Donnerstag, 5. September 2019

Kleine Pause

Hey ihr Lieben!

Ich hoffe es geht euch gut und ihr genießt die letzten paar noch halbwegs warmen Tage. Habt ihr noch Ferien? Oder gehts bei euch schon wieder in die Schule oder zur Arbeit? Ich hab noch bis Ende September frei und fahre deswegen mit einer Freundin nochmal zwei Wochen weg. Natürlich Interrail und nur mit dem Rucksack! Für diesen Blog bedeutet das leider, dass während der nächsten zwei Wochen nicht viel passieren wird. Vielleicht schreibe ich noch ein paar Beiträge vor, die ich dann über die absolut großartige Bloggerapp hochlade (Achtung, Sarkasmus, die App ist schrecklich). Aber das ist auch abhängig davon, wie viel Energie mir heute noch bleibt, wenn die Reisevorbereitungen abgeschlossen sind. Für den 23. ist dann meine Rückkehr geplant - da dürft ihr euch dann schon auf ein paar neue Rezis freuen!

Bis dahin viele liebe Grüße und noch viel Sonnenschein!
Eure Mira

Heartless - Der Kuss der Diebin

Autorin: Sara Wolf
Erschienen am 31. 1. 2019
Im Ravensburger Buchverlag
ISBN: 9783473401789
Rezensionsexemplar: Nein

Quelle: Verlag


Zur Autorin:
"Von der Einsteigerin zur Erfolgsautorin: Als Kind spielte Sara Wolf lieber im Freien, als sich mit Büchern zu beschäftigen. Sie war in ihren Zwanzigern, als sie plötzlich zur Tastatur griff und einfach zu schreiben anfing. Ihre erste Veröffentlichung in den USA schaffte sie mit der „Lovely Vicious“-Reihe. In Deutschland erschien 2019 mit „Heartless – Der Kuss der Diebin“ die erste Übersetzung eines ihrer Bücher. Sara Wolf lebt gemeinsam mit zwei Katzen im sonnigen San Diego, in den USA."
Quelle: Verlag

Klappentext:
"Wieder blicke ich Prinz Lucien ins Gesicht. Er betrachtet mich, als hätte er noch nie zuvor einen Menschen gesehen.
Ich sollte wegschauen und mich schüchtern geben, aber ich tue das Gegenteil: Ich lasse meine Augen die Worte sagen, die mein Mund nicht aussprechen darf.
"Ich bin keine Blume, die du nach Lust und Laune pflücken kannst, wütender Wolf – ich bin deine Jägerin und habe den Bogen bereits gespannt. Ich bin eine Herzlose, eine der Kreaturen, vor denen dein Volk in panischer Angst geflohen ist."
Ich leiste mir den Anflug eines Lächelns.
"Und wenn du schlau wärst, würdest du auch fliehen."

Zera ist mutig, stark und schön – und eine Gefangene, denn ihr Herz ist in der Gewalt einer Hexe. Will Zera ihr Herz zurück, muss sie ihrer Gebieterin einen neuen Diener beschaffen: den ebenso unverschämten wie attraktiven Prinz Lucien, der gerade auf Brautschau ist. Stiehlt Zera sein Herz – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes –, ist sie frei! Doch ihr eiskalter Plan gerät ins Wanken, als Lucien echte Gefühle in ihr weckt …"
Quelle: Verlag

Meine Meinung:
Der Veröffentlichung dieses Buches habe ich seit etwa einem Jahr mit gemischten Gefühlen entgegen geblickt.  Der Klappentext hört sich ja spannend an und das Cover sieht ganz gut aus, aber ist das Buch auch wirklich so gut, wie es der Hype verspricht? Oder wird das der totale Reinfall? Die ersten Rezensionen kamen und, ich muss gestehen, ich wurde neugierig. Nicht wirklich überraschend, wenn zwanzig Leute dieses Buch als ihr Jahreshighlight bezeichnen und das teilweise schon im Februar!
Nun, das kann ich gleich sagen: mein Jahreshighlight wird dieses Buch nicht, auch wenn es sehr, sehr gut war.

Zera, unsere Protagonistin, gefiel mir ziemlich gut. Sie ist vorlaut, intelligent, provokant und nicht dünn. Besonders letzteres hat mich positiv überrascht. Normalerweise ist mir das Aussehen der Figuren mehr oder weniger egal, aber dass Zera hier mehrfach und ohne viel Drama daraus zu machen, als etwas fester beschrieben wird, das fand ich gut. Das machte sie für mich noch sympathischer.
Zera ist sehr vorlaut. Egal in welcher Situation sie steckt, sie hat immer einen frechen Spruch auf Lager. Und wenn ihr gerade keiner zuhört, dann spricht sie halt mit sich selbst. Nichts ist ihr heilig: Keine Gottheit, keine Magie, kein Prinz. Alles wird zerlegt, kritisiert und lächerlich gemacht. Die meiste Zeit fand ich das einfach nur herrlich und unterhaltsam. Gerade im Mittelteil wirkt das aber dann stellenweise doch etwas zu bemüht.

Der Schreibstil war einfach nur großartig. Ich tauchte in dieses Buch ein, wie in ein heißes Bad, mit Schaum und allem. Ich hatte sofort ein Bild vor Augen, das spannender war, als alles andere um mich herum.

Auch die Geschichte konnte mich großteils überzeugen. Bis zum Ende hin war alles schlüssig. Ein paar Fragen blieben offen, aber das muss so sein, sonst würde ja keiner mehr den zweiten Band lesen.

