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Samstag, 7. Dezember 2024

Hex Files. Verrückte Feiertage [Hörbuch/Kurzrezension]

 

Quelle: Verlag

Diese Reihe sollte euch bekannt vorkommen, zumindest, wenn ihr diesen Blog schon länger verfolgt. Während der Covid-Lockdowns habe ich manchmal stundenlange Spaziergänge gemacht und mich dabei mit allen möglichen Hörbüchern zugedröhnt. Und eines davon war die "Hex Files"-Reihe, gesprochen von der einzig wahren Yesim Meisheit, die unter anderem wegen dieser Reihe eine meiner absoluten Lieblingssprecher:innen geworden ist.

Dieses Buch ist nun ein weihnachtlicher Ergänzungsband. Muss man nicht lesen, um die restliche Reihe zu verstehen, ist aber definitiv ein nettes Ad-on, wenn man nochmal ein bisschen in die Geschichte eintauchen will.

Ivy, die faulste Hexe der Welt, macht sich hier auf die Suche nach gestohlenem Weihnachtsschmuck. Findet sie ihn nicht, wird ein uralter Fluch sie alle dahinraffen. Durch einen Vulkanausbruch, durch eine tödliche Krankheit, was denn genau passiert, weiß niemand so wirklich sicher. Die Auflösung, was denn nun mit dem Weihnachtsschmuck passiert ist, ist dann super süß und war für mich stimmig. Trotzdem war sie für mich eine Überraschung. Auch wenn ich den Täter (oder die Täterin?) selbst schnell erraten habe, wäre ich auf das Motiv sicher nicht von alleine gekommen.

Auch dieser allerletzte Band war wieder sehr lustig. Unter anderem natürlich auch wieder wegen dem sprechenden Kater Brutus, dessen "Miststück" mich jedes Mal wieder zum Lachen bringt.

Mein Fazit? Eine schöne Ergänzung der Reihe für die Weihnachtszeit!

Montag, 20. Mai 2024

Death of an Author [Kurzrezension]

 

Quelle: Verlag

Wer die Rezension zu diesem Roman auf einer anderen Seite als direkt auf meinem Blog liest, wird sehen, dass ich hier keine Sternebewertung hinterlassen habe. Und das hat auch einen guten Grund: "Death of an Author" ist ein Buch, das KI-generiert wurde. Das Thema ist aktuell riesig in der Bücherbubble und das auch aus gutem Grund. KI wirft viele Fragen auf, die noch nicht geklärt sind und die wir vielleicht auch zum aktuellen Zeitpunkt gar nicht wirklich klären können. Es geht dabei zum Beispiel um Fragen des Urheberrechts und der Kreativität. Egal, wie wir diese Fragen am Ende beantworten werden: Wir befinden uns am Startpunkt eines großen Umbruchs und ich bin gespannt, wo uns diese Reise hinführt. Und gleichzeitig habe ich auch Angst davor. Diese Mischung an Gefühlen ist für mich wohl der Hauptgrund, warum ich mich entschieden habe, meine Masterarbeit zum Thema zu schreiben. Aktuell bin ich laut meiner Wortzähl-App bei aktuell circa 60% meiner Arbeit und damit zeichnet sich das Ende damit endlich, endlich als kleiner Punkt am Horizont ab. Es geht in meiner Masterarbeit um Intertextualität und um Konzepte der Autorschaft und wie sich beides mit Künstlicher Intelligenz verbinden lässt. Und das muss ich natürlich anhand von verschiedenen Beispieltexten herausarbeiten. 

Einer dieser Texte ist "Death of an Author". Bei diesem Buch handelt es sich um einen Krimi, der laut eigener Angaben zu mindestens 95 % von KI generiert wurde. Und glaubt mir: Ich habe mir ordentlich den Kopf zerbrochen, ob es ethisch überhaupt vertretbar ist, dieses Buch zu rezensieren. Doch es ist mir wichtig, Künstliche Intelligenz und generierte Texte nicht im allgemeinen zu verteufeln. Denn wie immer gibt es nicht nur schwarz und weiß, sondern sehr viele Graustufen. Es gibt nicht nur die großartigen menschgemachten Texte und die schrecklichen KI-generierten Texte, die nicht mal das Papier wert sind, auf dem sie gedruckt sind. Stephen Marchine - der Mensch, der hinter diesem Buch steckt - hat es sich mit dieser Veröffentlichung nicht leicht gemacht. Der hat nicht einfach ChatGPT befohlen, ihm einen Kriminalroman zu schreiben, sondern viele Monate mit verschiedenen Programmen gearbeitet, um einen lesenswerten Roman zu verfassen. Dabei beweist er durch verschiedene intertextuelle Anspielungen im Text und durch ein ausführliches Nachwort auch, dass er sich mit den Themen Literatur und Kreatives Schreiben auch tatsächlich auskennt und sich wirklich für kreative Experimente wie eben dieses hier interessiert, und nicht einfach nur auf ein passives Einkommen hofft.

