Montag, 23. Februar 2026

Don't Let The Forest In

 

Quelle: Verlag

Fühlst du das Moos in deinem Bauch…

… und die Pilze hinter deinen Augen?

Die Monster kommen und sie werden dich holen! 


Als Andrew nach dem Sommer wieder an die Wickwood Academy zurückkehrt, ist nichts wie zuvor. Seine Zwillingsschwester ist beleidigt, sein bester Freund Thomas benimmt sich seltsam. Bisher waren sie ein unschlagbares Dreierteam, doch diese Zeiten scheinen vorbei zu sein. Andrew hat immer Horror-Geschichten geschrieben, Thomas dazu gezeichnet, jetzt weigert sich Thomas, einen Stift auch nur anzufassen. Als Andrew ihm in den verbotenen Wald folgt, erkennt er den Grund: Die Monster sind zum Leben erwacht.

Ein Horrorroman, der mich sofort in seinen schönen und seltsamen Bann gezogen hat. Ich war süchtig, konnte den Roman nicht mehr weglegen. Nein, das meine ich Ernst. Das ist mit einer der Gründe, warum ich Horror eigentlich kaum je lese: Ich fürchte mich ganz enorm, grusele mich mindestens die nächste Woche vor meinem eigenen Schatten (oder hier: vor meinen Zimmerpflanzen), aber MUSS das Buch trotzdem fertig lesen, da mir als Kind von einer Klassenkollegin eingeredet wurde, dass die Angst sonst nicht vergehen kann. Ob da was dran ist? Dafür weiß ich zu wenig über Horror - ich höre mir aber gerne an, was die Expert*innen unter euch darüber zu sagen haben.

Da ich mich ja mit Horror sowieso nicht auskenne, sagte mir bisher auch Botanical Horror nichts. Joa, jetzt weiß ich, dass das was ganz enorm Gruseliges ist, das eventuell damit zu tun hat, dass Pflanzen in dir wachsen. Was für eine schreckliche Vorstellung, die definitiv dafür gesorgt hat, dass ich meine Hauspflanzen jetzt ein bisschen kritischer betrachte. (WEHE, die breiten sich IN MIR aus! NOPE, NOPE, NOPE!!!!)

Wisst ihr, was ich getan habe, sobald ich mit diesem Buch fertig war? Ich habe das Buch als Weihnachtsgeschenk für meinen Bruder bestellt. Und meiner Schwester danach eingeredet, dass sie dieses Buch auch lesen muss. Denn ja, ich habe mich zu Tode gegruselt, ABER WENN ICH SCHON DARUNTER LEIDEN MUSS, DANN WENIGSTENS NICHT ALLEIN! Wozu hat man denn Geschwister, nicht? 

Auf jeden Fall freue ich mich jetzt schon darauf, mich auch vor den anderen Büchern von C. G. Drews zu gruseln. Ist es eine gute Idee, diese Bücher auch noch zu lesen? Wahrscheinlich nicht. Bin ich gerade in der Laune, gute Entscheidungen zu treffen? HELL NO!

Mein Fazit also? Total spannend, viel zu gruselig für mich. Lest es trotzdem. Und drückt mir die Daumen, dass ich bei den anderen Büchern von C.G. Drew nicht durchdrehe!

Sonntag, 18. Januar 2026

Never Trust Your Fake Husband [Kurzrezension]

 

Quelle: Verlag

Inzwischen ist es so weit, dass ich mir bei der Arbeit einen gewissen Ruf aufgebaut habe. Nicht nur im Büro, generell bin ich im Bibliothekswesen inzwischen als New Adult-Expertin bekannt und darf mich über Einladungen zu Workshops und Vorträgen freuen. Nicht unbedingt der Ruf, um den ich mich bemüht hätte, aber ich will mich nicht beschweren. Gibt schlimmere Vorträge, die man halten kann. So habe ich meinen Spaß und meine Zuhörer:innen hoffentlich auch.

Einer der Vorteile, der sich daraus ergibt: Im Büro werden Liebesromane oft zuerst mir angeboten. Und manchmal greife ich natürlich auch zu. Hier zum Beispiel, bei "Never Trust Your Fake Husband". Ich liebe Fake Dating und Gedächtnisverlust kenne ich zwar bisher nur aus Fanfiction, aber warum sollte mir das nicht auch in Buchform gefallen?

