir mal ehrlich! Ihr wollt mich nicht jammern hören, sondern meinen Leserückblick sehen. Und den bekommt ihr natürlich auch. Euer Wunsch ist mir Befehl!

Denn trotz (oder vielleicht gerade wegen) allem anderen habe ich Unmengen an Büchern gelesen. Eskapismus war schon immer mein liebster Bewältigungsmechanismus. Warum der Realität ins Auge schauen, wenn ich auch fiktionale Romanzen mit Dämonen und Hockeyspielern miterleben darf, wenn ich in Fantasywelten zur Drachenreiterin ausgebildet werden kann und an einer Nobelpreisträgerin verzweifeln kann?

Und so kommt es, dass ich im letzten Jahr insgesamt 122 Bücher und 33.895 Seiten gelesen habe. Also 277 Seiten pro Buch (und jede Menge Kommerstellen ... wer hat die Katzen meine Bücher anknabbern lassen??). Mein Ziel von 90 Büchern habe ich also gaaaaanz weit übertroffen.

Bezüglich Stimmung habe ich dieses Jahr nach Büchern gegriffen, die man als "emotional" (41), "reflektiv" (26) oder "lustig" (23) einordnen könnte. Laut Storygraph ist das Erzähltempo auch dieses Jahr wieder großteils "medium", also durchschnittlich, mit einigen schnellen und einigen langsam erzählten Abschnitten (62 %).

Und wie ihr euch denken könnt, habe ich auch dieses Jahr kurze Bücher mit unter 300 Seiten bevorzugt (53 %). Auch wenn ich persönlich nicht finde, dass Bücher mit 300 Seiten wirklich kurz sind. So richtig kurz beginnt für mich bei unter hundert Seiten. Aber naja, das ist mal wieder eine richtig, richtig subjektive Kategorie, mit komplett willkürlich gesetzten Grenzen. Was für mich eine Durchschnittslänge ist, sagt genau gar nichts darüber aus, was eine andere Person als solche wahrnimmt. Aber natürlich habe ich nicht nur kurze Bücher gelesen: 41 % waren zwischen 300 und 499 Seiten lang und 7 % hatten sogar über 500 Seiten!

Die meisten Bücher habe ich auf Deutsch gelesen (70), immerhin 52 waren auf Englisch. Also eigentlich fast ausgeglichen, nicht?

Auch bezüglich Genre war ich mal wieder nicht besonders wählerisch. Insgesamt habe ich Bücher aus 41 verschiedenen Genres gelesen, auch wenn Storygraph da nicht unbedingt immer zu hundert Prozent korrekt liegt. Zum Beispiel würde ich eine Sport-Romanze jetzt nicht unbedingt unter "Sport" einordnen. Der Sport stand dabei so wenig im Vordergrund, dass ich ehrlich gesagt nicht mal mehr sagen könnte, um welchen Sport es dabei denn jetzt wirklich gegangen ist. Der steht da nämlich zumindest in meinen Büchern nur selten im Vordergrund.
Wenn man Storygraph aber vertrauen möchte, dann habe ich dieses Jahr am häufigsten Bücher aus den Genres "Zeitgenössische Literatur" (34), "Romance" (33) oder "LGBTQIA+" (14) gelesen. 68 % meiner Bücher waren "Fiction", 32 % "Non-Fiction", also zum Beispiel Biografien oder Sachbücher.

Und es gab so einige Autorinnen und Autoren, mit denen ich dieses Jahr gleich mehr Zeit verbracht habe. So zum Beispiel mit Alice Oseman, von der ich gleich 5 Bücher gelesen habe (ja, es war die Heartstopper-Reihe. Ja, alle anderen hatten Recht, die Reihe ist echt toll). Ich habe drei Bücher von Lea Kiefer gelesen (die Coldhart-Reihe), und jeweils zwei von Genevieve Novak, von Emily Henry, Edgar Allan Poe, Rebecca Yarros, R. F. Kuang, Ruby Dicon, Kelsie Calloway und Navessa Allen.

Mein lesestärkster Monat war der Januar. Da hatte ich mit verschiedenen Erkältungen zu kämpfen, wegen denen ich eigentlich nicht viel anderes tun konnte, als mir Bücher und Hörbücher reinzuziehen. Außerdem hatte ich hier einige Handarbeitsprojekte in Arbeit, bei denen ich ebenfalls gerne Hörbücher höre. Hier habe ich 22 Bücher gelesen. Mein leseschwächster Monat war der Mai mit nur 4 gelesenen Büchern. Hier sind die Symptome meiner Erkrankungen so hochgekocht, dass ich mich endlich gezwungen habe, einen Arzttermin zu vereinbaren, was dann im Juli zur ersten Diagnose geführt hat. Ehrlich gesagt nicht nur ein Schock, sondern auch eine ziemliche Erleichterung: All diese Symptome, die ich seit Jahren habe, sind nicht eingebildet. Sie haben einen Grund und dieser Grund ist behandelbar. Natürlich trotzdem ein Schock, der dafür gesorgt hat, dass ich alle Phasen der Trauer durchlebt habe und wahrscheinlich auch noch einige Zeit durchleben werde. Aber hey: Ich habe Antworten und kann jetzt mit meinem Arzt an der Behandlung arbeiten!

Ups, jetzt habe ich mich wieder ablenken lassen. Tja, wird euch nicht stören, denn was seid ihr denn von mir anderes gewöhnt? Ich erzähle euch gerne aus meinem Leben und warum sollte ich ein Geheimnis um meine Gesundheit machen? Vor allem jetzt, wo ich in Behandlung bin und meine Symptome unter Kontrolle?

Tja, und die Statistiken sind eh fast fertig. Fehlen nur noch die Bewertungsstatistik! Im Durchschnitt habe ich dieses Jahr 4,02 Sterne vergeben. 34 Bücher waren für mich 5-Sterne-Highlights, 36 4-Sterne und 11 4,5 Sterne. Einen Stern habe ich diesmal nur einmal vergeben, weil auf Storygraph Bücher auch als "abgebrochen" markieren kann und die dann auch so in meiner Statistik aufscheinen. Und auch davon habe ich dieses Jahr einige, nämlich 27. Warum sollte ich mich durch Bücher zwingen, die mir aktuell nichts geben? Ich glaube nicht mehr, dass das nötig ist, um von als Leserin und als vollwertige Buchbloggerin wahrgenommen zu werden. Und ich zwinge mich auch nicht mehr, überzuanalysieren, warum ich ein Buch nicht beenden werde. Warum sollte ich weiterlesen, wenn ich merke, dass ein Buch aus welchem Grund auch immer gerade nichts für mich ist? Das tut weder mir noch irgendwem anderen gut. So habe ich die Bücher einfach als "abgebrochen" markiert, an viele bis jetzt gerade nicht mehr gedacht und habe großteils keine starken Gefühle gegenüber diesen Büchern.

Im großen Ganzen bin ich mit diesem Lesejahr mehr als nur zufrieden. Ich habe so viele tolle Bücher entdeckt und neue Genres ausprobiert. Und ich durfte sogar im echten Leben Menschen zulabern. BEZAHLT! WEIL DAS NÄMLICH TEIL MEINES JOBS IST, MUHAHAHA! Dabei waren sehr intellektuelle Themen wie Künstliche Intelligenz in Bibliotheken und die Bibliothek für alle, aber auch mein bisher liebster Vortrag mit dem Titel "Zwischen Fandom und Dark Romance", in dem ich über Booktok, Smut und so viele coole Bücher reden durfte. Und Bibliothekarinnen beruhigen durfte: Es gibt bisher keinen wissenschaftlich belegten Hinweis darauf, dass junge, volljährige Erwachsene, die gerne Dark Romance lesen, dadurch irgendeinen Schaden nehmen oder dazu neigen, sich absichtlich in gefährliche Situationen und Beziehungen zu begeben. Die meisten Leserinnen können das durchaus reflektieren und Fantasie und Wirklichkeit unterscheiden. Genau so wie auch Thriller-Leser:innen nicht plötzlich Gewalttaten begehen, nur weil sie Bücher mit der Perspektive des Täters lesen.
Ich hatte so einen unglaublichen Spaß mit diesem Vortrag! Ach, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen! Und zu schlecht kann ich das auch nicht gemacht haben, denn ich wurde zum gleichen Thema für 2026 gleich noch dreimal gebucht. Booktok ist und bleibt ein großes Thema, nicht nur in Bibliotheken, und ich liebe es, dass ich da jetzt irgendwie ganz offiziell zur Expertin geworden bin. Ich liebs, ich liebs, ich liebs! Das war vielleicht sogar mein größtes buchiges Highlight 2025.


Und wie soll es jetzt weitergehen?

Nun, allem voran: Ganz entspannt! Wie immer will ich meinen Stapel der Schande verkleinern, aber ich werde mich dieses Jahr nicht zu einem strengen Buchkaufstop oder so zwingen. Aber Rezensionsexemplare werde ich vorerst keine neuen mehr in meinen Plan mit aufnehmen. Ich bekomme durch meine Arbeit schon genügend davon und für mehr habe ich aktuell keine Kapazitäten mehr.

Ein Zahlen-Ziel setze ich mir trotzdem, einfach, weil es für mich dazugehört. 123 Bücher und 33.896 Seiten. Also ein Buch und eine Seite mehr. Werde ich das schaffen? Keine Ahnung. Werden wir sehen. Falls nicht, ist es ja auch kein Drama. Es gibt keine Buchziel-Polizei, die dann vor meiner Haustür stehen wird. Niemand wird mich verurteilen. Who cares? Es geht ja um nichts.


Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr eure Leseziele erreicht? Was waren eure buchigen Highlights? Lasst es mich gerne wissen, ihr Süßen!

Bis bald und alles Liebe,

eure Mira

Dienstag, 31. Dezember 2024

Das war 2024 - und jetzt kommt 2025!

 Hallo ihr Lieben!

Schon wieder ein Laberpost von mir, aber zu Jahreswechsel muss das einfach sein. Ab morgen schreiben wir 2025 und befinden uns damit offiziell in Science-Fiction-Terrain. 2025, das ist für mich keine real existierende Jahreszahl. Das ist eine Jahreszahl, die in Zukunftsgeschichten und Dystopien verwendet wird. Aber joa, offensichtlich dürfen wir die Zukunft jetzt live und in Farbe miterleben. Spannend, nicht? Bitte liebe Welt: Lass es eine Utopie sein! Keine Dauerkrisen, kein Orwell oder Bradbury und erst recht keine Burdekin, wenns ganz leicht geht! Bitte einfach der Start in eine wunderschöne Zukunft für uns alle. Wenn ihr euch nicht sicher seid, dann fragt einfach bei mir nach. Ich hab da recht klare Vorstellungen, wie das so aussehen könnte. Okay? Danke!

2024 war für mich eine ordentliche Wundertüte. Es gab wunderschöne Momente und Tage, an denen ich mir die Augen rausgeheult habe. Ich habe mich über vieles gefreut, habe tolle neue Chancen bekommen und konnte Erfolge feiern. Aber es gab auch mehrere Phasen der Trauer, die ich dieses Jahr leider durchleben musste. Krebs ist ein Arsch, genauso wie Demenz. War nicht schön, ist an manchen Tagen immer noch nicht schön, aber ich werde okay sein und ich werde auch die Phasen der Trauer durchstehen, die sich fürs nächste Jahr abzeichnen.