Ich bin an dieses Buch mit eher niedrigen Erwartungen herangegangen - denn sind wir mal ehrlich, die meisten generierten Texte, die aktuell im Netz herumschwirren, sind einfach nicht besonders gut. Denkt bitte daher auch gar nicht erst daran, mir jetzt euer generiertes Buch anzubieten, solltet ihr eines haben. Ich lese diese Bücher für meine wissenschaftliche Arbeit, nicht, weil ich in Zukunft nur noch solche Bücher lesen möchte. "

Death of an Author" hat mich dann aber doch noch überrascht. Doch einiger ungewöhnlicher Phrasen und Satzkonstruktionen, ist dieses Buch gut geschrieben. Auch der Inhalt war interessant und glaubwürdig, Einzig das Ende ließ mich etwas unzufrieden zurück. Da wurde die Spannung sehr schnell aufgelöst und ich finde, dass man dem Abschluss mehr Seiten hätte widmen können.

Trotzdem war das eine interessante Lektüre, die ich nach meiner Masterarbeit hoffentlich nicht hassen werde.

Mein Fazit? Interessant und mal was ganz anderes, als ich es sonst so kenne.

Dienstag, 19. März 2024

Lebender Beweis

Quelle: Noa Lunara

 Dieses Buch stammt mal wieder aus meinem Bekanntenkreis. Einer der vielen Vorteile, die man hat, wenn man auch beruflich in der Buchbranche unterwegs ist. Und von dieser Person, die mir dieses Buch zur Verfügung gestellt hat, möchte ich definitiv auch in Zukunft mehr lesen.

Es geht in diesem Buch um den Engel Samael, der gezwungen wird, einen Pakt mit dem Teufel einzugehen. Warum tut er das? Nun, er ist erblindet und Gott heilt ihn aus irgendeinem Grund nicht. Außerdem weiß er nicht, dass es Satan ist, der ihm das Augenlicht zurückgibt. Trotzdem wird er dafür bestraft und wird zu einem Verdammten, zu einem gefallenen Engel. Wie die Geschichte von diesem Zeitpunkt an weitergeht? Das kann ich euch leider nicht sagen, denn bei diesem Buch handelt es sich um einen Kurzroman. Bei Kurztexten ist es immer sehr schwierig, den Inhalt zu beschreiben, ohne zu spoilern.

Und gerade bei diesem Text wäre es eine Schande, wenn es durch Spoiler Leser:innen verlieren würde. Denn die Autorin hat mit diesem Text wirklich ein kleines Kunstwerk geschaffen. Drama, Intrigen, Liebe... das alles findet ihr hier auf nur wenigen Seiten.

Dieses Buch war für mich definitiv eine große Überraschung und ein Lesehighlight. Ich habe das Buch in einer Sitzung durchgesuchtet und jede Sekunde daran geliebt. Ich freue mich darauf, hoffentlich in Zukunft noch mehr von Noa Lunara lesen zu dürfen. Ich halte dey für sehr talentiert und das weiß sie hoffentlich auch. Am liebsten würde ich direkt mehr über diese Welt lesen und über die Protagonisten, die hier vorgestellt wurden. Ich sehe in dieser Geschichte noch viel Potential, das dey noch in weiteren Teilen aus der Geschichte herausholen könnte.

Mein Fazit? Kann ich euch aus ganzem Herzen empfehlen.

Mittwoch, 20. Dezember 2023

Unhinged [Kurzrezension]

Quelle: Goodreads

Und der Preis für den seltsamsten Roman, den ich in diesem Jahr gelesen habe, geht an.... Nicht "Ice Planet Barbarians", nicht "Icebreaker", sondern an "Unhinged". Dieses Buch kann ich wirklich nicht mit irgendwas vergleichen, was ich je zuvor in meinem Leben gelesen habe und ich bin mir nicht sicher, ob das gut ist, auch wenn ich Ungewöhnliches normalerweise feiere.

Warum ich dieses Buch überhaupt gelesen habe? Aufmerksam wurde ich auf dieses Buch durch Social Media. Dort ging ein Video über dieses Buch viral und es wurde mir nicht nur angezeigt, sondern auch von sicher fünf Menschen weitergeleitet, die wissen, dass bei mir bei sowas oft die Neugierde überwiegt und die Wahrscheinlichkeit besteht, dass ich mir dieses Buch tatsächlich kaufen werde. Den Ausschlag für die Kaufentscheidung haben dann aber zwei andere Freunde gegeben. Keine Ahnung, wie unser Gespräch in diese Richtung abgedriftet ist, aber irgendwie haben wir darüber geredet und die beiden waren entsetzt. Und gleichzeitig aber auch neugierig, schätze ich. Anders kann ich mir nicht erklären, wie der Pakt entstand, dass wird uns dieses Buch kaufen und gleichzeitig lesen würden. Und joa: Genau das ist auch geschehen.

