Freitag, 17. Juli 2026

Done and Dusted

Quelle: Verlag

Was, wenn dein große Traum geplatzt ist?

    Ihr wisst es vielleicht nicht, aber: Ich war ein großes Pferdemädchen. Alles an diesen Tieren hat mich fasziniert! Sie waren so schön groß, so stark, aber trotzdem so sanft. Deswegen bin ich im Alter von sechs bis zwölf Jahren mehr oder weniger regelmäßig zu meinen Reitstunden gegangen (Mein Lieblingspferd im Stall war Nemo! So ein tolles, tolles Pony!), habe Sachbücher und Romane verschlungen und alles über Pferde gelernt, was man lernen konnte. Ich war davon überzeugt, dass ich irgendwann mein eigenes Pferd besitzen würde, mit dem ich große Ausritte machen würde - wie in allen Pferdefilmen, die ich gesehen hatte. Besonders talentiert im Umgang mit Pferden war ich nicht - deswegen ist es vielleicht auch ganz gut, dass dieser Wunsch nie in Erfüllung gegangen ist.

Um diesen Liebesroman zu verstehen, braucht ihr aber nicht unbedingt Reiterfahrung. Ein paar warme Sommertage ohne Arbeit oder andere Aufgaben reichen völlig!

Emmy Ryder hatte einen Reitunfall. Seitdem hat sie Angst vorm Reiten. Doch das Barrel Racing ist nicht nur ihre Leidenschaft, sondern auch ihre Karriere. Wie es weitergehen soll, weiß sie aktuell noch nicht. Daher flüchtet sie sich zurück in ihren Heimatort Meadowlark, auf die Ranch ihrer Familie. Dort trifft sie den ehemaligen Unruhestifter Luke Brooks, der seit ihrer gemeinsamen Kindheit mit Emmys Bruder befreundet ist. Heute ist er Barbesitzer und gibt Reitstunden – und ist immer noch in Emmy verliebt. Natürlich bietet er auch Emmy an, ihr wieder in den Sattel zu helfen. Blöd nur, dass er plötzlich viel heißer ist, als Emmy es in Erinnerung hatte… Eine romantische, lustige und spannende Liebesgeschichte!

Ich habe dieses Buch sehr genossen. Die Figuren sind so schön ausgearbeitet und es hat mir wirklich Spaß gemacht, sie näher kennenzulernen. Ich habe auch bereits gesehen, dass es noch weitere Teile dieser Reihe gibt - die werde ich NATÜRLICH auch lesen müssen. 

Überzeugt hat mich dieses Buch aber nicht nur wegen der Pferde. Nein, ich halte auch die Repräsentation von psychischen Problemen für gelungen. Doch trotzdem ist dieses Buch nicht düster oder schwer. Ganz und gar nicht! Dieser Roman hat mir einfach Spaß gemacht!

Daher: Große Leseempfehlung für euch!

Donnerstag, 16. Juli 2026

Heartstopper. Volume 6

 

Quelle: Verlag

Auf Wiedersehen, Charlie und Nick!

Jetzt ist es leider so weit: Der voraussichtlich letzte Band der „Heartstopper“-Reihe ist erschienen. Die Protagonisten werden erwachsen, breiten langsam ihre Flügel aus, beginnen damit, die Welt außerhalb der Schule zu entdecken. Während Charlie sich als neu gewählter Schulsprecher gegen LGBTQ+-Feindlichkeit an seiner Schule engagiert, bewirbt sich Nick bei seiner Traumuniversität. Es geht natürlich um psychische Gesundheit, um Selbstakzeptanz, aber auch um die Angst vor dem Zerbrechen der ersten Jugendliebe – denn ob eine Fernbeziehung wirklich funktionieren kann, da ist sich vor allem Nick nicht ganz so sicher.