Eine besonders große Änderung gab es für mich im Februar: Ich habe meine erste richtige Stelle begonnen. Klar, ich habe auch davor schon neben dem Studium gearbeitet. Das waren aber immer nur ein paar wenige Wochenstunden. Genug, um einen Teil der Miete selbst zu bezahlen, mehr aber nicht. Aber jetzt arbeite ich in Teilzeit und werde im September auf Vollzeit erhöhen. Ich bin super zufrieden mit meinem jetzigen Arbeitsplatz. Ich darf mich den ganzen Tag mit Büchern beschäftigen, habe tolle Kolleginnen und hatte ein riesen Glück mit meinem Chef. Und das beste? Ich habe viele Freiräume und darf demnächst auch etwas mehr Verantwortung übernehmen. Ich darf eigene Projekte aufbauen und durfte vom ersten Tag weg mitreden und mitbestimmen. Was ein totales Privileg ist, denn ich kenne genügend Leute, deren Arbeitgeber das nicht zulassen.
Aber egal wie glücklich ich damit bin: Für diesen Blog bedeutete das zu Beginn vor allem Chaos. Denn während ich davor den ganzen Tag selbst einteilen konnte, hatte ich jetzt zum ersten Mal seit 7 Jahren wieder fixe Arbeitszeiten. Das war zu Beginn eine ordentliche Umstellung. Inzwischen habe ich mich aber daran gewöhnt und merke, dass mir diese Struktur eigentlich sogar gut tut. Und auch das Bloggen hat inzwischen wieder Platz in meinem Leben gefunden. Kommt zwar jetzt immer wieder mal zu stilleren Phasen, aber das ist okay. Und auch euch scheint es nicht zu stören, denn die Besucherzahlen meines Blogs sind so gut wie unverändert.

Aus Autorinnenperspektive gab es für mich so einige neue Entwicklungen. Da ist zum Beispiel die Tatsache, dass ich an zwei Anthologien mitwirken durfte: "Mosaik der Liebe" und "Das Haus der verlorenen Seelen", beide vom Autor:innenkollektiv Schreibfeder. Beide Anthologien sammeln Geld für einen guten Zweck, wenn ihr also Lesestoff für die nächsten paar Feiertage sucht, dann schaut doch mal bei diesen beiden vorbei. Eine weitere spannende Entwicklung: Ich bin jetzt Mitglied beim BVJA und darf an deren Mentoring-Programm für junge Autorinnen und Autoren teilnehmen. Das finde ich bisher großartig. Ich habe eine wunderbare Mentorin erwischt, die mich unterstützt, wo es nur möglich ist. Und auch die Gruppentreffen bringen mir sehr viel: Einmal alle zwei Monate bekommen wir einen Impulsvortrag zu einem Thema und können Fragen dazu stellen. Wir bekommen Lesestoff und Empfehlungen für Websites. Und wir bekommen regelmäßig die Qwertz, also die Mitgliedszeitung. Die ist jedes Mal wieder eine spannende Lektüre, vollgepackt mit Informationen. Eine Mitgliedschaft dort kann ich euch also voll und ganz empfehlen!


So, jetzt aber zu den wirklich wichtigen Dingen im Leben: meinem Lesejahr!

Auch mein Lesejahr verlief gut und sogar besser als erwartet. Ich habe mir ein Ziel von 90 Büchern und 25.000 Seiten gesetzt. Gelesen habe ich am Ende 104 Bücher und 28.398 Seiten - so Goodreads. Wobei da aber eine gewisse Unsicherheit bleibt, denn nicht jedes meiner Programme hat jedes Buch und jede Seite gleich gezählt. So waren es laut Reado 105 Bücher und 43.052 Seiten und laut Storygraph waren es nur 92 Bücher und 27.305 Seiten. Totales Chaos und ich finds großartig!
Aber hey? Warum diese argen Unterschiede? Nun, der Unterschied bei den Seitenzahlen auf Reado entsteht durch die Art des Trackings. Während auf Goodreads nur gelesene und als abgeschlossen markierte Bücher miteinberechnet werden, zählt bei Reado jeder Lesefortschritt, den ich notiert habe. Und dass da ein Unterschied entstehen muss, ist klar, denn wie immer habe ich noch so einige Bücher nicht rezensiert. Das kommt dann hoffentlich 2025. Und die mindestens 12 fehlenden Bücher auf Storygraph? Die haben damit zu tun, dass Storygraph viele deutschsprachige und Selfpublisher-Bücher nicht im Programm hat. Die fehlen hier dann natürlich.

Im Durchschnitt hatten meine Bücher damit 273 Seiten laut Goodreads, 410 Seiten laut Reado und 296 Seiten laut Storygraph. Nochmal: Bei Reado stimmt das so natürlich nicht ganz, denn in diese Durchschnittszahl fließen auch noch nicht rezensierte Bücher mit rein.
Meine bevorzugten Stimmungen dieses Jahr waren "emotional", "reflective" und "adventurous" und meine liebsten Genres "Romance", "Fantasy" und "Contemporary". Insgesamt habe ich mich in 38 Genres herumgetrieben. Und ja, mir war selbst nicht klar, dass meine Bücher so vielfältig waren.

Heute, am allerletzten Tag des Jahres, habe ich dann auch noch Fable für mich entdeckt. Natürlich ist nicht bei 5 Plattformen Schluss, da musste noch eine sechste dazu. Ich heiße dort ebenfalls Mira123 (wie überall sonst auch) und wer mir folgen will, darf das gerne tun. Und ja, ich habe mich dort nur angemeldet, um ein cooles Wrapped-Video zu erhalten. Hier jetzt also die Zusammenfassung der Statistiken dort: 

"Romance, rebellion and a doggone [Verdammte] - your year started with flair. You rode dragons and saved demons - your midyear was magical and merciless. Feyre`s dangerous choices and dark academia secrets - thrillingly intense. Vampires, Gatsby, and the moond - ended with elegance and cosmic surprises." 

Und, was mich sehr zum Lachen gebracht hat, war meine diesjährige Jahreszusammenfassung:

 "Decadent Voyager: Vampire romance overindulgence has you dizzy with bad blood, yet you revel in life's sumptuous, wild adventures."

So viel mal zu meinen Statistiken. Ich könnte hier natürlich noch weiter aufschlüsseln und genau beschreiben, wie viele Bücher ich auf Skoobe oder Audible gehört und gelesen habe, wie viele Hörbücher oder klassische Bücher und so weiter, aber dieser Post ist auch so schon wieder viel zu lang. (Es tut mir so leid!)


Folgende Vorsätze hatte ich für 2024 gefasst:

- Buchkaufstopp bis Februar/SUB-Abbau: Überraschenderweise hat das funktioniert. Ich habe ganz brav zwei Monate lang keine Bücher mehr gekauft, keine eBooks mehr runtergeladen und mich nicht mal am Rezensionsexemplar-Regal in der Arbeit bedient. Ist mein SUB dadurch kleiner geworden. Haha, das glaubt ihr doch selbst nicht, oder? Ich habe nämlich 2024 die "Stuff Your Kindle"-Tage entdeckt und meinen Stapel der Schande damit auf über Tausend Bücher hochgetrieben. Und da sind noch gar nicht mal alle eBooks mit drin. Nur die paar, wo ich daran gedacht habe, sie in eine meiner Apps einzutragen. Ich weiß, da bin ich ordentlich eskaliert. Aber wenigstens sammeln eBooks keinen Staub an, oder? Und ich habe wenigstens kein Geld dafür ausgegeben. Ist das nicht auch schon ein Erfolg?

- 90 Bücher lesen: Dieses Ziel habe ich erreicht und es ist mir nicht mal besonders schwer gefallen. Was mich ziemlich erleichtert hat, denn ich kenne genügend Geschichten von Leseratten, die dieses Hobby mit dem Eintritt in die Berufswelt aufgegeben oder stark reduziert haben. Mir war klar, dass ich das nicht wollte - aber wer weiß schon so recht, ob das für mich funktionieren würde? Und ja, es ist nicht immer einfach. Aber ich bin froh, dass ich weiter hier bin.


Meine Vorsätze:

- Buchkaufstopp bis März: Jaja, jährlich grüßt das Murmeltier. Aber letztes Jahr hatte ich doch Erfolg damit - warum also nicht gleich nochmal? Wie auch letztes Jahr gilt: Es gibt Ausnahmen. Bei der Arbeit darf ich das ein oder andere Buch mitnehmen - aber nur, wenn es mir mein Lesetagebuch erlaubt. Das habe ich in Frankfurt geschenkt bekommen. Auf jeder Doppelseite können zwischen zwei und 8 Bücher eingetragen werden. Und das wird gerade ganz brav ausgefüllt. Und der Trick dabei? Ich darf erst wieder ein Buch mit heim bringen, wenn wieder eine Doppelseite voll ist. 

- SUB-Abbau-Challenge: Kennt ihr diese "Read it or unhaul it"-Videos auf Social Media? Da geht es darum, dass der Stapel der Schande endlich ordentlich reduziert wird. Also muss ich das natürlich ausprobieren. Ich habe mir eine Liste auf Storygraph erstellt, die ihr HIER aufrufen könnt. Insgesamt findet ihr darauf 365 Bücher - eines für jeden Tag. Ganz unterschiedliche, natürlich! Einige Liebesromane, ein paar Jugendbücher, ein bisschen Fantasy, recht viele Klassiker. Manche habe ich als eBook, zu viele als Print. Und das ist meine Challenge fürs nächste Jahr: Der Plan wäre, dass ich in jedes Buch zumindest reinlese. Jedes Buch, das mich nicht klar begeistert, wird abgebrochen und aussortiert. Ganz radikal, damit ich wieder Platz für Neues schaffen kann.
Natürlich werde ich nicht alle dieser Bücher auf meinem Blog rezensieren. Folgt mir dafür am Besten auf Storygraph oder auf Reado. Auf beiden Plattformen heiße ich Mira123. Hier könnt ihr sehen, was alles abgebrochen und damit aussortiert wurde. Rezensieren möchte ich nur die Bücher, die ich gelesen habe - oder zu denen ich wirklich etwas zu sagen habe. Kann ja auch passieren, dass ich nach 50 Seiten schon meine Meinung in die Welt rausposaunen muss. Aber ich möchte mich dazu nicht verpflichtet fühlen.

- Bye, bye, Rezensionspflicht! In den letzten Jahren habe ich mir teils enormen Druck gemacht, wirklich jedes Buch zu rezensieren. Und das funktioniert für mich nicht mehr. Verdammt, manche der Bücher auf meiner Rezensionsliste habe ich schon 2022 beendet. Ich kann da in vielen Fällen keine ausführliche Rezension mehr schreiben. Deswegen werde ich in Zukunft vor allem Bücher, zu denen ich nur wenig bis gar nichts zu sagen habe, nicht mehr auf meinem Blog rezensieren. So möchte ich versuchen, dafür zu sorgen, dass in Zukunft meine Lesehighlights hier auch die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen. Ihr findet alle anderen Bücher mit Sternebewertung auf den üblichen Plattformen, das wars dann aber auch schon. Und das bedeutet auch gar nicht unbedingt, dass diese Bücher schlecht waren. Aber ich habe für die Arbeit zum Beispiel auch damit begonnen, immer wieder Kinderbücher zu lesen. Und die haben in meinen Augen hier keinen Platz. Ich finde sie trotzdem toll, aber ich möchte diesen Blog nicht zu einem Kinderbuchblog machen. Das würde sich nicht richtig anfühlen.

- 105 Bücher und 50.000 Seiten (Reado-Zählweise!) lesen: Dazu gibt es nicht viel zu sagen, schätz ich. Ich möchte eigentlich einfach nur meine aktuelle Lesefreude beibehalten. Und deswegen mache ich eine in meinen Augen relativ einfache Challenge. Ich möchte ein Buch mehr lesen, als ich es dieses Jahr getan habe. Wirkt machbar, zumindest auf mich.


Das sind meine Gedanken zum vergangenen Jahr - und meine Pläne fürs nächste. Ich bin sehr gespannt, was die nächsten 12 Monate so für mich bereithalten werden.

Schreibt mir doch gerne, was bei euch so los war. Habt ihr eure Leseziele erreicht? Welche Ziele setzt ihr euch für 2025? Lasst es mich gerne wissen!

Alles Liebe,

Mira

Mittwoch, 16. Oktober 2024

Frankfurter Buchmesse 2024: Ich bin dabei!

 Hallöchen ihr Lieben!

Diesen Post schreibe ich mal wieder auf den allerletzten Drücker und natürlich auch nur, damit ich a) noch nicht damit beginnen muss, meinen Koffer zu packen und b) damit ich nicht meine Masterarbeit schreiben muss. Denn ja, die ist immer noch nicht abgegeben und ja, ich möchte auf den Zugfahrten der nächsten Tage endlich mal ordentlich was weiterbringen. Ihr erkennt mich also dieses Mal nicht nur am Namensschild, den kurzen braunen Haaren und dem hübschen grünen Blazer, sondern vor allem auch an den roten, übermüdeten Augen. Ups!