Das Buch besteht aus 69 Seiten (I see what you did there) und wir drei waren deswegen auch sehr schnell durch mit dem Buch. Das nächste Mal als ich auf mein Handy blickte, erwarteten mich sehr viele Screenshots von sogenannten "Highlights". 

Aber worum geht es hier überhaupt? Nun, es geht um Tana... und um ihre Haustüre. Und ja, es ist in etwa so schräg und verstörend, wie sich das hier im ersten Moment anhört. Das Buch ist sehr explizit und enthält einige Szenen, die ich nie wieder aus meinem Kopf rausbekommen werde. Deswegen habe ich mich entschlossen, dass ich dieses Buch hier rezensieren würde. Wenn ich leiden muss, dann müsst ihr das auch. Ätsch.

Generell war ich aber von diesem Buch positiv überrascht und ja, es tut mir weh, das zuzugeben. Einige Stellen waren sogar lustig. Ich hätte nicht damit gerechnet, Witze, über antike Mythologie hier zu finden, die sogar passend sind. Das Buch war nicht so grauenhaft schlecht, wie ich gedacht hätte. Über weite Teile langweilig, aber nicht so schrecklich, wie ich dachte.

Ich bin mir ja relativ sicher, dass dieses Buch nicht als ernstzunehmende Lektüre gedacht ist. Ich glaube, dass das ein Scherz ist, ein lustiges Buch, Humor. Und ich möchte das jetzt einfach mal glauben, damit ich mich besser fühle.

Mein Fazit? Wird das in den Kanon der Weltliteratur eingehen? Ganz sicher nicht. Aber ich bereue nicht, die paar Euro für das eBook ausgegeben zu haben.

Freitag, 17. November 2023

Wer steckt ein und wer gewinnt?

 Autorin: Isabella Rummel
Erschienen am 31.08.2023
Im Story.One Verlag
ISBN: 9783710879388
Rezensionsexemplar: Ja

Quelle: Lovelybooks


Klappentext:
"Lara und Philipp verlieben sich. Trotz ihrer körperlichen Zuneigung findet Bodyshaming einen Weg durch die Schutzmauern ihrer intakten Beziehung. Zu dünn, zu dick, zu klein, zu groß - jeder bewertet irgendwann den Körper eines anderen. Doch mit welcher Absicht teilen manche diese Bewertung dem Betroffenen mit? Und wie viel Wert hat eine solche ungefragte Meinung? Verlieren die, die austeilen oder die, die einstecken? Oder gewinnt am Ende nur die Liebe?"
Quelle: Verlag

Meine Meinung:
Wenn ihr niemanden kennt, der den Körper anderer Menschen ungefragt bewertet und kommentiert, dann gratuliere ich euch zu eurem Glück. Ich habe dieses Glück leider nicht - und als leicht übergewichtige junge Frau bekomme ich Bodyshaming, wie man dieses Phänomen nennt, leider seit meiner Kindheit immer wieder zu spüren. Aber natürlich meint es niemand böse. Natürlich machen sich alle Menschen, die mir in der Vergangenheit ungefragt Ratschläge gegeben haben und meinen Körper kritisiert haben, nur Sorgen um mich und meinen es gut mit mir. Oder vielleicht projizieren sie auch einfach ihre eigenen Unsicherheiten auf meinen Körper, der übrigens gesund ist, auch wenn er mehr Platz einnimmt als der mancher anderer, und außerdem in meiner eigenen Verantwortung liegt, vielen Dank auch.

Durch meine persönliche Betroffenheit vom Thema war mir auch sehr bald nach dem Erscheinen des Buches klar, dass ich Isabellas Buch lesen möchte. Ich habe sie und ihr Buch auf Instagram entdeckt, einfach dadurch, dass wir beide beim gleichen Verlag veröffentlicht haben. Seitdem folgen wir uns gegenseitig. Dann kam auf der Buch Wien plötzlich die Nachricht: "Du bist gerade an meinem Stand vorbeigelaufen." So habe ich rausgefunden, dass Isabella ein unglaublich gutes Gesichtergedächtnis hat - und bekam die Möglichkeit, die sie mal persönlich kennenzulernen. Wir haben fast eine Stunde lang gequatscht und unser Gespräch hat damit geendet, dass ich ihr Buch als Rezensionsexemplar mit nach Hause nehmen durfte. Trotz der Tatsache, dass ich die Autorin persönlich kenne, müsst ihr euch keine Sorgen um meine Objektivität machen. Ich kann Autor:innen von ihren Büchern trennen (auch wenn ich diese Vorgehensweise nicht befürworte, wenn Autor:innen Mist bauen. Looking at you, J.K.!)