Als Zoe im winterlichen Paris mitten in der Nacht zu sich kommt, kann sie sich an nichts mehr erinnern. Nicht mal mehr ihren Namen kann sie uns zu Beginn der Handlung nennen. Alles, was sie weiß: Ein Fremder beugt sich über sie und plötzlich fallen Schüsse. Er rettet sie und sie schaffen es, sich auf eine Flusskreuzfahrt zu schmuggeln. Dort geben sie sich als Ehepaar aus – denn was wäre eine bessere Tarnung, als ein Pärchen auf Hochzeitsreise?

Was sich auf den ersten Blick für mich wie die ideale Lektüre für Zwischendurch anhörte, traf dann leider nicht ganz meinen Geschmack. Leider war der Humor nicht ganz mein Fall und auch mit Zoe, die ich als überdreht und albern empfand, wurde ich nicht warm. 

Sehr gestört haben mich hier aber gewisse "Überlebensstrategien", die in der Realität wohl Agent Jakes frühzeitigen Tod zur Folge hätten. Das Zukleben von tiefen Wunden mit Sekundenkleber zum Beispiel, oder das Rausziehen von Gegenständen, die in tiefen Wunden stecken. Bitte, Leute, beides macht ihr bitte, bitte nicht! Ich weiß nicht, warum sowas immer wieder in Büchern auftaucht und ganz ehrlich: Ich halte sowas für unglaublich gefährlich. Gerade, weil ich das Gefühl hatte, als würde sich dieses Buch an eine jugendliche Zielgruppe richtet. Ich möchte Jugendlichen auf gar keinen Fall Naivität unterstellen, mein jugendliches Ich hätte aber seeeeehr viel geglaubt, einfach nur weil es in Büchern drinstand. 

Mein Fazit? Ich befürchte, dass ich für dieses Buch einfach zu alt war. Als 15-Jährige hätte ich die Geschichte und wohl auch Zoe geliebt, jetzt mit meinen 26 Jahren war ich aber leider kein Fan davon.

Freitag, 16. Januar 2026

Katabasis [Kurzrezension]

Quelle: Verlag
 

Alice Law und Peter Murdoch haben ein Problem: Ihr Doktorvater Jacob Grimes ist verstorben. Ein äußerst unangenehmer Mensch (also wirklich, wirklich grauenhaft), doch das ändert nichts daran, dass er ihr Doktorvater ist. Wie sollen sie denn nun ihr Studium im Fach der analytischen Magie abschließen? Ihnen bleibt nichts anderes übrig: Sie müssen ihren Mentor aus der Unterwelt zurückholen, egal, was es sie kosten wird. Und so machen sie sich auf in die Welt von Dante, T. S. Eliot und Orpheus. Denn "Katabasis" bedeutet so viel wie "Abstieg in die Unterwelt". 

Leser*innen, die wie ich literarisches Vorwissen mitbringen, sind hier ganz klar im Vorteil und werden sich über die vielen Referenzen freuen. Auch hier merkt man der Autorin einfach wieder an, wie viel sie weiß - auf eine gute Art. Doch auch für Leser*innen ohne literaturwissenschaftlichen Hintergrund ist die Geschichte verständlich und spannend. Getestet an meinem Bruder, der sich zumindest nicht über die literarischen Anspielungen beschwert hat.

Einziger Wermutstropfen: Leider lösen sich die Buchstaben auf dem Cover bereits nach kurzer Lesezeit auf. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass dieses Buch wieder mal ein Rezensionsexemplar ist, das ich aus dem Büro mitgenommen habe. Ich hoffe es, immerhin ist dieser Roman jetzt nicht gerade das günstigste Buch, das ich bisher in den Buchläden gesehen habe. Teuer genug, dass man eigentlich davon ausgehen können müsste, dass das Cover nicht nach der zweiten Lektüre zerbröselt.

Trotzdem: Klare Leseempfehlung! Aber vielleicht eher als eBook oder als Leihbuch aus eurer Bibliothek. Zumindest solange, bis ich herausgefunden habe, ob die schlechte Qualität des Schutzumschlages ein Mira-Problem oder ein Buch-Problem ist.