"Warum der Blazer?", fragt ihr euch jetzt wahrscheinlich. "Mira, eine Jogginghose reicht doch auch! Das ist eine Messe, kein Bewerbungsgespräch." Also erstens hatte ich bei meinem letzten Bewerbungsgespräch meinen schwarzen Blazer an, nicht den grünen. Und zweitens: Nein, diesmal reicht eine Jogginghose nicht. Denn wie ich euch im Februar bereits berichtet habe, arbeite ich jetzt für den besten Arbeitgeber aller Zeiten und bin deswegen hochoffiziell in meiner Funktion als Referentin für Leseförderung vor Ort. Ich darf am Freitag mit ein paar Verlegern quatschen, habe ein paar Unterlagen der Organisation dabei, für die ich arbeite und knipse hier und da ein paar Fotos. Am Freitagabend darf ich sogar die Vergabe des Deutschen Kinder- und Jugendliteraturpreises live vor Ort verfolgen. Ich bin super gespannt auf all das und hab mir schon jetzt zur Vorbereitung viel zu viele eBooks auf meinen Reader geladen. 

Aber natürlich brauche ich auch schon am Freitag meine Freizeit, deswegen habe ich mich zum KiWi-Bloggertreffen angemeldet. Ich freue mich sehr darauf, dort vielleicht mit manchen von euch zu plaudern!

Am Samstag habe ich dann Zeit für meine privaten Spinnereien vor Ort. Unter anderem steht ein Pitching beim Lagos Verlag an und falls jemand Interesse hat, könnt ihr mein Buch "Die Schauspielerin" beim Stand des BVJA kaufen. Oder ihr quatscht mich einfach an und wir machen einen Buchtausch. Das geht natürlich auch, ich bring ja nicht nur dieses eine Exemplar mit nach Frankfurt.

Ich habe mir natürlich schon eine halbe Millionen Veranstaltungen rausgeschrieben, bei denen ich dabei sein will. Aber joa, werden wir sehen, ob ich mir all die ansehe oder ob ich mich am Samstag lieber treiben lasse. Das werde ich spontan entscheiden und ein bisschen davon abhängig machen, wie viel Energie ich denn eigentlich noch habe und wieviel los ist. Letztes Jahr war es ja am Messesamstag unmöglich, selbst zu entscheiden, in welche Richtung man will.

Und dieses Jahr bin ich auch am Sonntag vor Ort, allerdings nur ganz kurz. Ich darf meine Mentorin nämlich dann endlich persönlich kennenlernen! Ich bin sowas von gespannt und freue mich enorm.

Ich freue mich auf jeden Fall schon jetzt darauf, ein Wochenende lang zu Networken, mit netten Leuten zu quatschen und schöne Erinnerungen zu sammeln. Sprecht mich einfach an, solltet ihr mich irgendwo sehen. Ich bin leicht zu erkennen: Namensschild, grüner Blazer (zumindest am Freitag), kurze braune Haare, plus-size, grün-blaue Augen, breites Grinsen im Gesicht. Ich beiße nicht (außer ihr ärgert mich - dann natürlich schon!).

Drückt mir die Daumen, dass die Deutsche Bahn weiter so brav ist, wie sie sich zumindest im Moment noch gibt. Nach der Katastrophe letztes Jahr (wir erinnern uns zurück: Kein einziger Zug ist so gefahren, wie ich es geplant hätte) macht es mich fast schon misstrauisch, dass bisher noch alles zu passen scheint. Was ist denn da los? Haben die ein schlechtes Gewissen oder kommt das dann morgen um 4 Uhr morgens?

Wir werden es auf jeden Fall sehen. Und ich hoffe, euch zu sehen! Cheesy, I know, but it's true!

Alles Liebe und vielleicht bis in Frankfurt,

Mira

Montag, 11. März 2024

Level up: Willkommen im neuen Lebensabschnitt!

 Hallo ihr Lieben!

Diese Bloggerin hat wieder Neuigkeiten und neue Entwicklungen in ihrem Leben. Und die möchte ich gerne mit euch teilen.

Wie ihr alle mitbekommen habt, poste ich inzwischen weniger regelmäßig. Manchmal zwar trotzdem noch jeden Tag, manchmal aber auch einfach mal zehn Tage gar nicht. Und das hat auch einen Grund, der über "Mira macht mal wieder irgendwas und hat deswegen kein Zeitgefühl" hinausgeht. Ich habe eine neue Stelle gefunden. Meine erste richtige Stelle, die über einen Studentenjob hinausgeht. 20 Wochenstunden, vorerst, denn gleichzeitig schreibe ich ja noch an meiner Masterarbeit.

Was genau ich denn mache? Nun, ich darf mich jetzt seit Februar "Referentin für Projekte der Leseförderung" schimpfen. Das bedeutet konkret, dass ich an Projekten mitarbeite, die Bibliotheken dabei unterstützen, Leute zum Lesen zu bringen. Das kann ganz unterschiedlich aussehen: Bilderbuchkino, Mitmach-Aktionen, Lesungen an ungewöhnlichen Orten. 

Ich beschäftige mich jetzt intensiver mit Büchern und dem Lesen als wohl je zuvor. Also, zumindest in der Praxis. Theoretisch habe ich mich ja während dem Studium schon ausgiebig mit Büchern und Texten aller Art beschäftigt. Aber bei meiner jetzigen Büro? Jeden Tag landet mindestens ein Dutzend Bücher auf meinem Schreibtisch und mit denen beschäftige ich mich, denn die Infos dazu müssen in unserer Datenbank landen, damit dann in unserer Zeitschrift darüber geschrieben werden kann. Und naja: Wenn da ein Buch besonders schön oder besonders interessant oder verrückt oder was auch immer aussieht, dann habe ich meistens auch die Zeit, kurz mal rein zu blättern. Eigentlich könnte ich die Bücher sogar mit heim nehmen und dann für unsere Zeitschrift rezensieren aber.... habt ihr schon mal meinen Stapel der Schande gesehen? Der ist jetzt auf über 300 Büchern. Wenn ich anfange, mir Bücher aus der Arbeit mit heim zu nehmen, dann höre ich nicht mehr damit auf.

Gerade bei Kinderbüchern hat sich wegen der Arbeit bereits meine gesamte Sicht auf dieses Genre verändert. Ich hatte so viele tolle Bilderbücher in der Hand, dass ich jetzt schon plane, diese Bilderbücher hier auf meinem Blog kurz vorzustellen. Nicht als Rezensionen, dafür habe ich darüber nicht genug zu sagen, aber vielleicht als Empfehlungspost. Was meint ihr?

Das wars dann eigentlich auch schon wieder von meiner Seite. Ich bin ganz ehrlich immer noch baff, dass ausgerechnet ich eingestellt wurde und bin gespannt, was die neue Stelle denn noch so bringen wird. Für mich ist das eine super aufregende Zeit, wie ihr euch vorstellen könnt. Erster richtiger Job... das hat man nur einmal!

Bis zum nächsten Post!

Eure Mira

Samstag, 3. Februar 2024

Willkommen in der Bloggerlounge!

 Hallo ihr Lieben!

Den ganz aufmerksamen unter euch ist das neue Abzeichen am rechten Rand meines Blogs vielleicht schon aufgefallen. Und so ein Abzeichen ist, wie ihr wisst, immer ein gutes Zeichen!


Quelle: Verlag

Und auch diesmal gibt es richtig tolle Neuigkeiten: "Miras Bücherwelt" ist jetzt Mitglied der Bloggerlounge des Selfpublisher-Verbandes. Der Selfpublisher-Verband unterstützt Autor:innen, die im Selbstverlag veröffentlichen - und eine dieser Unterstützungsaktionen ist eben die Bloggerlounge. Dadurch bekommen Autor:innen die Möglichkeit, sich einfacher mit Blogger:innen zu vernetzen und an Kooperationsplätze zu kommen. Ich als Bloggerin wiederum symbolisiere so allen Selfpublisher:innen (egal ob Verbandsmitglied oder nicht), dass ich auch offen für Bücher aus dem Selbstverlag bin. 

Und gleichzeitig ist das auch eine Anerkennung. Denn um aufgenommen zu werden, wurden mein Blog und die Beiträge darauf auf Herz und Nieren geprüft. Deswegen ist das auch für mich keine Selbstverständlichkeit, dass ich dabei sein darf, sondern eher ein Privileg.

Was bedeutet das nun konkret für diesen Blog? Nun, wahrscheinlich, dass ihr hier in Zukunft wieder ein paar mehr Bücher von Selfpublisher:innen finden werdet. Durch den Verband bekomme ich jetzt Kontakt zu 1.500 Autorinnen und Autoren aus den unterschiedlichsten Genres und ich freue mich schon unglaublich darauf, mich zu vernetzen. Mich findet man demnächst in der Facebook-Gruppe der Bloggerlounge und ich bekomme regelmäßig Updates, welche Bücher denn vor Kurzem veröffentlicht wurden. 

Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr darauf, was die Zukunft in der Bloggerlounge so bringen wird. Für euch als meine treuen Leser:innen wird sich wahrscheinlich nicht so viel ändern. Ihr dürft weiter meine ungefragte Meinung zu Büchern genießen, wie ihr das auch bisher schon getan habt. Und vielleicht entdeckt ihr hier dann auch das ein oder andere Buch, das euch vielleicht sonst nicht untergekommen wäre.

Alles Liebe und bis zum nächsten Post,

Eure Mira 

Montag, 29. Januar 2024

Gastbeiträge gesucht!

 Hey ihr Lieben!

Ich habe mir mal wieder was Neues überlegt, auf das ich wirklich Lust habe. Ich möchte auf diesem Blog damit beginnen, hin und wieder den ein oder anderen Gastbeitrag von anderen Blogger:innen, von Autor:innen oder Buchmenschen im Allgemeinen zu veröffentlichen. Wenn du also schon immer einen Beitrag von dir auf "Miras Bücherwelt" sehen wolltest, dann lies jetzt unbedingt weiter.

Das wünsche ich mir:

  • Ein Artikel zu einem Thema deiner Wahl, das wir vorher gemeinsam abgesprochen haben. Das kann eine Rezension sein, ein Artikel über dein Leben als Autor:in, ein Essay über ein Thema der Buchwelt, oder auch Tipps und Tricks für das perfekte Buchcover. Ich bin da ziemlich offen.
  • Bitte kein reiner Werbungspost. Klar kannst du hier zum Beispiel deinen eigenen Blog oder dein neues Buch erwähnen, aber ich möchte keine Werbung veröffentlichen.
Das bekommst du dafür:
  • Dein Post wird auf "Miras Bücherwelt" veröffentlicht.
  • Und ich bewerbe diesen Post auf meinen Social Media Kanälen.
  • In diesem Post wirst du natürlich auch vorgestellt. Hier hast du die Möglichkeit, deinen eigenen Blog, deinen Social-Media-Kanal, deine Dienstleistung oder deine Bücher zu erwähnen und zu verlinken.
  • Gerne kannst du dir auch den Veröffentlichungstermin selbst aussuchen. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn bei dir zum Beispiel bald eine Buchveröffentlichung oder so ansteht und du Aufmerksamkeit auf dich ziehen möchtest.
  • Geld kann ich dir leider keines für deinen Artikel anbieten, da "Miras Bücherwelt" nur ein Hobby ist.
So würde das Ganze ablaufen:
  1. Du schreibst mir eine kurze Nachricht. Am besten hier als Kommentar oder per Mail. Am besten erzählst du mir darin schon von deiner Idee, die du im Gastbeitrag gerne umsetzen würdest.
  2. Per Mail oder Social Media bequatschen wir deine Idee, den Artikel und das Erscheinungsdatum.
  3. Du schickst mir den Artikel per Mail, mindestens eine Woche vor dem geplanten Erscheinen.
  4. Ich lese das ganze. Fehler in der Rechtschreibung oder Grammatik bessere ich aus und ich stelle sicher, dass der Artikel auch wirklich vom abgesprochenen Thema handelt. Außerdem kann ich so sicherstellen, dass es sich dabei nicht um Spam, reine Werbung oder um Material handelt, das Hass verbreitet.
  5. Ich veröffentliche deinen Artikel am abgesprochenen Tag und schicke dir den Link dazu.
  6. Gemeinsam bewerben wir deinen Beitrag auf Social Media und co.
Das ist einfach mal meine Idee, ganz grob skizziert. Solltest du Lust haben, auf diesem Wege mal zusammenzuarbeiten, dann schick mir gerne eine Nachricht.