In diesem Buch geht es um Lara. Sie ist - genau wie ich - eine junge Frau, deren Körper halt einfach ein bisschen größer ist. Sollte in einer idealen Welt kein Drama sein, oder? Lara lernt bei einer Party Philipp kennen und sie verlieben sich ineinander und werden ein Paar. Sie lieben sich und Laras Gewicht spielt in der Beziehung keine Rolle - zumindest bis Lara Phillipps Eltern kennenlernen.

Diese Geschichte hat mich tief getroffen. Lara hat mir unglaublich leidgetan und ich habe mit ihr mitgefühlt. Es gibt in dieser Geschichte viele Figuren, die hassenswert oder zumindest nicht unbedingt sympathisch sind - und Lara muss das alles ausbaden. 

Dass das alles im Stil einer Erzählung verfasst wurde, war eine spannende Entscheidung, an die ich mich zuerst gewöhnen musste. Ich finde aber, dass das aber gut funktioniert hat, auch wenn ich diese Art des Stils über einen längeren Text hinweg nicht gewohnt bin.

Aber auch, wenn mir das Buch an sich gut gefallen hat, habe ich einen Kritikpunkt: Leider war dieses Buch nicht ganz fehlerfrei und der ein oder andere Fehler scheint bei der Korrektur übersehen worden sein. Allerdings geht empfand ich diese Fehler nicht als weiter störend und konnte sie während des Lesens gut ignorieren. Aus Gründen der Objektivität wollte ich das hier aber trotzdem ansprechen.

Mein Fazit? Eine gut gelungene Erzählung zum Thema Bodyshaming.

Freitag, 27. Oktober 2023

Die Apfelprinzessin [Kurzrezension]

 

Quelle: Verlag

Gerade mal eine Woche ist die Frankfurter Buchmesse jetzt her und ich habe bereits das erste Buch meiner Ausbeute gelesen. Und mich mit dem Kauf unwissentlich auf eine Reihe von aktuell 26 Büchern eingelassen. Ach du meine Güte. Ich habe am Stand gesehen, dass das eine Reihe ist, aber 26 Bücher? Oh mein Gott! Ich hoffe nur, dass die alle gut sind. Das wäre dann eine Premieren, denn ich bin noch nie einer Reihe begegnet, die so lange gut bleibt.

Was an den Büchern dieser Reihe super angenehm ist? Nun, sie sind sehr kurz. Jeder Band hat nur knapp über hundert Seiten, man ist also recht schnell durch und hat dann das Erfolgserlebnis, das man wieder mit einem Buch durch ist. Ist aber natürlich nicht nur toll, wenn ein Buch so kurz ist, denn ich hätte gerne direkt weitergelesen.

In diesem Buch geht es um die Märchen (oder Lügen) der Gebrüder Grimm. Dieser erste Band konzentriert sich (glaube ich) auf Schneewittchen. Meine Unsicherheit stammt daher, dass die Märchen nur lose miteinander verknüpft sind. Klar, es gibt Anspielungen, aber die Autorin hat sich da doch sehr viele Freiheiten genommen. Was auch völlig okay ist und meiner Meinung nach sogar gut. Ich hätte kein Interesse daran, den zweiten Band dieser Reihe zu lesen, wenn das einfach ein ganz normales Retelling wäre. Dadurch, dass sich die Autorin nur lose an den Märchen orientiert, hatte ich zwar immer wieder meine Freude dadurch, dass ich Dinge und Personen wiedererkannt habe, gleichzeitig konnte so aber auch Spannung entstehen. Ich bin jetzt mit dem ersten Band durch und habe keine Ahnung, wie die Geschichte rund um die Apfelprinzessin weitergeht. Und ich möchte das aber unbedingt wissen. Super, dass meine Wunschliste also schon eine Woche nach der Buchmesse wieder wächst. Uff.

Erzählt wird der Roman aber trotz des Bezugs auf die Gebrüder Grimm überraschenderweise aus der Gegenwart beziehungsweise aus dem Jahr 2012. Der junge Will ist gerade dabei, die Schule abzuschließen. Er ist ein Heimkind, denn leider lebt sein Vater schon seit Jahren in der Psychiatrie. Er hat eine Obsession mit Märchen entwickelt, die für ihn selbst und seine Mitmenschen gefährlich wurde - und die muss Will immer noch bei jedem Besuch ausbaden. Was für ihn super schmerzhaft ist, denn er kann nicht nachvollziehen, wie sein Vater diesem Wahn verfallen ist. Doch dann wird er selbst in die Welt der Märchen gesogen - und damit in eine Welt, die weder er noch seine Freunde verstehen.

