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Willkommen in meiner Ecke des Internets. Bleib doch ein bisschen! Koch dir eine Tasse Tee und lass uns über Bücher quatschen.
Dienstag, 27. Juni 2023
No More Tears. Dein Anti-Fuckboy Guide
Montag, 26. Juni 2023
That Kind of Guy [Kurzrezension]
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So, jetzt habe ich mir endlich das große Finale der Ravenswood-Reihe von Talia Hibbert gegönnt. Diesmal geht es um die Liebesgeschichte zwischen Rae und Zach, die beide im letzten Buch eingeführt wurden. Das habe ich übrigens glaube ich noch gar nicht rezensiert, oder? Tja, kommt schon noch. Nur Geduld, Leute!
Rae hat sich nach ihrer Scheidung von ihrem jetzt Ex-Mann in das Dörfchen Ravenswood zurückgezogen, wo die Gerüchte über sie sofort hochgehen. Denn wenn man eine Frau in ihren 40ern ist, die geschieden ist UND eine große Narbe im Gesicht hat, dann muss ja irgendwas seltsam an dir sein. Dass Rae noch dazu recht schüchtern, sehr verträumt und ein Nerd ist und einen sehr, SEHR großen Hund hat, verbessert ihren Ruf nicht gerade. Durch die Protagonistinnen der letzten Bücher hat Rae aber trotzdem schnell eine Gruppe netter Leute gefunden. Unter ihnen ist Zach. Er hat eigentlich den Ruf, die Dorfmatratze zu sein, doch Rae hat davon bisher nicht besonders viel mitbekommen - was sie eigentlich schade findet, denn sie findet Zach unglaublich attraktiv. Der Grund für diesen Verhaltenswechsel? Zach hat endlich akzeptiert, dass er demisexuell ist. Das ist eine Sexualität auf dem Asexualitäts-Spektrum. Sexuelle Anziehung gibt es für Leute, die demisexuell sind, erst dann, wenn sie eine tiefere emotionale Bindung zu jemandem entwickelt haben. Dass das Zachs sexuelle Orientierung ist, weiß bisher aber noch niemand, denn bisher hat er sich noch nichtmal bei seinem Bruder geoutet.
Zumindest bis Rae zu einer Convention eingeladen wird, bei der auch ihr Exmann anwesend sein wird. Und Rae will ihm nicht unbedingt alleine entgegentreten und will auch auf gar keinen Fall das ganze Wochenende lang mitleidige Blicke aushalten müssen. Deswegen bittet sie Zach darum, sie zu begleiten. Als Fake-Freund. Und natürlich stimmt Zach zu. Und natürlich kommt man sich während so einer Fake-Beziehung auch näher....
Wie auch die vorhergehenden Teile, hat mir auch Teil drei super gefallen - allerdings halte ich ihn für schwächer als die beiden vorhergehenden Bücher der Reihe. Raes Perspektive fand ich sehr spannend und interessant, Zachs halte ich dafür für weniger gut gelungen. Versteht mich nicht falsch, auch die ist gut. Aber für mich war der Wechsel zwischen "keine Attraktion" und "Rae, bitte spring mit mir in die Kiste und zwar SOFORT" doch etwas zu schnell. Da hätte mir persönlich ein schleichender Übergang besser gefallen. Ich hätte mir auch insgesamt gewünscht, dass sich die Beziehung zwischen den Figuren langsamer entwickelt. Normalerweise ist Talia Hibbert da ja Meisterin darin, doch hier hat das nicht ganz so gut funktioniert wie in ihren anderen Büchern.
Um nun aber mit den positiven Aspekten dieses Buches abzuschließen: Ich liebe die Dialoge zwischen Zach und Rae. Ich liebe Talia Hibberts Schreibstil und ich halte auch diesen dritten Teil im großen und ganzen für lesenswert. Und natürlich: Die genialen Dialoge sind halt einfach Talia Hibberts, zumindest meiner Meinung nach.
Mein Fazit? Kann leider nicht ganz mit den vorhergehenden Büchern mithalten, hat mir aber trotzdem gefallen.
Freitag, 23. Juni 2023
Die unheimliche Stille. Warum außerirdische Zivilisationen schweigen [Hörbuch/Kurzrezension]
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Viele von euch wissen es nicht, aber wenn mir mein Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaften nicht gefallen hätte, wäre Physik meine zweite Wahl gewesen. Vor allem die Astrophysik hat es mir angetan und ich habe schon als Kind Dutzende Bücher über das Weltall verschlungen. Was für mich besonders spannend ist, ist das Phänomen, das in diesem Buch beschrieben wurde: Unser Universum ist unvorstellbar groß. So groß, dass ich es am liebsten als unendlich groß beschreiben würde, auch wenn das offensichtlich nicht stimmt. Aber trotz dieser unglaublichen Größe ist die Erde bisher der einzige Planet mit intelligentem Leben, den wir kennen. Dieses Buch beschäftigt sich mit der Frage, wie das denn bitte sein kann.
Die Autoren betrachten hier die Suche nach außerirdischem Leben aus verschiedenen Perspektiven. Sie sprechen über die Geschichte der Erforschung von Signalen, die eventuell von Aliens stammen könnten, erklären, was man überhaupt unter intelligentem Leben versteht und welche Voraussetzungen denn wahrscheinlich stimmen müssen, damit sich Leben auf einem Planeten entwickelt. Außerdem wird das Fermi-Paradoxon beschrieben (das streng genommen kein Paradoxon ist, wie uns hier erklärt wird) und diskutiert, ob es überhaupt eine gute Idee ist, Aliens auf uns aufmerksam zu machen, oder ob das vielleicht gefährlich für uns werden könnte.
Die Erklärungen erfolgen in einer Sprache, die für mich unterhaltsam und leicht verständlich war. Besonders schön fand ich, dass es die Autoren geschafft haben, hier auch Humor einzubauen - das ist ja bei Sachbüchern auch nicht selbstverständlich. Und durch diesen Humor schaffen es die beiden, auch noch weitere wichtige Themen aufzugreifen, nämlich die Klimakatastrophe, die sich aktuell entwickelt, aber auch die Gefahr, die uns durch Atomwaffen droht. Die Möglichkeit, dass wir uns durch unseren Leichtsinn und unseren Egoismus selbst vernichten werden, wird so sehr deutlich sichtbar und ich glaube, dass das eine sehr wichtige Message ist, die nicht oft genug erwähnt werden kann.
Mein Fazit? Sehr gut gelungenes Buch, durch das ich viel Neues über die Suche nach außerirdischem Leben lernen durfte.