Alles Liebe, 
Eure Mira

Dienstag, 16. Januar 2024

Der Algorithmus kann mich mal

 Hey ihr Lieben!

Wie ihr wisst, wenn ihr diesen Blog schon länger verfolgt, poste ich immer sehr regelmäßig. Seit Jahren versuche ich den perfekten Posting-Rhythmus für mich zu finden. Ich habe mich dabei viel auch an anderen/größeren/wichtigeren/älteren Blogs orientiert. Viele von denen posten ja sogar immer wieder Guides und Informationen dazu, was die Algorithmen der verschiedenen Suchmaschinen besonders gerne mögen würden. Und naja: Wahrscheinlich haben sie recht. Vor allem in den letzten Jahren hatte ich mit meinem Rhythmus viel Erfolg. Deswegen wird es jetzt vielleicht alle ein bisschen überraschen, was ich jetzt zu sagen habe.

Ich werde aufhören, mich an diesen Erfahrungswerten zu orientieren. Ich werde aufhören, so regelmäßig und vorhersehbar zu posten. Ich bin keine Maschine, dieser Blog ist ein Spaßprojekt und mein öffentlich zugängliches Lesetagebuch. Ich bin keine Firma, keine große Organisation, habe keine Angestellten, verdiene keinen Cent mit diesem Blog. Und bitte versteht mich nicht falsch: Das ist mir absolut recht. Ich möchte, dass dieser Blog mein Spaßprojekt ist und bleibt. Dieser Blog bereitet mir ordentlich viel Freude. Sonst würde ich den nicht schon seit über einem Jahrzehnt betreiben.

Aber ich musste feststellen, dass mich dieser feste Rhythmus mehr stresst als er mir bringt. Ich möchte kein schlechtes Gewissen mehr haben, nur weil ich mal eine Woche lang nichts poste. Und wenn ich gerade ein grandioses Buch beendet habe, will ich euch lieber gleich davon vorschwärmen und nicht bis zum nächsten freien "Termin" warten müssen.

Und wer weiß? Vielleicht komme ich mit der Freiheit, die ich mir hier gerade schaffe, gar nicht zurecht. Dann werde ich wieder zu meinem altbewährten Rhythmus zurückkehren - oder einfach einen ganz anderen ausprobieren. Wer weiß das schon so genau? Ich werde auch in Zukunft immer genau darauf achten, was mir gut tut und was mir gerade Spaß macht - und mich danach richten. Das wird sicher nicht das letzte Mal sein, dass ich mit meinen Posting-Gewohnheiten spiele, so gut kenne ich mich inzwischen.

So, das wars jetzt für heute von meiner Seite. Genug Ernst für einen Tag. Geht und lest ein Buch! Oder andere Postings von mir, wenn ihr schon hier seid!

Alles Liebe,

Eure Mira

Montag, 1. Januar 2024

Das war 2023 - und so wird 2024

 Puh, meine Lieben!

Wieder haben wir ein Jahr geschafft und was für eines das war! Ich weiß, dass geopolitisch gesehen sehr viel schlechtes passiert ist und auch bei mir war nicht immer alles leicht, aber insgesamt? Eines der besten Jahre meines bisherigen Lebens. Ich bin gereist, habe tolle Bücher gelesen - und sogar einen eigenen Kurzroman und eine Anthologie veröffentlicht und Lesungen daraus gehalten. Außerdem habe ich die Buchmessen in Leipzig, Frankfurt UND Wien besucht. Das alles war sooo toll und es hat sich zeitweise richtig surreal angefühlt, wieviel Gutes im letzten Jahr so passiert ist.

Auch mein Lesejahr war gut und verlief besser als ich erwartet hätte. Ich habe mir ein Ziel von 75 Bücher gesetzt, gelesen und rezensiert habe ich 90. Das sind laut Goodreads 23.612 Seiten. Im Durchschnitt hatte jedes Buch also 265 Seiten. Dabei mochte ich dieses Jahr vor allem Bücher mit positiver Stimmungen: Meine bevorzugten Stimmungen waren "emotional", "funny", "lighthearted". Und während früher im Jahr noch einige ernste Lektüren dabei waren, ging meine Lesestimmung ab Juli steil nach oben. 

56 % meiner gelesenen Bücher waren kurz und hatten unter 300 Seiten. Auch, wenn das für meinen Geschmack gar nicht so kurz ist, sondern ganz normal. Unter 100 Seiten wäre kurz, aber ein Buch mit 200 Seiten? Das ist doch für Romane ziemlich durchschnittlich, oder nicht? Meine Lieblingsgenre dieses Jahr waren Romance (mit 25 Büchern), Contemporary (mit 16 Büchern) und Fantasy (mit 14 Büchern). Insgesamt habe ich mich laut Storygraph in 34 Genre gewagt, auch wenn mir diese Vielfalt selbst nicht so bewusst war. 

Die meisten Bücher habe ich im Februar gelesen, was wohl mit den Seminararbeiten zu tun hatte, die ich in diesem Monat schreiben musste. Dafür musste ich einen großen Haufen Klassiker lesen, die ich hier auch nicht alle rezensiert habe, da ich sie dafür einfach nicht spannend genug fand. Upsi.

20 meiner gelesenen Bücher habe ich mit 5 Sternen bewertet, 24 mit 4. Insgesamt habe ich also 44 Bücher gelesen, die mich überzeugt haben und die ich gefeiert habe. Das ist weniger als ich jetzt erwartet hätte, aber naja. Meine Durchschnittbewertung von 3,69 Sternen war auch schonmal niedriger, also kann ich eigentlich zufrieden sein.


Folgende Vorsätze hatte ich 2023:

- Ich wollte 75 Bücher lesen. Das habe ich erfolgreich erledigt.

- Ich wollte weniger Kooperationen eingehen und mehr eigene Bücher lesen. Das hat super funktioniert, vor allem im Sommer und Herbst. Da habe ich für einige Zeit keine einzige Kooperation angenommen. Und das möchte ich im neuen Jahr auch beibehalten. Jetzt im Winter habe ich mehr Zeit für Kooperationen und ehrlich gesagt auch Lust darauf. Wenn diese Lust aber wieder vergeht (und dieser Zeitpunkt wird ganz sicher kommen), dann behalte ich mir das Recht vor, einfach wieder keine mehr anzunehmen. Ich denke nicht, dass Rezensionsexemplare etwas sind, das ich als Bloggerin unbedingt in Anspruch nehmen muss. Klar ist es cool, Bücher kostenlos zu bekommen und sie teils schon vor dem Erscheinungstermin zu lesen - aber dadurch, dass dieser Blog weiterhin nur ein Hobby ist, sehe ich nicht ein, warum ich mir selbst den Druck machen sollte, irgendwelche selbstgesteckten Erwartungen zu erfüllen, wenn ich eigentlich gerade keine Lust darauf habe. 

- mehr literarische Veranstaltungen besuchen und darüber berichten. Das hat allein durch die drei Buchmessen schon hervorragend geklappt. Und das waren nicht die einzigen (literarischen) Events, bei denen ich vor Ort war. Dadurch, dass ich aber meistens die Tickets selbst gekauft habe, hatte ich keinen Zwang, darüber zu schreiben. Wenn ich also gerade keine Zeit oder keine Lust hatte, dann schrieb ich einfach nicht darüber. Und wenn ich Redebedarf hatte, dann schrieb ich darüber - egal, ob das jetzt ganz klassisch zu einem Buchblog passt oder vielleicht auch weniger, wie das bei meinen Musical-Rezensionen zu "Rebecca" und "Jesus Christ Superstar" der Fall war. Auch das hat super für mich funktioniert und wird beibehalten.


Und hier sind meine Vorsätze bis 2024:

- Buchkaufstop bis Februar/SUB-Abbau: Mein Stapel der ungelesenen Bücher hat inzwischen die 200 Bücher überschritten und das nicht mehr nur knapp. Und das sind nur die Bücher, die ich tatsächlich in Buchform habe. Von den eBooks auf meinem Tolino, auf meinem iPad und in der Kindle-App will ich gar nicht erst anfangen. Die zähle ich gar nicht mehr mit. Deswegen gebe ich mir jetzt zwei Monate, in denen ich mal nur lese, was ich bereits daheim habe. Ausnahmen wird es natürlich geben: Das ein oder andere Rezensionsexemplar lässt sich wahrscheinlich nicht vermeiden, vielleicht bekomme ich das ein oder andere Geschenk oder gewinne bei Gewinnspielen. Gutscheine, die ich von anderen bekomme, darf ich auch einlösen. Bookmath und so. Aber ich möchte in den nächsten zwei Monaten zumindest kein eigenes Geld für Bücher ausgeben, wenn ich bereits richtig viele daheim habe. Das Ziel wäre, dass ich meinen Stapel der Schande wieder auf unter 200 Bücher bekomme. 150 Bücher wären großartig, aber ich wäre auch mit 199 eigentlich schon total zufrieden.

- 90 Bücher lesen. Ich habe lange mit mir gehadert, wieviel ich mir fürs nächste Jahr vornehmen kann und soll. Das Ding ist: Ich werde hoffentlich die Uni hinter mit lassen und endlich zu arbeiten beginnen. Ich weiß einfach nicht, wieviel Zeit und Energie ich neben der Arbeit für andere Dinge haben werde. Ich weiß nicht, wie meine Autorinnen-Karriere weitergehen wird - oder ob sie weitergehen wird. Ich weiß nicht, was sonst noch so 2024 passieren wird. Es gibt im nächsten Jahr sehr viele Faktoren, die dafür sorgen könnten, dass ich mehr lese als sonst - oder auch sehr viel weniger. Trotzdem habe ich mich für diese doch recht hohe Zahl entschieden - denn wenn ich dieses Ziel nicht erreiche, ist es ja auch kein Drama. Und dadurch, dass schon einige Bücher gelesen sind und nur noch darauf warten, rezensiert zu werden, habe ich einen Puffer. Und ja, die nehme ich einfach ganz frech mit ins neue Jahr. Das ist ein Wettbewerb von uns an uns selbst, ohne Gewinner und Verlierer. Wir legen die Regeln fest. Das sind meine Regeln. Was wollt ihr dagegen machen? Die Goodreads-Polizei anrufen?


Das sind meine Gedanken zum vergangenen und zukünftigen Jahr. Schreibt gerne eure Gedanken zum Jahreswechsel in die Kommentare. Ich freue mich darauf, mit euch zu plaudern!

Alles Liebe,

Eure Mira

Dienstag, 14. November 2023

Das war die Buch Wien!

 Hallo an alle!

Ich weiß, auf diesen Post habt ihr jetzt auch schon wieder lange gewartet. Eigentlich habe ich mir diesen Bericht noch für Samstag vorgenommen, aber dass ich mich um fast 11 Uhr Abends nicht mehr hinsetzen und diesen Artikel schreiben werde, hätte mir eigentlich klar sein müssen. Ups.

Dafür hier jetzt mein vollständiger Bericht.

Zuerst ein paar allgemeine Eindrücke. Die Buch Wien war super angenehm, denn sie war viel übersichtlicher und leerer als die Frankfurter oder Leipziger Buchmesse. Es gibt dort nur eine Halle und im Vergleich zu Leipzig oder Frankfurt ist dort einfach niemand. Natürlich ist es nicht leer. Wenn ich nicht vor drei Wochen in Frankfurt gewesen wäre, hätte ich das sogar ebenfalls als "voll" bezeichnet. Aber habt ihr die Bilder oder Videos von Halle 3 in Frankfurt gesehen, am Messesamstag? In Wien konnte man atmen und wurde nicht dazu gezwungen, Gruppenkuscheln zu betreiben.