Durch das Setting der Reise habe ich mich an die Abenteuerromane erinnert gefühlt, die ich als Kind gerne gelesen habe. Nur, dass ich nicht glaube, dass dieses Reihe kindgerecht ist. Für Jugendliche vielleicht, aber definitiv nicht für Kinder.

Mein Fazit? Ich bin auf jeden Fall jetzt schon gespannt, wie es weitergeht und werde die Reihe definitiv noch weiter lesen.

Freitag, 25. August 2023

Die Schauspielerin [Eigenwerbung]


Quelle: Story.one

                                                        

Hallo, ihr Lieben,

In der letzten Woche ist etwas sehr Surreales passiert: Ich habe am 21. August 2023 mein erstes eigenes Buch veröffentlicht. Es ist jetzt überall dort verfügbar, wo es Bücher gibt und wenn ihr gerade Lust auf eine neue Lektüre habt, dann überlegt doch mal, ob ihr mir und meinem Kurzroman eine Chance geben wollt.

Hier der Klappentext, denn anhand des (meiner Meinung nach großartigen) Covers allein ist eine Entscheidung wohl kaum möglich.


"Als Lucia ihre Rolle als "Puck" an einem großen Theater aufgibt, macht sie das, ohne an das Danach zu denken. Eine neue Stelle muss sie sich erst suchen, finanzielle Rücklagen hat sie keine, einen Plan erst recht nicht. Ihre Familie und Freundinnen halten sie für verrückt. Und sie sich selbst bald ebenfalls. Aber was sonst kann man tun, wenn man mit seinem Leben, wie es gerade verläuft, unzufrieden ist?

Eine emotionale Kurzgeschichte darüber, wie man es schafft, sich selbst wieder aufzurichten, wenn man auf dem Boden der Tatsachen angekommen ist."


Das sagt dir zu? Sehr schön! Wenn du, liebe Leserin, lieber Leser, meinen Blog gerne liest, dieser Klappentext dich neugierig gemacht hat und du das nötige Kleingeld hast, dann würde es mich sehr freuen, wenn du mich durch einen Kauf unterstützt.

Wenn du das Geld für das Buch aktuell nicht hast oder nicht ausgeben willst, dann würde ich mich sehr darüber freuen, wenn du den besser betuchten Menschen in deinem Leben von mir und der Schauspielerin erzählst oder auf dem Sozialen Netzwerk deiner Wahl auf meine Neuerscheinung hinweist.

Wenn dir der Klappentext gar nicht zusagt oder du mich einfach als Person nicht magst, dann kannst du dir natürlich auch überlegen, dieses Buch jemandem zu schenken, den du nicht magst. So als kleines Geschenk, nur um diese Person zu quälen. (Ich erzähl deinen Schwiegereltern und diesem fiesen Onkel von dir auch nicht weiter, dass dieses Buch nicht einfach nur eine kleine Aufmerksamkeit war, sondern der Versuch, ihnen einen Herzinfarkt zu verpassen. Versprochen.)

Hier abschließend noch alle Daten, die ihr braucht, um "Die Schauspielerin" bei der Buchhandlung eurer Wahl (die hoffentlich nicht das große Megaunternehmen mit A ist) zu finden.


Buchtitel: Die Schauspielerin
Autorin: Laura Pellizzari
ISBN: 9783710859946
Verlag: Story.one

Wie gesagt: Ihr macht mir eine große Freude, wenn ihr mich mit einem Kauf unterstützt oder mich an andere Leute weiterempfehlt, denen dieses Buch vielleicht gefallen könnte. Natürlich seid ihr auf meinem Blog aber auch weiter willkommen, wenn ihr jetzt (aus welchem seltsamen Grund auch immer) beschließen solltet, dass das Buch gar nichts für euch ist. ;)

Ich freue mich auf jeden Fall jetzt schon darauf, mit meinen hoffentlich zahlreich vorhandenen Leser:innen über diesen Text zu plaudern.

Alles Liebe und bis zum nächsten Posting,

Mira

Dienstag, 13. Dezember 2022

Merry Inkmas [Kurzrezension]

 

Quelle: Verlag

In weniger als zwei Wochen ist Weihnachten und ich glaube, wir alle wissen, was das bedeutet: Wir befinden uns in der sehr kurzen Zeit des Jahres, in der es sich für mich nicht seltsam anfühlt, weihnachtliche Bücher zu lesen. Also dachte ich mir, dass ich das dieses Jahr auf jeden Fall ausnutzen muss und hab mir Talia Hibberts Weihnachtsroman "Merry Inkmas" runtergeladen.

