Montag, 31. Mai 2021

Meine liebsten Buchzitate #49

 1. "Doktor Maxwells chaotischer Zeitkompass" von Jodi Taylor, Seite 44

"Ich bin wirklich froh, dass du überlebt hast, denn jetzt kann ich dich eigenhändig umbringen."

2. "Queenie" von Candice Carty-Williams, Seite 176

"Ich...ich behaupte ja nicht, dass die Leben anderer ethnischer Gruppen nicht zählen", erklärte ich, fassungslos, dass ich das wirklich erklären musste. "Ich glaube nicht, dass irgendein Teil von Black Lives Matter auch nur andeutet, dass andere Leben wertlos wären."
"Nun, wenn Sie die Leben von einigen und nicht allen auf ein Piedestal stellen, was tun Sie denn dann anderes?"
"Schwarze Leben werden auf kein Piedestal gestellt. Ich weiß noch nicht mal, was das ist", sagte ich und mein Herz schlug schneller. "Es soll bedeuten, dass schwarze Leben zu diesem Zeitpunkt und historisch betrachtet nicht zählen oder gezählt haben, das aber tun sollten!"

3. "Muse of Nightmares. Das Erwachen der Träumerin" von Laini Taylor, Seite 65

Sein Lächeln hatte immer wie eine in Essig konserviert Chilischote gewirkt und wurde nur als Garnierung für seine sorgfältig zurechtgelegten Gesichtsausdrücke hervorgeholt.

4. "The Age of Innocence" von Edith Wharton, Seite 57

"But then - why not be happier?"
"We can't behave like people in novels, though, can we?"
"Why not - why not - why not?"


I found god in myself 
& i loved her/ i loved her fiercely

Samstag, 29. Mai 2021

Meine liebsten Buchzitate #48

1. "Doktor Maxwells chaotischer Zeitkompass" von Jodi Taylor, Seite 43

"Du weißt schon, dass das alles so viel beeindruckender gewesen wäre, wenn du nicht zwanzigmal am Tag angerufen und hundert Meilen gefahren wärst, nur um mich zu sehen. Und außerdem", ich reckte den Hals um zu meinem Bett hinüberzuschielen, "hast du Schokolade, Blumen und etwas, das wie eine Schachtel mit Süßigkeiten aussieht, mitgebracht. Wenn du ein ordentliches Donnerwetter über mich hereinbrechen lassen willst, hättest du den Kram besser im Auto lassen sollen."

2. "Queenie" von Candice Carty-Williams, Seite 83

Bevor ich aus dem Bus ausstieg, machte ich im Kopf eine Liste der Menschen, die meine Haare anfassen durften.
  1. Ich
  2. Eine Friseurin
  3. Das ist schon die ganze Liste.

3. "The Age of Innocence" von Edith Wharton, Seite 13

But the Beauforts were not exactly common; some people said they were even worse.


Früher wussten die Menschen Massenevents zu schätzen. Ob Revolution, Krieg, Kommunismusaufbau - alle machten mit.

5. "Muse of Nightmares. Das Erwachen der Träumerin" von Laini Taylor, Seite 64

"Mord ist eine lästige Angelegenheit. Da muss man Leichen verschwinden lassen und sich um den ganzen Papierkram kümmern..."
Soulzeren hob eine Augenbraue. "Papierkram für Mord?"
"Bürokratie gibt es doch für alles." 

Donnerstag, 27. Mai 2021

Mr. Parnassus' Heim für magisch Begabte [Kurzrezension]

 

Quelle: Verlag

Ich liebe dieses Buch. Alles an diesem Roman ist schön. Das beginnt mit dem Cover, geht über den Schreibstil bis hin zur unglaublich liebevollen Gestaltung der Figuren. Ich konnte das Salz riechen, die Kinder lachen hören und Zoes Kuchen schmecken. Und am Ende hatte ich nur den Wunsch, dieses Buch bitte einfach zu vergessen, damit ich es nochmal zum ersten Mal lesen darf.

Es geht hier um eine Welt, in der es Magie gibt. Doch magisch Begabte werden diskriminiert, müssen sich registrieren lassen und werden weggesperrt. Linus Baker, die Hauptfigur, ist nicht magisch begabt. Ganz und gar nicht. Er ist ein stinknormaler Beamter, der die Heime für magisch begabte Kinder überprüft und entscheidet, ob sie offenbleiben dürfen oder zugesperrt werden. Und er ist gut in seinem Job: Er ist objektiv, behält immer Distanz und kennt alle Vorschriften auswendig. Dann schickt man ihn aber zu Arthur Parnassus Heim, dessen Bewohner der höchsten Geheimhaltungsstufe unterliegen. Ein Lindwurm, ein Gnom, Lucifer höchstpersönlich ... Für Arthur sind solche Kinder Alltag. Und er sieht nicht ein, warum er sich an diese ganzen unnützen Vorgaben halten soll. Aber ich will gar nicht zu viel verraten!

Toll finde ich auch die Art, wie hier mit gleichgeschlechtlicher Liebe umgegangen wird. Die meisten Bücher mit Protagonisten aus der LGBTQ+-Community, die ich bisher gelesen habe, drehten sich zu einem großen Teil um das Coming-out und um gesellschaftliche Akzeptanz. Klar, das sind wichtige Themen und ich verstehe, warum es so viele Bücher dazu gibt. Aber hier weiß jeder, dass Linus schwul ist und das ist keine Sekunde lang ein Problem. Es ist ganz normal - so wie es auch in unserer Welt sein sollte. Und diese Art der Beschreibung fand ich wunderbar.

Mein Fazit? Dieses Buch gehört jetzt schon zu meinen Jahreshighlights. Ich liebe es und hoffe, bald mehr Fantasy-Bücher des Autoren lesen zu können.