Ein Nachteil war dafür, dass gerade an den vielen Verlagsständen leider kein Direktkauf beim Verlag möglich war. Man wurde dafür zur Thalia-Buchhandlung vor Ort geschickt. Das hat bei mir dann dafür gesorgt, dass ich hauptsächlich Selpublisher-Bücher und Bücher von Kleinverlagen, wo ein Kauf möglich war, mit nach Hause genommen habe. Warum sollte ich in eine unpersönliche und natürlich überfüllte Messebuchhandlung gehen, wenn ich doch gerade den Kontakt zu den Verlagsmitarbeiter:innen und zu den Autor:innen will? Und dort teilweise sogar kostenlosen Tee oder Orangensaft ausgeschenkt bekam? (Shoutout an dem Empire-Verlag! Ich hatte so viel Spaß an diesem Stand und habe es genossen, mit den Autor:innen dort zu plaudern! Ich freue mich sehr auf diese Bücher, die ich dort gekauft habe!)

So, nun aber zu meinen Fotos.

Bildquelle: Privat

In dieses Plakat hat sich die ganze Delegation des Buchclubs verliebt. Es hing direkt gegenüber vom Eingang, war leicht zu finden und auffällig - also wurde das schnell zu unserem Treffpunkt, wenn wir einander suchten. Erinnerte mich ein bisschen an Kafka, also gleich ein weiterer Pluspunkt.

Quelle: Privat

Dadurch, dass die Buch Wien "nur" aus einer Halle besteht, waren wir damit recht schnell durch. Das bedeutete gleichzeitig, dass wir mehr Zeit hatten, um uns verschiedene Interviews anzuhören. Ein Buch, dass auf meine Wunschliste gewandert ist, ist "Den Titel hab ich leider vergessen, aber es war blau". Super sympathische Autorin, total lustige Textausschnitte. Würde ich sofort auch in der Vollform lesen.

Quelle: Privat

Dieses Buch habe ich mir auch gleich gekauft. Der Autor bezeichnet das als sein "Meisterstück", mit dem er quasi zum ersten Mal an die Öffentlichkeit tritt. Für mich allein schon deswegen spannend. Außerdem interessant für mich ist die Ansage des Autoren, dass er versucht hat, hier die Vielseitigkeit seines Schreibstils zu präsentieren. Das kann gut gehen oder auch nicht - wie es am Ende sein wird, werde ich euch natürlich erzählen.

Quelle: Privat

Auch dieses Interview war super spannend. Ich bin mir sicher, dass dieses Buch sehr vielen Menschen gefallen wird - auch, wenn ich nicht die Zielgruppe bin und diese Art von Buch nicht meine Art von Buch ist. 

Quelle: Privat

In das Interview mit Sophie Labelle bin ich durch Zufall gestolpert. Ich bekam bei einem Stand kostenlosen Tee ausgeschenkt und ich wusste, dass ich den verschütten würde, wenn ich normal weitergehen würde. Also musste ich mir eine Sitzgelegenheit suchen. Das nennt man Selbstschutz, Leute. Am nächsten war diese Bühne, wo gerade Sophie Labelle interviewt wurde, eine kanadische Autorin von Graphic Novels. Ich spreche kein Wort französisch, deswegen war es spannend, mal zu hören, wie sich ein Interview anhört, das nur durch eine Übersetzerin funktioniert. War total interessant!

Quelle: Privat

Diesen Automaten habe ich auch noch gefunden - und natürlich sofort ausprobiert. Was für eine coole Idee! Diesen Automaten hätte ich echt gerne an irgendeinem Ort, wo ich regelmäßig vorbeikomme. Wisst ihr, wie viel Geld ich dort lassen würde? So habe ich mir nur ein Gedicht gekauft und bin dann gegangen, aber wenn das irgendwo in meiner Nähe wäre, würde ich wohl nie daran vorbeigehen können.

So, das waren meine Eindrücke von der Buch Wien. Heimgekommen bin ich mit insgesamt zehn neuen Büchern - allerdings waren nur 7 davon gekauft. Eines war das kostenlose Buch der Stadt Wien ("Der Vorleser" von Bernhard Schlink"), eines habe ich durch ein Drehrad gewonnen ("Liebe passt in jedes Herz" von Lotte R. Wöss) und eines habe ich als Rezensionsexemplar bekommen ("Wer steckt ein und wer gewinnt?" von Isabella Rummel). Ziemlich tolle Ausbeute also! Ich freue mich darauf, all diese Bücher zu lesen.

Wie habt ihr die Buch Wien wahrgenommen, falls ihr dort wart? Was waren eure Highlights?

Lasst es mich wissen.

Alles Liebe,

Eure Mira

Mittwoch, 8. November 2023

Buch Wien: Ich bin dabei!

 Hallo an alle!

Noch nicht mal einen Monat ist es her, seit ich auf der Frankfurter Buchmesse war - und schon steht das nächste Event für mich an: die Buch Wien. Wien ist ja nicht so weit weg von mir, wie es Leipzig oder Frankfurt sind, also ist mir sowieso nicht klar, warum ich so lange gebraucht habe, um hier mal hinzufahren. 

Natürlich ist wieder ein Teil meines Buchclubs mit dabei. Dieses Mal werde ich wieder als Privatperson unterwegs sein und nicht mit einem Presseticket. Trotzdem werde ich euch natürlich wieder auf dem Laufenden halten und nach meinem Besuch dort ein bisschen erzählen, wie ich dieses Event so wahrgenommen habe.

Falls ihr auch vor Ort seid: Lasst es mich gerne wissen! Egal, ob du Leser:in, Blogger:in oder Autor:in bist - ich freue mich immer darüber, neue Leute kennenzulernen. Und wenn du sogar einen eigenen Stand hast, lass gerne ein bisschen Eigenwerbung für dich in meinem Mailfach. Auf so einer Messe ist es immer schwierig, alles, wirklich alles wahrzunehmen, aber wenn ich weiß, dass du dort bist und einen Stand hast, dann schaue ich allein deswegen einfach mal bei dir vorbei. Ob ich ein Buch von dir kaufen werde, kann ich dir jetzt noch nicht sagen, aber ich lasse mir gerne Werbematerial mitgeben.

Begleiten darf mich diesmal wieder meine FFP2-Maske. Ob ich sie aufsetze, weiß ich noch nicht, aber habt ihr euch mal die Videos vom Messesamstag in Frankfurt angesehen? Wenn das in Wien wieder so voll ist, möchte ich den zusätzlichen Schutz dabei haben. Es war ein riesiges Glück, dass ich mich in Frankfurt nicht mit mehr als einer Erkältung angesteckt habe. Und auch, wenn ich meine diesjährige Grippeimpfung schon erhalten habe, fehlt mir doch noch die Auffrischung gegen Covid. Deswegen möchte ich mir einfach die Option offen lassen, mir bei Bedarf einfach eine Maske überzuziehen und mich so zu schützen. Ich verurteile niemanden, der das nicht tut - gibt ja keine Verpflichtung mehr. Wen ich allerdings verurteilen werde, sind Menschen, die krank auf die Buch Wien gehen werden. Leute, es ist echt nicht so schwer: Wenn ihr krank seid, so richtig schön erkältet, fiebrig und euch einfach nicht gut fühlt, dann bleibt bitte zu Hause. Tut euch selbst und euren Mitmenschen den Gefallen. Oder zieht euch zumindest eine Maske an. Ich weiß, dass ihr das nicht mehr müsst, aber meiner Meinung nach hätte das vor allem was mit Empathie gegenüber euren Mitmenschen zu tun.

Ich werde dieses Mal definitiv versuchen, mich ein bisschen mehr am Riemen zu reißen und nicht wieder so viele Bücher zu kaufen. Meine Grenze setze ich bei fünf Büchern. Sind immer noch viele, aber nicht so viele, wie ich in Frankfurt gekauft habe.

Vielleicht sieht man sich ja!

Liebe Grüße,

Eure Mira

Dienstag, 24. Oktober 2023

Frankfurter Buchmesse 2023

 Hey ihr Lieben!

Ich hatte ein tolles Wochenende in Frankfurt, also wird es jetzt definitiv Zeit, dass ich ein bisschen darüber berichte. Und wie nach jeder Messe bin ich unendlich dankbar, dass ich daran teilnehmen durfte.

Mein Besuch begann am Fachbesuchertag am Freitag, wo meine Buchclubkollegin und ich, die beide Pressekarten hatte, schon ganz in der Früh vor Ort waren. Und ich war so richtig froh darüber, denn auch, wenn wir die Messe ganz sicher nicht nur für uns hatten, waren wir doch in der Lage dazu, einfach so mal quer durch Halle 3 zu gehen, ohne niedergetrampelt zu werden. Wer am Samstag in dieser Halle war, weiß, was ich damit sagen will. An den Rest: So viel Körperkontakt mit anderen Menschen hatte ich schon seit Jahren nicht mehr. Ew. Aber egal.

Den Vormittag verbrachten wir beide damit, einfach mal alle Hallen zu durchqueren, in verschiedene Bücher reinzuschmökern und uns einfach mal alles anzusehen. Und das war gut, denn gegen Mittag wurde die Messe für alle Besucher:innen geöffnet, das heißt, es wurde voll. Da war ich dann richtig froh, dass ich bereits einen Überblick hatte, denn sonst hätte ich nie zu den Orten gefunden, an die ich hinwollte. Und gleich zu Mittag gab es schon einen solchen Termin: Sophie Passmann am Stand der Zeit, wo sie über ihr neuestes Buch "Pick me Girls" sprach. Auch wenn ich ihren bisherigen Büchern mit gemischten Gefühlen gegenüberstehe. Damit meine ich: "Alte weiße Männer" fand ich eher semi, "Komplett Gänsehaut" großartig. Durch dieses Gespräch erhoffte ich mir, dass mir klar wird, ob ich ihr neuestes Buch lesen möchte und riskieren möchte, dass es mir nicht gefällt, oder eben nicht. Und diese Antwort habe ich jetzt: Ja, ich möchte "Pick Me Girls" lesen. Allerdings auf eigene Kosten und nicht als Rezensionsexemplar, denn dafür ist mir das Risiko wieder zu groß.

Im Laufe des Nachmittags kam dann der Rest des Buchclubs zu uns und leistete uns bei unserem Mittagessen im Freien Gesellschaft. Die anderen mussten sich natürlich erst in den Hallen orientieren, in der Zwischenzeit tätigten V. und ich einige erste Buchkäufe. Als krönenden Abschluss von Tag 1 haben wir uns Cornelia Funke vorgenommen. Das ist eine der wichtigsten Autorinnen in meinem Leben. Sie hatte so großen Einfluss auf mich, dass sogar meine Mailadresse, die ich mit 12 Jahren erstellt habe und die für diesen Blog immer noch in Betrieb ist, eine Anspielung auf ihre Bücher ist. Ich habe größten Respekt vor dieser Frau und war so nervös vor diesem Interview, auch wenn ich wusste, dass ich nur im Publikum sitzen würde. Und ich war mir sicher, dass da eine Millionen Menschen sein würden - daher war ich schon über eine Stunde vor Beginn vor Ort und nötigte zwei Personen aus dem Buchclub dazu, das gleiche zu tun. Was dafür sorgte, dass wir uns zu dritt auch noch einen Vortrag über arabische Literatur in Europa anhörten. War für mich persönlich jetzt auch nicht uninteressant, für meine Mitreisenden jetzt eher fad. Aber dann kam auch schon Cornelia Funke und ich war richtig baff. Diese Frau ist unglaublich talentiert darin, sich auszudrücken - ich hatte aber nicht gedacht, dass sich das aber auch in ihrer gesprochene Sprache zeigt. Das überraschte mich. Ich glaube, ich habe noch nie jemanden getroffen, der sich so unglaublich gewählt und trotzdem wunderschön ausdrückt, wenn sie doch "nur" ein Gespräch führt. Cornelia Funke stellte in diesem Gespräch Bücher vor, die ihr Leben geprägt haben. Das war für mich super spannend und einige dieser Bücher stehen nun auch auf meiner Wunschliste. Leider gab es für mich nicht die Möglichkeit danach noch mit ihr zu sprechen, aber wenn es so sein soll, werde ich irgendwann die Chance bekommen, ihr zu sagen, wieviel mir ihre Bücher bedeuten.