In diesem Roman geht es um Bailey und Cash. Bailey ist eine junge Frau, die gerade ihren Job als Barista in einem Kaffeehaus verloren hat. Cash, der dazu beigetragen hat, dass sich der Konflikt zwischen Bailey und Cash erst so hochschaukelt, fühlt sich deswegen schuldig und bietet ihr deswegen eine Stelle als Sekretärin in seinem Tattoostudio an. Deswegen und weil er seit mehreren Monaten in sie verliebt ist...

Viel mehr kann ich eigentlich nicht über diesen Roman erzählen, denn alles, was später kommt, ist meiner Meinung nach bereits ein Spoiler. Dieser Roman ist "nur" ein Kurzroman und lässt sich sehr schnell lesen - deswegen passiert viel der Handlung schon sehr früh, was es mir erschwert, den Inhalt zusammenzufassen. Auch die Beziehung zwischen den Figuren entwickelt sich schneller als es normalerweise bei Talia Hibbert der Fall ist und wir lernen schneller ihre inneren Dämonen kennen. Das war für einen Kurzroman total in Ordnung, aber ich bin froh, dass sich Talia Hibberts Geschichten normalerweise weniger schnell sind. Sonst wäre sie wohl kaum eine meiner Lieblingsautorinnen.

Bailey und Cash sind sehr interessante Figuren und vor allem Bailey habe ich schnell ins Herz geschlossen. Für Cash brauchte ich etwas länger, da er doch eine harte Schale hat, die er gegenüber von Bailey auch nicht gleich abstreift. Allerdings hat er dafür auch eine gute Entschuldigung für sein kühles Verhalten, die ich hier noch nicht ansprechen werde, da das erst gegen Ende des Buchs aufkommt. 

Wie wir es von Talia Hibbert kennen, spricht sie auch in diesem Roman wichtige gesellschaftliche Themen an. In diesem Fall schreibt sie auch über Obdachlosigkeit, wie sie aussehen kann und welche Gründe es dafür geben kann. Obdachlosigkeit ist auch in Österreich ein Problem, auch wenn es gerade auf dem Land nicht so sichtbar ist und in der Stadt von der Politik gerne verdrängt wird. Und gerade im Winter kann Obdachlosigkeit auch schnell lebensgefährlich werden. Ich weiß nicht, wie kälteresistent ihr seid, aber für die meisten Menschen ist es nicht gesund bei Temperaturen unter 0 °C draußen zu schlafen. Seid also bitte alle so lieb und speichert euch die Nummer des Kältetelefons der Caritas ein. Dort anzurufen, wenn ihr den Schlafplatz einer Person seht, kann Leben retten.

Mein Fazit? Eine schöne Weihnachtsgeschichte über ein wichtiges Thema. Meiner Meinung nach nicht der beste Roman der Autorin, aber trotzdem gut.

Dienstag, 2. März 2021

Die Taube [Kurzrezension]

 

Quelle: Verlag

Bei "Die Taube" von Patrick Süskind handelt es sich um eine Kurzgeschichte. Es geht um einen Mann, der in Paris lebt und eigentlich ganz zufrieden ist. Er bewacht eine Bank und ist gerade dabei, sein Zimmer, das er im Moment mietet, endlich zu kaufen. Doch plötzlich taucht da eine Taube direkt vor seiner Zimmertür auf und bringt alles durcheinander. Denn dieser Wachmann hat Angst vor Tauben. Panische Angst. Für ihn gibt es nichts Schlimmeres als diesen Vogel, der da vor seiner Tür sitzt.

So eine Phobie zu haben, ist sicher schwer. Dieser Wachmann wäre ja wirklich bereit dazu, sein gesamtes Leben umzukrempeln, nur damit er diesen Vogel nie wieder sehen muss! Ich hab ja auch Angst vor manchen Tieren: Spinnen, große Hunde und Seeigel, um drei Beispiele zu nennen. Spinnen sind ekelerregend, Hunde sind gefährlich und laut (ein großes Sorry an alle Hundeliebhaber, die das hier lesen) und Seeigel sind heimtückische Monster, die sehr schmerzhaft sein können. Am im Gegensatz zum Wachmann sind meine Ängste noch weit von einer Phobie entfernt. Gott sei Dank!

Süskind kann ich euch wirklich empfehlen. Er hat einen wunderschönen Schreibstil, der unterhaltsam und beklemmend gleichzeitig ist. Zuerst dachte ich ja, dass dieses Buch ein reiner Klamauk ist, aber dem ist nicht so. Dieser Text ist gleichzeitig sehr ernst und gegen Ende bekam ich dann selbst schon jedes Mal Herzrasen, wenn ich an diese Taube dachte. Von dem her: Lest diesen Text! Der ist nicht so lang, den schafft ihr auch an einem Tag!

Mein Fazit? Ich fand es großartig! Lest es einfach, ihr werdet es nicht bereuen!



