Dienstag, 31. August 2021

Sie hat Bock [Kurzrezension]

 

Quelle: Verlag

Ich hatte große Erwartungen an dieses Buch, denn ich habe nur Gutes von diesem Buch gehört. Also wirklich ausnahmslos. Das muss ein Buch erstmal schaffen. Ich habe dann nach dem Lesen lange überlegt, ob ich dieses Buch hier rezensieren soll oder doch lieber nicht. Immerhin passt das nicht so wirklich zu diesem Blog. Klar, ich rezensiere hier alle möglichen Bücher zu allen möglichen Themen. Aber Texte über Sex? Das ist bis jetzt doch eher selten vorgekommen und daran wird sich wohl auch in Zukunft nichts ändern.

In diesem Buch finden sich sehr persönliche Texte der Autorin. Sie schreibt hier eine Art sexuelle Biographie. Dass die Texte autobiographisch zu sein scheinen, macht sie für mich (je nach Thema) umso interessanter bzw. schockierender. Die Autorin hat nicht nur einmal sexuelle Gewalt erlebt, auch schon in ihrer Kindheit und erzählt hier sehr offen davon. Es hat mich überrascht, dass sie scheinbar trotzdem ein positives Verhältnis zu ihrer Sexualität entwickeln konnte.

Für mich sehr überraschend war vor allem, dass die Autorin in einer offenen Beziehung lebt. Das ist etwas, das ich mir persönlich überhaupt nicht vorstellen kann. Ich freue mich für jede:n, der:die in dieser Art der Beziehung aufblüht und das auch ausleben kann. Macht was ihr wollt, solange alle Beteiligten einverstanden und erwachsen sind, mische ich mich da nicht ein. Ich meine: Wenn man den Bericht der Autorin liest, merkt man klar, dass sie und ihr Mann so glücklich sind. Aber für mich wäre das einfach nichts.

Leider wirkten die Texte stellenweise auf mich etwas herablassend. Ich möchte der Autorin nichts unterstellen und das muss auch gar nicht herablassend gemeint sein, aber so kam das bei mir an. Zum Beispiel wenn sie über das Thema Körperbehaarung schreibt oder über die Erziehung ihrer Kinder oder eben über ihre offene Beziehung. Wie gesagt, jede:r soll leben, wie er:sie das will. Aber ich will mich nicht schlecht fühlen, nur weil ich anders lebe.

An vielen Stellen hätte ich mir mehr Sachlichkeit gewünscht. Oder zumindest zwischendurch mal ein paar sachliche Absätze. Ich wollte das Buch ja vor allem lesen, um mich weiterzubilden. So war da für mich auf dieser Ebene leider nicht besonders viel Neues dabei.

Mein Fazit? Konnte meine hohen Erwartungen leider nicht ganz erfüllen. Es ist trotzdem stellenweise ganz interessant, aber eben leider nicht mehr.

Sonntag, 29. August 2021

Hex Files. Wilde Hexen [Hörbuch/Kurzrezension]

 

Quelle: Verlag

Nachdem ich den ersten Teil von "Hex Files" nur so weggesuchtet habe, war klar, dass ich auch den zweiten Band hören muss. Vor allem, weil ich nach diesem Cliffhanger unbedingt wissen musste, wie die Geschichte weitergeht.

Dieses Buch setzt ein paar Wochen später ein. Ivy wird mal wieder von Winter und einigen anderen Ordenshexern aufgesucht und bekommt einen neuen Auftrag. Na toll. Als hätte Ivy nichts Besseres zu tun! Auf der Couch sitzen, essen und mit ihrem Kater sprechen, zum Beispiel. Aber wenigstens kommt sie dadurch ans Set ihrer Lieblingsserie "Verwünscht" - einer Art Castingshow für Hexer und Hexen und alle, die das noch werden möchten. Allerdings nicht als Teilnehmerin, sondern als Setrunner, also quasi als Mädchen für alles. Und nebenher soll sie noch für den Orden wegen eines Mordfalls ermitteln? Na, das kann ja heiter werden. Und wann genau soll Ivy essen, schlafen und die Füße hochlegen?

Auch für diesen zweiten Teil gilt wieder: In der Geschichte steckt unglaublich viel Witz. Das Hörbuch hat mich ständig zum Lachen gebracht. Was während einer Pandemie nicht unbedingt das Schlechteste ist, das einem passieren kann.

Und ich weiß, ich wiederhole mich hier, aber: Meisheit ist die ideale Besetzung für Ivy. Das war durchgehend glaubwürdig. Ich kann mir keine andere Sprecherin für Ivy und ihre Geschichte vorstellen.

Mein Fazit? Genauso gut wie der erste Teil. Diese Autorin behalte ich auf jeden Fall im Auge!

Freitag, 27. August 2021

Night Rebel. Biss der Leidenschaft [Kurzrezension]

 

Quelle: Verlag

Zu dem Zeitpunkt, als ich diese Rezension schreibe, habe ich auch schon den dritten Band gelesen. Ich habe mir überlegt, ob ich einfach einen Sammelpost zu Teil 2 und 3 mache, habs mir dann aber doch anders überlegt. Ich möchte jedem Buch die Aufmerksamkeit geben, die ihm zusteht und das wäre in einem Sammelpost nur schwer möglich. Hier findet ihr übrigens die Rezension zum ersten Band!

Die Ausgangssituation hier ist folgende: Ian hat keine Erinnerungen mehr an Veritas, gewinnt aber genügend Wissen zurück, um zu wissen, dass er mit Veritas verheiratet ist und er sie zurückgewinnen muss und will. Veritas Meinung nach eine sehr schlechte Idee. Wenn er sich nicht an sie erinnern kann, ist er immerhin in Sicherheit. Dann tut Ian vielleicht endlich mal nichts Waghalsiges mehr und Veritas kann in Frieden dunkle Seelen und Dämonen jagen. Wie ihr also jetzt schon merkt: Es geht spannend weiter. Dieses Konfliktpotential wurde natürlich ausgereizt und führte zu interessanten und spannenden Wortgefechten, wie ich sie auch im ersten Teil gefeiert habe. Und wie im ersten Teil gab es auch hier wieder viel düsteren Witz und Zynismus.

Im zweiten Teil durfte ich zusätzlich zu den Figuren, die ich eh schon kannte, noch einige neue Personen kennenlernen und neue Aspekte der Welt erforschen. Das war spannend, ich werde wegen der Spoilergefahr hier aber nicht näher darauf eingehen.

Das Ende hat mich dazu gebracht, das Buch gegen die Wand zu werfen. Nur metaphorisch natürlich, sonst würde ich dem Buch ja wehtun. Aber trotzdem: Muss da wirklich schon wieder ein Cliffhanger sein?!

Auch den zweiten Teil fand ich ziemlich gut, er kann meiner Meinung nach aber nicht ganz mit dem ersten Band mithalten. Aber alles in allem: Gute und unterhaltsame Lektüre.