Und dann begann auch schon der zweite Tag. Dass der Messetag immer unglaublich voll ist, war mir klar. Das ist immer so. Aber wow, wie voll das war hat mich doch überrascht. Vor allem Halle 3 war die Hölle - und trotzdem stürzte ich mich mitten rein. Denn eine Lesung von Antonia Michaelis stand an und die konnte ich unmöglich verpassen. Denn wie auch Cornelia Funke waren auch Antonia Michaelis Bücher ein großer Teil meiner Kindheit und Jugend. Und sie war auch mitverantworlich dafür, dass ich heute so gerne schreibe, denn ich liebte es, mich in ihre Bücher hineinzuträumen und mir Geschichten in diesen Welten auszudenken. Und mit ihr konnte ich sogar darüber sprechen. Nicht besonders lang, da hinter mir eine lange Schlange war, aber trotzdem und es bedeutete mir viel. Und was noch dazu kam: Ihre Art zu Lesen war so ungewöhnlich für mich, dass ich definitiv neuen Input für meine eigene Lesung im Dezember bekommen habe und mich nicht mehr dazu verpflichtet fühle, da dann einfach nur zu sitzen und zu lesen. Antonia Michaelis hat ihr Buch fast schon gespielt und ich glaube, bis zu einem gewissen Grad möchte ich das ebenfalls versuchen.


Quelle: Mira B.

Der zweite große Programmpunkt für diesen Tag war Networking. Und zwar ausnahmsweise nicht mit anderen Blogger:innen, sondern mit Autor:innen. Alles begann klein und angenehm: Ich traf Mareike Dietz und Melissa Greci, mit denen ich bereits zuvor Kontakt hatte. Wir alle drei haben über StoryOne veröffentlicht. Das war unsere Chance, endlich mal abseits von Instagram zu quatschen.


Quelle: Privat

Joa, und dann bin ich irgendwie in ein richtig großes Autor:innentreffen reingestolpert. Und hab plötzlich richtig viele Selfpublisher:innen kennengelernt und Lektor:innen und eine Coverdesignerin. was für mich unglaublich spannend war!


Quelle: Privat

Joa, nach diesem Treffen gab es noch einige andere Highlights. Zum Beispiel die ganzen Gewinnspiele, an denen ich teilnehmen konnte, die Glücksräder und einen ziemlich coolen Thron, der meiner Meinung nach richtig gut zu mir und meiner Persönlichkeit passt.


Quelle: Privat


Quelle: Verlag

Und natürlich habe ich auch ein paar Bücher gekauft. Insgesamt waren es neun. Was bedeutet, dass ich tatsächlich diszipliniert war, denn ich blieb unter meiner selbstgesetzten Grenze von zehn Büchern. Und bei den Büchern, die ich mir gekauft habe, bemühte ich mich darum, möglichst kleine Verlage und Selfpublisher zu unterstützen. Ich freue mich schon sehr auf die Lektüre und wer weiß, vielleicht werde ich die in einem eigenen Post sogar noch vorstellen.

Bis dahin schicke ich euch alles Liebe!
Eure Mira

Mittwoch, 18. Oktober 2023

Frankfurter Buchmesse: Ich bin dabei!

 Hallo ihr Lieben!

Heute mal wieder einen etwas anderen Post und keine Rezension, denn während ihr das lest, bin ich wahrscheinlich entweder gerade dabei, ins Nichts zu starren oder wahllos Zeug in meinen Koffer zu werfen, weil ich zu lange ins Nichts gestarrt habe und jetzt nicht mehr die Zeit habe, um nachzudenken, was denn wirklich mitkommen muss. Drückt mir die Daumen, dass ich zumindest meinen Pass und mein Ticket einpacke.

Denn ich fahre morgen endlich wieder zur Frankfurter Buchmesse. Zuletzt war ich dort ja vor fast 8 Jahren und ich kann es kaum erwarten, zu sehen, wieviel sich verändert hat - oder ob sich da irgendwas geändert hat.

Begleiten darf mich auch auf dieser Messe wieder mein Buchclub - oder zumindest ein Teil davon. Für fast 50 Leute eine solche Reise zu organisieren, wär mir dann doch eine Nummer zu groß, ganz ehrlich.

Die Vorbereitung war auch so schon die reinste Odysee. Allein, was die Deutsche Bahn schon wieder für ein Theater gemacht hat, war eine Zumutung. Seit Anfang August bekomme ich im Wochentakt die gleiche Mail: Dein ursprünglich gebuchter Zug fährt nicht. Zugbindung ist aufgehoben. Danke Leute, einmal hätte auch gereicht, aber gut. Wisst ihr übrigens, was mit "ursprünglicher Zug" gemeint ist? Jeder einzelne Zug, den wir für dieses Wochenende gebucht haben. Wenn ich also morgen Nachmittag tatsächlich im Hotel landen sollte, schlage ich drei Kreuzzeichen.

Hinzu kommt die Angst, so knapp vor unserer Reise noch krank zu werden. In meiner Umgebung scheint es gerade wirklich alle zu erwischen, mit den verschiedensten Erkrankungen. Natürlich macht mich das nervös, denn ich freue mich jetzt schon seit Monaten auf unsere Reise und würde wahrscheinlich einfach das ganze Wochenende lang nur heulen, wenn ich dann wegen einer Erkältung oder einer Magengrippe daheim bleiben müsste.

Aber hey: Nicht gleich vom Schlimmsten ausgehen, oder? Vielleicht verläuft ja das Wochenende trotz der anstrengenden und nervenaufreibenden Vorbereitungen ohne größere Katastrophen. Das würde ich zumindest hoffen.

Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden und wer weiß, vielleicht erwartet euch ja sogar der ein oder andere Zusatzpost aus dem Pressezentrum. Irgendein elektrisches Gerät werde ich schon dabei haben und ich kann es kaum erwarten, mich vor Ort mit allen auszutauschen. Ich hoffe, die ein oder andere Person in echt kennenzulernen, die ebenfalls bei StoryOne veröffentlicht hat. Ich möchte mich wieder mit anderen Blogger:innen vernetzen - leider ist ja mein Netzwerk von den letzten Messen etwas geschrumpft. Das passiert in acht Jahren halt manchmal, dass sich die ein oder andere Person aus der Bloggersphäre verabschiedet. Und natürlich freue ich mich auch jedes Mal, wenn ich jemanden von euch, meinen Leserinnen und Lesern, kennenlernen darf. Wenn ihr also vor Ort seid und Lust habt, gemeinsam einen Tee zu trinken, dann meldet euch doch einfach. Ich freue mich darauf, mit euch zu plaudern.

Alles Liebe,

Eure Mira

Donnerstag, 31. August 2023

Lückenfüllerpost

 Hey ihr Lieben,

Die letzte Woche war für nicht unbedingt eine meiner besten. Leider ist meine Katze erkrankt und musste operiert werden. Diese OP hat sie zwar jetzt überstanden, aber das war nicht zu jedem Zeitpunkt selbstverständlich. Und wie ihr euch vorstellen könnt, wenn ihr Haustiere habt, ging es mir während der Wartezeit schrecklich. Geschlafen habe ich nicht wirklich, gelesen auch nicht, Hörbücher auch keine gehört. Und auch wenn es sowohl Katze als auch mir jetzt besser geht, habe ich trotzdem beschlossen, heute zu pausieren und vielleicht auch den nächsten Post ausfallen zu lassen. Wir werden jetzt erstmal viel Zeit zusammen verbringen und uns unsere Angst und den Stress auskurieren. 

Vielen Dank jetzt schon für euer Verständnis.

Alles Liebe, 

Eure Mira (und Rosi)

Freitag, 25. August 2023

Die Schauspielerin [Eigenwerbung]


Quelle: Story.one

                                                        

Hallo, ihr Lieben,

In der letzten Woche ist etwas sehr Surreales passiert: Ich habe am 21. August 2023 mein erstes eigenes Buch veröffentlicht. Es ist jetzt überall dort verfügbar, wo es Bücher gibt und wenn ihr gerade Lust auf eine neue Lektüre habt, dann überlegt doch mal, ob ihr mir und meinem Kurzroman eine Chance geben wollt.

Hier der Klappentext, denn anhand des (meiner Meinung nach großartigen) Covers allein ist eine Entscheidung wohl kaum möglich.


"Als Lucia ihre Rolle als "Puck" an einem großen Theater aufgibt, macht sie das, ohne an das Danach zu denken. Eine neue Stelle muss sie sich erst suchen, finanzielle Rücklagen hat sie keine, einen Plan erst recht nicht. Ihre Familie und Freundinnen halten sie für verrückt. Und sie sich selbst bald ebenfalls. Aber was sonst kann man tun, wenn man mit seinem Leben, wie es gerade verläuft, unzufrieden ist?

Eine emotionale Kurzgeschichte darüber, wie man es schafft, sich selbst wieder aufzurichten, wenn man auf dem Boden der Tatsachen angekommen ist."


Das sagt dir zu? Sehr schön! Wenn du, liebe Leserin, lieber Leser, meinen Blog gerne liest, dieser Klappentext dich neugierig gemacht hat und du das nötige Kleingeld hast, dann würde es mich sehr freuen, wenn du mich durch einen Kauf unterstützt.

Wenn du das Geld für das Buch aktuell nicht hast oder nicht ausgeben willst, dann würde ich mich sehr darüber freuen, wenn du den besser betuchten Menschen in deinem Leben von mir und der Schauspielerin erzählst oder auf dem Sozialen Netzwerk deiner Wahl auf meine Neuerscheinung hinweist.

Wenn dir der Klappentext gar nicht zusagt oder du mich einfach als Person nicht magst, dann kannst du dir natürlich auch überlegen, dieses Buch jemandem zu schenken, den du nicht magst. So als kleines Geschenk, nur um diese Person zu quälen. (Ich erzähl deinen Schwiegereltern und diesem fiesen Onkel von dir auch nicht weiter, dass dieses Buch nicht einfach nur eine kleine Aufmerksamkeit war, sondern der Versuch, ihnen einen Herzinfarkt zu verpassen. Versprochen.)

Hier abschließend noch alle Daten, die ihr braucht, um "Die Schauspielerin" bei der Buchhandlung eurer Wahl (die hoffentlich nicht das große Megaunternehmen mit A ist) zu finden.


Buchtitel: Die Schauspielerin
Autorin: Laura Pellizzari
ISBN: 9783710859946
Verlag: Story.one

Wie gesagt: Ihr macht mir eine große Freude, wenn ihr mich mit einem Kauf unterstützt oder mich an andere Leute weiterempfehlt, denen dieses Buch vielleicht gefallen könnte. Natürlich seid ihr auf meinem Blog aber auch weiter willkommen, wenn ihr jetzt (aus welchem seltsamen Grund auch immer) beschließen solltet, dass das Buch gar nichts für euch ist. ;)

Ich freue mich auf jeden Fall jetzt schon darauf, mit meinen hoffentlich zahlreich vorhandenen Leser:innen über diesen Text zu plaudern.

Alles Liebe und bis zum nächsten Posting,

Mira

Samstag, 29. Juli 2023

"Jesus Christ Superstar" in Kufstein

Quelle: Verlag

Hallo ihr Lieben!

Diese Woche hat es meine Mutter und mich mal wieder zu einem Musical verschlagen. Das war diesmal eigentlich Zufall, dass wir hier gelandet sind: Meine Tante hat Karten gewonnen und an uns weitergeschenkt, als feststand, dass sie nicht würde hingehen können. Und zu kostenlosen Tickets können wir unmöglich Nein sagen! 

Auch, wenn das Thema normalerweise nicht gerade das unsere wäre. Beide sind wir nicht besonders religiös. Aber wir mögen Andrew Lloyd Webber, daher halten wir auch die letzten sieben Tage im Leben Jesus einen Abend lang aus. Denn genau darum geht es hier.