Dienstag, 19. Januar 2021

Schneeflocken auf Gansett Island [Kurzrezension]

 

Quelle: Verlag

So, hier also das zweite Weihnachtsbuch, das ich dieses Jahr gelesen habe. Natürlich erst nach Weihnachten, versteht sich von selbst, oder?

Normalerweise würde ich wohl eher nicht zu einem Buch wie diesem greifen. Ein kurzer Liebesroman, der schon auf dem Cover einen großen Haufen Klischees vereinigt... Allerdings war das hier eines der Bücher, die ich 2019 im Zuge des Adventkalenders von Lovelybooks gewonnen habe, also lag es bei mir daheim auf dem Stapel der Schande. Ich habe mir dieses Jahr vorgenommen, endlich meinen Stapel der Schande abzubauen, deswegen habe ich mich bei einer Challenge auf Lovelybooks angemeldet und mir wurde dieses Buch zugeteilt. Also ran an den Speck! Sind eh nur so um die fünfzig Seiten!

Gleich zu Beginn: Das Buch war nicht so schlecht, wie ich es befürchtet habe. Einige Szenen waren sogar ziemlich lustig und/oder süß. Vielleicht sollte ich also doch öfter zu Liebesromanen greifen? So richtig begeistern konnte mich dieses Buch aber leider trotzdem nicht, aus verschiedenen Gründen.

Erstens bin ich mir nicht sicher, ob die Autorin und ich dasselbe Bild von Winter und Schneesturm vor Augen haben. Gestern gabs bei uns relativ viel Schnee: Die Autos konnten also nur noch bedingt fahren, alle Züge sind für einige Zeit ausgefallen, ich hatte ein zusätzliches Paar Socken im Rucksack und Stulpen über der Hose an, damit ich nicht auch noch eine zusätzliche Hose mitbringen musste. Zeitweise musste ich durch Straßen durch, die noch nicht geräumt waren, in denen also ein halber Meter Neuschnee lag. Es hatte den ganzen Tag Minusgrade und mein Handy hat mir gleich in der Früh eine Warnung für extreme Kälte geschickt. Trotzdem ging das Leben normal weiter. Wenn bei uns ein richtiger Schneesturm kommen würde, dann könnte bei uns wohl absolut niemand mehr vors Haus gehen, egal ob man einen Pferdeschlitten hat (wie das hier im Buch der Fall ist) oder nicht. Und die Kleidung auf dem Cover ist bei uns an einem normalen Wintertag schon zu kalt. Ich konnte also diesen "Schneesturm" nicht ganz ernst nehmen, so gern ich es auch wollte. Hauptsächlich wohl wegen dem Cover.

Ich habe erst zu spät herausgefunden, dass dieses Buch Teil 16 einer ganzen Reihe ist. Ich hatte also keine Ahnung, wer die Figuren eigentlich sind, kannte die ganzen Vorgeschichten nicht und war deswegen auch sehr schnell sehr verwirrt. Da kann das Buch nicht wirklich was dafür, es wird wohl aber trotzdem jeder verstehen, dass mir das dann einfach zu viele Figuren auf einmal waren. Als neue Leserin wurde ich hier einfach ins kalte Wasser geworfen, es gab überhaupt keine Erklärung im Text, wer denn nun wer ist.

Die Dialoge trafen leider nicht ganz meinen Geschmack. Es ging meistens um sehr belanglose Themen. Zusätzliche Spannung ist da leider keine aufgekommen, was gerade bei einem Kurzroman wichtig wäre.

Mein Fazit? Besonders die große Anzahl an Figuren hat mich sehr verwirrt. Auch die Dialoge konnten mich nicht begeistern. Nicht ganz meins also, auch wenn ich einige Szenen für ganz gelungen halte.

Samstag, 23. Mai 2020

Tommy's Rache

Autor: Denny van Heynen
Erschienen am 16. Juni 2017
Im Selbstverlag
ISBN: B06XQWWQ7K
Rezensionsexemplar: Ja

Quelle: Autor
Zum Autoren:
"Der nordrhein- westfälische Autor lebt mit seiner Familie am Niederrhein, wo er die Freude am Schreiben von Romanen und Kurzgeschichten entdeckt hat. Darin macht er sich vor allem für LGBT´s sowie den Tierschutz stark und hält dem Mainstream einen Spiegel vor. Das Aufzeigen menschlicher Abgründe ist ihm dabei ebenso wichtig, wie die Unterhaltung seiner Leser. Des Weiteren lässt er neben der eigenen Homosexualität oftmals esoterische Themen in seine Werke einfließen.
Mehr Informationen gibt es auf seinem Autorenblog:
https://vanHeynen.blogspot.com"
Quelle: Autor