Mein Fazit? Ich habe dieses Buch echt genossen und warte auf Band zwei. Dauert eh nur noch ein halbes Jahr...oder so...

Mittwoch, 4. September 2019

Bis ihr sie findet

Autor: Gytha Lodge
Erschienen am 4. 9. 2019
Im Hoffmann und Campe Verlag
ISBN: 9783455006209
Rezensionsexemplar: Ja

Quelle: Verlag


Zur Autorin:
"Gytha Lodge ist eine britische Schriftstellerin und mehrfach ausgezeichnete Theaterautorin. Sie studierte Englische Literatur in Cambridge und Kreatives Schreiben an der University of East Anglia. Ihre Kinder- und Jugendliteratur hat auf Wattpad eine große Fangemeinde. Bis ihr sie findet ist ihr Krimidebüt."
Quelle: Verlag

Klappentext:
"Sechs Freunde. Ein Mörder. Wem kannst du trauen?
Südengland an einem heißen Juliabend des Jahres 1983. Sechs Schulfreunde treffen sich, um gemeinsam im Wald zu zelten. Sie alle sind aufgeweckte Jugendliche und anarchisch, unerschrocken, schön, scheinbar für höhere Ziele geboren. Die erst vierzehnjährige Aurora kann kaum glauben, für ein paar Stunden zu ihrer Clique gehören zu dürfen. Am nächsten Morgen ist sie spurlos verschwunden.
Dreißig Jahre später taucht in eben jenem Wald eine Leiche auf. Detective Chief Inspector Jonah Sheens weiß sofort, wen man nach all der Zeit endlich gefunden hat: Aurora. Die sechs Freunde sind mittlerweile ein jeder auf seine Weise beruflich erfolgreich geworden und halten alle an ihrer Unschuld fest. Was genau ist damals geschehen? War der Mörder die ganze Zeit in ihrer Mitte? Es ist an Jonah Sheens, das Netz aus jahrzehntealten Lügen, polizeilichen Versäumnissen und wohlgehüteten Geheimnissen zu entwirren."
Quelle: Verlag
Meine Meinung:
Stabile Leistung. Nicht der perfekte Thriller, aber auch nicht schlecht.
Die Geschichte wird gleichzeitig aus zwei Zeiten erzählt: 1983 und die Gegenwart. Man erlebt also gleichzeitig, was mit Aurora passiert und versucht gleichzeitig mit der Polizei herauszufinden, wer denn jetzt schuld daran ist, dass Aurora die Nacht nicht überlebt hat. Diese Entscheidung fand ich gut, auch wenn meiner Meinung nach die Kapitel aus Auroras Sicht besser geschrieben wurden. Das war deswegen, weil sich diese Kapitel wirklich nur auf Auroras Sicht konzentrieren. In der Gegenwart wird währenddessen munter zwischen allen möglichen Personen hin und her gesprungen. Die fünf Freunde, Jonah Sheens, die junge Polizistin, die mit Jonah zusammenarbeitet, wir erfahren wirklich von jedem, was er oder sie gerade sieht. Die Sichtweise wechselt dabei sehr schnell und sehr häufig. Dadurch wirkte das auf mich sehr verwirrend.

Aurora war mir sofort sympathisch. Sie ist ein nettes Mädchen und tat mir sofort leid. Es tat wirklich weh zu lesen, wie sehr sie darunter leidet, nicht wirklich zum Freundeskreis ihrer Schwester dazuzugehören. Gleichzeitig kann ich ihrer Schwester natürlich keinen Vorwurf machen, dass sie ihre kleine Schwester nicht ständig überall dabei haben will. Aber trotzdem. Ich hatte Mitleid mit ihr, von der ersten Seite weg.
Jonah Sheen fand ich nicht ganz so sympathisch. Mit ihm wurde ich nicht ganz warm. Er hatte sehr viele Geheimnisse vor uns Lesern. Das kann ganz gut sein, hier war es aber grenzwertig. Das Buch war deswegen nicht schlecht, aber nach der fünfzehnten Erwähnung, dass Aurora irgendwie mit seiner Geschichte zusammenhängt, ging es mir langsam auf die Nerven. Vor allem, da halt wirklich nichts fallen gelassen wurde, immer nur, dass Jonah hofft, dass niemand das herausfindet. Das hätte man spannender machen können.
Über die anderen Figuren werde ich hier jetzt nicht so viel schreiben, da auf ihnen echt nicht der Fokus lag. Sie wurden immer wieder mal eingebaut und auch ihre Sichtweise wurde, wie oben erwähnt, regelmäßig eingebaut, aber richtig viel habe ich nicht über sie gelernt. Ich könnte sie nicht wirklich einschätzen.

Die Story selbst war in Ordnung. Mir war relativ früh klar, wer der Mörder sein könnte und wie der Mord passiert ist, trotzdem blieb die Geschichte über weite Teile spannend. Ich sage über weite Teile. Wie oben erwähnt, war der ständige Sichtwechsel verwirrend. Das verminderte die Spannung, Leider. Prinzipiell hätte man mehr aus dieser Geschichte machen können. Aber das Buch war auch nicht schlecht. Wirklich nicht. Es war in Ordnung.

Der Stil war gut. An dem habe ich nichts auszusetzen, wirklich nicht. Da haben die Autorin und der Übersetzer wirklich gute Arbeit geleistet.

Mein Fazit? Solide Leistung. Kann man lesen, ist in Ordnung!