Vielleicht beginnen wir mit den Dingen, die mir gefallen haben. Da wäre zuerst mal das Ambiente: So ein Musical auf der Festung Kufstein stattfinden zu lassen, hat einfach seinen Reiz. Wenn du dorthin gehst, spazierst du zuerst zur Festung rauf und verbringst dann den Abend im alten Gemäuer. Auch wenn du im Zuschauerraum sitzt, hast du immer die Mauern im Auge und dann auch noch einen richtig schönen Blick auf das Tal und die Berge in der Umgebung. Ich war davor noch nie in einem Freilufttheater und auch, wenn es zwischendurch recht kühl wurde, fand ich das auch mal spannend.

Auch das Bühnenbild halte ich für gelungen. Mir gefiel die moderne Machart, die sich auch in manchen der Kostüme wiederfindet. Leider nicht in allen (warum muss die Clownsfigur unbedingt homosexuellen Stereotypen entsprechen?), aber gerade die Kostüme der Jünger fand ich spannend.

Und man hat meiner Meinung auch gemerkt, dass die meisten Darsteller:innen einen Hintergrund im Tanz haben müssen. Die Tanzeinlagen waren unglaublich gut und haben mir sehr gut gefallen. Sowohl die Soli als auch die Paartänze waren schön anzusehen und konnten mich begeistern.

Nun, aber leider zu den Dingen, die mir weniger gut gefallen haben, denn ja, leider gab es die auch. Zum einen müssen wir hier leider nochmal zur Festung als Ort zurückkommen. Das Ding an einer Festung ist halt leider, dass es dort nicht unbedingt immer viel Platz gibt. Immerhin kann man Mauern nicht einfach so mal verschieben und so mehr Raum schaffen. Und das hat man leider auch gemerkt: Für 2000 Zuschauer:innen war die Festung leider zu klein. Das hat man vor allem während der Pausen gemerkt, in denen wir im Hof von links nach rechts und wieder zurück geschoben wurden. Auf die Toilette zu gehen, war in der dafür vorgesehenen Pause wegen der vielen Menschen eigentlich nicht möglich und auch etwas zu trinken, haben wir uns bei dem Gedränge nicht zugetraut. Das war einfach nicht besonders gemütlich. Wir sind dann freiwillig wieder zu unseren Sitzen zurückgegangen und haben den Rest der Pause dort verbracht.

Auch muss ich zugeben, dass wir beide keine Fans des Gesangs waren. Wäre "Jesus Christ Superstar" ein Tanztheater, wäre die Vorstellung grandios gewesen, aber es ist halt ein Musical und da gehört auch der Gesang dazu. Der war hier halt leider um einiges schwächer als in eigentlich allen anderen professionell produzierten Musicals, die wir bisher gesehen haben. Wir waren sehr froh, dass wir für diese Tickets nichts bezahlt haben, denn sonst hätten wir Kufstein wahrscheinlich sehr unzufrieden verlassen. Das war einfach echt nicht gut, leider. Wäre das ein Amateurtheater gewesen, dann wäre ich da nicht so kritisch, aber die Ticketpreise beginnen hier bei 39 Euro und enden bei 119 Euro. Das ist dafür einfach echt zu viel. Bei diesen Preisen darf man sich hohe Qualität erwarten und die war meiner Meinung nach gerade beim Gesang nicht vorhanden.

Alles in allem kann ich euch sagen, dass diese Vorstellung bei uns für viel Gesprächsstoff gesorgt hat. Besonders viel Lob haben wir dabei aber leider nicht immer ausgesprochen. Super schade, da wir uns doch sehr auf die Vorstellung gefreut haben, aber mit anderen Musicals, die wir bisher so gesehen haben, konnte dieses einfach nicht mithalten.

Freitag, 14. Juli 2023

Liebe Grüße aus Mallorca

Hallo ihr Lieben!

Wie einige von euch vielleicht schon wissen, bin ich aktuell auf Urlaub. Meine Uni hat mich für ein Erasmus-Programm auf Mallorca ausgewählt und da musste ich natürlich noch ein bisschen Zeit dranhängen, um die Insel auch außerhalb von Palma noch ein bisschen kennenzulernen. Es ist super schön hier und ich finde es richtig schade, dass so viele Menschen Mallorca nur mit Ballermann verbinden. Mallorca ist so viel mehr als nur die Schinkenstraße. Ja, natürlich habe ich mir die auch mal angeschaut - musste ich fast, da mich die Uni in ein Hotel direkt neben dem Bierkönig einquartiert hat. Wir nannten das dann einfach Feldforschung und haben darüber diskutiert, was wohl der Reiz von dieser Art von Urlaub ist. 
Abgesehen von dieser Straße gibt es aber noch so viel mehr. Es gibt super schöne Altstädte, gemütliche Strände, gutes Essen und spannende Menschen. Ich genieße die Zeit hier sehr und habe mir auch erst zweimal einen Sonnenbrand geholt (und nein, leider habe ich trotzdem nicht mehr Farbe, als ich sonst auch hätte). 

Zum Lesen komme ich hier leider weniger viel als erwartet. Wenn ich aber Zeit finde, lese ich aktuell "Astrid Parker doesn't fail" oder "Die Asrenkrieger" von Janis Nebel. Beide Bücher gefallen mir bisher total gut und natürlich folgt bald die Rezension.

Zum Abschluss hier noch mein liebstes Urlaubsbild. 

Alles Liebe, 
Eure Mira :) 

Mittwoch, 14. Juni 2023

Wo kommt ihr denn alle her?

Hallo ihr Lieben!

In den letzten Tagen sind auf diesem Blog ein paar seltsame Dinge passiert, die ich gerne ansprechen möchte. Letzte Woche war noch alles normal. Ich habe Rezensionen hochgeladen und diese Rezensionen wurden von so in etwa 40 Leuten pro Tag gelesen, manchmal ein paar weniger, manchmal mehr. Und dann kamen "Shara Wheeler" und "Rebecca" und seitdem haben sich meine täglichen Seitenaufrufe verzehnfacht. VERZEHNFACHT. Und teils noch mehr: Gestern hatte mein Blog 871 Seitenaufrufe.

Zu Beginn hatte ich geglaubt, dass das ein Ausnahmetag ist. Dann, dass es ein paar Ausnahmetage sind. Aber das geht jetzt schon über eine Woche so und es werden immer noch nicht weniger Aufrufe. Und immer noch habe ich keine Ahnung, was hier los ist oder wie das passieren konnte.

Bitte versteht mich nicht falsch: Natürlich fühle ich mich geehrt, dass sich so viele Menschen plötzlich für die Bücher interessieren, die ich so lese. Wenn mein Blog dieses Jahr bereits die 200.000 Aufrufe-Marke knackt, werde ich mich ebenfalls nicht beschweren. In jeder Rezension hier steckt viel Arbeit und natürlich bin ich glücklich, wenn die gelesen werden. Ich freue mich auch, dass ich scheinbar keinen Shitstorm losgetreten habe, denn dafür seid ihr, liebe Leserinnen und Leser, einfach zu ruhig. 

Aber trotzdem würde es mich interessieren, wo ihr plötzlich alle herkommt und was es mit diesem Ansturm auf meine Seite so auf sich hat. Wenn du, der oder die das hier liest, gerade zum ersten Mal hier bist, dann schreib mir doch einen kurzen Kommentar, wie du mich gefunden hast.

Alles Liebe,
Eure Mira

Mittwoch, 3. Mai 2023

Leipziger Buchmesse 2023

 Hey ihr Lieben,

Wie ihr bereits mitbekommen habt, habe ich das letzte Wochenende in Leipzig verbracht. Begleitet dorthin hat mich mein heißgeliebter Buchclub beziehungsweise eine Teilgruppe davon. Ich sag's euch, ohne diese Leute wäre die Messe nicht mal halb so lustig, spannend und informativ gewesen. Wenn ihr Bücher liebt, solltet ihr zumindest einmal in eurem Leben einem Buchclub beitreten. Ich habe durch diese Gruppe so vieles gewonnen und mein Alltag wurde um einiges bunter.

Da die Hotels, Hostels und Ferienwohnungen in Leipzig leider schon zu Semesterbeginn entweder ausgebucht oder sündteuer waren, haben wir in einem Hostel in Halle übernachtet. Über diese Stadt wusste ich ehrlich gesagt gar nichts, außer, dass sie halt in der Nähe von Leipzig liegt und dort die Unterkünfte günstiger sind. Ihr könnt euch vorstellen, wie überrascht ich war, als ich dann plötzlich in einer Großstadt stand, die eine richtig schöne Altstadt hat und so viele Sehenswürdigkeiten, dass ich ganz sicher nochmal zurückkommen werden. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir die Buchhandlung "Rotschildt", in der wir zwischendurch Pause gemacht haben, um mal aus der kalten Luft rauszukommen. Von außen sieht die recht klein aus, aber lasst euch davon nicht täuschen: Ihr findet hier in fünf oder sechs Räumen Tausende gebrauchte Bücher aus allen Genres, die ihr euch vorstellen könnt. Wir waren große Fans von diesem Laden und ich glaube, fast alle von uns haben hier schon ihrer Buchkaufsucht nachgegeben und etwas gekauft. Noch besser wurde dieses Erlebnis vor allem auch durch den Besitzer, der total interessiert und freundlich war und begeistert davon, dass wir nicht nur irgendeine Gruppe, sondern ein Buchclub sind, der gemeinsam verreist. Wir haben lange mit ihm geredet und so vieles über seinen Laden und über Antiquariate generell erfahren, das wir noch nicht wussten. Auch in diesen Laden muss ich ganz sicher irgendwann zurückkehren.

In der Buchhandlung "Rotschildt".
Quelle: Sara Apay

Für die Buchmesse selbst haben wir uns leider nur den Samstag freigenommen. Am liebsten hätte ich einfach alle Tage genutzt, aber das war so am einfachsten für alle zu organisieren. Es war unglaublich voll und es gab total viel zu sehen. Ich selbst habe mir nur einen winzigen Bruchteil angesehen und das hat schon gereicht, dass mein Kopf dann am Abend übervoll war. Aber ich finde, das gehört zu Messen einfach dazu. Zum ersten Mal war ich auch fast inkognito auf einer Messe unterwegs. Früher habe ich Messen vor allem dazu genutzt, um ordentlich Networking zu betreiben, aber dieses Mal wollte ich einfach nur Spaß haben, Bücher entdecken und Zeit mit meinen Freund:innen verbringen. Auf den Namen "Mira" habe ich trotzdem reagiert, aber das tue ich in der Zwischenzeit sowieso auch im Alltag. Daran merkt man, wie lange ich schon Buchbloggerin bin. Ganz funktioniert hat das mit der Anonymität dann am Ende doch nicht, denn ich habe über Lovelybooks.de Tickets für Talkrunden und ein Meet und Greet mit Meike Werkmeister und Maren Vivien Haase gewonnen. Beide Autorinnen waren total lieb und ich und ein paar andere Gewinnerinnen hatten die Chance, einfach mal ein bisschen mit ihnen zu plaudern. An dieser Stelle: Hi an alle, die ich dort kennengelernt habe! Für die war ich dann aber auch einfach die Laura und nicht die Mira von "Miras Bücherwelt". Trotzdem konnte ich es mir nicht verkneifen, mit den Autorinnen über Rezensionen zu sprechen. Es interessiert mich einfach immer sehr, ob Autor:innen eigentlich Rezensionen zu ihren Büchern lesen. Und wenn ja: Ob sie dann nur die positiven lesen oder auch die mit weniger Sternen. Und wie sie Sterne überhaupt wahrnehmen. Denn ganz ehrlich: Ich verstehe es, wenn sich Autor:innen von Rezensionen aller Art fernhalten wollen. In jedem Buch steckt doch sehr viel Liebe, Zeit und Energie und ich kann mir vorstellen, dass dann selbst gut gemeintes konstruktives Feedback sehr schmerzhaft sein kann. Und das Sternesystem halte ich sowieso für Schmarrn, denn während ich drei Sterne nicht als schlechte Bewertung wahrnehme, gibt es Autor:innen, die das mit einem Stern gleichsetzen. Aber zu meiner Überraschung haben mir beide Autorinnen verraten, dass sie auf Instagram, aber auch auf Lovelybooks unterwegs sind und dort auch Rezensionen zu ihren Büchern lesen. Und dass sie auch schlechte Rezensionen nicht mehr verletzen, solang sie höflich und begründet sind. Ich hatte eine super Zeit während dem Meet and Greet und auch während der Lesungen.