Klappentext:
"Tommy geht als Kind tagtäglich durch die Hölle. An seiner Schule ist der übergewichtige Junge seit jeher ein Außenseiter und wird von seinen Mitschülern massiv gedemütigt.
Sein schweres Trauma und die schmerzhaften Erinnerungen holen ihn Jahre später wieder ein, als sein Chef ihn aus beruflichen Gründen bittet, zurück in die Nähe seines einstigen Wohnortes zu ziehen. Tommy setzt von nun an alles daran, sich mit esoterischen Hilfsmitteln zu schützen.
Während der unausweichlichen Zugfahrt in die Vergangenheit werden jedoch dessen unangenehmsten Befürchtungen wahr: er trifft auf Joe, Sam und Lucy- seine früheren Peiniger.
Aber er ist ihnen nun nicht mehr hilflos ausgeliefert, da er sich zu einem attraktiven, starken Mann entwickelt hat. Zudem steht ihm ein aufmerksamer Partner zur Seite, der nichts von seiner schlimmen Kindheit ahnt.
Tommy wird dieses Mal von seiner besonderen Gabe beschützt- doch was für ihn eine außergewöhnliche Fähigkeit ist, wird für seine Peiniger zur bitteren Rache...

"Tommy´s Rache" beruht lose auf wahren Begebenheiten im Leben des Autoren Denny van Heynen."

Quelle: Goodreads

Meine Meinung:
Ich weiß, meistens rede ich nicht wirklich viel über solche Dinge, aber: Das Cover gefällt mir nicht. Natürlich muss man da gerade bei Self-Publishern immer ein Auge zudrücken, doch dieses Buch hier hätte ich mir wohl gerade wegen dem Cover nicht aus eigenem Antrieb gekauft. Es trifft einfach wirklich nicht meinen Geschmack.

Bei diesem Buch handelt es sich um einen Kurzroman. Entschuldigt also bitte, falls es zu Spoilern kommt! Das eBook umfasst nur knapp um die 70 Seiten, davon spielt sich die Handlung auf vielleicht 60 davon ab. Dazu kommt ein recht langes Vorwort und halt das sonstige Drumherum, das Bücher so an sich haben. Deswegen hab ich das Buch auch in einem Rutsch durchgelesen. Das Vorwort fand ich eine gute Ergänzung, da so auch der Antrieb des Autoren, diese Geschichte zu schreiben, verständlich wird. Man merkt schon hier, dass viele Emotionen in diesem Buch verarbeitet wurden und das Schreiben des Buches vielleicht auch therapeutische Wirkung auf den Autoren hatte. Schlimme Erlebnisse in Texten zu verarbeiten, ist ja durchaus auch ein legitimer Grund, ein Buch zu schreiben. Nur muss man da dann halt immer aufpassen, den Leser nicht zu überfordern. Immerhin weiß der Leser nur das, was da auch im Text steht, er kennt die Geschichte des Autoren nicht oder nur abschnittsweise. So wurde zwar Tommys Motiv sehr klar und sein Wunsch nach Rache nachvollziehbar, doch an vielen anderen Stellen wirkte es auf mich so, als hätte der Text unter diesen starken Gefühlen gelitten. Ich denke, dass gerade gegen Ende, wo der Titel dann wirklich Sinn bekommt, mehr möglich gewesen wäre. Da war dann das Rachenehmen sehr im Vordergrund und der Schreibstil war deswegen nicht mehr so gut, wie er es vorher war. Besonders sichtbar wurde das meiner Meinung nach an den Dialogen, die hier doch eher geschwächelt haben.

Die Gabe Tommys wirkte auf mich leider nicht ganz glaubwürdig. Mir als Leserin wurde nicht ganz klar: Wie zur Hölle kam es zu dieser Gabe? Und was kann Tommy und was kann er nicht? Klar, es wird gezeigt, wie Tommy seine Gabe trainiert. Doch da ist ein ziemlich großer Sprung zwischen dem, was er trainiert und dem, was er dann gegen Ende mit der Gabe alles machen kann. Mir ist klar, dass man in einem Kurzroman eine Auswahl treffen muss und nicht jedes Detail genau beschreiben kann. Hier fehlten aber meiner Meinung nach wichtige Puzzleteile, die die Handlung und vor allem Tommys Gabe nachvollziehbar gemacht hätten.

Auch mit Tommy selbst wurde ich bis zum Schluss nicht ganz warm. Zu Beginn dachte ich noch, dass er mir sicher im Laufe der Handlung noch ans Herz wächst, aber da lag ich leider falsch. Den Grund dafür kann ich hier leider nicht beschreiben, es hängt aber mit seiner Gabe und wie er sie für seine Rache verwendet zusammen.

Mein Fazit? Gefallen hat mir über weite Teile der Schreibstil und ich halte das Vorwort für eine wirklich wichtige Ergänzung zum Text. Weniger gefallen haben mir leider der Protagonist und seine Gabe. In Summe also leider nur mittelmäßig.