Auch das letzte Graphic Novel der Reihe war wieder eine süße und angenehme Lektüre für Zwischendurch. Inhaltlich wurde hier die Zeit etwas gerafft, einzelne Ereignisse standen damit weniger im Vordergrund als bei den vorherigen Büchern. Das ist aber vielleicht sogar eine gute Entscheidung, denn ich fühlte mich dadurch sehr an das Gefühl vor meiner eigenen Matura erinnert: ein ganz normales Schuljahr – und dann, in den letzten Wochen, ist alles plötzlich ganz schnell vorbei.

Vor allem jüngere Leser*innen werden auch mit diesem Band ihre Freude haben. Durch die Netflix-Serie zu "Heartstopper" ja ein regelrechter Hype ausgelöst. Komplett gerechtfertigt, meiner Meinung nach! Ich habe sowohl die Serie als auch die Graphic Novels sehr genossen. Die Reihe ist eine wunderschöne Coming-of-Age-Liebesgeschichte, die sich mit viel Fingerspitzengefühl auch sehr schwierigen Themen widmet. Und ich glaube auch, dass viele Jugendliche sich in diesem Graphic Novels selbst wiederfinden können. Repräsentation ist sehr wichtig - und hier findet ihr Figuren unterschiedlicher Sexualität und unterschiedlicher Gender, alle Figuren sehen unterschiedlich aus und sind auch durch ihr Verhalten einzigartig. Allein diese Repräsentation ist schon so viel wert!

Wenn ihr die Reihe bisher noch nicht gelesen habt, dann lasst das euer Zeichen sein. Lest die Reihe - jetzt ist sie ja abgeschlossen und ihr müsst keine Wartezeiten mehr befürchten. Natürlich hoffe ich aber trotzdem noch auf einen (oder fünf) weitere Teile von "Heartstopper". Träumen darf man doch, oder?

Mittwoch, 15. Juli 2026

Hazelthorn

 

Quelle: Verlag

Geh nicht in den Garten!

Evander ist krank und hat die letzten Jahre in seinem Zimmer verbracht. Sein Leben dreht sich um drei Regeln:

1. Verlasse niemals das Anwesen.

2. Betritt niemals den Garten.

3. Und sei nie wieder allein mit Laurie.


Und seit Laurie vor einigen Jahren versucht hatte, ihn im Garten des Anwesens zu ermorden, hält er sich penibel daran. Bis heute weiß er nicht, was Laurie dazu gebracht haben könnte, ihn so sehr zu hassen, dass er ihn umbringen möchte. Denn eigentlich hat er ihm nie etwas getan. Ganz im Gegenteil: Er bewundert Laurie sehr!

Als Evanders Vormund stirbt, geht das Millionenerbe auf Evander über – und nicht auf Laurie, wie eigentlich erwartet wurde. Doch entgegen allen Erwartungen plant Laurie nicht sofort den nächsten Mordanschlag, sondern möchte Evander dabei helfen, den Mörder seines Vormundes zu finden. Und sie sollten sich beeilen, denn der Garten hat Hunger …

C.G. Drews legt mit "Hazelthorn" nun einen neuen Dark Fantasy Roman für Leser*innen ab 16 Jahren vor. Die hier präsentierte Art des Horrors ähnelt dem Vorgängerbuch »Don’t Let the Forest in«: Botanical Horror, Body Horror, explizite Beschreibungen. Das führte leider dazu, dass in meinem Kopf automatisch der Vergleich losging – und bei diesem schnitt »Don’t Let the Forest in« besser ab. Zwar war auch »Hazelthorn« spannend, doch »Don’t Let the Forest in« schaffte es, glaubwürdigere Beziehungen zu zeichnen und mehr auf die Grautöne der Protagonisten und Nebenfiguren einzugehen. In »Hazelthorn« ist Gut und Böse wiederum sehr klar und eindeutig definiert.

Trotzdem: Ein spannender Horror-Roman für junge Erwachsene. Seid euch nur bitte bewusst, dass die Beschreibungen hier sehr explizit sind.