Hier seht ihr mich mit Meike Werkmeister
und Maren Vivien Haase.

Quelle: Eigenes Bild

Wisst ihr, was der einzige Nachteil daran ist, wenn man mit seinem Buchclub zu einer Buchmesse wie Leipzig fährt? Niemand ist dabei, der dich davon abhält, Bücher zu kaufen. Wirklich keiner. Seht ihr meine dicke Tasche da auf dem Bild? Da waren zu diesem Zeitpunkt schon vier Bücher drin. VIER. Drei davon habe ich innerhalb der ersten Stunde vor Ort gekauft. Und in der anderen Hand halte ich eine neue Tasche von Lovelybooks, in die dann gleich die neuen Bücher der beiden Autorinnen wanderten. Zähle dazu die zwei Bücher, die ich am Freitag im Antiquariat gekauft habe und tadaaa: Ich habe sage und schreibe acht Bücher zurück nach Salzburg gebracht. Wann ich die lesen soll? Keine Ahnung! Wo die in meinem Bücherregal Platz haben sollen? Gute Frage! Bitte fügt an dieser Stelle mein hysterisches Lachen ein. Ich bin nur froh, dass ich mich im April mehr oder weniger an mein Buchkaufverbot gehalten habe, so hat mich das schlechte Wissen nicht ganz so geplagt.

Zu guter Letzt möchte ich mich nochmal bei allen Mitgliedern meines Buchclubs bedanken, die mich auf diese Reise begleitet haben. Danke für eure gute Laune, eure Freude an der Messe, die guten Gespräche und eure Motivation. Es war mir eine Ehre, mit einer so tollen Gruppe die Leipziger Buchmesse besuchen zu dürfen und ich freue mich auf unseren nächsten Ausflug, der irgendwann einfach stattfinden muss.

Alles Liebe,

Eure Mira

Montag, 24. April 2023

Leipziger Buchmesse 2023

Hallo ihr Lieben!

Ich bin super aufgeregt, denn dieses Wochenende geht es für mich nach Leipzig, zur Buchmesse. Wie ihr wisst, war ich bereits zweimal in Frankfurt, nach Leipzig hab ich es bisher aber noch nie geschafft. Diese Buchmesse ist also Neuland für mich, mir wurde aber bereits gesagt, dass Leipzig familiärer sein soll und fast noch schöner ist als Frankfurt. Also bin ich auf jeden Fall schon jetzt gespannt darauf, was mich so erwartet.

Begleiten darf mich diesmal eine ganze Handvoll Leute: eine Teilgruppe meines berühmt berüchtigten Buchclubs. Insgesamt werden wir zu siebt sein und Ja, es war eine Herkulesaufgabe für uns eine halbwegs leistbare Unterkunft zu finden. Aber wir haben es irgendwie geschafft und hoffen einfach mal, dass das Hostel, das wir gebucht haben, annehmbar ist.

Natürlich habe ich auch schon erste Pläne gemacht, was ich alles sehen möchte. Ihr werdet mich auf jeden Fall bei den Lesungen von Meike Werkmeister und Maren Vivien Haase treffen und ich habe auch die Chance, die beiden persönlich kennen zu lernen - was super aufregend ist! Außerhalb dieser Termine werde ich mich wahrscheinlich einfach treiben lassen und versuchen, nicht all meine Ersparnisse für Bücher auszugeben. Wie erfolgreich ich sein werde, weiß ich nicht. Immerhin gehören meine Buchclubmenschen nicht unbedingt zu der Art von Menschen, die mich davon abhalten würden, Bücher zu kaufen.

Wie sieht es denn bei euch aus? Werdet ihr die Leipziger Buchmesse besuchen? Wenn ja: Welche Events wollt ihr auf keinen Fall verpassen? 

Lasst es mich gerne wissen. Ich bin gespannt, ob ich den ein oder anderen von euch vor Ort sehen werde!

Alles Liebe,

Mira

Montag, 2. Januar 2023

Das war 2022 und jetzt kommt 2023

 Hey ihr Lieben!

Eigentlich hätte dieser Post ja schon vorgestern erscheinen sollen, aber das habe ich erfolgreich verpasst. Das Leben ist mal wieder passiert und eigentlich war ich auch nicht besonders überrascht darüber. Immerhin neigte ich auch 2022 dazu, Dinge bis zum letzten Drücker aufzuschieben. Also habe ich statt diesen Blogpost zu schreiben, eine Präsentation darüber gestaltet, warum ich die Hungerspiele ganz sicher nicht überlebt hätte und an meiner Seminararbeit über Sissi zu werkeln.

Aber jetzt zu meinem Jahresrückblick. 2022 war für mich das erste Jahr seit Ewigkeiten, in dem ich mich wieder ein bisschen leben konnte. Die letzten paar Jahre waren nicht einfach und durch Corona habe ich viele meiner Wünsche und Pläne vorab aufs Abstellgleis gestellt. Ich habe gelernt, dass ich besser nicht viele Pläne schmiede, denn wahrscheinlich werden sie durch die Pandemie nicht stattfinden können. Doch vieles ging dieses Jahr wieder: Präsenzunterricht an der Uni, Treffen mit meinen Freund:innen abseits vom Bildschirm, Urlaub in Italien und auch Partys und Studentenbars, die mir nach zehn Minuten schon wieder auf die Nerven gingen. Und auch wenn es mir manchmal immer noch schwer fällt, das zu glauben, scheinen die Dinge langsam wieder anders zu werden. Ich will das Wort "normal" hier nicht verwenden, denn das würde für mich aussagen, dass alles so ist, wie es schon immer war. Und das ist es nicht, zumindest für mich nicht. Ich trage weiter Maske wann auch immer ich erkältet bin oder wenn ich mich durch Menschen in meiner Umgebung unwohl fühle, ich bin immer noch zurückhaltender, was Umarmungen angeht, und ich bekomme immer noch regelmäßig Meldungen darüber, dass mal wieder Studienkolleg:innen infiziert sind. Aber das Leben ist wieder etwas vorhersehbarer.

Dass die Dinge wieder etwas ruhiger verlaufen, hat wohl dazu beigetragen, dass ich mein diesjähriges Leseziel nicht erreicht habe. Ich wollte dieses Jahr hundert Bücher lesen und rezensieren, das hat so aber nicht ganz geklappt. Wer wieder Freunde treffen und verreisen kann, kann (und will) nicht jede freie Sekunde in fiktionalen Welten verbringen. Ich war aber nah an meinem Ziel dran und habe 96 Bücher gelesen, das sind 28.358 Seiten. Also, so circa. Nicht alle Bücher, die ich gelesen habe, sind auf Goodreads eingetragen, deswegen ist das nur so eine Hausnummer, die aber irgendwie schon so stimmen wird. Im Durchschnitt habe ich 3,9 Sterne an "meine" Bücher vergeben - das ist etwas weniger als im letzten Jahr, aber immer noch ein Schnitt, mit dem ich zufrieden bin. Immerhin habe ich über 30 Bücher mit fünf Sternen bewertet.

Nun ein Blick auf meine weiteren Statistiken. Laut Storygraph waren 18 meiner Bücher "lighthearted", also fröhlich, 17 waren "reflective" oder "emotional" und 16 wurden als "funny" eingestuft. Kleinere Kategorien lasse ich hier aus, sonst wird dieser Post zu lang. Die Erzählgeschwindigkeit wurde bei 33% als schnell, bei 11% als langsam und beim Rest (56%) als mittel eingestellt. 51% meiner Bücher waren zwischen 300 und 499 Seiten lang, 44% waren kürzer als 300 Seiten und 5% hatten über 500 Seiten. Durch 76% meiner Bücher durfte ich in fiktionale Welten eintauchen, 24% waren nicht-fiktional, also zum Beispiel Sachbücher. Was mich besonders überrascht hat, waren die meistgelesenen Genres dieses Jahr: 20 meiner Bücher waren Liebesromane! Das ist ein Rekord und vor allem deswegen spannend, weil ich mir erst dieses Jahr eingestanden habe, dass ich Liebesromane eigentlich gerne lese und das nur aufgrund von internalisierter Misogynie nicht tue. Weitere 20 Bücher waren Gegenwartsliteratur, 16 waren Fantasy und nur noch 12 waren Jugendbücher. Insgesamt hatte ich dieses Jahr häufig das Gefühl, als wäre ich Jugendbüchern jetzt entwachsen, denn selbst wenn ich sie las, haben sie mich nicht so begeistert wie noch vor ein paar Jahren. Naja, soll vorkommen. Insgesamt habe ich dieses Jahr fast 30 Genre erkundet, was ich für eine unglaubliche Zahl halte, die ich auf den ersten Blick gar nicht glauben konnte.

Diesen Wechsel der Genres spiegelte sich auch bei meinen meistgelesenen Autorinnen wieder. Ich habe ganze sechs Bücher von Talia Hibbert gelesen und rezensiert (the one and only queen of romance novels!), vier von Lyssa Kay Adams, der Autorin von "The Secret Book Club" und drei von Ali Hazelwood.

Normalerweise würde ich an dieser Stelle nun meine ganzen Lesehighlights aufzählen. Aber wie gesagt: Das waren dieses Jahr so viele, dass ich mit einer Aufzählung wohl diese Website zum Zusammenbruch bringen würde. Für alle, die es interessiert, habe ich aber diesen Post mit dem Tag "Approved-Stempel" versehen. Wenn ihr darauf klickt, werden euch nur die Rezensionen meiner Highlight-Bücher angezeigt.

Mein wohl größtes persönliches Highlight 2022 ist, dass ich die Chance bekommen habe, enger mit Lovelybooks zusammenzuarbeiten. Alle paar Wochen erscheint dort jetzt eine Leseempfehlung von mir, die ihr in dieser Art auch nur dort findet. Ich habe viel Freude mit dieser Kooperation und es würde mich freuen, wenn ihr auch mal vorbeischaut!

Nun aber zu 2023. Ich hoffe darauf, dass dieses Jahr ein gutes wird. Eines mit viel Gesundheit für mich und alle Menschen, die mir wichtig sind, und mit schönen Erlebnissen allein und mit Freunden. Wenn alles gut geht, schließe ich Ende 2023 mein Masterstudium ab, was sich surreal anfühlt. Ich möchte wieder Zeit in Italien verbringen und dort über Renaissancekunst lernen und mein Italienisch verbessern. Ich habe eine Bewerbung zu einer Universität in Mallorca geschickt und darf vielleicht, wenn ich genommen werde, dort einige Zeit verbringen und über die politischen Dimensionen meines Studiums lernen. Es wird also auf jeden Fall viel los sein und daran habe ich auch meine Ziele angepasst:

  1. Ich möchte in diesem Jahr 75 Bücher lesen. Ja, das sind 25 weniger als im letzten Jahr. Wie gesagt, es wird viel los sein und wahrscheinlich wird nicht jeder Monat absolut stressfrei sein. Und warum sollte ich mir zusätzlichen Druck machen? 75 Bücher sollte ich ohne große Probleme schaffen können.
  2. Ich möchte endlich meinen Stapel der Schande abbauen und die Bücher lesen, die ich bereits habe. Deswegen möchte ich auch die Anzahl meiner Kooperationen in Zukunft reduzieren. Und ja, diesen Vorsatz habe ich bereits letztes Jahr gefasst. Und nein, das hat nicht funktioniert, danke der Nachfrage. Aber vielleicht ja 2023?
  3. Auch mein dritter Vorsatz stammt aus dem letzten Jahr. 2022 konnte ich endlich wieder eine Handvoll literarischer Veranstaltungen besuchen und ich habe auch überlegt, darüber zu berichten. Da ich mein Leseziel aber zu hoch gesteckt habe und mir deswegen selbst Druck gemacht habe, ging das nicht. Aber hey, vielleicht ja 2023, wo ich ja weniger plane.
So, das war es von meiner Seite. Wie sieht es bei euch aus? Seid ich gut ins neue Jahr gerutscht? Und habt ihr euer Leseziel 2022 erreicht? Lasst es mich gerne wissen, ich freue mich darauf, mit euch zu plaudern.

Alles Liebe,
Eure Mira